Zitate über Vergnügen

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema vergnügen, mensch, leben, menschen.

Insgesamt 115 Zitate, Filter:

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„Gehe in ein Bordell und lerne, dass zwischen teurem und billigem Vergnügen kein Unterschied ist.“

—  Diogenes von Sinope griechischer Philosoph, Schüler des Antisthenes -404 - -322 v.Chr

Bei Plutarch, Über Kindererziehung, 7
Original griech.: "εἴσελθε εἰς πορνεῖόν που, ἵνα μάθῃς ὅτι τῶν ἀναξίων τὰ τίμια οὐδὲν διαφέρει."

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„Das edelste Vergnügen ist die Freude am Verstehen.“

—  Leonardo Da Vinci italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph 1452 - 1519

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„Ich mache mir das Vergnügen, mir einen Staat vorzustellen, der es sich leisten kann, zu allen Menschen gerecht zu sein, und der das Individuum achtungsvoll als Nachbarn behandelt; einen Staat, der es nicht für unvereinbar mit seiner Stellung hielte, wenn einige ihm fernblieben, sich nicht mit ihm einliessen und nicht von ihm einbezogen würden, solange sie nur alle nachbarschaftlichen, mitmenschlichen Pflichten erfüllten.“

—  Henry David Thoreau, buch Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat
engl.: "I please myself with imagining a State at least which can afford to be just to all men, and to treat the individual with respect as a neighbor; which even would not think it inconsistent with its own repose if a few were to live aloof from it, not meddling with it, nor embraced by it, who fulfilled all the duties of neighbors and fellow-men."
Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Benjamin Franklin Foto

„Mancher Mann denkt, er kaufe Vergnügen, wenn er sich in Wahrheit als Sklave dafür verkauft.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

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„Fröhlichkeit ist nicht das bloße Ergebnis des Wohlstandes. Es ist das Ergebnis des aktiven Erlebens statt des teilnahmslosen Vergnügens.“

—  Robert Baden-Powell britischer Kavallerie-Offizier und Gründer der Pfadfinderbewegung 1857 - 1941

How to be happy though rich or poor, 1930

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„Auch wenn es dich empört: Das unerlaubte Vergnügen macht Spaß.“

—  Ovid, buch Amores

Liebesgedichte (Amores) Buch III, Gedicht IV
Original lat.: "indignere licet, iuvat inconcessa voluptas."

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„Die Arbeit beim Film war für mich nie ein Vergnügen.“

—  Marlene Dietrich deutsch-amerikanische Schauspielerin und Sängerin 1901 - 1992

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„Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.“

—  Mark Twain, buch Ein Yankee am Hofe des König Artus

A Connecticut Yankee in King Arthur's Court, Kap. XXVIII.
Original engl.: "The higher the pay in enjoyment the worker gets out of it, the higher shall be his pay in cash, also."
Andere

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„Ich höre mich gerne reden. Es ist eines meiner größten Vergnügen.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Die bedeutende Rakete / die Rakete
Original engl.: "I like hearing myself talk. It is one of my greatest pleasure."
Die bedeutende Rakete - The Remarkable Rocket

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„Denken ist die Arbeit des Intellekts, Träumen sein Vergnügen.“

—  Victor Hugo französischer Poet und Autor 1802 - 1885

Die Elenden Band 4, Buch 2, Kap. 1
Original franz.: "La pensée est le labeur de l’intelligence, la rêverie en est la volupté."
Die Elenden - Les Misérables

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„Nichts gibt ein größeres Vergnügen, // Als den Betrüger zu betrügen.“

—  Friedrich von Hagedorn deutscher Dichter 1708 - 1754

Der Wolf und das Pferd. Aus: Sämmtliche poetische Werke. Leipzig: Reclam, o.J. S. 106. http://www.zeno.org/Literatur/M/Hagedorn,+Friedrich+von/Gedichte/Fabeln+und+Erz%C3%A4hlungen/Erstes+Buch/Der+Wolf+und+das+Pferd

Friedrich von Hagedorn Foto

„Genoß der Jüngling ein Vergnügen, // So war er dankbar und verschwiegen.“

—  Friedrich von Hagedorn deutscher Dichter 1708 - 1754

Die Alte. Sämmtliche Poetische Werke in dreyen Theilen. Dritter Theil. Wien: Johann Thomas Edlen von Trattnern, 1770. S. 128.

