Zitate über Gesicht

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema gesicht, mensch, menschen, sehen.

Insgesamt 148 Zitate, Filter:

George Orwell Foto

„Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich.“

—  George Orwell britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist 1903 - 1950

1984 - Nineteen Eighty-Four

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„Mach dir keinen Kummer, ich werde dich lieben und dir die schrecklichen Sachen ersparen, von denen dir deine Schulfreundinnen erzählen: Sachen, wie sie angeblich in Hochzeitsnächten passieren; glaub dem Geflüster dieser Närrinnen nicht; wir werden lachen, wenn es soweit ist, bestimmt, ich verspreche es dir, aber du mußt noch warten, ein paar Wochen, höchstens einen Monat, bis ich den Blumenstrauß kaufen, die Droschke mieten, vor eurem Haus vorfahren kann. Wir werden reisen, uns die Welt anschauen, du wirst mir Kinder schenken, fünf, sechs, sieben; die Kinder werden mir Enkel schenken, fünfmal, sechsmal, siebenmal sieben; du wirst nie merken, daß ich arbeite; ich werde dir den Männerschweiß ersparen, Muskelernst und Uniformernst; alles geht mir leicht von der Hand, ich hab's gelernt, ein bißchen studiert, hab den Schweiß im voraus bezahlt; ich bin kein Künstler; mach dir keine Illusionen; ich werde dir weder falsche noch echte Dämonie bieten können, das wovon dir deine Freundinnen Gruselmärchen erzählen, werden wir nicht im Schlafzimmer tun, sondern im Freien: du sollst den Himmel über dir sehen. Blätter oder Gräser sollen dir ins Gesicht fallen, du sollst den Geruch eines Herbstabends schmecken und nicht das Gefühl haben, an einer widerwärtigen Turnübung teilzunehmen, zu der du verpflichtet bist; du sollst herbstliches Gras riechen, wir werden im Sand liegen, unten am Flußufer, zwischen den Weidenbüschen, gleich oberhalb der Spur, die das Hochwasser hinterließ; Schlifstengel, Korken, Schuhkremdosen, eine Rosenkranzperle, die einer Schifferfrau über Bord fiel, und in einer Limonadenflasche eine Post; in der Luft der bittere Rauch der Schiffsschornsteine; rasselnde Ankerketten; wir werden keinen blutigen Ernst draus machen, obwohl's natürlich ernst und blutig ist".“

—  Heinrich Böll deutscher Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger 1917 - 1985

Billard um halbzehn / Ansichten eines Clowns / Ende einer Dienstfahrt

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„Von einem bestimmten Alter an ist jeder Mensch für sein Gesicht verantwortlich.“

—  Albert Camus, buch Der Mythos des Sisyphos

"après un certain âge, tout homme est responsable de son visage." - La Chute. Gallimard 2008. p. 50.
Der Mythos des Sisyphos (Le Mythe de Sisyphe, 1942), Der Fall (La Chute, 1956)
Quelle: Der Fall. Deutsch von Guido G. Meister. © Rowohlt Verlag 1957. Bibliothek Suhrkamp 1965. S. 55

Charles Lamb Foto

„Nichts ist geschmackloser als die ganze Selbstgefälligkeit und Zufriedenheit, die aus den Gesichtern eines neu vermählten Paares leuchtet.“

—  Charles Lamb englischer Dichter 1775 - 1834

Essays
Nothing is to me more distasteful than that entire complacency and satisfaction which beam in the countenances of a new-married couple. - A Bachelor's Complaint of the Behaviour of Married People. books.google http://books.google.de/books?id=LNUeAAAAMAAJ&pg=PA146

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„Eine Maske verrät uns mehr als ein Gesicht.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Feder, Pinsel und Gift
Original engl.: "A mask tells us more than a face."
Feder, Pinsel und Gift - Pen, Pencil And Poison (1889)

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„Hinter der Maske ist immer ein lebendiges Gesicht.“

