Zitate über Kultur

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema kultur, mensch, menschen, unsere.

Insgesamt 193 Zitate, Filter:

Arno Gruen Foto

„Ich fürchte, unsere Kultur engt uns von Anfang an ein und treibt uns weg von dem, was wir sein könnten.“

—  Arno Gruen deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker 1923 - 2015

Der Fremde in uns. Klett-Cotta Stuttgart 2000, 6. Aufl. 2002, S. 244 books.google https://books.google.de/books?id=4WOsldvnBsUC&pg=PA244&dq=engt

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„Keine andere Kultur sägt so intensiv an dem Ast, auf dem sie sich befindet und kein Land hat sich so gründlich von seiner Identität verabschiedet wie Deutschland. Zwar haben wir die reichste Erbengeneration aller Zeiten, jenseits der materiellen Werte sind wir aber bettelarm.“

—  Peter Hahne deutscher Fernsehmoderator und Journalist 1952

Interview in der Westfalenpost vom 19. November 2004, veröffentlicht auf www.peter-hahne.de http://www.peter-hahne.de/presse_show.php?id=65

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„Wo das Bewußtsein schwindet, daß jeder Mensch uns als Mensch etwas angeht, kommen Kultur und Ethik ins Wanken.“

—  Albert Schweitzer elsässischer Arzt, Theologe, Musiker und Philosoph 1875 - 1965

Verfall und Wiederaufbau der Kultur. 12., unveränd. Aufl., München: Beck, 1955. S. 14

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„[.. ] seit ich einmal beiläufig bemerkte, die polnische Kultur stehe auf zwei Säulen – Alkoholismus und Antisemitismus – bekomme ich noch immer Drohbriefe beschwipster polnischer Patrioten, die mich als Judenschwein bezeichnen, das man zu vergasen vergessen hat.“

—  Henryk M. Broder deutschsprachiger Journalist und Schriftsteller 1946

Artikel im Tagesspiegel vom 27. Februar 2009; http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Steinbach-Vertriebene;art141,2739618

Adam Weishaupt Foto

„Die Kunst seine Beduerfnisse immer mehr und mehr einzuschränken, ist zugleich die Kunst zur Freyheit zu gelangen.“

—  Adam Weishaupt deutscher Autor, Hochschullehrer und Philosoph, Gründer des Illuminatenordens 1748 - 1830

Die neuesten Arbeiten des Spartacus und Philo in dem Illuminaten-Orden (1794) S. 25 books.google http://books.google.de/books?id=XcMPAAAAIAAJ&pg=PA25

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„Eine gewisse Anzahl von Müßiggängern ist notwendig zur Entwicklung einer höheren Kultur.“

—  Miguel de Unamuno spanischer Philosoph 1864 - 1936

Plädoyer des Müßiggangs. Ausgewählt und aus dem Spanischen übersetzt von Erna Pfeiffer, Literaturverlag Droschl Graz - Wien, 2. Auflage 1996, ISBN 3-85420-442-6, S. 19

Benedikt XVI. Foto

„Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas.“

—  Benedikt XVI. 265. Papst der römisch-katholischen Kirche 1927

Ansprache im deutschen Bundestag am 22. September 2011, vatican.va http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin_ge.html
Ähnlich schon Theodor Heuss am 16. September 1950: "Es gibt drei Hügel, von denen das Abendland seinen Ausgang genommen hat: Golgatha, die Akropolis in Athen, das Capitol in Rom. Aus allen ist das Abendland geistig gewirkt, und man darf alle drei, man muss sie als Einheit sehen." - Rede zur Einweihung der wieder errichteten Gebäude des Robert-Mayer-Gymnasiums und der Rosenauschule in Heilbronn. In: Reden an die Jugend, R. Wunderlich Tübingen 1956, S. 32.