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„Die Wissenschaft soll kein egoistisches Vergnügen sein: diejenigen, welche so glücklich sind, sich wissenschaftlichen Zwecken widmen zu können, sollen auch die ersten sein, welche ihre Kenntnisse in den Dienst der Menschheit stellen.“

—  Karl Marx deutscher Philosoph, Ökonom und Journalist 1818 - 1883

Paul Lafargue in: Karl Marx, Persönliche Erinnerungen, 1890, Abschnitt 1
Zugeschrieben, Paul Lafargue: Karl Marx, Persönliche Erinnerungen (1890)

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„Sich amüsieren heißt etymologisch: die Muße loswerden. Amüsement wäre also das Vergnügen der Plattköpfe.“

—  Johann Gottfried Seume deutscher Schriftsteller und Dichter 1763 - 1810

Prosaschriften. Mit einer Einleitung von Werner Kraft, Köln: Melzer, 1962. Apokryphen. S. 1344

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„Schwarzarbeit: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, die Steuer zu betrügen.“

—  Gerhard Uhlenbruck deutscher Mediziner und Aphoristiker 1929

Der Klügere gibt nicht nach, S. 32
Der Klügere gibt nicht nach

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„Jeder Mensch kommt mit einer sehr großen Sehnsucht nach Herrschaft, Reichtum und Vergnügen sowie mit einem starken Hang zum Nichtstun auf die Welt. So möchte jeder das Geld und die Frauen oder Mädchen der anderen haben, mochte er ihr Gebieter sein, sie allen seinen Launen gefügig machen und nichts oder zumindest nur sehr angenehme Dinge tun.“

—  Voltaire Autor der französischen und europäischen Aufklärung 1694 - 1778

Philosophisches Taschenwörterbuch, Artikel "Égalité" (Gleichheit), Sektion II.
Original franz.: "Tout homme naît avec un penchant assez violent pour la domination, la richesse et les plaisirs, et avec beaucoup de goût pour la paresse; par conséquent tout homme voudrait avoir l'argent et les femmes ou les filles des autres, être leur maître, les assujettir à tous ses caprices, et ne rien faire, ou du moins ne faire que des choses très agréables."
Philosophisches Taschenwörterbuch

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„Es bereitet deshalb solches Vergnügen, anderer Leute Geheimnisse herauszufinden, weil dadurch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit von den eigenen abgelenkt wird.“

—  Oscar Wilde, Ein idealer Gatte

Ein idealer Gatte, 2. Akt / Lord Goring
Original engl.: "That is the reason they are so pleased to find out other people's secrets. It distracts public attention from their own."
Ein idealer Gatte - An Ideal Husband

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„Vergnügen ist das einzige, wofür man leben sollte. Nichts macht so alt wie das Glück.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend
Original engl.: "Pleasure is the only thing one should live for. Nothing ages like happiness."
Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend - Phrases and Philosophies for the Use of the Young

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„Kinderzeugen dahingegen // Macht Vergnügen und bringt Segen, // Wenns geschieht im Ehebett // Standesamtlich und honett.“

—  Otto Julius Bierbaum deutscher Autor und Schriftsteller 1865 - 1910

Der alte Orgelmann singt. Aus: Der neubestellte Irrgarten der Liebe. Leipzig: Insel. 1906. Seite 123

Ambrose Bierce Foto

„Abstinenzler: Ein schwacher Mensch, der der Versuchung nachgibt, sich selbst ein Vergnügen zu versagen. Ein totaler Abstinenzler ist jemand, der sich aller Dinge enthält, nur nicht der Abstinenz und vor allem nicht der Einmischung in die Angelegenheiten anderer.“

—  Ambrose Bierce, buch Des Teufels Wörterbuch

The Devil's Dictionary
Original engl.: " Abstainer, n. A weak person who yields to the temptation of denying himself a pleasure. A total abstainer is one who abstains from everything but abstention, and especially from inactivity in the affairs of others."
Des Teufels Wörterbuch

Wilhelm Busch Foto

„Der Beste muss mitunter lügen; // Zuweilen tut er's mit Vergnügen.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

Dummheit, die man bei den anderen sieht, S. 873
Spricker - Aphorismen und Reime

Wilhelm Busch Foto

„Sie ist bekanntlich eine Hypothese der Vernunft, hat hinten und vorn ein langes Ende und in der Mitte einen tüchtigen Knoten. Es ist was für Einen der an Gehirngymnastik Vergnügen findet.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