—  William Butler Yeats irischer Dichter 1865 - 1939

Synges Tod
"There is always a living face behind the mask." - The death of Synge. books.google http://books.google.de/books?id=nQ6A_QpI4YwC&pg=PA373

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„Wenn ich nur dieses Gesicht kämmen könnte, dachte ich, aber das geht nicht.“

—  Charles Bukowski, buch Der Mann mit der Ledertasche

Der Mann mit der Ledertasche. Deutsch von Hans Hermann. Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 1974. Auflage von 1992. ISBN 3-462-02185-0. Seite 114.
Original englisch: “If I could only comb that face, I thought, but I can’t.” - Post office (1971)

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„Asien verschlingt uns. Wohin man blickt: tatarische Gesichter.“

—  Thomas Mann, buch Der Zauberberg

The Magic Mountain (1924)

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„Jeder Mensch trägt einen Zauber im Gesicht: irgend Einem gefällt er.“

—  Friedrich Hebbel deutscher Dramatiker und Lyriker 1813 - 1863

Tagebücher 4, 5874 (1861). S. 184.
Tagebücher

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„Wer die Uniform erfunden hat, wollte keine Gesichter mehr sehen.“

—  Thomas Niederreuther deutscher Kaufmann, Maler und Schriftsteller 1909 - 1990

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„Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn wir jetzt noch anfangen müssen, uns dafür zu entschuldigen, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

—  Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin 1954

achgut.com https://www.achgut.com/artikel/was_meinen_frau_merkel & BKAmt: https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Mitschrift/Pressekonferenzen/2015/09/2015-09-15-merkel-faymann.html Merkel zur Ihrer Grenzöffnung am 15. September 2015
2015

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„Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.“

—  Rainer Maria Rilke, buch Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Erstes Bändchen, Insel-Verlag, Leipzig 1918, S. 5, alo http://www.literature.at/viewer.alo?objid=12092&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=6
Andere Werke

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Citát „Ich vergesse niemals ein Gesicht, aber in Ihrem Fall mache ich eine Ausnahme.“
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Citát „Mit fünfzig hat jeder das Gesicht, das er verdient.“
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„Mit fünfzig hat jeder das Gesicht, das er verdient.“

—  George Orwell britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist 1903 - 1950

zeit.de http://www.zeit.de/2003/26/A-Orwell?page=4
"At 50, everyone has the face he deserves." - Diary entry, Manuscript Note-book. Cranham 17 April 1949. The Collected Essays, Journalism and Letters of George Orwell: In Front of Your Nose, 1945-1950. Secker & Warburg 1968, p. 515
Sonstige

Stephen King Foto
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„Zeit ist ein Gesicht auf dem Wasser.“

—  Stephen King US-amerikanischer Schriftsteller 1947

Glas IV, Der dunkle Turm. Übersetzer: Joachim Körber. München, 2003. ISBN 3-453-87559-1
"Time is a face on the water"

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„In der Katastrophe nimmt sich das Unheil nur selten die Zeit, um für unser Gesicht die rechte Maske zu liefern.“

—  Jean Giraudoux französischer Berufsdiplomat und Schriftsteller 1882 - 1944

Um Lukrezia

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„Manche Leute verneigen // Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts // Langdauernd schweigen.“

—  Joachim Ringelnatz, Schweigen

Schweigen. In: Gedichte dreier Jahre. Berlin: Rowohlt, 1932. S. 77

Johann Wilhelm Ritter Foto

„Der Körper ist der Einband des Geistes, das Gesicht der Titel und das Auge der Name des Verfassers.“

—  Johann Wilhelm Ritter deutscher Physiker, Naturforscher und Philosoph 1776 - 1810

Fragmente aus dem Nachlass eines jungen Physikers II (1810) Seite 213 books.google http://books.google.de/books?id=x2c5AAAAcAAJ&pg=PA213&dq=einband (Nr. 658)

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Oliviero Toscani Foto

„Was wir im Westen konsumieren, verändert das Gesicht dieses Planeten; denn unsere Produkte, unsere Lebensart und unsere Eßgewohnheiten kolonialisieren die ganze Welt.“

—  Oliviero Toscani italienischer Fotograf 1942

Die Werbung ist ein lächelndes Aas, Frankfurt, 1997, S. 167. Übersetzer: Barbara Neeb

Karl Julius Weber Foto

„Das Gesicht ist das Protokoll des Charakters.“

—  Karl Julius Weber deutscher Schriftsteller und Satiriker 1767 - 1832

Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 3. Band, 8. Ausgabe. Stuttgart: Rieger, 1868. S. 51.

