Zitate über Dichter

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema dichter, dichten, mensch, menschen.

Insgesamt 172 Zitate, Filter:

Platón Foto

„In Berührung mit der Liebe werden alle zu Dichtern.“

—  Platón antiker griechischer Philosoph -427 - -347 v.Chr

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„Ich will nicht zu viele Worte darüber verlieren – wenn man nicht gerade ein Dichter ist, werden die Dinge oft kleiner, wenn man über sie spricht.“

—  David Lynch US-amerikanischer Regisseur 1946

cinetext http://cinetext.philo.at/magazine/circvit.html, 2. Mai 1997

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„Die deutsche Sprache ist eine der schönsten und ausdrucksvollsten aller Sprachen - wenn man sich ihrer Kraft bedient! Ich verlange die Freiheit, die ein Schriftsteller, ja ein Dichter für sich in Anspruch nimmt.“

—  Klaus Kinski Deutscher Schauspieler 1926 - 1991

Autobiographie „Ich brauche Liebe“, Heyne München 1991, Einleitung, zitiert auf klaus-kinski.de http://www.klaus-kinski.de/bio/kkzit.htm

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„Ich denke an dichte Fenster! Kein anderes Land kann so dichte und so schöne Fenster bauen.“

—  Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin 1954

BILD-Zeitung, 29. November 2004 auf die Frage, welche Empfindungen Deutschland in ihr weckt
2004

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„Alles wirkliche Dichten und Denken nämlich ist gewissermaaßen ein Versuch, den kleinen Leuten einen großen Kopf aufzusetzen: kein Wunder, daß er nicht gleich gelingt.“

—  Arthur Schopenhauer, buch Parerga und Paralipomena

Parerga und Paralipomena, Zweiter Band, F. A. Brockhaus, Leipzig 1874, Kapitel 3, § 49, S.66,
Parerga und Paralipomena, Teil II

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„Unter den Dichtern unserer Zeit ist Göthe der objektivste, Bryon der subjektivste.“

—  Arthur Schopenhauer, buch Parerga und Paralipomena

Parerga und Paralipomena II, Kapitel 19, § 230
Parerga und Paralipomena, Teil II

Citát „Ein Dichter kann alles überleben außer einen Druckfehler.“
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„Ein Dichter kann alles überleben außer einen Druckfehler.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

"The Children of the Poets", Pall Mall Gazette, 14. Oktober 1886
Original engl.: "A poet can survive everything but a misprint."
Andere Quellen

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„Was jedoch die schlechten Dichter, diese elenden Reimeschmiede, anbetrifft, was läßt sich von ihnen wohl anderes sagen, als daß sie der Inbegriff aller Dummheit und Aufgeblasenheit sind, die es in dieser Welt gibt?“

—  Miguel de Cervantes spanischer Schriftsteller 1547 - 1616

Der gläserne Lizentiat
Original span. "Esto se dice de los buenos poetas; que de los malos, de los churrulleros, ¿qué se ha de decir, sino que son la idiotez y la arrogancia del mundo?" - Novelas ejemplares, Juan de la Cuesta (Hrsg.), Erstauflage, Madrid 1613, S.118v
Der gläserne Lizentiat

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„Wer nach allen Seiten offen sein will, ist nicht ganz dicht.“

—  Arno Backhaus deutscher christlicher Liedermacher und Aktionskünstler 1950

http://www.arno-backhaus.de/03c1989c9207b9b1f/
"Die FDP ist ja nun nach allen Seiten offen - ist sie nicht ganz dicht?" - Henning Venske: „Was zum Teufel soll ich hier?“ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41376651.html in: DER SPIEGEL 4/1975 vom 20. Januar 1975 über seine Teilnahme an der Fernseh-Talkshow w:Je später der Abend am 15. Januar 1975
"Antonius, nach allen Seiten offen, wird von ihr [Cleopatra] durchsickert und dann überflutet, und wer nicht ganz dicht ist, den macht sie empfänglich selbst wider seinen Willen, wie den Enobarbus, zuletzt den Proculejus." - Friedrich Gundolf: Shakespeares Antonius und Cleopatra. Festvortrag auf der Hauptversammlung der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft am 22. April 1926. Shakespeare-Jahrbuch Band 62, Leipzig 1926, S. 22 f. archive.org https://archive.org/stream/in.ernet.dli.2015.186651/2015.186651.Shakespeare-Jahrbuch-Band-62#page/n25/mode/2up
Urheberschaft ausgeschlossen