An Grete Meyer. 7. Aug. 1897. Band II, S. 105 http://www.zeno.org/Literatur/M/Busch,+Wilhelm/Briefe/1144.+An+Grete+Meyer; gemeint ist die Metempsychose
Briefe

Miguel de Cervantes Foto

„Das beste Gewürz von der Welt ist der Hunger; und da dieser den Armen nicht fehlt, so macht diesen das Essen immer Vergnügen.“

—  Miguel de Cervantes, buch Don Quijote

Verlag von A. Hofmann & Comp., 3. verbesserte Auflage, Berlin 1853, Übersetzung: Ludwig Tieck (1773-1853), 2.Teil, 5. Kap., S.40.
Original span. "La mejor salsa del mundo es la hambre; y como esta no falta a los pobres, siempre comen con gusto." - Juan de la Cuesta (Hrsg.), Erstauflage, Madrid 1615, 2. Teil, 5. Kap., S. 17r.
nach Cicero: "Der Speise Würze ist der Hunger, des Trankes der Durst, so höre ich Sokrates sagen." - De finibus (Über das höchste Gut und das größte Übel) II, 90
Don Quijote (Don Quixote)

Johann Jakob Engel Foto

„Das Denken giebt uns ein so reines und so lebhaftes Vergnügen, daß, wer es nur einmal in seinem Leben gekostet hat, es nie wieder entbehren kann.“

—  Johann Jakob Engel deutscher Schriftsteller und Literaturtheoretiker 1741 - 1802

Das Weihnachtsgeschenk. Aus: Schriften, Erster Band: Der Philosoph für die Welt. 1. Theil. Berlin: Myliussisch, 1801. S. 265.

Benjamin Franklin Foto

„Nichts bereitet einem Autor so großes Vergnügen, wie die eigenen Werke respektvoll zitiert zu finden von anderen gebildeten Autoren.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

Original engl.:"I have heard that nothing gives an Author so great Pleasure, as to find his Works respectfully quoted by other learned Authors." - Preface, 1758
Poor Richard's Almanach

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„Die Lüge, Mensch! ist dein Vergnügen; // Du lehrst sogar die Steine lügen.“

—  Friedrich Haug

Sinngedichte: Über Grabschriften auf dem Gottesacker. In: Epigrammen und vermischte Gedichte. 1. Band. Berlin: Unger, 1805, S. 195

Nathaniel Hawthorne Foto

„Es war ein flüchtiger Blick weit zurück in das arkadische Leben, oder noch weiter zurück in das Goldene Zeitalter, bevor die Menschheit mit Sünde und Kummer beladen und das Vergnügen von jenen Schatten verdunkelt war, die es überhaupt erst plastisch und zum Glück machen.“

—  Nathaniel Hawthorne amerikanischer Schriftsteller 1804 - 1864

-Nathaniel Hawthorne: Der Marmorfaun (orig.: The Marble Fawn, 1860), aus dem Amerikanischen übersetzt von Emi Ehm, Fischer Bücherei (Fischer Bibliothek der Hundert Bücher) Frankfurt am Main und Hamburg 1964, S. 63
(Original engl.: " It was a glimpse far backward into Arcadian life, or, further still, into the Golden Age, before mankind was burdened with sin and sorrow, and before pleasure had been darkened with those shadows that bring it into high relief, and make it happiness." - The Marble Faun. Kapitel 9 The Faun and Nymph. http://www.ibiblio.org/eldritch/nh/mf09.html

Heinrich Heine Foto

„Vergnügen ist nichts als ein höchst angenehmer Schmerz.“

—  Heinrich Heine, buch Reisebilder

Reisebilder II, Italien I, 18
Reisebilder, Italien, Reise von München nach Genua

Joseph Joubert Foto

„In der Ausschweifung jeder Art liegt viel Seelenkälte; sie ist ein überlegter und freiwilliger Missbrauch des Vergnügens.“

—  Joseph Joubert französischer Moralist und Essayist 1754 - 1824

Gedanken, Versuche und Maximen
Gedanken, Versuche und Maximen

Immanuel Kant Foto

„Eine Art, sich zu vergnügen, ist zugleich Kultur: nämlich Vergrößerung der Fähigkeit, noch mehr Vergnügen dieser Art zu genießen; dergleichen das mit Wissenschaften und schönen Künsten ist.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, erstes Buch, § 60, BA 179
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

Giovanni Boccaccio Foto

„Wir sehen jedoch täglich, dass dasjenige, was uns am meisten Vergnügen macht, wenn wir es in gar zu großem Übermaße genießen, uns oft am ersten Überdruss verursacht.“

—  Giovanni Boccaccio, buch Decamerone

Decamerone, 4. Tag, 3. Erzählung
Original ital.: "noi veggiamo tutto il giorno avvenire che, quantunque le cose molto piacciano, avendone soperchia copia rincrescono."