Friedrich Von Bodenstedt Foto

„In jedes Menschen Gesichte//Steht seine Geschichte, // Sein Hassen und Lieben // Deutlich geschrieben; // Sein innerstes Wesen, // Es tritt hier ans Licht… // Doch nicht jeder kann's lesen, // Verstehn jeder nicht.“

—  Friedrich Von Bodenstedt deutscher Schriftsteller 1819 - 1892

Das wahre Gesicht, zeno.org http://www.zeno.org/nid/20004585453, zitiert in Umschau, Band 11, S. 868 books.google http://books.google.de/books?hl=de&id=H6nmAAAAMAAJ&q=gesichte, Verlag H. Bechhold 1907
Mirza Schaffy

Truman Capote Foto

„Er war einfach eine alte französische Tunte mit einem groben Gesicht.“

—  Truman Capote US-amerikanischer Schriftsteller 1924 - 1984

(Über André Gide) - Ich bin schwul, ich bin süchtig, ich bin ein Genie : e. intimes Gespräch mit Lawrence Grobel. / Truman Capote. Mit e. Vorw. von James A. Michener. Aus d. Amerikan. von Thomas Lindquist, Diogenes, Zürich 1988, ISBN 3-257-21606-8, S.173

Cícero Foto

„Das Gesicht ist ein Abbild der Seele.“

—  Cícero römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph -106 - -43 v.Chr

Orator ad M. Brutum (Der Redner) XVIII, 60
Original lat.: "Imago est animi vultus."
Sonstige

Knut Hamsun Foto

„O Gott, nur nicht sterben im dumpfen Bett // unter Decken und Laken anständig nett, // von nassen Gesichtern betrauert. // Nein, umfallen möchte ich wie ein Baum // im Wald irgendwo und halb im Traum, // von niemand gesehn und bedauert.“

—  Knut Hamsun Norwegischer Schriftsteller 1859 - 1952

Grabstätte. In: Der wilde Chor. Deutsch von Heinrich Goebel. Berlin 1926
("Nej Herregud lat mig ikke forgaa // i en Seng med Tæpper og Lagener paa // med vaade Næser tilstede. // Lad mig rammes en Dag naar jeg intet ved // og falde omkuld i Skogen et Sted // hvor ingen vil komme og lede." - Gravested. Det vilde Kor. 1904. p. 35 archive.org http://archive.org/stream/detvildekor00jamsgoog#page/n48/mode/2up
"Nei Herregud lat mig ikke forgaa // i en Seng med Tæpper og Lakener paa // med vaate Næser tilhuse. // Lat mig rammes en Dag uten Forutbesked // og falde omkuld i Skogen et Sted // hvor ingen vil komme og snuse." - Gravested. Samlede verker IV. 1916. p. 19. Vgl. archive.org http://archive.org/stream/smithcollegestud03smituoft#page/n81/mode/2up)

Juvenal Foto

„Der Wanderer mit leeren Taschen lacht dem Räuber ins Gesicht.“

—  Juvenal römischer Satirendichter 50

Satiren X, 22
Original lat.: "cantabit uacuus coram latrone viator."