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„„Da hört bei mir der Dichter auf, und es fängt der ganz kleine Pinscher an, der in dümmster Weise kläfft.“ Beide Zitate 1965,“

—  Ludwig Erhard Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1897 - 1977

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46273386.html Spiegel 30/1965

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„Ohne Phantasie gibt es keine Verbrecher und keine Dichter.“

—  Curt Goetz deutsch-schweizerischer Schriftsteller und Schauspieler 1888 - 1960

Citát „Alle Dichter sind verrückt.“
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„Alle Dichter sind verrückt.“

—  Robert Burton, buch Anatomie der Melancholie

The Anatomy of Melancholy, 1621, Democritus Junior to the Reader
Original engl.: "All poets are mad."

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„Jetzt muss der Geist von Weimar, der Geist der großen Philosophen und Dichter, wieder unser Leben erfüllen.“

—  Friedrich Ebert Reichspräsident der Weimarer Republik 1871 - 1925

S. 3C
s:Rede zur Eröffnung der Nationalversammlung (Friedrich Ebert) 6. Februar 1919

Aristoteles Foto

„Abwechslung ist von allem das Süßeste, wie der Dichter sagt.“

—  Aristoteles klassischer griechischer Philosoph -384 - -321 v.Chr

Nikomachische Ethik VII, Kap. 15; nach Euripides, Orest 234 "Abwechslung ist süßer als alles"
Original griech.: "μεταβολὴ δὲ πάντων γλυκύτατον κατὰ τὸν ποιητήν."

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Max Goldt Foto

„Dichter ohne Hände schreiben selten dicke Bände“

—  Max Goldt deutscher Schriftsteller und Musiker 1958

Die Kugeln in unseren Köpfen. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Hamburg 2005, ISBN 3-499-23554-4, Seite 133

Kai Meyer Foto

„Sich zu mögen heißt, zu entdecken, dass man dieselbe Sprache spricht. Sich zu lieben bedeutet, in derselben Sprache zu dichten.“

—  Kai Meyer Deutscher Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor 1969

Die Seiten der Welt

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„Schillers Dichtungen sind für die Musik äußerst schwierig. Der Tonsetzer muß sich weit über den Dichter zu erheben wissen. Wer kann das bey Schiller? Da ist Göthe viel leichter!“

—  Ludwig Van Beethoven deutscher Komponist 1770 - 1827

Carl Czerny: Anekdoten und Notizen über Beethoven [Manuskript, 1852]. In: Über den richtigen Vortrag der sämtlichen Beethoven'schen Klavierwerke, Hrsg. Paul Badura-Skoda, Universal-Edition, Wien 1963, S. 19 books.google https://books.google.de/books?hl=de&id=Cl8YAQAAIAAJ&dq=%22schillers+dichtungen%22
Zugeschrieben

Aristophanés Foto

„Was erwirbt dem Dichter unsere Bewunderung? Das Talent und der moralische Zweck, weil er den Menschen bessern will.“

—  Aristophanés, Die Frösche

Die Frösche, 1008-1010 / Euripides, Äschylos
Original griech.: "(Εὐριπίδης) τίνος οὕνεκα χρὴ θαυμάζειν ἄνδρα ποιητήν; // (Αἰσχύλος) δεξιότητος καὶ νουθεσίας, ὅτι βελτίους τε ποιοῦμεν // τοὺς ἀνθρώπους ἐν ταῖς πόλεσιν."

