„Der Geruch des Meeres gefiel ihm so gut, dass er sich wünschte, ihn einmal rein und unvermischt und in solchen Mengen zu bekommen, dass er sich dran besaufen könnte. Und später, als er aus Erzählungen erfuhr, wie groß das Meer sei und dass man darauf tagelang mit Schiffen fahren konnte, ohne Land zu sehen, da war ihm nichts lieber als die Vorstellung, er säße auf so einem Schiff, hoch oben im Korb auf dem vordersten Mast, und flöge dahin durch den unendlichen Geruch des Meeres, der ja eigentlich gar kein Geruch war, sondern ein Atem, ein Ausatmen, das Ende aller Gerüche, und löse sich auf vor Vergnügen in diesem Atem.“

Letzte Aktualisierung 2. Juli 2022. Geschichte

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„Sei mir gegrüßt mein Sauerkraut // holdselig sind deine Gerüche.“

—  Heinrich Heine, buch Deutschland. Ein Wintermärchen

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„Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.“

—  Francis Bacon englischer Philosoph, Staatsmann und Naturwissenschaftler 1561 - 1626

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„Wie lange dauert es, bis man den Geruch desjenigen Vergißt, der einen geliebt hat? Und wann hört man selbst auf zu lieben?“

—  Anna Gavalda französische Schriftstellerin und Journalistin 1970

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„Ich denke, Marihuana sollte legal sein. Ich rauche es nicht, aber ich mag den Geruch davon.“

—  Andy Warhol amerikanischer Grafiker, Künstler, Filmemacher und Verleger 1928 - 1987

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„Während sie die Stufen zur Bibliothek hinablief, konnte Furia die Geschichten schon riechen: den besten Geruch der Welt.“

—  Kai Meyer Deutscher Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor 1969

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„Das Leben ist ein grundloses und ein uferloses Meer; ja, es hat wohl auch ein Ufer und geschützte Häfen, aber lebend gelangt man dahin nicht. Leben ist nur auf dem bewegten Meere, und wo das Meer aufhört, hört auch das Leben auf.“

—  Ricarda Huch deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin 1864 - 1947

Erinnerungen von Ludolf Ursleu dem Jüngeren. Cotta 1914, S. 5 archive.org https://archive.org/stream/erinnerungenvonl1914huch#page/n7/mode/2up

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„Der Tisch war gedeckt. Hier fand ich ganz // Die altgermanische Küche. // Sey mir gegrüßt, mein Sauerkraut, // Holdselig sind deine Gerüche!“

—  Heinrich Heine deutscher Dichter und Publizist 1797 - 1856

Deutschland. Ein Wintermährchen, Caput IX, Strophe 2, S. 322
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„Sie sind kranke Entdecker, die denken, es gibt kein Land, wenn sie nur das Meer sehen können.“

—  Francis Bacon englischer Philosoph, Staatsmann und Naturwissenschaftler 1561 - 1626

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„Das Meer ist salzig wie die Träne, die Träne ist salzig wie das Meer. Das Meer und die Träne sind durch die Einsamkeit verwandt. Das Meer hat sie schon, die Träne sucht sie.“

—  Karl Gutzkow deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Journalist 1811 - 1878

Vom Baum der Erkenntnis, Denksprüche von Karl Gutzkow, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, Stuttgart 1868, Weltlauf, S.28,

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„Das Klima, nicht ihr Befinden ändern diejenigen, die übers Meer fahren.“

—  Horaz römischer Dichter -65 - -8 v.Chr

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Original lat.: "Caelum, non animum mutant, qui trans mare currunt."

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