Zitate von Heinrich Heine

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Heinrich Heine

Geburtstag: 13. Dezember 1797
Todesdatum: 17. Februar 1856

Christian Johann Heinrich Heine war einer der bedeutendsten deutschen Dichter, Schriftsteller und Journalisten des 19. Jahrhunderts.

Heine gilt als „letzter Dichter der Romantik“ und zugleich als deren Überwinder. Er machte die Alltagssprache lyrikfähig, erhob das Feuilleton und den Reisebericht zur Kunstform und verlieh der deutschen Literatur eine zuvor nicht gekannte elegante Leichtigkeit. Die Werke kaum eines anderen Dichters deutscher Sprache wurden bis heute so häufig übersetzt und vertont. Als kritischer, politisch engagierter Journalist, Essayist, Satiriker und Polemiker war Heine ebenso bewundert wie gefürchtet. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Haltung wurde er von Antisemiten und Nationalisten über seinen Tod hinaus angefeindet. Die Außenseiterrolle prägte sein Leben, sein Werk und dessen Rezeptionsgeschichte.

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„Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.“ Reisebilder, Die Bäder von Lucca III

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste“


„Lieb Liebchen, leg ‘s Händchen aufs Herze mein; -
Ach, hörst du, wie’s pochet im Kämmerlein,
Da hauset ein Zimmermann schlimm und arg,
Der zimmert mir einen Totensarg.

Es hämmert und klopfet bei Tag und bei Nacht;
Es hat mich schon längst um den Schlaf gebracht.
Ach! sputet Euch, Meister Zimmermann,
Damit ich balde schlafen kann.“
Das Buch der Lieder

„Durch die Eisenbahn wird Raum getötet, und es bleibt nur noch die Zeit übrig.“

„Ich las das langweilige Buch, schlief darüber ein, im Schlafe träumte
ich, weiter zu lesen, erwachte vor Langeweile, und das dreimal.“

„Fatal ist mir das Lumpenpack,
Das, um die Herzen zu rühren,
Den Patriotismus trägt zur Schau
Mit allen seinen Geschwüren.“
Deutschland, ein Wintermärchen

„Ich glaube, die Wellen verschlingen // Am Ende Schiffer und Kahn; // Und das hat mit ihrem Singen // Die Lorelei getan.“ Buch der Lieder. Darin: Die Heimkehr 2

„Sei mir gegrüßt mein Sauerkraut // holdselig sind deine Gerüche.“ Caput IX


„Düfte sind die Gefühle der Blumen.“ Die Harzreise

„Es gibt zwei Sorten Ratten: // Die hungrigen und satten.“ Zeitgedichte, gutenberg. spiegel. de

„In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks.“ Memoiren, 1854

„Das Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet.“ Lutetia. Erster Teil. Aus: Werke und Briefe in zehn Bänden. hg. von Hans Kaufmann, 2. Auflage, Berlin und Weimar: Aufbau, 1972. Band 6, S. 378


„Wie unsere großen Meister gesagt und gesungen und wie wir es wollen, wir die Jünger - ja, nicht bloß Elsaß und Lothringen, sondern ganz Frankreich wird uns alsdann zufallen, ganz Europa, die ganze Welt - die ganze Welt wird deutsch werden. Von dieser Sendung und Universalherrschaft Deutschlands träume ich oft, wenn ich unter Eichen wandle. Das ist mein Patriotismus.“ im Vorwort zu "Deutschland. Ein Wintermärchen

„Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner. [.... ] Es wird ein Stück aufgeführt werden in Deutschland, wogegen die französische Revolution nur wie eine harmlose Idylle erscheinen möchte.“ Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland - DHA Bd. 8/1, Seite 118, germanozope

„Aus dem alten Testament springe ich manchmal ins Neue, und auch hier überschauert mich die Allmacht des großen Buches. Welchen heiligen Boden betritt hier dein Fuß! Bei dieser Lektüre sollte man die Schuhe ausziehen wie in der Nähe von Heiligtümern.“ Über die französische Julirevolution

„Anfangs wollt' ich fast verzagen, // Und ich glaubt', ich trüg es nie, // Und ich hab es doch getragen, // Aber frag mich nur nicht: wie?“ Buch der Lieder: Lieder, VIII.

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