Zitate über Schein

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema schein, menschen, mensch, mehr.

Insgesamt 121 Zitate, Filter:

Citát „Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.“
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„Jeder sieht, was du scheinst. Nur wenige fühlen, wie du bist.“

—  Niccolo Machiavelli, buch Der Fürst

Der Fürst
Der Fürst

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„Was wir auch sehen oder scheinen, // ist bloß ein Traum in einem Traum.“

—  Edgar Allan Poe, buch A Dream Within a Dream

A Dream Within a Dream. (1849)
Original engl.: All that we see or seem // Is but a dream within a dream." - :en:s:The Works of the Late Edgar Allan Poe/Volume 2/A Dream within a Dream

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„Nicht scheinen, sondern sein.“

—  Tycho Brahe dänischer Astronom 1546 - 1601

Wahlspruch (zu finden u.a. auf seinem Brunnendenkmal in Helsingborg, Abraham Gotthelf Kästner: Ueber Tychos de Brahe Wahlspruch, Göttingen 1771 http://digital.slub-dresden.de/id345471172)
Original lat.: "Non haberi, sed esse."

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„Wer sich tief weiss, bemüht sich um Klarheit; wer der Menge tief scheinen möchte, bemüht sich um Dunkelheit.“

—  Friedrich Nietzsche, buch Die fröhliche Wissenschaft

Tief sein und tief scheinen, Drittes Buch, 173, S. 175,
Die fröhliche Wissenschaft

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„Diejenigen, die die Freundschaft aus ihrem Leben entfernen, scheinen nämlich die Sonne aus der Welt zu entfernen.“

—  Cícero, buch Laelius de amicitia

Laelius de amicitia (Über die Freundschaft) 47
Original lat.: "Solem enim e mundo tollere videntur, qui amicitiam e vita tollunt."
Laelius de amicitia (Über die Freundschaft)

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„Ich bin das, was ich scheine, und scheine das nicht, was ich bin, mir selbst ein unerklärlich Räthsel, bin ich entzweit mit meinem Ich!“

—  Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, buch Die Elixiere des Teufels

Die Elixiere des Teufels, Band 1, bei Duncker und Humblot, Berlin 1815, S. 134, DTA http://www.deutschestextarchiv.de/hoffmann_elixiere01_1815/150
Die Elixiere des Teufels (1815)

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„Die Dinge sind nicht immer so wie sie scheinen.“

—  Phaedrus römischer Fabeldichter -20

Fabeln IV, II. Poeta

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„Sehr wenige von uns sind das, was wir scheinen.“

—  Agatha Christie englische Krimi-Schriftstellerin 1890 - 1976

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„Es gehört nicht so viel dazu, schlau zu sein, als schlau zu scheinen.“

—  Luc de Clapiers de Vauvenargues französischer Philosoph, Moralist und Schriftsteller 1715 - 1747

Unterdrückte Maximen, Maxime 895
Original franz.: "Il ne faut pas autant d’acquis pour être habile que pour le pa­raître."

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„Die negativen Auswirkungen der RAF-Scheiße sind vielerorts erkennbar, CDU/CSU im besonderen, Regierung im allgemeinen und RAF-Kacke im einzelnen scheinen verheiratet zu sein: um den politischen Klassenkampf zu hemmen!“

—  Rudi Dutschke deutscher Studentenführer 1940 - 1979

Tagebucheintrag vom 1.12.1974, in: Rudi Dutschke, Jeder hat sein Leben ganz zu leben: Die Tagebücher 1963–1979, 2005

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„Ich habe stets beobachtet, daß man, um Erfolg zu haben in der Welt, närrisch scheinen und weise sein muß.“

—  Charles de Montesquieu französischer Schriftsteller und Staatsphilosoph 1689 - 1755

Pensées diverses
Original franz.: "J'ai toujours vu que, pour reussir dans le monde, il fallait avoir l'air fou et être sage."