Immanuel Kant Foto

„Das Gesicht selber sagt nichts, ob es gleich hübsch ist, und redet nicht zum Herzen.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Über das Gefühl des Schönen und Erhabenen, dritter Abschnitt, A 66
Über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764)

Georg Christoph Lichtenberg Foto
Georg Christoph Lichtenberg Foto

„Gesicht und Seele sind wie Silbenmaß und Gedanken.“

—  Georg Christoph Lichtenberg, buch Sudelbücher

Sudelbücher
Sudelbücher

Georg Büchner Foto
August Julius Langbehn Foto

„Das Träumen und Philosophiren hat seine Schattenseiten; wer das zweite Gesicht hat, Dem fehlt mitunter das erste.“

—  August Julius Langbehn, buch Rembrandt als Erzieher

Deutsche Bildung, Lichtwirkungen. In: Rembrandt als Erzieher, Dreiundzwanzigste Auflage, Verlag von C. L. Hirschfeld, Leipzig 1890, S. 196,

Napoléon III. Foto

„Sage mir, welches Gesicht du dem Unglück gezeigt hast, und ich werde Dir sagen, wer Du bist.“

—  Napoléon III. französischer Staatspräsident, Kaiser der Franzosen 1808 - 1873

Napoleon III. in einem Brief vom 8. Juni 1841 aus der Gefangenschaft in Ham an Hortense Cornu, aus: Joachim Kühn, Napoleon III, Ein Selbstbildnis in ungedruckten und zerstreuten Briefen, Napoleon-Museum Arenenberg 1993, ISBN 3-85809-086-7 A, S. 253

Martial Foto

„Ein Gesicht, dem das Lachen fehlt, ist nicht willkommen.“

—  Martial römischer Dichter 40 - 104

Epigramme VII, 25, 6
Original lat.: "Nec grata est facies, cui gelasinus abest."

Frank Zander Foto

„Wenn man früher einen guten Song hatte, wusste man: Der verkauft sich auch. Heute ist das anders. Ob ein Song gut ist, interessiert die Plattenfirmen nicht. Was sie wollen, sind Künstler, die die Hosen runterlassen und den Leuten ins Gesicht rotzen.“

—  Frank Zander deutscher Musiker und Fernsehmoderator 1942

Stern Nr. 2/2009 vom 2. Januar 2009, S. 130, www.stern.de http://www.stern.de/lifestyle/leute/was-macht-eigentlich-frank-zander-650579.html

Wilhelm Jensen Foto

„Es kennen dich viele von Haar und Gesicht, // Von Wuchs und Stimme, Beruf und Pflicht. // Du wirst geachtet, wirst geehrt, // Es halten dich manche besonders wert. // Doch selbst in der nächsten Freunde Verein // Im Innersten bist du allein.“

—  Wilhelm Jensen deutscher Lyriker und Schriftsteller 1837 - 1911

Gedichte, Auf dem Wege, Projekt Gutenberg http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=1337&kapitel=4

Paul Stanley Foto

„Warum trugen wir diese dicke Schminke? Eigentlich nur, weil wir das spaßig fanden. Natürlich schockierten wir die Leute mit diesen wilden Farben im Gesicht. Aber wir lachten darüber. Und bekamen genau die Aufmerksamkeit, die wir wollten.“

—  Paul Stanley US-amerikanischer Gitarrist und Sänger 1952

auf die Frage, warum er und seine Bandkollegen von KISS zu Beginn ihrer Karriere nur mit geschminkten Gesichtern aufgetreten seien, Interview mit dem Q Magazine, 11/1994; Übersetzung: Toledo

Frédéric Beigbeder Foto

„Die ganze kleine Welt bumst, vögelt, bläst, leckt Sperma, reibt sich die Klitoris, pumpt an Schwänzen, spritzt auf Gesichter, malträtiert Mösen, peitscht sich die Brüste, bepisst sich, schwuchtelt und wichst in Freude und Entspannung.“

—  Frédéric Beigbeder französischer Schriftsteller 1965

Neununddreißig neunzig: 39.90. Deutsch von Brigitte Grosse. 2. Auflage. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt-Taschenbuch-Verlag, 2002. S. 263. ISBN 3-499-23324-X

Wladimir Wladimirowitsch Majakowski Foto

„Um zu lachen, muss man ein Gesicht haben.“

—  Wladimir Wladimirowitsch Majakowski russischer Dichter, Vertreter des russischen Futurismus 1893 - 1930

Das Tier lacht nicht.

