Zitate von Ludwig Feuerbach

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Ludwig Feuerbach

Geburtstag: 28. Juli 1804
Todesdatum: 13. September 1872
Andere Namen: Ludwig Andreas Feuerbach

Ludwig Andreas Feuerbach war ein deutscher Philosoph und Anthropologe, dessen Religions- und Idealismuskritik bedeutenden Einfluss auf die Bewegung des Vormärz hatte und einen Erkenntnisstandpunkt formulierte, der für die modernen Humanwissenschaften, wie zum Beispiel die Psychologie und Ethnologie, grundlegend geworden ist.

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„Der christliche Orpheus – – Menschlichen Sinn entlockte der Grieche selber dem Steine, / Unsere Pädagogie macht selbst den Menschen zum Klotz.“ Gedanken über Tod und Unsterblichkeit (1830), Xenien (2)

„Der Sündenfall – Weißt du den Grund, warum in den Apfel gebissen hat Adam? / Um der Theologie einen Gefallen zu tun.“ Gedanken über Tod und Unsterblichkeit, Xenien (63)


„Aber freilich […] diese Zeit, welche das Bild der Sache, die Kopie dem Original, die Vorstellung der Wirklichkeit, den Schein dem Wesen vorzieht […]; denn heilig ist ihr nur die Illusion, profan aber die Wahrheit. Ja die Heiligkeit steigt in ihren Augen in demselben Maße, als die Wahrheit ab- und die Illusion zunimmt, so daß der höchste Grad der Illusion für sie auch der höchste Grad der Heiligkeit ist.“ Das Wesen des Christentums 1848 S. 23

„Nur wer keine irdischen Eltern hat, braucht himmlische Eltern.“ Das Wesen des Christentums 1848, S. 136

„Die höchste und tiefste Liebe ist die Mutterliebe.“ Das Wesen des Christentums 1848, S. 135

„Nichts sein und nichts lieben, ist identisch.“ Grundsätze der Philosophie der Zukunft In: Ludwig Feuerbachs Sämmtliche Werke. 2. Band. Frommann, Stuttgart 1904. S. 299.

„Es wird der Diamant an sich selbst nur erkannt. – – Denken lernst du im Denken, das Wahr’ erkennst du am Wahren. / Liebe nur, wenn du schon liebst, nichts durch die bloße Kritik.“ Gedanken über Tod und Unsterblichkeit (1830), Xenien (99)

„Sein heißt, sich behaupten, sich bejahen, sich lieben; wer des Lebens überdrüssig, nimmt sich das Leben.“ Das Wesen des Christentums 1848, S.122


„Wo keine Liebe ist, ist auch keine Wahrheit.“ Philosophische Kritiken und Grundsätze

„Das Wesen des Mannes ist die Männlichkeit, das des Weibes die Weiblichkeit. Sei der Mann auch noch so geistig und hyperphysisch - er bleibt doch immer Mann; ebenso das Weib. Die Persönlichkeit ist daher nichts ohne Geschlechtsunterschied.“ Das Wesen des Christentums 1848, S. 160

„Wo kein Du, ist kein Ich.“ Das Wesen des Christentums 1848, S.160

„Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen.“ Die Naturwissenschaft und die Revolution


„Denn nicht Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, wie es in der Bibel heißt, sondern der Mensch schuf, wie ich im »Wesen des Christentums« zeigte, Gott nach seinem Bilde.“ Vorlesungen über das Wesen der Religion, Leipzig 1851, Zwanzigste Vorlesung, S. 241 Google Books

„Je mehr das Sinnliche verneint wird, desto sinnlicher ist der Gott, dem das Sinnliche geopfert wird.“ Das Wesen des Christentums 1848, S.70

„Der Himmel erinnert den Menschen an seine Bestimmung, daran, daß er nicht bloß zum Handeln, sondern auch zur Beschauung bestimmt ist.“ Das Wesen des Christentums 1848, S. 41

„Ein Wort an die Zeit – – „Christlich“ ist jetzt nur ein Name, ganz indifferent ist der Inhalt; / Selber der Teufel passiert jetzt als ein gläubiger Christ, / und das Christentum ist jetzt der Paß ins Land der Philister, / Um polizeigemäß sicher zu essen sein Brot. “ Gedanken über Tod und Unsterblichkeit (1830), Xenien (193)

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