Zitate von Jacob Burckhardt

Jacob Burckhardt Foto

172   0

Jacob Burckhardt

Geburtstag: 25. Mai 1818
Todesdatum: 8. August 1897
Andere Namen: Jacob Christoph Burckhardt

Jacob Christoph Burckhardt war ein Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Basel. Grosse Bekanntheit erhielt er durch sein Buch Die Cultur der Renaissance in Italien.

---

Jacob Christoph Burckhardt war ein Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt Kunstgeschichte. Er lehrte jahrzehntelang an der Universität Basel. Grosse Bekanntheit erhielt er durch sein Buch Die Cultur der Renaissance in Italien.

Zitate Jacob Burckhardt

Bestellen Sie Zitate:


„Von der Bevölkerung her ist es mehr und mehr die Kultur (im weitesten Umfang des Wortes), welche an die Stelle der Religion tritt, sobald es sich darum handelt, wer den Staat bedingen soll.“

„Das Mittelalter war die Jugend der heutigen Welt, und eine
Jugend. Was uns lebenswert ist, wurzelt dort. Für unseren jetzigen Niedergang ist das Mittelalter nicht verantwortlich!“


„Es gibt ausgezeichnete Menschen, welchen die Kunst der Formen nichts sagt, während zum Beispiel Poesie und Musik sie aufs tiefste ergreifen; ja, es gibt Menschen von trefflichem Charakter und großer Intelligenz, welche für gar nichts empfänglich sind als für das unmittelbare, welches sie sich und ihrer Umgebung verschönern können durch Güte und Geist.“

„In unserem eigenen Leben sind wir gewöhnt, das uns Gewordene teils als Glück, teils als Unglück aufzufassen und tragen dies wie selbstverständlich auf die vergangenen Zeiten über.“

„Man muß mit der Gier der Massen rechnen. Das eigentlich politische Wesen der Völker ist eine Wand, in die man wohl diesen und jenen Nagel einschlagen kann, aber der Nagel hält nicht mehr. Darum wird […] die Autorität wieder ihr Haupt erheben, und ein schreckliches Haupt.“

„Durch das absolut zentralistische Verfahren
bereitet die Regierung die Revolution vor.“

„Überhaupt geschehen alle geistigen Entwicklungen sprung- und stoßweise […]. Die Krisis ist als ein neuer Entwicklungsknoten zu betrachten.“

„Wir sind nicht eingeweiht in die Zwecke der ewigen Weisheit und kennen sie schlecht.“


„Eine der riesigsten Tatsachen der Geschichte
des Geistes war die Mathematik.“

„Das wahrste Studium der vaterländischen Geschichte wird dasjenige sein, welches die Heimat in Parallele und Zusammenhang mit dem Weltgeschichtlichen und seinen Gesetzen betrachtet [... ].“

„Die Künste sind ein Können, eine Macht und Schöpfung, ihre wichtigste zentrale Triebkraft, die Phantasie, hat zu jeder Zeit als etwas Göttliches gegolten.“

„Die Bewegung des Lebens geschieht nicht immer durch diametrale, große Gegensätze, sondern durch eine Zersetzung hindurch. Das Leben selber bleibt stets sichtbar.“


„Humor ist die Weisheitsform des heiter resignierten Überwinders.“

„Das Offenhalten des Geistes für jede Größe ist eine der wenigen sicheren Bedingungen des höheren geistigen Glücks.“

„Das Leben der Menschheit ist ein Ganzes, dessen zeitliche und örtliche Schwankungen nur für unsere schwachen Organe ein Auf und Nieder, ein Heil und Unheil darstellen, in Wahrheit aber einer höhern Notwendigkeit angehören.“

„Den Zweck, den die Vorsehung den Menschen will erreichen lassen,
ist Zernichtung der Selbstsucht und Aufopferung des einzelnen für
das Allgemeine.“

Ähnliche Autoren