„Ich vergesse nie den Ausdruck seines Gesichts, es war »die Blasiertheit in Person«, wie man ringsherum flüsterte. Die hochgezogenen Augenbrauen, die leicht vorgebeugte Haltung und sein herablassender Blick auf die anderen Menschen, sind mir bis heute unvergeßlich.“

—  Hans-Otto Meissner deutscher Diplomat und Schriftsteller 1909 - 1992

über Franz von Papen; in: Junge Jahre im Reichspräsidentenpalais. Erinnerungen an Ebert und Hindenburg 1919-1934. Bechtle 1988, S. 326 books.google http://books.google.de/books?id=SCgfAAAAMAAJ&q=Blasiertheit.

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„Hat sie bei der großzügigen und sozial höchst verdienstvollen Planung der Gemeindebauten auf das Gesicht der Stadt auch nur die mindeste Rücksicht genommen? Nein, und darum verliert Wien sein Gesicht vorläufig nicht — Wien bleibt Wien —, diese Feststellung ist halb Verheißung, halb gefährliche Drohung. […] Man baut weiter scheußlich, aber Wien bleibt trotzdem schön.“

—  Hans Weigel österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker 1908 - 1991

Das tausendjährige Kind. Kritische Versuche eines heimlichen Patrioten zur Beantwortung der Frage nach Österreich. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1965, S. 37.

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„Astrologie nimmt das Gesicht dessen an, der sie anblickt.“

—  Fritz Riemann deutscher Psychoanalytiker, Autor und Astrologe 1902 - 1979

Lebenshilfe Astrologie - Gedanken und Erfahrungen, dtv Deutscher Taschenbuch Verlag 2005 (20. Aufl.), S. 44, ISBN 3-423-34262-5

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„Herr, wenn der heilige Antonius in der Wüste // ein so anmutiges Gesicht, // mit diesem lächelnden halb geöffneten Mündchen gesehen hätte, // wäre er entweder auf der Stelle tot umgefallen // oder hätte mit all seinen Organen durcheinander // bestimmt auf das Paradies gepfiffen!“

—  Giorgio Baffo 1694 - 1768

aus Poesie, Seite 114, Übersetzung:Nino Barbieri
Original venez.: "Signor, se Sant’Antonio nel deserto // avesse visto un sì leggiadro viso, // e quel bochin che ride mezzo averto, // o che lu saria morto all’improvviso // o, messi tutti li organi in sconcerto // sul culo el se pettava el Paradiso!"

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„Dem wahren Gesicht des Islam begegnet man nicht auf der deutschen Islamkonferenz. Man begegnet ihm in Ländern wie Pakistan. Dieser Islam richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben - gegen Demokraten, gegen Atheisten und vor allem gegen Frauen. Und die Welt schaut wie paralysiert zu.“

—  Zafer Şenocak türkisch-deutscher Schriftsteller 1961

„Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“, Die Welt, 29. Dezember 2007, welt.de http://www.welt.de/politik/article1500196/Der_Terror_kommt_aus_dem_Herzen_des_Islam.html

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„Du bist immer allzu bescheiden gewesen, Vergil, doch kein Mann falscher Bescheidenheit; es ist mir klar, daß du deine Gaben absichtlich schlecht machen willst, um sie uns schließlich hinterrücks zu entziehen.'

Nun war es ausgespochen, ach, nun war es ausgesprochen – unbeirrbar und hart ging der Cäsar auf sein Ziel los, un nichts wird ihn hindern, die Manuskripte zu rauben: 'Octavian, laß mir das Gedicht!'

'Sehr richtig, Vergil, das ist es… Lucius Varius und Plotius Tucca haben mir von deinem erschreckenden Vorhaben berichtet, und gleich ihnen wollte ich es nicht glauben… gedenkst du tatsächlich deine Werke zu vernichten?'

