Zitate von Herbert Wehner

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Herbert Wehner

Geburtstag: 11. Juli 1906
Todesdatum: 19. Januar 1990

Herbert Richard Wehner war ein deutscher Politiker . Er war von 1966 bis 1969 Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, anschließend bis 1983 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.

Wehner trat 1927 der Kommunistischen Partei Deutschlands bei, wurde Landtagsabgeordneter in Sachsen und stieg im Exil zum Mitglied des Zentralkomitees der KPD auf. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland befand er sich von 1937 bis 1941 im Exil im berüchtigten Hotel Lux in Moskau. Den stalinistischen Säuberungen entging Wehner, doch gibt es Hinweise, dass er – möglicherweise zur Rettung des eigenen Lebens – andere deutsche Kommunisten denunzierte. 1941 wurde er nach Schweden geschickt, um von dort aus den kommunistischen Widerstand gegen das NS-Regime in Deutschland anzuleiten; dadurch ergab sich die Gelegenheit, der Sphäre von Gefahr und Verrat zu entkommen. 1942 wurde Wehner verhaftet und erlebte das Kriegsende in einem schwedischen Gefängnis. In dieser Zeit wurde er unter dem Vorwurf, sich dem Parteiauftrag entzogen zu haben, aus der KPD ausgeschlossen.

1946 nach Hamburg gekommen, wurde Wehner zu einem der führenden Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Wegen seiner Vergangenheit blieb er aber offiziell meist in der zweiten Reihe, etwa als stellvertretender Partei- und Fraktionsvorsitzender. Auch wenn er erst spät zu den Reformern stieß, unterstützte er als Parteiorganisator maßgeblich den Wechsel der Partei weg von einer Klientelpartei hin zu einer Volkspartei und das Bekenntnis zu Westintegration, Marktwirtschaft und Bundeswehr . Nachdem die SPD 1982 die Macht im Bund verloren hatte, kandidierte Wehner bei der folgenden Bundestagswahl 1983 nicht mehr für den Bundestag, womit er auch sein Amt als Fraktionsvorsitzender aufgab.

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deutscher Politiker (KPD, SPD), MdL, MdB, MdEP 1906 – 1990
„Das können Sie halten wie Du willst.“auf die Frage eines Genossen, ob dieser ihn duzen dürfe sueddeutsche. de

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„Wollt ihr den totalen Krieg?“Zwischenruf während der Bundestagsdebatte am 25. Februar 1972 zu den Ostverträgen, zitiert von Dietrich Kuessner auf bs. cyty. com (Stand 6/07); Video auf Youtube

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„Der Herr Bundeskanzler badet gerne lau; so in einem Schaumbad.“über Willy Brandt, während eines Moskauaufenthalts, Sommer 1973, zitiert in Spiegel 41, 8.10.1973, Seite 25, spiegel. de

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„Ich war auf der Toilette.“in einem Gespräch mit Jürgen Kellermaier im Jahr 1980 über die Bekanntgabe des Ergebnisses über das gescheiterte Misstrauensvotum gegenüber Bundeskanzler Brandt im Jahr 1972; Interview auf youtube. com, Aussage bei 8min55sec

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„Wer rausgeht, muss auch wieder reinkommen. Ich sage Ihnen Prost.“zu Abgeordneten, die unter Protest den Plenarsaal verließen (Quelle: Langspielplatte: "Die große Schlacht im Bundestag, Zitate unserer Politiker bunt und unerwartet gemischt", Ariola 1980)

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„Kohl erzeugt Blähungen und treibt schwarze Dämpfe ins Gehirn.“Heinz Kühn zitiert aus einem Kochbuch von 1641 über den damaligen CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden Helmut Kohl im Deutschen Bundestag, 1976, Das neue parlamentarische Schimpfbuch, Günter Pursch, 1997, tu-chemnitz. de

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