Heinrich Mann Foto

„Ich höre, dass Karl May der Oeffentlichkeit so lange als guter Jugendschriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn - vielleicht sogar manches für ihn. Jetzt vermute ich in ihm erst recht einen Dichter!“

—  Heinrich Mann deutscher Schriftsteller 1871 - 1950

aus der Antwort Heinrich Manns auf eine Umfrage des ›Akademischen Verbandes für Literatur und Musik‹, auf dessen Einladung Karl May am 22. März 1912 im Sofiensaal zum Thema »Empor ins Reich des Edelmenschen« sprach. Wiedergabe im Nachruf auf Karl May des Neuen Wiener Tagblatts, 2. April 1912. Hier nach Eckard Bartsch: Karl Mays Wiener Rede. Eine Dokumentation http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg/seklit/jbkmg/1970/47.htm, Jahrbuch der Karl-May-Gesellschaft 1970, S. 47, 79
Variante: (Am 20. November 1935) Ich hörte, dassder Öffentlichkeit so lange als guter Schriftsteller galt, bis irgendwelche Missetaten aus seiner Jugend bekannt wurden. Angenommen aber, er hat sie begangen, so beweist mir das nichts gegen ihn - vielleicht sogar manches für ihn. Jetzt vermute ich in ihm erst recht einen Dichter!

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„Goethe war der größte Deutsche, nicht nur der größte deutsche Dichter.“

—  Karl Marx deutscher Philosoph, Ökonom und Journalist 1818 - 1883

mit Friedrich Engels in einem Aufsatz.

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„Prosa kann Abend und Mondlicht malen, aber die Morgendämmerung zu besingen, bedarf es der Dichter.“

—  George Meredith englischer Schriftsteller und Lyriker 1828 - 1909

Diana vom Kreuzweg

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„Neue Dichter seh ich kommen, nach innen den Blick gerichtet.“

—  Christian Morgenstern deutscher Dichter und Schriftsteller 1871 - 1914

Kunst 1906. In: Stufen (1922), S. 63
Stufen

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„Wenn ich so die kleinen Dampfer die riesigen Kähne vorüberschleppen sehe, muß ich immer an den Dichter und das Publikum denken.“

—  Christian Morgenstern deutscher Dichter und Schriftsteller 1871 - 1914

Kunst 1895. In: Stufen (1922), S. 57
Stufen

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„Naturforscher und Dichter haben durch eine Sprache sich immer wie ein Volk gezeigt.“

—  Novalis, buch Die Lehrlinge zu Sais

Die Lehrlinge zu Sais
Die Lehrlinge zu Sais

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„Der echte Dichter ist allwissend - er ist eine wirkliche Welt im Kleinen.“

—  Novalis deutscher Dichter der Frühromantik 1772 - 1801

Fragmente
Fragmente

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„Überhaupt können die Dichter nicht genug von den Musikern und Malern lernen.“

—  Novalis, buch Heinrich von Ofterdingen

Heinrich von Ofterdingen
Quelle: https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/novalis_ofterdingen_1802/?p=265&hl=Mu%C5%BFikern

Jean Paul Foto

„Manche Dichter geraten unter dem Malen schlechter Charaktere oft so ins Nachahmen derselben hinein, wie Kinder, wenn sie träumen zu pissen, wirklich ihr Wasser lassen.“

—  Jean Paul deutscher Schriftsteller 1763 - 1825

Feldprediger Schmelzle, SW Abt.1, Bd.13 - Quelle: G. Fieguth: Deutsche Aphorismen (1978, Philipp Reclam)"
Feldprediger Schmelzle

Jean Paul Foto
Jean Paul Foto

„Die bloße Empfindung schafft nicht den Dichter, aber der bloße Dichter auch nicht jene. Im ersten Irrtum ist der Jüngling, im zweiten der Kritiker.“