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„Die schlimmste und verbreitetste Krankheit, die uns alle, unsere Literatur, unsere Erziehung, unser Verhalten zueinander durchseucht, ist die ungesunde Sorge um den Schein.“

—  Walt Whitman US-amerikanischer Dichter 1819 - 1892

Tagebuch, 1876
"What worse - what more general malady pervades each and all of us, our literature, education, attitude toward each other, (even toward ourselves,) than a morbid trouble about seems, (generally temporarily seems too,) and no trouble at all, or hardly any, about the sane, slow-growing, perennial, real parts of character, books, friendship, marriage - humanity's invisible foundations and hold-together?" - The Lesson of a Tree. September 1. Prose Works 1892. Volume I Specimen Days. Edited by Floyd Stovall. © New York University 1963

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„Alles was wir sehen oder scheinen, // ist nichts als ein Traum in einem Traum.“

—  Edgar Allan Poe US-amerikanischer Schriftsteller 1809 - 1849

aus A Dream Within a Dream.

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„Sie werden also sagen: Wenn der Gerechte so gesinnt ist, wird er gegeißelt, gefoltert, in Ketten gelegt, an beiden Augen geblendet werden, und schließlich wird man nach allen Martern ihn ans Kreuz schlagen, damit er zur Einsicht kommt, dass es nicht das Richtige ist in dieser Welt, gerecht zu sein, sondern es nur zu scheinen.“

—  Platón antiker griechischer Philosoph -427 - -347 v.Chr

Rep. 361e und 362a, vgl. Übersetzung Wilhelm Siegmund Teuffel (1855/56) zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009262571. Platons ἀνασχινδυλεύω bedeutet wörtlich "pfählen", was im klassischen Griechenland ebenso unüblich war wie kreuzigen. Vielleicht deshalb spricht Friedrich Schleiermacher (1828) von "aufknüpfen", S. 129 books.google http://books.google.de/books?id=ap0-AAAAcAAJ&pg=PA129.
"ἐροῦσι δὲ τάδε, ὅτι οὕτω διακείμενος ὁ δίκαιος μαστιγώσεται, στρεβλώσεται, δεδή[362a]σεται, ἐκκαυθήσεται τὠφθαλμώ, τελευτῶν πάντα κακὰ παθὼν ἀνασχινδυλευθήσεται καὶ γνώσεται ὅτι οὐκ εἶναι δίκαιον ἀλλὰ δοκεῖν δεῖ ἐθέλειν." - el.wikisource.org Πολιτεία/Β http://el.wikisource.org/wiki/%CE%A0%CE%BF%CE%BB%CE%B9%CF%84%CE%B5%CE%AF%CE%B1/%CE%92, vgl. Platonis Opera, ed. John Burnet (1903) perseus.tufts.edu http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0167%3Abook%3D2%3Asection%3D361e

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„Das Instrument sollte nur die Stimme begleiten, denn Melodien, Gänge und Läufe ohne Worte und Sinn scheinen mir Schmetterlingen oder schönen bunten Vögeln ähnlich zu sein, die in der Luft vor unsern Augen herumschweben, die wir allenfalls haschen und uns zueignen möchten, da sich der Gesang dagegen wie ein Genius gen Himmel hebt und das bessere Ich in uns ihn zu begleiten anreizt.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Wilhelm Meisters Lehrjahre 2. Buch 11. Kapitel http://www.zeno.org/Literatur/M/Goethe,+Johann+Wolfgang/Romane/Wilhelm+Meisters+Lehrjahre/Zweites+Buch/Eilftes+Kapitel
Erzählungen, Wilhelm Meister (1795/1796: Wilhelm Meisters Lehrjahre; 1821/1829: Wilhelm Meisters Wanderjahre)

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„Aller Herrschaft Druck ist schwer; man muss den Menschen immer freiwillig handeln zu lassen scheinen.“

—  Wilhelm Heinse deutscher Schriftsteller, Gelehrter und Bibliothekar 1746 - 1803