Antonio Gramsci Foto
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„Es gibt verschiedene Kulturen, aber nur eine Zivilisation, die europäische.“

—  Kemal Atatürk türkischer Staatsgründer 1881 - 1938

zitiert in Bernd Rill: Kemal Atatürk, rowohlt Verlag 1985, S. 80

„Unsere Kultur liegt den Frauen zu Füßen.“

—  Norbert Bolz deutscher Medien- und Kommunikationstheoretiker 1953

taz Nr. 8525 vom 8. März 2008, S. 3

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„Wir wollen, daß die christlich-abendländische Kultur die Leitkultur bleibt und nicht aufgeht in einem Mischmasch.“

—  Edmund Stoiber deutscher Politiker (CSU), MdB, MdL, bayerischer Ministerpräsident von 1993 2007 1941

Rede auf dem Politischen Aschermittwoch, Passau, 17. Februar 1999, zitiert nach Stoiber lehnt „Mischmasch“ ab. „Christlich-abendländische Kultur soll Leitbild bleiben“, in: Süddeutsche Zeitung, 18. Februar 1999, S. 6

Hellmuth Karasek Foto

„Reich hat nur einen Glauben, den an die Überlebenskraft der Literatur und Kultur. Dieser Glaube ist frei von falschen Illusionen, aber er ist schön und stark.“

—  Hellmuth Karasek deutscher Journalist, Buchautor und Literaturkritiker 1934 - 2015

über Marcel Reich-Ranicki, Stern Nr. 20/2008 vom 8. Mai 2008, S. 167 http://www.stern.de/kultur/buecher/2-henri-nannen-preis-man-wird-doch-etwas-gegen-walser-sagen-duerfen-620530.html

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„Ich mache mir nur Sorgen um die deutsche Kultur.“

—  Ai Weiwei chinesischer Künstler 1957

https://www.spiegel.de/kultur/ai-weiwei-ich-mache-mir-sorgen-um-die-deutsche-kultur-a-a51548f6-2248-44f4-8984-3c2b4f282e14

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„Ein Stück Schwarzbrot und ein Krug Wasser stillen den Hunger eines jeden Menschen; aber unsere Kultur hat die Gastronomie erschaffen.“

—  Honoré De Balzac Französischer Schriftsteller 1799 - 1850

Physiologie der Ehe - Physiologie du mariage (1829)

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„Eine Kultur kann nur an ihrer eigenen Schwäche sterben.“

—  André Malraux französischer Schriftsteller und Politiker 1901 - 1976

La tentation de l'Occident, 1926, S. 103
Original franz.: "Une culture ne meurt que de sa propre faiblesse."

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„Genau zu beschreiben, was nie geschehen ist, ist nicht nur den Historikern vorbehalten, sondern das unveräußerliche Vorrecht eines jeden Mannes von Gaben und Kultur.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Der Kritiker als Künstler, Szene 1 / Gilbert
Original engl.: "To give an accurate description of what has never occurred is not merely the proper occupation of the historian, but the inalienable privilege of any man of parts and culture."
Der Kritiker als Künstler - The Critic As Artist

Oscar Wilde Foto

„Die Kultur hängt von der Kochkunst ab.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Vera oder die Nihilisten, 3. Akt / Fürst Paul
Original engl.: "Culture depends on cookery."
Vera oder die Nihilisten - Vera, or the Nihilists

William Butler Yeats Foto

„Jede Kultur wird durch die Suggestion eines unsichtbaren Hypnotiseurs zusammengehalten - durch künstlich erzeugte Illusion.“

—  William Butler Yeats irischer Dichter 1865 - 1939

Entfremdung
"All civilisation is held together by the suggestions of an invisible hypnotist — by artificially created illusions." - Journal 1909, in: Estrangement (1926) books.google http://books.google.de/books?id=nQ6A_QpI4YwC&pg=PA356

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„Dulden wir keinen Juden unter uns; denn wie sollten wir ihm den Anteil an der höchsten Kultur vergönnen, deren Ursprung und Herkommen er verleugnet.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Wilhelm Meisters Lehrjahre III
Erzählungen, Wilhelm Meister (1795/1796: Wilhelm Meisters Lehrjahre; 1821/1829: Wilhelm Meisters Wanderjahre)