—  Jean Paul deutscher Schriftsteller 1763 - 1825

Kleine Nachschule zur ästhetischen Vorschule
Vorschule der Ästhetik, Kleine Nachschule zur ästhetischen Vorschule

Jean Paul Foto

„Der Dichter gleicht der Saite: Er selber macht sich unsichtbar, wenn er sich schwingt und Wohllaut gibt.“

—  Jean Paul deutscher Schriftsteller 1763 - 1825

Dr. Katzenbergers Badereise
Weitere Werke

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„Je mehr ihm das Leben entglitt, desto mehr wurde er Dichter.“

—  Wilhelm Raabe deutscher Prosaautor 1831 - 1910

Gedanken und Einfälle

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„Wenn du einmal heiraten solltest, so nimm nicht den Dichter, sondern den Verleger.“

—  August Strindberg schwedischer Schriftsteller und Künstler 1849 - 1912

An seine Tochter

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„Es gibt kein Land auf Erden, in dem nicht die Liebe Verliebte zu Dichtern macht.“

—  Voltaire Autor der französischen und europäischen Aufklärung 1694 - 1778

Der ehrliche Hurone, Kap. 5
Original: Original franz.: "il n’y a aucun pays de la terre où l’amour n’ait rendu les amants poètes."

Hermann Weyl Foto
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„Ein Dichter schöpft die Tragik aus seiner eigenen Seele, der Seele, die allen Menschen gleicht.“

—  William Butler Yeats irischer Dichter 1865 - 1939

Entfremdung
"A poet creates tragedy from his own soul, that soul which is alike in all men." - Journal 1909, in: Estrangement (1926) books.google http://books.google.de/books?id=nQ6A_QpI4YwC&pg=PA348

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„Wie wohl ist dem, der dann und wann // sich etwas Schönes dichten kann!“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter, erstes Kapitel, S. 497
Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter

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„Oft habe ich gehört - man sagt, das sei von Demokrit und Plato in ihren Schriften hinterlassen worden -, kein guter Dichter könne leben, ohne dass seine Leidenschaft entflammt sei und ohne einen gewissen Anflug von Wahnsinn.“

—  Cícero, buch De oratore

De oratore (Über den Redner) II, XLVI, 194
Original lat.: "Saepe enim audivi poetam bonum neminem - id quod a Democrito et Platone in scriptis relictum esse dicunt - sine inflammatione animorum exsistere posse et sine quodam adflatu quasi furoris."
Sonstige

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„Dein Dichter soll nicht ewig Wein // Nicht ewig Amorn necken! // Die Barden müssen Männer seyn // Und Weise seyn, nicht Gecken!“

—  Matthias Claudius deutscher Dichter und Journalist, Lyriker mit volksliedhafter, aber durchaus eigentümlicher Verskunst 1740 - 1815

Mein Neujahrslied, Verse 49-52. In: ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, Erster und Zweyter Theil, beym Verfasser, Wandsbeck 1774, S. 3

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„Ein Schauspieler kann vielleicht dumm und groß sein; ein Dichter, fürchte ich, kann beides nicht vereinen.“

—  Max Frisch Schweizer Architekt und Schriftsteller 1911 - 1991

Tagebuch 1946 - 1949, S. 319, Frankfurt am Main, Suhrkamp 1972
Tagebuch 1946-1949

Johann Wolfgang von Goethe Foto

„[Ü]ber Rosen lässt sich dichten, // In die Äpfel muss man beißen.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil

Faust II, Vers 5168 f. / Gärtner
Dramen, Faust. Der Tragödie zweyter Theil (1832)

Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
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„Glaubt nicht, dass ich fasele, dass ich dichte; // Seht hin und findet mir andre Gestalt! // Es ist die ganze Kirchengeschichte // Mischmasch von Irrtum und von Gewalt.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

„Zahme Xenien“, 9, Nachl., zitiert in: „Abermals krähte der Hahn“, 1996, S. 681
Gedichte, Zahme Xenien (1827)

Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
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„Der musikalische Komponist wird bei dem Enthusiasmus seiner melodischen Arbeiten den Generalbaß, der Dichter das Silbenmaß nicht vergessen.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Schriften zur Kunst – Diderots Versuch über die Malerei
Andere Werke

Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
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„Und wie der Dichter eher ist als der Kritiker, so müssen wir auch vieles sehen, lesen und hören, ehe wir uns einfallen lassen wollen zu urteilen.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Theatralische Sendung II,2
Andere Werke

Johann Wolfgang von Goethe Foto

„Man darf beide Dichter nicht miteinander vergleichen, ohne den einen durch den andern zu vernichten. Byron ist der brennende Dornbusch, der die heilige Zeder des Libanon in Asche legt. Das große Epos des Italieners hat seinen Ruhm durch Jahrhunderte behauptet, aber mit einer einzigen Zeile des Don Juan könnte man das ganze befreite Jerusalem vergiften.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

über Torquato Tasso und Lord Byron, an Johann Peter Eckermann, 18. Mai 1824
Selbstzeugnisse, Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens (1836/1848)

Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
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„Auf die Masse soll und muss jeder Dichter wirken, mit der Masse nicht.“

—  Franz Grillparzer österreichischer Dramatiker 1791 - 1872

Ästhetische Studien. Sämtliche Werke 9. Band, Stuttgart: Cotta, 1879, S. 262
Anderes

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„Was bleibet aber, stiften die Dichter.“

—  Friedrich Hölderlin deutscher Lyriker 1770 - 1843

Andenken, 1803, letzter Vers, in: Friedrich Hölderlin, Exzentrische Bahnen, Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, S. 51f., gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/friedrich-h-262/41

Henrik Ibsen Foto

„Ibsen aber bleibt ein großer Dichter, was auch die anmaßlichen Schwätzer des Tages sich gegen ihn erlauben.“

—  Henrik Ibsen norwegischer Schriftsteller 1828 - 1906

Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Erinnerungen 1848–1914. Leipzig 1928. http://www.zeno.org/nid/20003844927

Søren Kierkegaard Foto

„Was ist ein Dichter? Ein unglücklicher Mensch, der heiße Schmerzen in seinem Herzen trägt, dessen Lippen aber so geartet sind, daß, während Seufzer und Geschrei ihnen entströmen, diese dem fremden Ohr wie schöne Musik ertönen..“

—  Søren Kierkegaard, buch Entweder – Oder

Entweder - Oder, 1. Teil zeno. org

zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009194533 Original dän.: "Hvad er en Digter? Et ulykkeligt Menneske, der gjemmer dybe Qvaler i sit hjerte, men vis Læber ere dannede saaledes, at idet Sukket og Skriget strømme ud over dem, lyde de som en skjøn Musik."
Entweder - Oder

Heinrich Von Kleist Foto

„Wenn wir von den Dichtern verlangen wollen, dass sie so idealisch sein sollen wie ihre Helden, wird es noch Dichter geben?“

—  Heinrich Von Kleist Deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist 1777 - 1811

Briefe (an Adolphine von Werdeck, November 1801)
Briefe

Gotthold Ephraim Lessing Foto

„Es hat der Schuster Franz zum Dichter sich entzückt. // Was er als Schuster tat, das tut er noch: er flickt.“

—  Gotthold Ephraim Lessing deutscher Dichter der Aufklärung 1729 - 1781

Sinngedichte, "Der Schuster Franz" zeno.org http://www.zeno.org/nid/20005257255
Sinngedichte

August von Platen Foto

„Selig der Dichter, er kann festhalten das zeitliche Dasein, // Aber verewigen auch alle Gestalten des Raums.“

—  August von Platen deutscher Dichter 1796 - 1835

Dichtergeschick. Aus: Werke. Bd. 2. Stuttgart und Tübingen: Cotta. 1847. S. 268

Arthur Schnitzler Foto

„Jeder Dichter ist Realist und Idealist, Impressionist und Expressionist, Naturalist und Symbolist zugleich, oder er ist überhaupt keiner.“

