„Gedanken, die früher stimmig waren, die zusammengehörten, waren plötzlich fehl am Platz, verunsichert, deprimiert, so wie die zotteligen Norwegerponys, die dieser russische Wissenschaftler in Sibirien auswildern wollte. Ich hatte davon gelesen. Er wollte mit viel Gras, der geeigneten Fauna und wenigen Menschen die Eiszeit nachstellen. Hätte er gewusst, was auf ihn zukam, hätte er sich bestimmt ein anderes Hobby gesucht. Die Hälfte der Ponys starb sofort, vermutlich am schlimmen Heimweh nach den skandinavischen Wäldern. Die andere Hälfte wurde vor der Forschungsstation mit Getreide gefüttert und starb trotzdem. So ähnlich geht es manchmal meinen Gedanken, wenn ich unter Stress stehe. Wenn etwas an mir nagt und sich nicht abschütteln lässt. Die meisten meiner Gedanken sind ganz gut, damit will ich sagen: Sie sind zielführend. Aber allzu oft scheinen sie deplatziert, irgendwie traurig, so als fragten sie sich, ob sie nicht vielleicht doch an einen Ort achttausend Kilometer von hier gehören, in einen kalten, mehrere Millionen Quadratkilometer großen, norwegischen Fichtenwald. Manchmal fürchte ich, meine Gedanken könnten durchgehen und im Gebüsch verschwinden.“

The Dog Stars

Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Die guten Zeiten von heute sind die traurigen Gedanken von morgen.“

—  Bob Marley jamaikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter 1945 - 1981

Citát „Die meisten großen Taten, die meisten großen Gedanken haben einen belächelnswerten Anfang.“
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„Das wirkliche Glücksgefühl das der Mensch haben kann liegt in seinen Gedanken, die sind für andere unsichtbar verborgen, manchmal kann ein anderer dieses Glücksgefühl erkennen.“

—  pewi71

Mein leben ist ein Versuch Referenz: https://beruhmte-zitate.de/suggestions/create-quote/user/

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„Der Gedanke, einmal in seiner Größe gefaßt, kann nicht mehr verschwinden; solange es Menschen gibt, wird auch der starke Wunsch da sein, den Turm zu Ende zu bauen.“

—  Franz Kafka, buch Das Stadtwappen

Das Stadtwappen. In: Beim Bau der Chinesischen Mauer. Hrsg. Max Brod, Hans Joachim Schoeps, Verlag Gustav Kiepenheuer, Berlin 1931, S. 33
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„Der Gedanke macht ihn blass, // wenn er fragt: Was kostet das?“

—  Wilhelm Busch, buch Plisch und Plum

Plisch und Plum, drittes Kapitel, S. 456
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„Zur Produktion eines Schriftstellers gehören nicht nur Bücher, sondern auch Gedanken.“

—  Wolfgang Neuss deutscher Kabarettist und Schauspieler 1923 - 1989

Der totale Neuss, Hamburg 1997, S. 22

„Wie die Gedanken sind, die du am häufigsten denkst, ganz so ist auch deine Gesinnung. Denn von den Gedanken wird die Seele gesättigt.“

—  Marc Aurel 121 - 180

Selbstbetrachtungen V, 16 (nach Übersetzung von C. F. Schneider)

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„Wie die Gedanken sind, die du am häufigsten denkst, ganz so ist auch deine Gesinnung. Denn von den Gedanken wird die Seele gesättigt.“

—  Marcus Aurelius, buch Selbstbetrachtungen

Selbstbetrachtungen V, 16 (nach Übersetzung von C. F. Schneider)
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„Ich mache mir nichts aus Menschen: Und der Gedanke an Ruhm, an Erfolg - das ist nichts, weniger als nichts.“

—  Katherine Mansfield neuseeländisch-britische Schriftstellerin 1888 - 1923

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„Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist nicht wert, als Gedanke zu gelten.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Der Kritiker als Künstler, Szene 2 / Gilbert
Original engl.: "An idea that is not dangerous is unworthy of being called an idea at all."
Der Kritiker als Künstler - The Critic As Artist

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„Alle meine besten Gedanken wurden von den Alten gestohlen.“

—  Ralph Waldo Emerson US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller 1803 - 1882

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„Vor dem Essen stören die Gedanken des Magens die Gedanken der Seele.“

—  Jeremias Gotthelf, buch Die schwarze Spinne

Die schwarze Spinne. In: Bilder und Sagen aus der Schweiz, Band 1, Solothurn: Jent & Gaßmann, 1842. S. 18

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