Seneca d.J. Foto

„Drei Dinge sind die Beschwernisse der Krankheit: Furcht vor dem Tod, Schmerz des Körpers, Unterbrechung des Vergnügens.“

—  Seneca d.J., buch Epistulae morales

(lat) Tria haec in omni morbo gravia sunt: metus mortis, dolor corporis, intermissio voluptatum.
Moralische Briefe an Lucilius - Epistulae morales ad Lucilium
Quelle: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), IX, LXXVIII , 6

Stendhal Foto

„Der Vers ist als eine Gedächtnishilfe erfunden worden. Später hat man ihn beibehalten aus gesteigertem Vergnügen an der Überwindung von Schwierigkeiten. In der dramatischen Kunst heute noch an ihm festzuhalten, ist ein Überrest von Barbarei. Ein Beispiel: die Dienstordnung für Kavallerie, in Verse gesetzt von De Bonnay.“

—  Stendhal französischer Schriftsteller im 19. Jahrhundert 1783 - 1842

Über die Liebe (Fragmente)
Original französisch: "Les vers furent inventés pour aider la mémoire. Plus tard on les conserva pour augmenter le plaisir par la vue de la difficulté vaincue. Les garder aujourd'hui dans l'art dramatique, reste de barbarie. Exemple: l'ordonnance de la cavalerie, mise en vers par M. de Bonnay." - Fragments divers, no. XXVI
Über die Liebe (De l'amour)

Ludwig Tieck Foto

„Unser Vergnügen liegt nur in der Einbildung.“

—  Ludwig Tieck deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer der Romantik 1773 - 1853

Karl von Berneck / Leopold. Aus: Schriften. 11. Band. Berlin: Reimer. 1829. S. 90.

Taylor Caldwell Foto

„Eines der Kümmernisse des Lebens ist die Unbeständigkeit aller Freuden. Sollen wir uns deshalb heute des Vergnügens und der Freude berauben, nur weil sie uns morgen vielleicht entschwinden?“

—  Taylor Caldwell englische Schriftstellerin 1900 - 1985

Geliebter und berühmter Arzt; Quelle zum Beispiel folgende Ausgabe: Pabel-Moewig Verlag, 1987, ISBN 3701400156

Eduard von Bauernfeld Foto

„Wenn mir die Mutter giftige Blicke zuwirft, wenn mir der Vater die Türe weist, wenn die Gouvernante keift, die Tanten schimpfen, die Bedienten drohen, die Hunde bellen – dann ist's ein Vergnügen.“

—  Eduard von Bauernfeld, Bürgerlich und Romantisch

Bürgerlich und Romantisch. Erster Act. Neunte Scene (Baron). Ausgewählte Werke in vier Bänden. Band 1, Leipzig [o.J.], S. 300, zeno.org http://www.zeno.org/nid/20004530675

Georg Weerth Foto

„Der Wein ist mein Vergnügen! // Ich wollt, das ganze Meer // Wär Wein und ich ein Walfisch, // Der schwömme drüber her.“

—  Georg Weerth deutscher Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann 1822 - 1856

Der Wein ist mein Vergnügen! In: Sämtliche Werke in fünf Bänden, Band 1, Berlin 1956, S. 63,
Andere Werke

Lorenzo Da Ponte Foto

„Die Rache ist das Vergnügen der Weisen.“

—  Lorenzo Da Ponte italienischer Dichter und Opernlibrettist 1749 - 1838

Le Nozze di Figaro, 1. Akt, 3. Auftritt, Arie Nr. 4 Bartolo
Original italienisch: "La vendetta, oh, la vendetta! // È un piacer serbato ai saggi."