—  Arthur Schnitzler österreichischer Erzähler und Dramatiker 1862 - 1931

Buch der Sprüche und Bedenken
Buch der Sprüche und Bedenken

Arthur Schnitzler Foto
Arthur Schnitzler Foto

„Kein Literat, auch von den glänzendsten Gaben, ist jemals zum Dichter geworden.“

—  Arthur Schnitzler österreichischer Erzähler und Dramatiker 1862 - 1931

Der Geist im Wort
Der Geist im Wort

Arthur Schnitzler Foto

„Nicht die Psychoanalyse ist neu, sondern Freud. / Sowie nicht Amerika neu war, sondern Columbus. Psychoanalyse gab es immer; jeder Arzt, jeder Dichter, jeder Staatsmann, jeder Menschenkenner mußte es sein, war es unbewußt oder automatisch.“

—  Arthur Schnitzler, buch Paracelsus

Über Psychoanalyse. Hrsg v. Reinhard Urbach. In: Protokolle. Wiener Halbjahresschrift für Literatur, bildende Kunst und Musik, '76/2, S. 280. Zitiert nach: Helga Schiffer: Experiment und Ethik in Arthur Schnitzlers Paracelsus. In: Gerhard Kluge (Hrsg.): Aufsätze zur Literatur und Kunst der Jahrhundertwende. Rodopi, Amsterdam 1984, S. 331.
Paracelsus, Psychoanalyse etc.

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„Der Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; insofern könnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung.“

—  Friedrich Schlegel deutscher Kulturphilosoph, Kritiker, Literaturhistoriker und Übersetzer 1772 - 1829

Athenäumsfragmente 379
Athenäum
Variante: Der Satan der italienischen und englischen Dichter mag poetischer sein; aber der deutsche Satan ist satanischer; und insofern könnte man sagen, der Satan sei eine deutsche Erfindung.

Catull Foto

„Der ehrbare Dichter muss keusch sein, seine Verse jedoch nicht.“

—  Catull römischer Dichter -84 - -54 v.Chr

Gedichte Catulls (Carmina Catulli), Gedicht 16,5-6; an Aurelius und Furius

Jean Giraudoux Foto

„Die Phantasie trainiert man am besten durch juristische Studien. Nie hat ein Dichter die Natur so frei ausgelegt wie ein Jurist die Wirklichkeit.“

—  Jean Giraudoux französischer Berufsdiplomat und Schriftsteller 1882 - 1944

Der Trojanische Krieg findet nicht statt
Original frz.: "Le droit est la plus puissante des écoles de l'imagination. Jamais poète n'a interprété la nature aussi librement qu'un juriste la réalité."

Alfred Kerr Foto

„Der wahre Kritiker bleibt für mich ein Dichter: ein Gestalter.“

—  Alfred Kerr deutscher Schriftsteller, Theaterkritiker und Journalist 1867 - 1948

Die Welt im Drama, Vorwort zum ersten Band, III. 12. In: Gesammelte Schriften, 1. Reihe, S. Fischer, Berlin 1917, S. 11,

Demokrit Foto
Ferdinand Freiligrath Foto

„Der Dichter steht auf einer höhern Warte, // Als auf den Zinnen der Partei.“

—  Ferdinand Freiligrath deutscher Lyriker, Dichter und Übersetzer 1810 - 1876

Aus Spanien, 1841. In: Ein Glaubensbekenntniß. Zeitgedichte. Mainz: Victor von Zabern, 1844. S. 9.