Gerhart Hauptmann Foto

„Den Menschen wichtig zu nehmen ist Kultur, den Menschen geringschätzen: Barbarei.“

—  Gerhart Hauptmann Schriftsteller des deutschen Naturalismus 1862 - 1946

Rede bei Eröffnung der Gerhart-Hauptmann-Ausstellung in der Columbia-Universität zu New York am 29. Februar 1932. In: Um Volk und Geist. Ansprachen. S. Fischer Berlin 1932. S. 179 books.google https://books.google.de/books?id=hiYrAAAAMAAJ&q=barbarei

Immanuel Kant Foto
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„Eine Art, sich zu vergnügen, ist zugleich Kultur: nämlich Vergrößerung der Fähigkeit, noch mehr Vergnügen dieser Art zu genießen; dergleichen das mit Wissenschaften und schönen Künsten ist.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, erstes Buch, § 60, BA 179
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

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„Wir leben im Zeitpunkte der Disziplinierung, Kultur und Zivilisierung, aber noch lange nicht in dem Zeitpunkte der Moralisierung.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Über Pädagogik, Einleitung, 26
Über Pädagogik (1803)

Gertrud von Le Fort Foto
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„Je mehr die Kultur der Länder zunimmt, desto enger wird die Wüste, desto seltner ihre wilden Bewohner.“

—  Johann Gottfried Herder deutscher Dichter, Philosoph, Übersetzer und Theologe der Weimarer Klassik 1744 - 1803

Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit
Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit

Friedrich Hebbel Foto

„Wie groß ist der Unterschied zwischen der Barbarei vor der Cultur und der Barbarei nach der Cultur!“

—  Friedrich Hebbel deutscher Dramatiker und Lyriker 1813 - 1863

Tagebücher 3, 3766a (1846). S. 166.
Tagebücher

Gottfried Schatz Foto
Johannes Paul II. Foto
Wolfgang Wendland Foto

„Stell dir mal vor, jede künstlerische Darbietung würde sich an der dümmstvorstellbaren Person orientieren, das wäre ja der Niedergang von Kunst und Kultur.“

—  Wolfgang Wendland deutscher Musiker, Filmemacher, Politiker und Satiriker 1962

Interview, OX-FANZINE, Ausgabe 37, 2000, oxfanzine.de http://www.ox-fanzine.de/web/itv/188/interviews.212.html

„Die Welt war der geistigen Kämpfe endlich müde geworden, und das ganze Erbe einer unvergleichlich hohen Kultur fiel in die Hände der Schwarzkünstler.“

—  Walter F. Otto deutscher Klassischer Philologe 1874 - 1958

Der Geist der Antike und die christliche Welt, Bonn 1923, S. 84

Walter Mixa Foto

„In vornehmlich islamisch geprägten Kulturen und Ländern haben Christen heute noch so gut wie keine Daseinsberechtigung.“

—  Walter Mixa deutscher Militärbischof für die Bundeswehr und Bischof von Augsburg 1941

zitiert in "Rheinische Post Online" http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/panorama/deutschland/religion/462665, 27. Juli 2007 und "FOCUS Online" http://www.focus.de/politik/deutschland/religionsfreiheit_aid_68015.html, 27. Juli 2007

Germaine de Staël Foto

„Eine nachgemachte Kultur gedeiht nie.“

—  Germaine de Staël, buch Über Deutschland

Über Deutschland

Konrad Lorenz Foto
Joschka Fischer Foto

„Die Nationen machen Europa aus, ihre Kultur, ihre Sprache, ihre Unterschiede und ihre Gemeinsamkeiten, und diese Nationen sind viel älter als die Nationalstaaten.“

—  Joschka Fischer deutscher Politiker 1948

Risiko Deutschland. Krise und Zukunft der deutschen Politik. Köln, 1994, ISBN 3462023411. S. 233

Matthias Matussek Foto

„In einer hedonistischen Kultur, die zur kurzfristigen Beziehung ermuntert, zur ständigen „Wahl“ und „Verbesserung“, sind langfristige Unternehmungen wie Familie für die meisten kaum noch vorstellbar.“