Hartmann von Aue Foto

„Jemand, dem Vergnügen nicht lästig war, hatte jetzt große Kurzweil.“

—  Hartmann von Aue, buch Erec

Erec, Fischer Verlag 2007, ISBN:9-783596-260171, S.65, V. 1386/1387

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„Ich habe mich immer mit Vergnügen der Arbeit hingegeben, der Arbeit und dem Kampf.“

—  Alexander Issajewitsch Solschenizyn russischer Schriftsteller, Dramatiker, Historiker und Literaturnobelpreisträger 1918 - 2008

Spiegel Nr.30/2007 vom 23. Juli 2007, S. 96

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„Aber in der Beschäftigung selbst Vergnügen finden - dies ist das Geheimnis des Glücklichen!“

—  Sophie Mereau Schriftstellerin der deutschen Romantik 1770 - 1806

Betrachtungen

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„Vergnügen ist keineswegs ein unfehlbarer kritischer Leitfaden, doch ist es der am wenigsten fehlbare.“

—  W. H. Auden englischer Schriftsteller 1907 - 1973

Des Färbers Hand und andere Essays. Deutsch von Fritz Lorch. Gütersloh Sigbert Mohn ohne Jahr (1962?), Prolog. Lesen. S. 17
Original englisch: "Pleasure is by no means an infallible critical guide, but it is the least fallible" - The Dyer's Hand, and other essays. New York Random House 1962. Prologue. Reading. p. 5
Des Färbers Hand und andere Essays

Anna Luise Karsch Foto

„Frau, schreib ich für den Ruhm, und für die Ewigkeit? // Nein, zum Vergnügen meiner Freunde!“

—  Anna Luise Karsch deutsche Dichterin 1722 - 1791

Ob Sappho für den Ruhm schreibt? Aus: Gedichte. Hrsg. von Ihrer Tochter Tochter Caroline von Klencke. Berlin, 1792. S. 268 http://www.zeno.org/Literatur/M/Karsch,+Anna+Louisa/Gedichte/Gedichte+(Ausgabe+1792)/Vermischte+Gedichte/Ob+Sappho+f%C3%BCr+den+Ruhm+schreibt'

„Ein Mittagsschlaf im Sommer tut gut, wenn einer ohne Sorgen bei der Magd auf dem Stroh liegen kann. Das bereitet Vergnügen.“

—  Mönch von Salzburg spätmittelalterlicher Dichter von weltlichen und geistlichen Liedern 1350 - 1450

Das Kuhhorn

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„Weil nun aber unser Zustand vielmehr etwas ist, das besser nicht wäre; so trägt Alles, was uns umgiebt, die Spur hievon – gleich wie in der Hölle Alles nach Schwefel riecht, – indem Jegliches stets unvollkommen und trüglich, jedes Angenehme mit Unangenehmem versetzt, jeder Genuß immer nur ein halber ist, jedes Vergnügen seine eigene Störung, jede Erleichterung neue Beschwerde herbeiführt, jedes Hülfsmittel unserer täglichen und stündlichen Noch uns alle Augenblicke im Stich läßt und seinen Dienst versagt, die Stufe, auf welche wir treten, so oft unter uns bricht, ja, Unfälle, große und kleine, das Element unsers Lebens sind, und wir, mit Einem Wort, dem Phineus gleichen, dem die Harpyen alle Speisen besudelten und ungenießbar machten. Alles was wir anfassen, widersetzt sich, weil es seinen eigenen Willen hat, der überwunden werden muß. Zwei Mittel werden dagegen versucht: erstlich die eulabeia, d. i. Klugheit, Vorsicht, Schlauheit: sie lernt nicht aus und reicht nicht aus und wird zu Schanden, Zweitens, der Stoische Gleichmuth, welcher jeden Unfall entwaffnen will, durch Gefaßtseyn auf alle und Verschmähen von Allem: praktisch wird er zur kynischen Entsagung, die lieber, ein für alle Mal, alle Hülfsmittel und Erleichterungen von sich wirft: sie macht uns zu Hunden: wie den Diogenes in der Tonne. Die Wahrheit ist: wir sollen elend seyn, und sind's. Dabei ist die Hauptquelle der ernstlichsten Uebel, die den Menschen treffen, der Mensch selbst: homo homini lupus. Wer dies Letztere recht ins Auge faßt, erblickt die Welt als eine Hölle, welche die des Dante dadurch übertrifft, daß Einer der Teufel des Andern seyn muß; wozu denn freilich Einer vor dem Andern geeignet ist, vor Allen wohl ein Erzteufel, in Gestalt eines Eroberers auftretend, der einige Hundert Tausend Menschen einander gegenüberstellt und ihnen zuruft: "Leiden und Sterben ist euere Bestimmung: jetzt schießt mit Flinten und Kanonen auf einander los!" und sie thun es.“