Aphorismen

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„Weder geschrieben noch gesprochen scheinen Wörter und Sprache irgendeine Rolle in meinem Denkprozeß zu spielen.“

—  Albert Einstein theoretischer Physiker 1879 - 1955

zitiert in: Keith Devlin, Das Mathe-Gen oder wie sich das mathematische Denken entwickelt…, Deutscher Taschenbuch Verlag, 2003, ISBN 3-423-34008-8, S. 153
Weitere

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„In den Abgründen des Unrechts findest du immer die größte Sorgfalt für den Schein des Rechts.“

—  Johann Heinrich Pestalozzi Schweizer Pädagoge 1746 - 1827

Kinderlehre der Wohnstube

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„Der Schein regiert die Welt, und die Gerechtigkeit ist nur auf der Bühne.“

—  Friedrich Schiller deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 - 1805

Der Parasit
Gedichte und Balladen, An die Freude (1785), Andere Gedichte und Balladen

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„Je edeler ein ding / je mehr ist es gemein: Das spüret man an GOtt und seiner Sonnenschein.“

—  Angelus Silesius deutscher Barockdichter 1624 - 1677

Der Cherubinische Wandersmann, III, 172 ("Das edleste das gemeinste"; S.138)

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„Der Weltenwerte höchste heißen Form und Schein.“

—  Carl Spitteler Schweizer Dichter und Schriftsteller 1845 - 1924

Olympischer Frühling, V, Zweiter Gesang: Zeus ruft die Götter heim. Zürich: Artemis Verlag, 1945. gutenberg.de http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=2688&kapitel=32&cHash=4b918cb0b8olym502#gb_found

Otto Weininger Foto

„Die Frauen haben, wenn auch der äußere Schein für das Gegenteil sprechen mag, in Wahrheit gar keinen Sinn für das Genie, ihnen gilt jede Extravaganz der Natur, die einen Mann aus Reih und Glied der anderen sichtbar hervortreten lässt, zur Befriedigung ihres sexuellen Ehrgeizes gleich; sie verwechseln den Dramatiker mit dem Schauspieler und machen keinen Unterschied zwischen Virtuos und Künstler.“

—  Otto Weininger, buch Geschlecht und Charakter

"Geschlecht und Charakter", MSB Matthes&Seitz, Berlin 1997, ISBN 9783882213126, S.132, Zweiter Teil, IV. Kapitel. Begabung und Genialität gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/geschlecht-und-charakter-7794/13
Geschecht und Charakter. Eine prinzipielle Untersuchung. Wien und Leipzig 1903. 19. unveränderte Auflage 1920, gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/geschlecht-und-charakter-7794/1

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„Es saust der Stock, es schwirrt die Rute. // Du darfst nicht zeigen, was du bist. // Wie schad, o Mensch, dass dir das Gute // Im Grunde so zuwider ist.“

—  Wilhelm Busch, buch Zu guter Letzt

Nicht artig, Band 4, S. 286
Zu guter Letzt
Variante: Es saust der Stock, es schwirrt die Rute. // Du darfst nicht zeigen, was du bist. // Wie schad, o Mensch, dass dir das Gute // Im Grunde so zuwider ist.

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„Alles Gute aber, das nicht auf moralisch-gute Gesinnung gepropft ist, ist nichts als lauter Schein und schimmerndes Elend.“

—  Immanuel Kant, buch Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht

Idee zur allgemeinen Geschichte, A 404
Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht (1784)

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„Die Energie, der Glaube, die Hingabe, die wir diesem Unterfangen widmen, werden leuchten in unserem Land und in allen, die ihm dienen – und der Schein dieses Feuers kann wahrhaftig ein Licht sein für die Welt. Und deshalb, meine amerikanischen Mitbürger: Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann - fragt, was ihr für euer Land tun könnt. Meine Mitbürger in der ganzen Welt: Fragt nicht, was Amerika für euch tun wird, sondern fragt, was wir gemeinsam tun können für die Freiheit des Menschen.“

