„Hat sie bei der großzügigen und sozial höchst verdienstvollen Planung der Gemeindebauten auf das Gesicht der Stadt auch nur die mindeste Rücksicht genommen? Nein, und darum verliert Wien sein Gesicht vorläufig nicht — Wien bleibt Wien —, diese Feststellung ist halb Verheißung, halb gefährliche Drohung. [... ] Man baut weiter scheußlich, aber Wien bleibt trotzdem schön.“

—  Hans Weigel, Das tausendjährige Kind. Kritische Versuche eines heimlichen Patrioten zur Beantwortung der Frage nach Österreich. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1965, S. 37.
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österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker 1908 - 1991
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Ähnliche Zitate

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„Wien bleibt Wien, das ist grad das Schöne dran. | Wien bleibt Wien, daß man sich dran g'wöhnen kann.“

—  Georg Kreisler US-amerikanischer Kabarettist, Komponist, Regisseur und Schriftsteller österreichischer Herkunft 1922 - 2011
Lied: Wo sind die Zeiten dahin? AKM WNr.: 197662, 2. Strophe, Kabarettlied über den Änderungsunwillen der Wiener zum 1. Satz der Sonata facile von W. A. Mozart, LP mit Topsy Küppers: Der Tod, das muß ein Wiener sein, 1969 Preiser Records; Text mit Hans Weigel; auch im Musical "Heute Abend: Lola Blau", UA: 1971; in: Lola und das Blaue vom Himmel: eine Erinnerung, Edition Memoria, 2002, S. 79 mit "Tradition - das ist...

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„Ich muß über die Stadt ein vernichtendes Urteil abgeben: Wien bleibt Wien.“

—  Alfred Polgar 1873 - 1955
Die Zeitschrift DER MONAT Jahrgang 6 (1953), Seite 445, publizierte dieses Zitat in der Rubrik "Die Autoren des Monats" wie folgt:

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„Wie schön wäre Wien ohne Wiener!“

—  Georg Kreisler US-amerikanischer Kabarettist, Komponist, Regisseur und Schriftsteller österreichischer Herkunft 1922 - 2011
Refrain von "Wien ohne Wiener", LP: Unheilbar gesund, 1964 Preiser Records; AKM WNr.: 509811

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„Wien bleibt Wien, und das geschieht ihm ganz recht.“

—  Hans Weigel österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker 1908 - 1991
»Marie oder Der Traum ein Film. Romantisches Lebensbild mit Musik von Ferdinand Piesen.« Aufgeführt im 8. Programm (Jänner bis März 1935) des Kabaretts »Literatur am Nachschmarkt«. Aus dem Walzerduett des Dienstmädchens Marie und des Grafen William D. Thompson. / Nachlass Rudolf Weys / in: Neues Forum, Band 5, 1958 / in: Klaus Budzinski: So weit die scharfe Zunge reicht. Die Anthologie des deutschsprachigen Cabarets, Wien: Scherz, 1964, S. 319.

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„Der Tod, das muss ein Wiener sein.“

—  Georg Kreisler US-amerikanischer Kabarettist, Komponist, Regisseur und Schriftsteller österreichischer Herkunft 1922 - 2011
Liedtitel, LP mit Topsy Küppers: Der Tod, das muß ein Wiener sein, 1969, Preiser Records; auch in: Ich weiss nicht, was soll ich bedeuten, Artemis-Verlag, 1973, S. 49

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„Die Wiener haben einen großen Vorzug vor den Norddeutschen, sie sind keine Philister.“

—  Adolf Glaßbrenner deutscher Humorist und Satiriker 1810 - 1876
Bilder und Träume aus Wien, 1836, 5. Kapitel Gutenberg-DE

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„In Wien stellen sich die Nullen vor den Einser.“

—  Karl Kraus österreichischer Schriftsteller 1874 - 1936
Fackel 324/325 26; Pro domo et mundo

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„In Wien mußt' erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst' lang.“

—  Helmut Qualtinger österreichischer Kabarettist und Schriftsteller 1928 - 1986
Necrology in german magazine DER SPIEGEL 6. Okt. 1986 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519800.html. Sometimes falsely attributed to Johann Hölzel, known as the musician Falco.

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„Wien ist eine Stadt der Offenheit und des gegenseitigen Respekts. Alle Menschen sollen ihre Lebens- und Liebesmodelle frei wählen können“

—  Sandra Frauenberger österreichische Politikerin 1966
zitiert in Rathauskorrespondenz vom 10.03.2011 und Stadtgespräche, auf dieStandard. at vom 10. 3. 2011

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„Das typische Wiener Kaffeehaus, das in der ganzen Welt berühmt ist, habe ich immer gehasst, weil alles in ihm gegen mich ist. Andererseits fühlte ich mich jahrzehntelang gerade im Bräunerhof, das immer ganz gegen mich gewesen ist (wie das Hawelka), wie zuhause, wie in Cafe Museum, wie in anderen Kaffeehäuser von Wien, die ich in meinen Wiener Jahre frequentiert habe. Ich habe das Wiener Kaffeehaus immer gehasst und bin immer wieder in das von mir gehasste Wiener Kaffeehaus heineingegangen, habe es tagtäglich aufgesucht, denn ich habe, obwohl ich das Wiener Kaffeehaus immer gehasst habe, und gerade weil ich es immer gehasst habe, in Wien immer an der Kaffeehausaufsuchkrankheit gelitten, denn es hat sich herausgestellt, dass diese Kaffeehausaufsuchkrankheit die unheilbarste aller meiner Krankheiten ist. Ich habe die Winer Kaffeehäuser imme gehasst, weil ich in ihnen immer mit Meinesgleichen konfrontiert gewesen bin, das ist die Wahrheit und ich will ja nicht ununterbrochen mit mir konfrontiert sein, schon gar nicht im Kaffeehaus, in das ich ja gehe, damit ich mir entkomme, aber gerade dort bin ich dann mit mir und Meinesgleichen konfrontiert. Ich ertrage mich selbst nicht, geschweige denn eine ganze Horde von grübelnden und schreibenden Meinesgleichen. Ich meide die Literatur, wo ich nur kann, weil ich mich selbst meide, wo ich nur kann und deshalb muss ich mir den Kaffeehausbesuch in Wien verbieten oder wenigstens immer darauf Bedacht nehmen, wenn ich in Wien bin, unter keinen wie immer gearteten Unständen ein sogenanntes Wiener Literatenkaffeehaus aufzusuchen. Aber da ich an der Kaffeehausaufsuchkrankheit leide, bin ich gezwungen, immer wieder in ein Literatenkaffeehaus hineinzugehen, auch wenn sich alles in mir dagegen wehrt. Je mehr und je tiefer ich die Wiener Literatenkaffeehäuser gehasst habe, desto öfter und desto intensiver bin ich in sie hineingegangen. Das ist die Wahrheit.“

—  Thomas Bernhard österreichischer Schriftsteller 1931 - 1989
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