—  Arthur Schopenhauer deutscher Philosoph 1788 - 1860

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„Freude, die einen Anlaß braucht, ist nicht Freude, sondern Vergnügen.“

—  Gustav Meyrink Schriftsteller 1868 - 1932

Walpurgisnacht

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„Ich will mir vorstellen, unter welchen neuen Merkmalen der Despotismus in der Welt auftreten könnte: Ich erblicke eine Menge einander ähnlicher und gleichgestellter Menschen, die sich rastlos im Kreise drehen, um sich kleine und gewöhnliche Vergnügungen zu verschaffen, die ihr Gemüt ausfüllen. Jeder steht in seiner Vereinzelung dem Schicksal aller andern fremd gegenüber: Seine Kinder und seine persönlichen Freunde verkörpern für ihn das ganze Menschengeschlecht; was die übrigen Mitbürger angeht, so steht er neben ihnen, aber er sieht sie nicht; er berührt sie, und er fühlt sie nicht; er ist nur in sich und für sich allein vorhanden, und bleibt ihm noch eine Familie, so kann man zumindest sagen, dass er kein Vaterland mehr hat. Über diesen erhebt sich eine gewaltige bevormundende Macht, die allein dafür sorgt, ihre Genüsse zu sichern und ihr Schicksal zu überwachen. Sie ist unumschränkt, ins Einzelne gehend, regelmäßig, vorsorglich und mild. Sie wäre der väterlichen Gewalt gleich, wenn sie wie diese das Ziel verfolgte, die Menschen auf das reife Alter vorzubereiten; statt dessen aber sucht sie bloß, sie unwiderruflich im Zustand der Kindheit festzuhalten; es ist ihr recht, dass die Bürger sich vergnügen, vorausgesetzt, dass sie nichts anderes im Sinne haben, als sich zu belustigen. Sie arbeitet gerne für deren Wohl; sie will aber dessen alleiniger Betreuer und einziger Richter sein; sie sorgt für ihre Sicherheit, ermisst und sichert ihren Bedarf, erleichtert ihre Vergnügungen, führt ihre wichtigsten Geschäfte, lenkt ihre Industrie, ordnet ihre Erbschaften, teilt ihren Nachlass; könnte sie ihnen nicht auch die Sorge des Nachdenkens und die Mühe des Lebens ganz abnehmen?“

—  Alexis De Tocqueville französischer Publizist und Politiker 1805 - 1859

Democracy in America

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„Als Knabe trug ich außer Ruten, Gesträuchen und Blüten, die mich ergötzten, auch noch andere Dinge nach Hause, die mich fast noch mehr freuten, weil sie nicht so schnell Farbe und Bestand verloren wie die Pflanzen, nämlich allerlei Steine und Erddinge. Auf Feldern, an Rainen, auf Haiden und Hutweiden, ja sogar auf Wiesen, auf denen doch nur das hohe Gras steht, liegen die mannigfaltigsten dieser Dinge herum. Da ich nun viel im Freien herum schweifen durfte, konnte es nicht fehlen, daß ich bald die Plätze entdeckte, auf denen die Dinge zu treffen waren, und daß ich die, welche ich fand, mit nach Hause nahm.

Da ist an dem Wege, der von Oberplan nach Hossenreuth führt, ein geräumiges Stück Rasen, welches in die Felder hinein geht und mit einer Mauer aus losen Steinen eingefaßt ist. In diesen Steinen stecken kleine Blättchen, die wie Silber und Diamanten funkeln, und die man mit einem Messer oder mit einer Ahle herausbrechen kann. Wir Kinder hießen diese Blättchen Katzensilber, und hatten eine sehr große Freude an ihnen.

Auf dem Berglein des Altrichters befindet sich ein Stein, der so fein und weich ist, daß man ihn mit einem Messer schneiden kann. Die Bewohner unserer Gegend nennen ihn Taufstein. Ich machte Täfelchen, Würfel, Ringe und Petschafte aus dem Steine, bis mir ein Mann, der Uhren, Barometer und Stammbäume verfertigte und Bilder lackierte, zeigte, daß man den Stein mit einem zarten Firnisse anstreichen müsse, und daß dann die schönsten blauen, grünen und rötlichen Linien zum Vorscheine kämen.