—  John Fitzgerald Kennedy Präsident der Vereinigten Staaten 1917 - 1963

Antrittsrede, 20. Januar 1961, John F. Kennedy Presidential Library & Museum: Antrittsrede des Präsidenten John Fitzgerald Kennedy http://www.jfklibrary.org/JFK/Historic-Speeches/Multilingual-Inaugural-Address/German.aspx
Original engl.: "The energy, the faith, the devotion which we bring to this endeavor will light our country and all who serve it — and the glow from that fire can truly light the world. And so, my fellow Americans: ask not what your country can do for you — ask what you can do for your country. My fellow citizens of the world: ask not what America will do for you, but what together we can do for the freedom of man." - John F. Kennedy Presidential Library & Museum: Inaugural Address, 20 January 1961 http://www.jfklibrary.org/Asset-Viewer/BqXIEM9F4024ntFl7SVAjA.aspx
Amtsantrittsrede (1961)

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„Man muss nicht reicher scheinen wollen, als man ist.“

—  Gotthold Ephraim Lessing, Minna von Barnhelm

Minna von Barnhelm / Tellheim
Minna von Barnhelm

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„Nach der Liebe ist die Eitelkeit die schönste Leidenschaft des Menschen […] Sie zwingt uns, gut zu sein, aus dem Drang heraus, so zu scheinen.“

—  George Sand französische Schriftstellerin 1804 - 1876

Lelia, Frankfurt am Main, 5. Auflage, 2002, ISBN 3458324372

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„Von drei bis vier, da fehlet keiner, // Ein Bündniß ist es, ein geschwornes, // sie sitzen alle da bei Scheiner // und rauchen friedlich ihr Gefrornes!“

—  Moritz Gottlieb Saphir österreichischer Schriftsteller 1795 - 1858

Einrichtung. In: Humoristische Damen-Bibliothek, Band 2. Wien & Leipzig 1862. S. 10

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„Mag ich dir nun auch eine Törin scheinen - Vielleicht zeiht mich der Torheit nur ein Tor.“

—  Sophokles, Ajax

Antigone, 469f / Antigone
Original altgriech.: "σοὶ δ᾽ εἰ δοκῶ νῦν μῶρα δρῶσα τυγχάνειν, // σχεδόν τι μώρῳ μωρίαν ὀφλισκάνω."
Aias (455–450 v. Chr.), Antigone (442 v. Chr.)

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„Ich scheine einfach für alle Zeiten ein Prototyp zu sein. Das Image des coolen Vamps werde ich jedenfalls nicht los. Egal, wie viele Neurotikerinnen ich spiele, ich bleibe diejenige, die die Kontrolle hat.“

—  Charlotte Rampling britische Schauspielerin 1946

Im Interview mit zeit.de http://www.zeit.de/2003/34/Rampling-Interview?page=4, 14. August 2003, Nr. 34

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„Als Kind erschien mir das höchste Ideal künstlerischer Existenz, Mitglied der Rolling Stones zu sein. Rückwirkend betrachtet finde ich dass ich da nicht ganz falsch gelegen bin, denn Rockmusiker scheinen im Gegensatz zu uns Malern vor allem eines zu haben: more cash and more fun.“

—  Gottfried Helnwein österreichisch-irischer Künstler 1948

"Herbert Schorn, Interview mit Gottried Helnwein, Oberösterreichische Rundschau, 7. März 2006 helnwein.de, interviews http://www.helnwein.de/presse/interviews/artikel_2567.html

„Je mehr wir wissen, desto weniger scheinen wir weiter-zu-wissen.“

—  Bernhard von Mutius deutscher Autor, Sozialwissenschaftler 1949

Die andere Intelligenz. Wie wir morgen denken werden

„Ich breche ab und sage nicht mehr, als dass diejenigen Recht zu haben scheinen, welche viele Künstler gehört, aber doch alle bekennen, es sei nur ein Bach in der Welt gewesen.“