Friedrich II. Preußen Foto

„Hätte man wohl geglaubt, daß unser Briefwechsel noch Triptolem's Kunst betreffen und daß es auf die Frage ankommen würde, wer von uns beiden sein Feld am besten baue? Indeß ist jene Kunst die erste von allen, und ohne sie gäbe es keine Kaufleute, keine Höflinge, keine Könige, Dichter und Philosophen. Nur das ist wahrer Reichthum, was die Erde hervorbringt.“

—  Friedrich II. Preußen König von Preußen 1712 - 1786

Brief an Voltaire, Potsdam 5. Dezember 1775. Hinterlassene Werke Friedrichs II Königs von Preussen Band 10: Briefe an Voltaire (1788) S. 136 http://friedrich.uni-trier.de/de/hinterlassen/10/136-o2/
Meist zitiert als: "Die Landwirtschaft ist die erste aller Künste" oder "die erste von allen Künsten", z.B. bei Friedrich Lütge: "Geschichte der deutschen Agrarverfassung vom frühen Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert", Stuttgart E. Ulmer 1967, S. 208
Original französisch: "Qui aurait dit que notre correspondance roulerait sur l'art de Triptolème, et qu'il s'agirait entre nous deux qui cultiverait le mieux son champ? C'est cependant le premier des arts, et sans lequel il n'y aurait ni marchands, ni rois, ni courtisans, ni poëtes, ni philosophes. Il n'y a de vraies richesses que celles que la terre produit." - http://friedrich.uni-trier.de/de/oeuvres/23/406/text/

Paul Ernst Foto

„Der Dichter will nicht belehren und nicht bessern, er will erschüttern und erheben.“

—  Paul Ernst deutscher Schriftsteller und Journalist 1866 - 1933

Chriemhild, Nachwort

Joseph Görres Foto

„Ist nicht des Dichters Weihe eine Priesterweihe?“

—  Joseph Görres deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist 1776 - 1848

Fall der Religion und ihre Widergeburt

Lorenzo Valla Foto

„Wer waren die größten Philosophen, die besten Redner, Richter und Dichter? Doch wohl solche, die sich um die Sprache am meisten bemühten.“

—  Lorenzo Valla italienischer Humanist und Kanoniker 1407 - 1457

Von der Eleganz der lateinischen Sprache (Elegantiarum linguae latinae libri sex, 1449)

Daniel Spitzer Foto

„Es ist interessant, dass die meisten österreichischen Dichter früher Beamte waren - ja, Müßiggang ist aller Laster Anfang!“

—  Daniel Spitzer österreichischer Schriftsteller, Satiriker und Feuilletonist, Jurist 1835 - 1893

1. Januar 1881, Ausstellungstext der Wiener Stadtbibliothek http://www.stadtbibliothek.wien.at/ausstellungen/1993/wa-227/doc-Daniel-2-de.htm

Zacharias Werner Foto
Erich Mühsam Foto
Erich Mühsam Foto

„Wer dichten will, der täte gut, // er macht' es so, wie Goethe tut!“

—  Erich Mühsam anarchistischer deutscher Schriftsteller und Publizist und Antimilitarist 1878 - 1934

Schüttelreime. Aus: Zur Psychologie der Erbtante. Berlin: Eulenspiegel-Verlag, 1984. S. 20

Jacob Grimm Foto

„Die alten Menschen sind größer, reiner und heiliger gewesen, als wir, es hat in ihnen und über sie noch der Schein des göttlichen Ausgangs geleuchtet, etwa wie helle, reine Körper noch eine Weile fortleuchten oder glänzen, wenn man sie unmittelbar aus dem grellen Sonnenstrahl in dichte Dunkelheit versetzt.“

—  Jacob Grimm deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenscha… 1785 - 1863

Achim von Arnim und die ihm nahe Standen. Band 3, Kapitel 5: Natur und Kunstpoesie. Hrsg. von Reinhold Steig. Stuttgart und Berlin: Cotta, 1904, S. 117

Horaz Foto

„Die Dichter wollen entweder nützen oder erfreuen oder zugleich Erfreuliches und für das Leben Nützliches sagen.“

—  Horaz, Ars Poetica

Ars poetica, 333 f.
Original lat.: "Aut prodesse volunt aut delectare poetae aut simul et iucunda et idonea dicere vitae."