—  Matthias Matussek deutscher Journalist und Publizist 1954

Die vaterlose Gesellschaft. Eine Polemik gegen die Abschaffung der Familie. ISBN 3-596-17139-3, 2006, Vorwort zur Neuauflage

Egon Friedell Foto

„Kultur ist Reichtum an Problemen, und wir finden ein Zeitalter um so aufgeklärter, je mehr Rätsel es entdeckt hat.“

—  Egon Friedell österreichischer Schriftsteller, Kulturphilosoph, Religionswissenschaftler, Historiker, Dramatiker, Theaterkritiker, Jo… 1878 - 1938

Abschaffung des Genies. Essays bis 1918. Hrsg. von Heribert Illig. 2. Auflage. Wien und München: Löcker, 1984. S. 237. ISBN 3854090676; die Kurzfassung "Kultur ist Reichtum an Problemen" findet sich je nach Ausgabe als Marginalie in der Kulturgeschichte der Neuzeit. Erstes Buch: Renaissance und Reformation, Viertes Kapitel: La Rinascita bzw. auf jeden Fall im Inhaltsverzeichnis (s. z.B. https://archive.org/details/KulturgeschichteDerNeuzeit/page/n3)

Ludwig Quidde Foto

„Besonders scharfer Prüfung bedarf die Frage, ob die Einführung der Wehrpflicht in der Tat eine Forderung der Demokratie und der Kultur war.“

—  Ludwig Quidde deutscher Historiker, Publizist, Politiker und Pazifist 1858 - 1941

in Quidde: Der deutsche Pazifismus während des Weltkrieges 1914-1918 Aus dem Nachlaß Ludwig Quiddes hrsg. von Karl Holl unter Mitwirkung von Helmut Donat, Boppard a.Rh. 1979, S. 170.

Peter Sodann Foto

„Das Christentum ist weit davon entfernt, für die im neuzeitlichen Europa erreichte Kultur des Humanen verantwortlich zu sein. Es blieb in Sachen Humanität ohne Schrittmacherfunktion, war der Hauptfeind des moralischen Fortschritts in der Welt.“

—  Horst Herrmann deutscher Kirchenrechtler, Kirchenkritiker, Soziologe und Autor 1940 - 2017

Sex und Folter in der Kirche. 2000 Jahre Folter im Namen Gottes. München, 2006. ISBN 3746681308, ISBN 978-3746681306

Günther Jauch Foto
Vincent Klink Foto

„Es ist ein extremes Land, mit großen regionalen Unterschieden in der Kultur, in der Landschaft, in der Küche. Auch die Bandbreite zwischen wunderbaren Menschen und Vollidioten scheint mir nirgendwo größer.“

—  Vincent Klink deutscher Koch, Autor, Fernsehkoch, Herausgeber und Verleger von kulinarischer Literatur 1949

über Deutschland, Geo Saison, 7/2006, S. 24

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Francesco Mario Pagano Foto

„Sollte dich das Geschick einmal an die Gestade eines unbekannten Volkes verschlagen und solltest du den Wunsch verspüren zu erfahren, ob der glänzende Tag der Kultur dort sein mildes Licht verstrahlt oder ob die Schatten der Unwissenheit und der Barbarei ihn mit Schrecken verdunkeln […], so schlage seinen Strafkodex auf, und wenn du darin seine bürgerliche Freiheit durch die Gesetze garantiert und die Sicherheit und Ruhe des Bürgers vor Übermacht und Verletzung geschützt findest, so ziehe daraus unverzagt den Schluß, daß es kultiviert und gebildet sei.“