—  Jakob Adlung deutscher Organist, Komponist, Musikschriftsteller und Instrumentenbauer 1699 - 1762

Über Johann Sebastian Bach in "Anleitung zur musicalischen Gelahrtheit", 1758

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„Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen, als wir, es hat in ihnen und über sie noch der Schein des göttlichen Ausgangs geleuchtet, etwa wie helle, reine Körper noch eine Weile fortleuchten oder glänzen, wenn man sie unmittelbar aus dem grellen Sonnenstrahl in dichte Dunkelheit versetzt.“

—  Jacob Grimm deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenscha… 1785 - 1863

Achim von Arnim und die ihm nahe Standen. Band 3, Kapitel 5: Natur und Kunstpoesie. Hrsg. von Reinhold Steig. Stuttgart und Berlin: Cotta, 1904, S. 117

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„Wir werden vom Schein des Rechten getäuscht.“

—  Horaz, Ars Poetica

Ars poetica, 25
Original lat.: "Decipimur specie recti."

„Manche Journalisten scheinen ihre Aufgabe darin zu erblicken, anderen zu erklären, was sie selber nicht verstehen.“

—  Markus M. Ronner Schweizer Theologe, Publizist und Journalist 1938 - 2022

Die treffende Pointe
Die treffende Pointe

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„Ohne Gott und Sonnen schein Holen Wir Die Ernte ein“

—  Brother Andrew evangelischer Missionar und Gründer der Organisation Open Doors 1928

God's Smuggler

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„Das stimmt, solche Menschen gibt es", antwortete Herr Dimmesdale. "Doch ohne an naheliegendere Gründe zu denken, wäre es doch möglich, daß sie Schweigen bewahren aus der Veranlagerung ihres Wesens. Oder daß sie - dürfen wir es nicht annehmen?-, schuldig wie sie vielleicht sind, trotzdem am Eifer zu Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen festhalten und deshalb zurückschrecken, sich schwarz und dreckig vor den Augen der Menschen zu zeigen, weil sie danach nichts Gutes bewirken, nichts Schlechtes aus der Vergangenheit durch besseren Dienst auslöschen können. So wandeln sie zur eigenen unaussprechlichen Qual unter ihren Mitgeschöpfen und sehen dabei rein aus wie frisch gefallener Schnee, auch wenn ihre Herzen durch Unrecht befleckt und besudelt sind, von dem sie sich selbst nicht befreien können."
"Diese Menschen betrügen sich selbst", sagte Roger Chillingworth mit etwas größerem Nachdruck als gewöhnlich und machte eine kleine Geste mit dem Zeigefinger. "sie fürchten, die Schande auf sich zu nehmen, die ihnen von Rechts wegen zusteht. Ihre Liebe zu den Menschen, ihr Eifer für den Gottesdienst - diese heiligen Triebe mögen oder mögen nicht in ihren Herzen gemeinsam mit den bösen Insassen existieren, denen eigene Schuld die Tür entriegelt hat, so daß sie ihre Höllenbrut fortpflanzen müssen. Doch wenn sie Gott verehren wollen, dann sollen sie ihre unreinen Hände nicht gen Himmel heben! Wenn sie ihren Mitmenschen dienen wollen, dann sollen sie es, indem sie Kraft und Wirklichkeit des Gewissens zeigen und sich zur reuevollen Selbsterniedrigung zwingen! Möchten Sie, daß ich denke, o mein weiser, frommer Freund, ein falscher Schein könne mehr tun, könne besseres tun zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen, als Gottes eigene Wahrheit? Glauben Sie mir, diese Menschen betrügen sich selbst!“

—  Nathaniel Hawthorne, buch Der scharlachrote Buchstabe

The Scarlet Letter

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„Man geht immer die gleichen Wege des Denkens wie vorher. Nur scheinen sie mit Rosen bestreut.“

