Zitate von Adalbert Stifter

Adalbert Stifter Foto
9   0

Adalbert Stifter

Geburtstag: 23. Oktober 1805
Todesdatum: 28. Januar 1868

Werbung

Adalbert Stifter, Pseudonym Ostade, war ein österreichischer Schriftsteller, Lyriker, Maler und Pädagoge. Er zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeiers.

Ähnliche Autoren

Joseph von Eichendorff Foto
Joseph von Eichendorff10
bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Roma...
Karl Kraus Foto
Karl Kraus76
österreichischer Schriftsteller
Thomas Bernhard Foto
Thomas Bernhard41
österreichischer Schriftsteller
George Orwell Foto
George Orwell12
britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist
 Pindar Foto
Pindar8
griechischer Dichter
Kurt Tucholský Foto
Kurt Tucholský140
deutscher Journalist und Schriftsteller (1890–1935)
Wolfgang Pauli Foto
Wolfgang Pauli5
österreichischer Physiker und Nobelpreisträger
Friedrich Hebbel Foto
Friedrich Hebbel55
deutscher Dramatiker und Lyriker

Zitate Adalbert Stifter

„Der wahre Künstler stellt sich die Frage gar nicht, ob sein Werk verstanden werden wird oder nicht.“

—  Adalbert Stifter
Der Nachsommer, III, 2: Das Vertrauen. Gesammelte Werke in sechs Bänden, Band 4, Wiesbaden 1959, S. 632

Werbung

„Das Weib erträgt den Himmel nicht!“

—  Adalbert Stifter
Der Condor. In: Studien. 1. Band, 6. Auflage. Pest: Heckenast, 1864. S. 12

„Das Große posaunet sich nie aus, es ist bloß und wirkt so. Meist weiß das Große nicht, daß es groß ist, daher die höchsten Künstler der Welt die lieblichste kindlichste Naivetät haben und dem Ideale gegenüber, das sie immer leuchten sehen, stets demütig sind.“

—  Adalbert Stifter
Brief an den Redakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung, Aurelius Buddeus, Linz, 21. August 1847. In: Schriften des literarischen Vereins in Wien: Grillparzers Gespräche. III. Band. Hrsg. von August Sauer. Wien, 1906. S. 403. Google Books-USA*

„Als Knabe trug ich außer Ruten, Gesträuchen und Blüten, die mich ergötzten, auch noch andere Dinge nach Hause, die mich fast noch mehr freuten, weil sie nicht so schnell Farbe und Bestand verloren wie die Pflanzen, nämlich allerlei Steine und Erddinge. Auf Feldern, an Rainen, auf Haiden und Hutweiden, ja sogar auf Wiesen, auf denen doch nur das hohe Gras steht, liegen die mannigfaltigsten dieser Dinge herum. Da ich nun viel im Freien herum schweifen durfte, konnte es nicht fehlen, daß ich bald die Plätze entdeckte, auf denen die Dinge zu treffen waren, und daß ich die, welche ich fand, mit nach Hause nahm.

Da ist an dem Wege, der von Oberplan nach Hossenreuth führt, ein geräumiges Stück Rasen, welches in die Felder hinein geht und mit einer Mauer aus losen Steinen eingefaßt ist. In diesen Steinen stecken kleine Blättchen, die wie Silber und Diamanten funkeln, und die man mit einem Messer oder mit einer Ahle herausbrechen kann. Wir Kinder hießen diese Blättchen Katzensilber, und hatten eine sehr große Freude an ihnen.

Auf dem Berglein des Altrichters befindet sich ein Stein, der so fein und weich ist, daß man ihn mit einem Messer schneiden kann. Die Bewohner unserer Gegend nennen ihn Taufstein. Ich machte Täfelchen, Würfel, Ringe und Petschafte aus dem Steine, bis mir ein Mann, der Uhren, Barometer und Stammbäume verfertigte und Bilder lackierte, zeigte, daß man den Stein mit einem zarten Firnisse anstreichen müsse, und daß dann die schönsten blauen, grünen und rötlichen Linien zum Vorscheine kämen.

Wenn ich Zeit hatte, legte ich meine Schätze in eine Reihe, betrachtete sie, und hatte mein Vergnügen an ihnen. Besonders hatte die Verwunderung kein Ende, wenn es auf einem Steine so geheimnisvoll glänzte und leuchtete und äugelte, daß man es gar nicht ergründen konnte, woher denn das käme. Freilich war manchmal auch ein Stück Glas darunter, das ich auf den Feldern gefunden hatte, und das in allerlei Regenbogenfarben schimmerte. Wenn sie dann sagten, das sei ja nur ein Glas, und noch dazu ein verwitterndes, wodurch es eben diese schimmernden Farben erhalten habe, so dachte ich: Ei, wenn es auch nur ein Glas ist, so hat es doch die schönen Farben, und es ist zum Staunen, wie es in der kühlen, feuchten Erde diese Farben empfangen konnte, und ich ließ es unter den Steinen liegen.“

—  Adalbert Stifter

Die heutige Jubiläen
George Orwell Foto
George Orwell12
britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist 1903 - 1950
Hermann Oberth Foto
Hermann Oberth1
1894 - 1989
Michel Foucault Foto
Michel Foucault8
französischer Philosoph 1926 - 1984
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann Foto
Ernst Theodor Amadeus Hoffmann4
deutscher Schriftsteller der Romantik, Jurist, Komponist,... 1776 - 1822
Weitere 59 heute Jubiläen
Ähnliche Autoren
Joseph von Eichendorff Foto
Joseph von Eichendorff10
bedeutender Lyriker und Schriftsteller der deutschen Roma...
Karl Kraus Foto
Karl Kraus76
österreichischer Schriftsteller
Thomas Bernhard Foto
Thomas Bernhard41
österreichischer Schriftsteller
George Orwell Foto
George Orwell12
britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist
 Pindar Foto
Pindar8
griechischer Dichter