Schweigen breitete sich im Raume aus, ein strenges Schweigen, das fahl und dünnstrichig konturiert in dem nachdenklich strengen Gesicht des Cäsars seinen Mittelpunkt hatte. Im Nirgendwo klagte etwas sehr leise und auch dies so dünn und geradlinig wie die Falte zwischen des Augustus Augen, dessen Blick auf ihn ruhte.

'Du schweigst', sagte der Cäsar, 'und dies heißt wohl, daß du dein Geschenk tatsächlich zurückziehen willst… bedenke, Vergil, es ist die Äneis! deine Freunde sind sehr betrübt, und ich, du weißt es, ich rechne mich zu ihnen.'

Plotias leises Klagen wurde vernehmlicher; dünn aneinandergereiht, betonungslos kamen die Worte: 'Vernichte die Dichtung, gib mir dein Schicksal; wir müssen uns lieben.'

Das Gedicht vernichten, Plotia lieben, Freund dem Freunde sein, seltsam überzeugend fügte sich Verlockung an Verlokkung, und doch war es nicht Plotia, die daran teilnehmen durfte: 'Oh, Augustus, es geschieht um unserer Freundschaft willen; dringe nicht in mich.'

'Freundschaft?… du sprichst, als ob wir, deine Freunde, unwert wären, dein Geschenk zu behalten.“

—  Hermann Broch, buch Der Tod des Vergil

The Death of Virgil

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„Bald sind sie allein auf der Tanzfläche, und Pierre führt seine Partnerin schon viel sicherer.
“Was haben sie mir denn da vorgemacht?” sagt Ève. “Sie tanzen doch sehr gut.”
“Das ist das erste Mal, dass man mir das sagt.”
“Sie brauchten eben mich als Tänzerin.”
“Ich glaube es fast …”
Sie sehen sich an und tanzen eine Weile schweigend.
“Sagen Sie”, fragte Pierre plötzlich, “was geht hier eigentlich vor? Vorhin dachte ich nur an meine Sorgen, und jetzt bin ich hier … Ich tanze und sehe nur Ihr Lächeln … Wenn das der Tod … wäre …”
“Das?”
“Ja. Mit Ihnen tanzen, immer, nichts sehen als Sie, alles andere vergessen …”
“Ja, und?”
“Der Tod wäre besser als das Leben. Finden sie nicht auch?”
“Halten Sie mich fester”, haucht sie.
Ihre Gesichter sind einander ganz nahe. Sie tanzen noch einen Augenblick weiter, und sie wiederholt:
“Halten sie mich fester…”
Plötzlich wird Pierres Gesicht traurig. Er hört auf zu tanzen, rückt ein wenig von Ève ab und murmelt:
“Es ist ja alles Theater. Ich habe Ihre Taille nicht einmal berührt …”
Ève begreift nun ebenfalls:
“Wahrhaftig”, sagt sie langsam, “wir tanzen jeder für sich …”
Sie bleiben voreinander stehen.
Dann streckt Pierre die Hände aus, als wolle er sie auf die Schultern der jungen Frau legen, dann zieht er sie unwillig wieder zurück:
“Mein Gott”, sagt er, “wie süß wäre es, Ihre Schultern zu berühren. Ich möchte so gerne Ihren Atem spüren, wenn Sie mich anlächeln. Aber auch das habe ich verpasst. Ich bin ihnen zu spät begegnet …”
Ève legt Pierre die Hand auf die Schulter.
Sie sieht ihn liebevoll an:
“Ich gäbe meine Seele dafür hin, einen Augenblick lang wieder zu leben und mit Ihnen zu tanzen.”
“Ihre Seele?”
“Das ist alles, was wir noch besitzen.”
Pierre nähert sich seiner Begleiterin und umfasst sie von neuem. Sie beginnen wieder zu tanzen, sehr zart, Wange an Wange, mit geschlossenen Augen.“

—  Jean Paul Sartre, buch Das Spiel ist aus

Les jeux sont faits

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