Zitate über Religion

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Immanuel Kant 689
deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 – 1804
„Sollte es mit dem Christentum einmal dahin kommen, daß es aufhörte liebenswürdig zu sein (welches sich wohl zutragen könnte, wenn es, statt seines sanften Geistes, mit gebieterischer Auktorität bewaffnet würde): so müßte, weil in moralischen Dingen keine Neutralität (noch weniger Koalition entgegengesetzer Prinzipien) Statt findet, eine Abneigung und Widersetzlichkeit gegen dasselbe die herrschende Denkart der Menschen werden; und der Antichrist, der ohnehin Vorläufer des jüngsten Tages gehalten wird, würde sein (vermutlich auf Furcht und Eigennutz gegründetes) obzwar kurzes Regiment anfangen: alsdann aber, weil das Christentum allgemeine Weltreligion zu sein zwar bestimmt, aber es zu werden von dem Schicksal nicht begünstigt sein würde, das (verkehrte) Ende aller Dinge in moralischer Rücksicht eintreten.“ Das Ende aller Dinge, 522

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Joachim Kahl 3
deutscher Religionskritiker 1941
„Der soziale Lernort Schule ist weder ein religionsfreier noch ein rechtsfreier Bereich.“ Religionsfreiheit für alle - Gegen ein Kopftuchverbot, Homepage der Humanistischen Union Marburg (Stand 8/2007)


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Arthur Schopenhauer 805
deutscher Philosoph 1788 – 1860
„Man betrachte z. B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfniß zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern. Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Uebersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen werthvollen Gedanken darin entdecken können.“ Die Welt als Wille und Vorstellung, Zweiter Band, Zum ersten Buch, zweite Hälfte, Kapitel 17 zeno. org

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Konrad Lorenz 7
österreichischer Biologe (Verhaltensforscher) und Nobelpr... 1903 – 1989
„Der Irrglaube, daß nur das rational Erfaßbare oder gar nur das wissenschaftlich Nachweisbare zum festen Wissensbesitz der Menschheit gehöre, wirkt sich verderblich aus. Er führt die »wissenschaftich aufgeklärte« Jugend dazu, den ungeheuren Schatz von Wissen und Weisheit über Bord zu werfen, der in den Traditionen jeder alten Kultur wie in den Lehren der großen Weltreligionen enthalten ist.“ Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit (1973), zitiert nach 29. Aufl., München 2002, ISBN 3-492-20050-8, S. 70

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Heinrich Heine 481
deutscher Dichter und Publizist 1797 – 1856
„Die Religion kann nie schlimmer sinken, als wenn sie solchermaßen zur Staatsreligion erhoben wird.“ zitiert bei: W. Beutin, „Heinrich Heine“, S. 210, in: „2000 Jahre Folter im Namen Gottes“, 1998, S. 136

Hubertus Mynarek 6
deutscher Philosoph, Theologe und Kirchenkritiker 1929
„Religiöser Fundamentalismus ist das stärkste, massivste, allerdings meist auch attraktivste und faszinierendste, die Massen am meisten einnehmende und einfangende Motiv, weswegen jede Machtpolitik stets bedacht sein wird, eine Religion oder Konfession für ihre Ziele einzuspannen. Kein Zufall, daß der römische Kaiser Konstantin das immer stärker werdende Christentum zur Staatsreligion machte, obwohl er zu dem Zeitpunkt selbst noch kein Christ war.“ „Gedanken zur Logik der Macht“, aus: „Aufklärung und Kritik“ 1/1998, S. 27 ff.

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Wolfgang Huber 11
deutscher evangelischer Theologe und Altbischof 1942
„Das Kopftuch zum Anlass zu nehmen, die Schule zum religionsfreien Raum zu machen, ist unverhältnismäßig.“ in: Spiegel vom 2. April 2004

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Norbert Blüm 8
deutscher Politiker (CDU), MdA, MdB, Bundesarbeitsminister 1935
„Ich finde, »Krise« ist geradezu zum Lieblingswort der Zeit geworden. Es wird gebraucht wie die Hostie einer Pseudoreligion.“ Unverblümtes von Norbert Blüm, Bergisch Gladbach, 1985. ISBN 3-404-10580-X


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Hans Küng 4
Schweizer katholischer Theologe und Buchautor 1928
„Immer deutlicher wurde mir in den letzten Jahren, daß die eine Welt, in der wir leben, nur dann eine Chance zum Überleben hat, wenn in ihr nicht länger Räume unterschiedlicher, widersprüchlicher oder gar sich bekämpfender Ethiken existieren. Diese eine Welt braucht ein Ethos; diese eine Weltgesellschaft braucht keine Einheitsreligion und Einheitsideologie, wohl aber einige verbindende und verbindliche Normen, Werte, Ideale und Ziele.“ Projekt Weltethos, Piper München 1990, S. 14 ISBN 3-492-03426-8

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Jacob Burckhardt 22
Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Kunstgesch... 1818 – 1897
„Die Weltreligionen sind es, welche die größten historischen Krisen herbeiführen. Sie wissen von Anfang an, dass sie Weltreligionen sind, und wollen es sein.“ Weltgeschichtliche Betrachtungen

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Thomas Paine 25
Schriftsteller und Erfinder 1737 – 1809
„Die christliche Religion fing mit einem Traum an und endete mit einem Mord.“

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George Washington 35
erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika 1732 – 1799
„Wer dem Volke die Religion nehmen will,
ist entweder ein Bösewicht oder ein Narr.“


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Friedrich Schiller 1766
deutscher Dichter, Philosoph und Historiker 1759 – 1805
„O auch die schönen, freien Regungen
Der Gastlichkeit, der frommen Freundestreue
Sind eine heilige Religion dem Herzen.“

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Johann Wolfgang von Goethe 3614
deutscher Dichter und Dramatiker 1749 – 1832
„>Magnetes Geheimnis, erkläre mir das!<
Kein größer Geheimnis als Liebe und Haß.“

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Ludwig Feuerbach 145
deutscher Philosoph 1804 – 1872
„Die christliche Religion ist die Religion des Leidens.“

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Friedrich Schleiermacher 151
protestantischer Theologe, Philosoph und Pädagoge 1768 – 1834
„Religion ist das Gefühl der schlechthinnigen Abhängigkeit.“

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