—  Francesco Mario Pagano italienischer Jurist und Autor 1748 - 1799

Zitiert in Ettore Dezza: Beiträge zur Geschichte des italienischen Strafprozesses im Kodifikationszeitalter. LIT Verlag Münster, 2007, S. 24 books.google http://books.google.de/books?id=NNIDmKiKNU4C&pg=PA24
"Se ti sospinga mai la fortuna su lidi d' un popolo ignoto, e se brami tu sapere, se il brillante giorno della coltura ivi dispanda la sua benigua luce, o pur se le tenebre dell' ignoranza, e della barbarie l'ingombrino d' orrore [,a cotesti tre grandi oggetti rivolgi il guardo, e ti sarà subito palese il civile stato dello sconosciuto popolo]. Apri il suo codice penale, e se ritrovi la sua libertà civile garendra dalle leggi, la sicurezza e tranquillità del cittadino al coverto della prepotenza e dell' insulto, francamente conchiudi ch' egli sia già colto e polito." - Considerazioni sul processo criminale. Stamperia Raimondiana, Napoli, 1787, p. 10 books.google http://books.google.de/books?id=g6mWvZSGNhwC&pg=PA10

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„Ohne alle Weltanschauung wäre der Mensch ohne jegliche Kultur, eine große zweifüßige Ameise.“

—  Houston Stewart Chamberlain englisch-deutscher Schriftsteller und Kulturphilosoph 1855 - 1927

Grundlagen des 19. Jahrhunderts

Fernando Savater Foto

„Es gibt keine menschliche Natur ohne kulturelles Lernen und ohne die Grundlage aller Kultur […]: die Sprache.“

—  Fernando Savater spanischer Schriftsteller und Philosoph 1947

Tu, was du willst, S. 64. Frankfurt, 2007. ISBN 978-3-593-38419-1. Übersetzer: Wilfried Hof

Werner Sombart Foto

„Aus dem Wald ist alle europäische Kultur, die geistige nicht minder als die materielle, hervorgegangen.“

—  Werner Sombart deutscher Volkswirt und Soziologe 1863 - 1941

Der moderne Kapitalismus, 1924, S. 1137

Joachim Meisner Foto

„Dort, wo die Kultur vom Kultus, von der Gottesverehrung abgekoppelt wird, erstarrt der Kult im Ritualismus und die Kultur entartet.“

—  Joachim Meisner deutscher Geistlicher, Erzbischof des Erzbistums Köln, Kardinal 1933 - 2017

Bei der Einweihung des neuen Kunstmuseums Kolumba, 14. September 2007 im Kölner Dom, nzz.ch http://nzz.ch/nachrichten/international/meisner_erzbischof_1.555280.html, 14. September 2007

Arnold Zweig Foto

„Die Verteidigung des Friedens ist identisch mit der Verteidigung der Kultur.“

—  Arnold Zweig deutscher Schriftsteller und Politiker, MdV 1887 - 1968

1958, Plakat im Deutschen Historischen Museum, Berlin http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/pli05771/index.html

Arnold Zweig Foto
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Paul Linebarger Foto

„Der menschliche Leib, der älter ist als die Geschichte und hartnäckiger als die Kultur, besitzt seine eigene Weisheit.“

—  Paul Linebarger, buch The Dead Lady of Clown Town

Was aus den Menschen wurde, aus dem Englischen von Thomas Ziegler, Wilhelm Heyne Verlag : München 2011, ISBN 978-3-453-52806-2, S. 413.
"Human flesh, older than history, more dogged than culture, has its own wisdom." - Cordwainer Smith: The Dead Lady of Clown Town. PT74 books.google https://books.google.de/books?id=N2YJ0MhJHpUC&pg=PT74&dq=dogged

„Barbarei und Zivilisation - Vorgericht und Nachspeise der Kultur.“

—  Emil Gött deutscher Schriftsteller 1864 - 1908

Im Selbstgespräch

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„Das Christentum hat in seiner blutigen Geschichte aus Fanatismus ganze Völker ausgelöscht, Kulturen zerstört. Kennzeichnend sind Zwangschristianisierung über Jahrtausende, Massenmorden an Andersdenkende, Frauenfeindlichkeit, aber auch Rassismus bis in die Gegenwart.“

—  Helmut Steuerwald

www.schulfach-ethik.de/pdf http://www.schulfach-ethik.de/ethik/download/Fundamentalismus.pdf, »Fundamentalismus und religiöser Fanatismus in der Welt von heute«, 16. März 1991