—  Walter Benjamin deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph 1892 - 1940

Tillman Rexroth (Hg.): Walter Benjamin – Über Haschisch. Frankfurt am Main 1972, S. 68.
Main features of my first impression of hashish (1927)

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„Wie nun der Philosoph zur Wirklichkeit des Daseins, so verhält sich der künstlerisch erregbare Mensch zur Wirklichkeit des Traumes; er sieht genau und gern zu: denn aus diesen Bildern deutet er sich das Leben, an diesen Vorgängen übt er sich für das Leben. Nicht etwa nur die angenehmen und freundlichen Bilder sind es, die er mit jener Allverständigkeit an sich erfährt: auch das Ernste, Trübe, Traurige, Finstere, die plötzlichen Hemmungen, die Neckereien des Zufalls, die bänglichen Erwartungen, kurz die ganze "göttliche Komödie" des Lebens, mit dem Inferno, zieht an ihm vorbei, nicht nur wie ein Schattenspiel - denn er lebt und leidet mit in diesen Scenen - und doch auch nicht ohne jene flüchtige Empfindung des Scheins; und vielleicht erinnert sich Mancher, gleich mir, in den Gefährlichkeiten und Schrecken des Traumes sich mitunter ermuthigend und mit Erfolg zugerufen zu haben: "Es ist ein Traum! Ich will ihn weiter träumen!" Wie man mir auch von Personen erzählt hat, die die Causalität eines und desselben Traumes über drei und mehr aufeinanderfolgende Nächte hin fortzusetzen im Stande waren: Thatsachen, welche deutlich Zeugniss dafür abgeben, dass unser innerstes Wesen, der gemeinsame Untergrund von uns allen, mit tiefer Lust und freudiger Nothwendigkeit den Traum an sich erfährt.“

—  Friedrich Nietzsche, buch Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik

The Birth of Tragedy (1872)

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„Anpassung tritt kraft der Ideologie der Kulturindustrie anstelle von Bewußtsein: nie wird die Ordnung, die aus ihr herausspringt, dem konfrontiert, was sie zu sein beansprucht, oder den realen Interessen der Menschen.“

—  Theodor W. Adorno deutscher Philosoph, Soziologe, Musiktheoretiker und Komponist 1903 - 1969

Culture Industry Reconsidered (1963)
Kontext: Anpassung tritt kraft der Ideologie der Kulturindustrie anstelle von Bewußtsein: nie wird die Ordnung, die aus ihr herausspringt, dem konfrontiert, was sie zu sein beansprucht, oder den realen Interessen der Menschen. Ordnung aber ist nicht an sich ein Gutes. Sie wäre es einzig als richtige. Daß die Kulturindustrie darum nicht sich kümmert; daß sie Ordnung in abstracto anpreist, bezeugt nur die Ohnmacht und Unwahrheit der Botschaften, die sie übermittelt. Während sie beansprucht, Führer der Ratlosen zu sein, und ihnen Konflikte vorgaukelt, die sie mit ihren eigenen verwechseln sollen, löst sie die Konflikte nur zum Schein, so wie sie in ihrem eigenen Leben kaum gelöst werden könnten.

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„Menschen, die sich selbst vollkommen zu genügen scheinen, versetzen mich fast unweigerlich in ehrfürchtiges Staunen.“

—  Francis Scott Fitzgerald US-amerikanischer Schriftsteller 1896 - 1940

Quelle: Buch Der große Gatsby

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„Trüb ists heut, es schlummern die Gäng' und die Gassen und fast will // Mir es scheinen, es sei, als in der bleiernen Zeit.“

—  Friedrich Hölderlin deutscher Lyriker 1770 - 1843

Der Gang aufs Land, An Landauer, Anfang, in: Sämtliche Werke und Briefe, Band 1: Gedichte, Deutscher Klassiker Verlag, 1992, ISBN 3-618-60810-1, S. 276f., gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/friedrich-h-262/146