„Am Anfang merkt man noch nicht viel davon. Man hat eines Tages keine Lust mehr irgendetwas zu tun. Nichts interessiert einen, man ödet sich. Aber diese Unlust verschwindet nicht wieder, sondern sie bleibt und nimmt langsam immer mehr zu. Sie wird schlimmer von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Man fühlt sich immer missmutiger, immer leerer im Innern, immer unzufriedener mit sich und der Welt. Dann hört nach und nach sogar dieses Gefühl auf und man fühlt gar nichts mehr. Man wird ganz gleichgültig und grau, die ganze Welt kommt einem fremd vor und geht einen nichts mehr an. Es gibt keinen Zorn mehr und keine Begeisterung, man kann sich nicht mehr freuen und nicht mehr trauern, man verlernt das Lachen und das Weinen. Dann ist es kalt geworden in einem und man kann nichts und niemand mehr lieb haben. Wenn es einmal so weit gekommen ist, dann ist die Krankheit unheilbar. Es gibt keine Rückkehr mehr. Man hastet mit leerem, grauem Gesicht umher, man ist genauso geworden wie die grauen Herren selbst. Ja, dann ist man einer der ihren. Diese Krankheit heißt: die tödliche Langeweile.“

Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Immer mehr wollen immer mehr, weil immer mehr immer mehr wollen. Immer mehr haben immer weniger, weil immer weniger immer mehr haben.“

—  Helmut Seethaler österreichischer Schriftsteller 1953

- "Zetteldichter und Pflückpoet. In der U-Bahn.", hoffnung.at http://www.hoffnung.at/hoffnung/ubahn.html am 14. Januar 2007

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„Ich habe mich immer mehr für Experimente interessiert als für Erfolge.“

—  Orson Welles US-amerikanischer Filmregisseur, Schauspieler und Autor 1915 - 1985

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„Es gibt eine Menge Menschen, aber noch viel mehr Gesichter, denn jeder hat mehrere.“

—  Rainer Maria Rilke, buch Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge

Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, Erstes Bändchen, Insel-Verlag, Leipzig 1918, S. 5, alo http://www.literature.at/viewer.alo?objid=12092&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=6
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—  Jil Sander deutsche Modeschöpferin 1943

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„Es gibt keine anderen Welten mehr zu erobern!“

—  Alexander der Große makedonischer Feldherr und König -356 - -323 v.Chr

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„Immer mehr zu werden, was ich bin, das ist mein einziger Wille.“

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„Je mehr Liebe man gibt, desto mehr besitzt man davon.“

—  Rainer Maria Rilke österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier 1875 - 1926

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„Oh Welt, bey deinen Sachen // Ist weinen mehr als lachen.“

—  Friedrich von Logau Dichter des Barock 1605 - 1655

Menschliches Elende. Aus: Sämmtliche Sinngedichte, II,4,90. Hrsg. von Gustav Eitner, Tübingen 1872 (Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart, Bd. CXIII). S. 309.
Variante: Oh Welt, bei deinen Sachen
ist Weinen mehr als Lachen.

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„Es ist weit besser, Krankheiten verhüten, als Krankheiten heilen, denn das leztre ist immer mit mehr Kraftverlust und folglich Lebensverkürzung verbunden.“

—  Christoph Wilhelm Hufeland deutscher Arzt 1762 - 1836

Die Kunst das menschliche Leben zu verlängern, Akademische Buchhandlung, Jena 1797, S. 656, [hufeland_leben_1797/684]

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„So lieben wie ich dich, wird dich nichts mehr, so lieben wie du mich, wirst du nichts mehr.“

—  Susette Gontard deutsche Bankiersfrau, große Liebe des Dichters Friedrich Hölderlin 1769 - 1802

Briefe, an Friedrich Hölderlin, Januar 1799

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„Die Kunst seine Beduerfnisse immer mehr und mehr einzuschränken, ist zugleich die Kunst zur Freyheit zu gelangen.“

—  Adam Weishaupt deutscher Autor, Hochschullehrer und Philosoph, Gründer des Illuminatenordens 1748 - 1830

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