„Kultur steht jenseits von Leben und Tod, Zivilisation zwischen ihnen.“

—  Paul Bertololy deutscher Arzt und Schriftsteller 1892 - 1972

Aphorismen

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„Wenn ich Kultur höre… entsichere ich meine Browning.“

—  Hanns Johst völkischer Dramatiker und Lyriker und Funktionär der NSDAP 1890 - 1978

"Schlageter", München 1933, 1. Akt, 1. Szene. Auch verwendet von Joseph Goebbels
Variante: Wenn ich Kultur höre … entsichere ich meinen Browning!

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„Die grüne Kultur ist Leitkultur geworden.“

—  Mariam Lau deutsche Journalistin und Publizistin 1962

ARD-Presseclub vom 10. Juli 2011

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„Je höher die Kultur, desto reicher die Sprache.“

—  Anton Tschechow russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker 1860 - 1904

Briefe, 12. Oktober 1892

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„Schönheit gehört zu den gleichermaßen umstrittenen wie unhintergehbaren Begriffen der europäischen Kultur“

—  Konrad Paul Liessmann österreichischer Philosoph, Essayist, Literaturkritiker und Kulturpublizist 1953

Schönheit (Grundbegriffe der europäischen Geistesgeschichte, Wien 2009). Zitiert in der Rezension bei glanzundelend.de http://www.glanzundelend.de/Artikel/grundbegriffe.htm

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„Unsere Kultur erinnert an einen kraftstrotzenden Menschen, dem gesundheitlich gar nichts fehlt - es sei denn vielleicht im Hirn oder im Zentralnervensystem.“

—  Hendrik de Man belgischer Theoretiker des Sozialismus und Politiker 1885 - 1953

Vermassung und Kulturverfall: Eine Diagnose unserer Zeit, München: Leo Lehnen Verlag, 1951, S. 42. books.google.de http://books.google.de/books?id=YBFIAAAAMAAJ&dq=zentralnervensystem
Vermassung und Kulturverfall: Eine Diagnose unserer Zeit, München: Leo Lehnen Verlag, 1951

Hendrik de Man Foto

„Unsere Kultur gleicht nicht etwa einem Schiff, das vor Altersschwäche leck und träge geworden ist, sondern einem mächtig getakelten, kräftigen und schnellen Fahrzeug, von dem man aber leider nicht weiß, ob es nicht mit Volldampf auf eine Klippe oder einen Malstrom zutreibt. Ja, es bewegt sich auf eine Art, die vermuten läßt, daß das Steuer überhaupt keinem Kommando mehr gehorcht, so daß die Schwenkungen des Schiffes bestimmt werden von einer schlecht gestauten Fracht, die blindlings hin und her stößt.“

—  Hendrik de Man belgischer Theoretiker des Sozialismus und Politiker 1885 - 1953

Vermassung und Kulturverfall: Eine Diagnose unserer Zeit, München: Leo Lehnen Verlag, 1951, S. 43. books.google.de http://books.google.de/books?id=YBFIAAAAMAAJ&dq=malstrom
Vermassung und Kulturverfall: Eine Diagnose unserer Zeit, München: Leo Lehnen Verlag, 1951

Frans de Waal Foto

„Die Kultur des Menschen liegt gleichsam an der Leine seiner biologischen Natur. Niemals kann sich Kultur gegen die Natur des Menschen richten.“

—  Frans de Waal niederländischer Zoologe und Verhaltensforscher 1948

in Der Spiegel 33/2002
Interview mit Jörg Blech 2002

Frans de Waal Foto
Frans de Waal Foto
Geert Mak Foto

„Als die Verfassung in den Niederlanden entstand, herrschte eine Kultur mit einem strengen Ehrenkodex. Es gab zwar die freie Meinungsäußerung, aber auch das Duell.“

