Zitate über Tod

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Eugen Richter 14
deutscher Politiker (DFP, FVp), MdR 1838 – 1906
„Meine Herren, nun kommen wir auf die Frage des Lohnes. Ich frug Herrn Bebel: erkennen Sie an, daß der Lohn im sozialdemokratischen Staat ein gleicher sein muß? -- da weicht er aus, und zum zweiten Mal weicht er heute aus und bringt uns eine lange Erzählung über den Begriff des Lohnes in verschiedenen Jahrhunderten und über die Unwissenschaftlichkeit solcher Leute, wie ich einer bin. Was aber hat es für eine Bewandniß mit Ihrer Berufung auf die Wissenschaft?! Wer wirklich von Wissenschaft durchdrungen ist, der spricht nicht immer davon, (lebhafte Zustimmung) dem wissenschaftlich Gebildeten merkt man es an an der Klarheit seiner Darstellung, an der Folgerichtigkeit seiner Schlußfolgerungen. (Sehr richtig!) Aber wer -- und das passirt Autodidakten nur zu oft -- nicht über die Oberfläche hinausgekommen ist, mit gutem Gedächtniß mehr oder weniger auswendig gelernt hat und dies mit einer gewissen Volubilität vorzutragen versteht, der hängt sich gerne das Mäntelchen der Wissenschaftlichkeit um und stolzirt damit herum wie auf dem Jahrmarkt diejenigen, die die größten Pfuschmittel vertreiben, sich gern mit dem Talar der Wissenschaft zu schmücken belieben. (Sehr gut!) Das ist das Kennzeichen nicht des wissenschaftlichen Arztes, sondern des Pfuschers!“ Lebhaftes Bravo.

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Immanuel Kant 689
deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 – 1804
„Man lernt das am gründlichsten, und behält das am besten, was man gleichsam aus sich selbst lernet. Nur wenige Menschen indessen sind das im Stande. Man nennt sie Autodidakten.“ Über Pädagogik, Von der physischen Erziehung, A 89


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Heinrich Von Kleist 177
Deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist 1777 – 1811
„Schlagt ihn todt! Das Weltgericht // fragt euch nach der Ursach nicht.“ Germania an ihre Kinder

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Walter F. Otto 6
deutscher Klassischer Philologe 1874 – 1958
„Das paradoxe Gebot Christi, daß man seine ärgsten Feinde nicht etwa bloß dulden und übersehen, sondern lieben müsse, und die Predigt von dem schmachvollen Opfertod, den ein Gott zur Erlösung der verdammten Welt gelitten, das waren die Stichworte für den furchtbarsten Ausbruch ihrer selischen Krankheit.“ Der Geist der Antike und die christliche Welt, Bonn 1923, S. 106

Willibald Glas 3
katholischer Theologe und Kirchenkritiker 1927
„Das Christentum ist eine Religion der Gewalt. Es steht deshalb im scharfen Gegensatz zur Gewaltlosigkeit des Jesus von Nazareth. Auch der vielfältige Einsatz auf sozialem und caritativem Gebiet ändert nichts an dieser Tatsache. Die niemals versiegende Quelle dieser Gewalt ist der Glaube an den gottgewollten Opfertod Jesu am Kreuz.“ „Christentum und Gewalt“, ISBN 3-9802755-2-3, 1992, Umschlagtext

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Hans Christian Andersen 37
dänischer Dichter und Schriftsteller 1805 – 1875
„Nun bekommst Du keine Küsse mehr,« sagte sie, »denn sonst küsse ich Dich todt!«“ Die Schneekönigin. In: Sämmtliche Märchen. Deutsch von Julius Reuscher. 12. verm. Auflage, Volksausgabe. Leipzig: Günther, 1875. S. 244. Internet Archive

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Heinrich Heine 481
deutscher Dichter und Publizist 1797 – 1856
„Ich möchte nicht todt und begraben seyn // Als Kaiser zu Aachen im Dome; // Weit lieber lebt' ich als kleinster Poet // Zu Stukkert am Neckarstrome.“ Caput III

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Christian Garve 28
deutscher Philosoph 1742 – 1798
„Die Schrift ist ein todter Buchstabe, den nur die Einbildungskraft und der Verstand des Lesens beleben kann.“ Über Gesellschaft und Einsamkeit S. 23 books. google


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Georg Rollenhagen 46
1542 – 1609
„Wenn die katz nicht ist im haus, // so hat frei umlaufen die maus.“ Murner betreugt die meuse mit seinem todfliegen. Aus: Froschmeuseler, 1. Buch, 2. Theil, 25. Kapitel. Hg. von Karl Goedeke. Erster Theil. Leipzig: F. A. Brockhaus, 1876 [Dt. Dichter des 16. Jahrhunderts, Bd. 8]. S. 176, Vers 17f.

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Otto Von Bismarck 32
deutscher Politiker, Reichskanzler 1815 – 1898
„es wird bei uns Deutschen mit wenig so viel Zeit todtgeschlagen wie mit dem Biertrinken.“ Rede im Deutschen Reichstag, 28. März 1881. reichstagsprotokolle. de S. 562 linke Spalte 4. Absatz

Gonzague de Reynold 2
Schweizer Schriftsteller und Professor 1880 – 1970
„Mich beunruhigt nicht Hitler, wohl aber beunruhigen mich seine Parteigänger. Ich bekenne, dass mir Hitler selbst sympathisch ist. Ich habe sein Buch mit großem Interesse gelesen, und ich bewundere die Summe der Kenntnisse, die dieser aus dem Volke aufgestiegene Autodidakt angesammelt hat, die tiefen und richtigen Beobachtungen, die so zahlreich in seinem Werke sich finden.“ In: Die Tragik Europas (L'europe tragique). Aus dem Französischen von Walter Grossenbacher. Luzern: Vita Nova, 1935, S. 335

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Ludwig Tieck 51
deutscher Dichter, Schriftsteller, Herausgeber und Überse... 1773 – 1853
„Welch ein Leben führen wir im Haß? Wir haben keine Sonne, die uns leuchtet, kein Feuer, der uns erwärmt; wir verlieren in einer todten Einsamkeit unsern eigenen Werth.“ Karl von Berneck / Reinhard. Aus: Schriften. 11. Band. Berlin: Reimer. 1829. S. 135. Google Books


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Friedrich Julius Hammer 28
deutscher Schriftsteller und Dichter 1810 – 1862
„Je öfter wir Sterbende sehen, desto mehr lernen wir fürs Leben. Im Tode ist das Leben enthalten – dieses ist ein verschlossenes Gefäß, jener der Schlüssel dazu. Shakespeare sagt: "Beachtet wird da Leben erst zuletzt!"“

Hermann Oeser 56
deutscher Pädagoge und Schriftsteller 1849 – 1912
„Es gibt Ehen, die erst nach dem Tode des einen Ehegefährten mit diesem geschlossen werden.“

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Arthur Schopenhauer 805
deutscher Philosoph 1788 – 1860
„Über dies alles nun aber ist der Tod die große Gelegenheit, nicht mehr Ich zu sein: wohl dem, der sie benutzt.“

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Johann Wolfgang von Goethe 3614
deutscher Dichter und Dramatiker 1749 – 1832
„Aber der Flüchtige kennt kein Gesetz; denn er wehrt nur den Tod ab, Und verzehret nur schnell und ohne Rücksicht die Güter. Dann ist sein Gemüt auch erhitzt, und es kehrt die Verzweiflung aus dem Herzen hervor das frevelhafte Beginnen.“