„Am Anfang merkt man noch nicht viel davon. Man hat eines Tages keine Lust mehr irgendetwas zu tun. Nichts interessiert einen, man ödet sich. Aber diese Unlust verschwindet nicht wieder, sondern sie bleibt und nimmt langsam immer mehr zu. Sie wird schlimmer von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Man fühlt sich immer missmutiger, immer leerer im Innern, immer unzufriedener mit sich und der Welt. Dann hört nach und nach sogar dieses Gefühl auf und man fühlt gar nichts mehr. Man wird ganz gleichgültig und grau, die ganze Welt kommt einem fremd vor und geht einen nichts mehr an. Es gibt keinen Zorn mehr und keine Begeisterung, man kann sich nicht mehr freuen und nicht mehr trauern, man verlernt das Lachen und das Weinen. Dann ist es kalt geworden in einem und man kann nichts und niemand mehr lieb haben. Wenn es einmal so weit gekommen ist, dann ist die Krankheit unheilbar. Es gibt keine Rückkehr mehr. Man hastet mit leerem, grauem Gesicht umher, man ist genauso geworden wie die grauen Herren selbst. Ja, dann ist man einer der ihren. Diese Krankheit heißt: die tödliche Langeweile.“

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„Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.“

—  Rainer Maria Rilke, buch Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge
Andere Werke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Erstes Bändchen, Insel-Verlag, Leipzig 1918, S. 5, alo http://www.literature.at/viewer.alo?objid=12092&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=6

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„Es gibt keine anderen Welten mehr zu erobern!“

—  Alexander der Große makedonischer Feldherr und König -356 - -323 v.Chr
Letzte Worte, 10. Juni 323 v.Chr.

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„Je mehr Liebe man gibt, desto mehr besitzt man davon.“

—  Rainer Maria Rilke österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier 1875 - 1926

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„Oh Welt, bey deinen Sachen // Ist weinen mehr als lachen.“

—  Friedrich von Logau Dichter des Barock 1605 - 1655
Menschliches Elende. Aus: Sämmtliche Sinngedichte, II,4,90. Hrsg. von Gustav Eitner, Tübingen 1872 (Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart, Bd. CXIII). S. 309.

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„So lieben wie ich dich, wird dich nichts mehr, so lieben wie du mich, wirst du nichts mehr.“

—  Susette Gontard deutsche Bankiersfrau, große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin 1769 - 1802
Briefe, an Friedrich Hölderlin, Januar 1799

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„Wir lieben immer mehr das Halbe als das Ganze, den versprechenden Morgen als den Mittag in höchster Sonnenhöhe.“

—  Johann Gottfried Herder deutscher Dichter, Philosoph, Übersetzer und Theologe der Weimarer Klassik 1744 - 1803
Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele, Vom Erkennen und Empfinden der menschlichen Seele

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„Ganz gleich, was wir tun, es eilt nicht mehr.“

—  Gregory Fuller deutscher Schriftsteller 1948
Das Ende. Ammann 1993 und Fischer 1996 auf Seite 111. (Auflage Meiner 2017 auf Seite 65.) PT46 books.google https://books.google.de/books?id=I4Y6DwAAQBAJ&pg=PT46&lpg=PT46&dq=eilt

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„Von einem gewissen Punkt an gibt es keine Rückkehr mehr. Dieser Punkt ist zu erreichen.“

—  Franz Kafka, buch Die Zürauer Aphorismen
Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg, 5, S. 226

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„Es gibt Tage, wo das Leben übertrieben flau ist. Zu Bett gehen; weiter hilft nichts mehr.“

—  Heinrich Mann deutscher Schriftsteller 1871 - 1950
Der Unbekannte. Aus: Das gestohlene Dokument und andere Novellen. Berlin: Aufbau-Verlag, 1957. S. 10

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