—  Geert Mak niederländischer Schriftsteller und Essayist 1946

welt.de http://www.welt.de/print-welt/article203443/Der_niederlaendische_Schriftsteller_Geert_Mak_sieht_eine_Zukunft_fuer_die_multikulturelle_Gesellschaft.html, 11. März 2006

Reyhan Şahin Foto

„Die einzige Rettung für Frauen aus der Unterschicht oder einer anderen Kultur oder beidem ist Bildung.“

—  Reyhan Şahin deutschsprachige Rapperin und Radiomoderatorin 1980

Stern Nr. 19/2008 vom 30. April 2008, S. 169 http://www.stern.de/kultur/buecher/lady-bitch-ray-was-machst-du-denn-da-619794.html

Tschingis Aitmatow Foto

„Die Menschheit hat keine umfassendere und keine kompliziertere Aufgabe als die, eine Kultur der Friedensliebe als Gegensatz zum Gewalt- und Kriegskult hervorzubringen.“

—  Tschingis Aitmatow kirgisischer Schriftsteller 1928 - 2008

Aus einer Rede Tschingis Aitmatows in der ­Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart aus Anlass der Verleihung des Alexandr-Men-Preises 1998: Apostel der geistigen Ökumene – Kultur der Friedensliebe als Gegensatz zum ­Gewalt- und Kriegskult. In: Kleine Hohenheimer Reihe, Band 37, S. 46. akademie-rs.de http://die-internet-akademie.de/a-men-preis-1998-ai.html

Tschingis Aitmatow Foto

„Was auch immer die wirtschaftlichen und industriellen Errungenschaften sind, am Ende wird jede Leistung durch Kultur und Moral beurteilt.“

—  Tschingis Aitmatow kirgisischer Schriftsteller 1928 - 2008

Interview mit Aitmatow an seinem 79. Geburtstag, 12. Dezember 2007. Radio Free Europe/Radio Liberty's Kirgis Service http://www.rferl.org/content/article/1144589.html

Baldur von Schirach Foto

„Mystik ist die Urmutter der Religion, die Urmutter der Kultur.“

—  Othmar Spann österreichischer Nationalökonom, Soziologe und Philosoph 1878 - 1950

Religionsphilosophie auf geschichtlicher Grundlage. Gesamtausgabe Band XVI. Graz (Akademische Druck- u. Verlagsanstalt) 1970. S. 149 books.google https://books.google.de/books?id=cF8AAAAAMAAJ&q=urmutter

Necla Kelek Foto
Vural Öger Foto

„Witze zu erzählen und zu verstehen ist für mich auch ein Zeichen von Intelligenz und Kultur.“

—  Vural Öger deutscher Unternehmer und Politiker, MdEP 1942

DER SPIEGEL, 10. Juni 2004, spiegel.de http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,301896,00.html

Réginald Garrigou-Lagrange Foto

„Nicht die Unwissenheit des Kindes, sondern den Unverstand des Greises hält man für große Kultur.“

—  Réginald Garrigou-Lagrange französischer Dominikaner 1877 - 1964

De sanctificatione Sacerdotum, I. 4, Rom, 1. Juli 1945
Original lat.: "Non est ignorantia infantis, sed est dementia senis, qui magnum[sic!] culturam habuit."

„Es gibt eine innere Beziehung zwischen Umweltzerstörung und Kulturbrüchen.“

—  Jürgen Räuschel deutscher Journalist, Gründer des Öko-Test-Magazins 1936 - 2005

BUND-Magazin 4/2000

Jürgen Trittin Foto

„Wir brauchen eine Kultur, die Migranten – auch muslimische Migranten – nicht abschreckt.“

—  Jürgen Trittin deutscher Politiker 1954

Bild am Sonntag, 17.Oktober 2010

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„Kampf der Kulturen? Normalerweise kämpfen Kulturen nicht. Deshalb sind sie Kulturen: Weil sie keine Kriege führen.“

—  Ivica Osim jugoslawischer Fußballspieler und -trainer 1941

Der Standard, 19. Dezember 2003, derstandard.at http://derstandard.at/?url=/?id=1517823

Boualem Sansal Foto