„Der Tote spricht nicht, und seine Miene bleibt verschlossen. Er bewegt keinen Muskel, zuckt nicht mit den Wimpern, rührt keinen Arm und kein Bein. Dennoch haben die Toten Augen, Münder und Zungen, Gesichter, Muskeln, Arme und Beine. Der Tote ist unzweifelhaft ein Mensch; aber er verhält sich ganz und gar nicht wie ein Mensch. Er ist menschlich und unmenschlich zugleich, äußerst vertraut und äußerst fremd, ein menschlicher Organismus und doch ein Ding.“

Tod, in: Christoph Wulf (Hrsg.), Vom Menschen. Handbuch Historische Anthropologie, 1997, S. 940

Übernommen aus Wikiquote. Letzte Aktualisierung 18. September 2021. Geschichte
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österreichischer Kunsthistoriker, Professor für Kulturgesch… 1952

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„Geld ist wie ein Arm oder ein Bein: Verwenden Sie es oder verlieren Sie es.“

—  Henry Ford Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company 1863 - 1947

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„Einen Menschen töten ist kein Spaß!“

—  Marie de France französischsprachige Dichterin

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Lais, Freisne

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„Einen Unschuldigen zu töten, ist eine Sünde. Das ist, als würde man die ganze Welt töten.“

—  Farah Diba iranische Kaiserin 1938

Hamburger Abendblatt, Aus aller Welt, 24. April 2004, abendblatt.de http://www.abendblatt.de/daten/2004/04/24/287791.html

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„Die meisten Menschen sind Mörder. Sie töten einen Menschen. In sich selbst.“

—  Stanisław Jerzy Lec polnischer Aphoristiker 1909 - 1966

Unfrisierte Gedanken
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„Wenn eine Mutter ihr eigenes Kind ermorden kann - bleibt mir nur, dich zu töten, und du tötest mich - es gibt nichts dazwischen.“

—  Mutter Teresa katholische Selige, Ordensschwester und Missionarin 1910 - 1997

Zum Thema Schwangerschaftsabbruch bei einer Ansprache anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises am 11. Dezember 1979 in Oslo, Norwegen, nobelprize.org http://nobelprize.org/nobel_prizes/peace/laureates/1979/teresa-lecture.html
Original engl.: "Because if a mother can kill her own child - what is left for me to kill you and you kill me - there is nothing between."

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„Mit jedem Menschen sterben auch die Toten, die nur in ihm noch gelebt hatten.“

—  Richard von Schaukal österreichischer Dichter 1874 - 1942

Gedanken

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„Das ist das Äußerste menschlichen Gotterkennens: zu wissen, dass wir Gott nicht wissen.“
Illud est ultimum cognitionis humanae de Deo quod sciat se Deum nescire

—  Thomas von Aquin dominikanischer Philosoph und Theologe 1225 - 1274

De potentia Dei (Über die Macht Gottes) q. 7, art. 5, ad 14

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„Rührei konnte ich schon mit elf, das mach ich mit abgehackten Beinen und Armen, das kann jeder Penner!“

—  Tim Raue deutscher Koch 1974

Stern Nr. 22/2008 vom 21. Mai 2008, S. 128

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„Feigling, du tötest einen Toten!“

—  Francesco Ferrucci italienischer Heerführer 1489 - 1530

Letzte Worte, 3. August 1530, zu seinem Mörder Fabrizio Maramaldo
Original ital.: "Vile, tu uccidi un uomo morto!"

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„Drei Dinge sind bei Hofe unentbehrlich, gesunde Beine, ein geschmeidiger Rücken, und eine glatte Zunge.“

—  August von Kotzebue deutscher Dramatiker 1761 - 1819

Die Verleumder II, 1 (Kammerjunker). Schauspiel in fünf Aufzügen. Aus: Theater. Fünfter Band. Wien [u.a.]: Ignaz Klang [u.a.], 1840. S. 279.
Variante: Drei Dinge sind bei Hofe unentbehrlich: Gesunde Beine, ein geschmeidiger Rücken und eine glatte Zunge.

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„Auch ungeborene Kinder sind Menschen, die man nicht töten darf.“

—  Christoph Schönborn katholischer Erzbischof von Wien 1945

Neue Kronen Zeitung, 5. Februar 2007

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