Zitate von Heinrich Böll

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Heinrich Böll

Geburtstag: 21. Dezember 1917
Todesdatum: 16. Juli 1985

Heinrich Theodor Böll gilt als einer der bedeutendsten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Im Jahr 1972 erhielt er den Nobelpreis für Literatur, mit welchem seine literarische Arbeit gewürdigt wurde, „die durch ihren zeitgeschichtlichen Weitblick in Verbindung mit ihrer von sensiblem Einfühlungsvermögen geprägten Darstellungskunst erneuernd im Bereich der deutschen Literatur gewirkt hat“. In seinen Romanen, Kurzgeschichten, Hörspielen und zahlreichen politischen Essays setzte er sich kritisch mit der jungen Bundesrepublik auseinander. Darüber hinaus arbeitete er als Übersetzer englischsprachiger Werke ins Deutsche und Herausgeber.

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„Höflichkeit ist doch die sicherste Form der Verachtung«.“ Billard um halbzehn. Köln und Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1959. S. 229

„Ich bin ein Clown und sammle Augenblicke.“ The Clown


„Eine Familie, die keine schwarzen Schafe hat, ist keine charakteristische Familie.“ Children Are Civilians Too

„Atheisten langweilen mich, weil sie immer nur von Gott sprechen.“ The Clown

„Der Feierabend des Nichtkünstlers ist die Arbeitszeit eines Clowns.“ Ansichten eines Clowns. Köln und Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1963. S. 121

„Dort, wo der Staat gewesen sein könnte oder sein sollte, erblicke ich nur einige verfaulende Reste von Macht, und diese offenbar kostbaren Rudimente von Fäulnis werden mit rattenhafter Wut verteidigt. Schweigen wir also vom Staat, bis er sich wieder blicken läßt. In diesem Augenblick von ihm zu sprechen, wäre Leichenfledderei oder Nekrophilie.“ Rede zur Eröffnung des neuen Schauspielhauses in Wuppertal im September 1966. DER SPIEGEL 3. Oktober 1966

„Personen und Handlung dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild -Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“ Motto der Erzählung. heinrich-boell. de

„... als Luftveränderung kann Bonn für Stunden Wunder wirken.“ Ansichten eines Clowns. Köln und Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1963. S. 83


„Der Regen ist hier absolut, großartig und erschreckend. Diesen Regen schlechtes Wetter zu nennen, ist so unangemessen, wie es unangemessen ist, den brennenden Sonnenschein schönes Wetter zu nennen.“ Irisches Tagebuch. Kiepenheuer & Witsch, 1957. S. 81

„Inzwischen ist die Bild-Zeitung ja fast schon das regierungsamtliche Blatt.“ Zehn Jahre später - Nachwort zur Neuausgabe (1984). heinrich-boell. de

„Wohin ich dich auch führen werde, es wird das Leben sein.“ The Train Was on Time

„Nichts darf man, auch keinen Krieg anfangen.“ Die Verwundung und andere frühe Erzählungen: Lamuv, 1983. S. 17


„[... ] er kam mir nach und sagte: "Was guckst du mich denn so entgeistert an, mein Blümelein -- ich schlage vor, daß wir jetzt erst einmal bumsen." Nun, inzwischen war ich bei meiner Handtasche, und er ging mir an die Kledage, und ich dachte: "Bumsen, meinetwegen", und ich hab' die Pistole rausgenommen und sofort auf ihn geschossen [... ] und ich dachte: Gut, jetzt bumst's. [... ] Ohne Reue, ohne Bedauern. Er wollte doch bumsen, und ich habe gebumst, oder?“ Schlusskapitel 58. Vorabdruck im SPIEGEL 19. August 1974

„Mir muß eine Sache Spaß machen, sonst werde ich krank.“ Ansichten eines Clowns. Köln und Berlin: Kiepenheuer & Witsch, 1963. S. 122

„Es ist doch merkwürdig, daß ich ihr nicht böse sein kann. Ich bin vor Schmerz fast tot, todkrank, und sie tanzt, obwohl sie teilgenommen hat an meinem Schmerz, und ich kann nicht böse sein, nein....“ The Train Was on Time

„I am a clown... and I collect moments.“ The Clown

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