Wenn ich Zeit hatte, legte ich meine Schätze in eine Reihe, betrachtete sie, und hatte mein Vergnügen an ihnen. Besonders hatte die Verwunderung kein Ende, wenn es auf einem Steine so geheimnisvoll glänzte und leuchtete und äugelte, daß man es gar nicht ergründen konnte, woher denn das käme. Freilich war manchmal auch ein Stück Glas darunter, das ich auf den Feldern gefunden hatte, und das in allerlei Regenbogenfarben schimmerte. Wenn sie dann sagten, das sei ja nur ein Glas, und noch dazu ein verwitterndes, wodurch es eben diese schimmernden Farben erhalten habe, so dachte ich: Ei, wenn es auch nur ein Glas ist, so hat es doch die schönen Farben, und es ist zum Staunen, wie es in der kühlen, feuchten Erde diese Farben empfangen konnte, und ich ließ es unter den Steinen liegen.“

—  Adalbert Stifter österreichischer Dichter und Maler 1805 - 1868

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„Arbeit ist häufig der Vater des Vergnügens.“

—  Voltaire Autor der französischen und europäischen Aufklärung 1694 - 1778

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„Ein ander Vergnügen, als das zu lesen, laß ich nicht gelten.“

—  Francesco Petrarca italienischer Dichter und Geschichtsschreiber 1304 - 1374

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„Es giebt nirgend Mühe ohne Ertrag, und eben so nicht leicht Ertrag ohne aufgewandte Mühe. Arbeit und Vergnügen, ihrer Natur nach mit einander im Widerspruche, sind durch ein gewisses natürliches Band wieder an einander geknüpft.“

—  Titus Livius, buch Ab urbe condita

Römische Geschichte, Konrad Heusinger (Übersetzer), Band 1, Vieweg, Braunschweig 1821, S. 407, books.google.de https://books.google.de/books?id=K0kTAAAAQAAJ&pg=PA407&dq=%22nicht%20leicht%20Ertrag%20ohne%22
Original lat.: "Nusquam nec opera sine emolumento nec emolumentum ferme sine impensa opera est. Labor uoluptasque, dissimillima natura, societate quadam inter se naturali sunt iuncta." - Liv. 5, 4, 3
Ab urbe condita

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„Für wie selbstsüchtig man den Menschen auch halten mag, es gibt nachweislich einige Grundlagen seines Wesens, die dazu führen, dass er sich für das Schicksal anderer interessiert, deren Glück ihm notwendig erscheint, obwohl er nichts davon hat außer dem Vergnügen, es zu sehen." - Die Theorie der ethischen Gefühle
"So eigensüchtig wir uns den Menschen auch denken mögen, so müssen wir doch zugeben, daß eine gewisse natürliche Stimmung seines Herzens ihn nöthige, an dem Schicksal seiner Brüder Theil zu nehmen, und ihr Glück als ein unumgängliches Erforderniß zu seinem eigenen Glück zu betrachten, sollt' er auch nichts anders davon haben, als das Vergnügen, es mit anzusehn.“

—  Adam Smith, buch Theorie der ethischen Gefühle

Theorie der sittlichen Gefühle. Übersetzt von Ludwig Theobul Kosegarten. Leipzig 1791 S. 3 books.google http://books.google.de/books?id=2P0AAAAAcAAJ&pg=PA3
"How selfish soever man may be supposed, there are evidently some principles in his nature, which interest him in the fortune of others, and render their happiness necessary to him, though he derives nothing from it except the pleasure of seeing it." - The Theory of Moral Sentiments (1759), Part I Section I Chapter I: Of Sympathy (Der erste Satz des Buches). en.wikisource http://en.wikisource.org/wiki/The_Theory_of_Moral_Sentiments/Part_I
The Theory of Moral Sentiments (1759)

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„Wahre Kunst bleibt unvergänglich u der wahre Künstler hat inniges Vergnügen an großen Geistes-Produkten.“

—  Ludwig Van Beethoven deutscher Komponist 1770 - 1827

an Luigi Cherubini in Paris (Konzept), Wien, um den 12. März 1823 (BGA 1611). beethoven-haus-bonn.de http://www.beethoven-haus-bonn.de/sixcms/detail.php?id=82466

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„Kein Mann ist in seinen Vergnügen heuchlerisch.“

—  Albert Camus französischer Schriftsteller und Philosoph 1913 - 1960

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