Zitate über Opfer

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema opfer, menschen, mensch, unsere.

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„Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts, und die mit der Resignation verbundenen Opfer würden reichlich aufgewogen werden durch den Gewinn an Schätzen neuer Erkenntnis.“

—  Max Planck deutscher Physiker 1858 - 1947

Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung (Vortrag, gehalten am 23. September 1910 auf der 82. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Königsberg), in: Die Umschau. 14. Jg., 1910, Nr. 44. S. 872. Sowie in: Max Planck, Physikalische Rundblicke - Gesammelte Reden und Aufsätze, S. Hirzel Verlag, Leipzig 1922. S. 63

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„Ein Mensch ist immer das Opfer seiner Wahrheiten.“

—  Albert Camus, buch Der Mythos des Sisyphos

Der Mythos von Sisyphos. Deutsch von Hans Georg Brenner und Wolfdietrich Rasch. Karl Rauch Verlag Düsseldorf. 68. Tausend 1960. S. 46
Original franz.: "Un homme est toujours la proie de ses vérités." - Le Mythe de Sisyphe, 1942
Der Mythos des Sisyphos (Le Mythe de Sisyphe, 1942)

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„Die Menschen waren in der Politik stets die einfältigen Opfer von Betrug und Selbstbetrug, und sie werden es immer sein, solange sie nicht lernen, hinter allen möglichen moralischen, religiösen, politischen und sozialen Phrasen, Erklärungen und Versprechungen die Interessen dieser oder jener Klassen zu suchen.“

—  Lenin russischer Revolutionär und Politiker 1870 - 1924

Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus, 1913, Werke, Band 19, Dietz-Verlag, Berlin 1977, S. 3, 9. www.ml-werke.de http://www.ml-werke.de/lenin/l_19_003.htm

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„Der Feminismus sieht überall nur Opfer. Das Opfer ist der große Held unserer Gesellschaft geworden.“

—  Élisabeth Badinter französische Philosophin 1944

Die Weltwoche http://www.weltwoche.ch/artikel/?AssetID=7311&CategoryID=62, Zürich, 13/04

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„Opfer müssen gebracht werden.“

—  Otto Lilienthal deutscher Pionier des Gleit- und Muskelkraftflugs 1848 - 1896

allgemein als Letzte Worte überliefert, aber erst 1940 bei der Umgestaltung von Lilienthals Grab auf diesem angebracht. Glaubwürdiger ist der vom Augenzeugen Paul Beylich belegte Satz: "Ich muß etwas ausruhen, dann machen wir weiter." (Manuell Ruoff: Fliegen wie die Vögel. preussische-allgemeine.de 17. Mai 2008 http://archiv.preussische-allgemeine.de/2008/paz2008.pdf)
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„Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.“

—  Sebastian Kneipp bayerischer Priester und Hydrotherapeut 1821 - 1897

zitiert in kneipp-meilen.ch http://www.kneipp-meilen.ch/zitate.htm
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„Denn auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts, und die mit der Resignation verbundenen Opfer würden reichlich aufgewogen werden durch den Gewinn an Schätzen neuer Erkenntnis.“

—  Max Planck deutscher Physiker 1858 - 1947

Die Stellung der neueren Physik zur mechanischen Naturanschauung (Vortrag, gehalten am 23. September 1910 auf der 82. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Königsberg), in: Die Umschau. 14. Jg., 1910, Nr. 44. S. 872. Sowie in: Max Planck, Physikalische Rundblicke - Gesammelte Reden und Aufsätze, S. Hirzel Verlag, Leipzig 1922. S. 63 http://books.google.de/books?ei=VyuHT7GcNpGa8gOx6qzGBw&hl=de&id=NsnPAAAAMAAJ&dq=planck+Physikalische+Rundblicke&q=eine+Entt%C3%A4uschung%2C+#search_anchor

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„Ein jeder muß ein inneres Heiligthum haben dem er schwört, und […] sich als Opfer in ihm unsterblich machen - denn Unsterblichkeit muß das Ziel sein.“

—  Bettina von Arnim deutsche Schriftstellerin 1785 - 1859

Die Günderode. Erster Theil. Grünberg und Leipzig: W. Levysohn, 1840. S. 282.

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„Was wäre die Erfüllung der Pflicht, wenn sie kein Opfer kostete?“

—  Berthold Auerbach deutscher Schriftsteller 1812 - 1882

Ein Gang in's Pfarrhaus. Aus: Schwarzwälder Dorfgeschichten. Gesammelte Schriften, 1. neu durchgesehene Gesammtausgabe, Band 9, Stuttgart und Augsburg 1857. S. 190. zeno.org http://www.zeno.org/Literatur/M/Auerbach,+Berthold/Erz%C3%A4hlungen/Schwarzw%C3%A4lder+Dorfgeschichten/Vierter+Band/Lucifer/Ein+Gang+in%27s+Pfarrhaus

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„Wer berufen ist, hat Angst, wenn seine Stunde schlägt, denn er weiß, welches Opfer sie von ihm verlangt: das Opfer seiner Person um seiner Sache willen.“

—  Hermann Bahr österreichischer Schriftsteller, Dramatiker sowie Theater- und Literaturkritiker 1863 - 1934

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„Da [oft zitiert: Es] ras’t der See und will sein Opfer haben.“

—  Friedrich Schiller, Wilhelm Tell

Wilhelm Tell, I, 1 / Ruodi, S. 13
Wilhelm Tell (1804)

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„Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges.“

—  Rudyard Kipling britischer Schriftsteller und Dichter 1865 - 1936

zitiert u.a. im Titel des Buches »Die Wahrheit ist das erste Opfer des Krieges (Rudyard Kipling): Der Falklandkrieg im Spiegel argentinischer und britischer Tageszeitungen.« Vdm Verlag 2008. ISBN 978-3639059458. Bei Kipling jedoch nicht feststellbar.
Erste dokumentierte Benutzung durch Philip Snowden M.P. in seinem Vorwort zu Truth and the War von E. D. Morel, London, July 1916. p. ix books.google http://books.google.de/books?id=gQFIAAAAIAAJ&q=casualty, p. xiii in der dritten Auflage 1918 archive.org http://www.archive.org/stream/truthwar00more#page/n17/mode/2up: "Truth," it has been said, "is the first casualty of war."
Fälschlich zugeschrieben

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„Du bist nicht Opfer, sondern Schöpfer deiner Welt.“

—  Thomas Dürr 1978

"Alles ist neu" vom Album "Die 4. Dimension", Sony Music Entertainment, 1993

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„Der Mensch ist ja als Angstwesen konstruiert. Wir sind gewissermaßen die evolutionären Erben der Ängstlichen. Diejenigen, die zuviel Mut hatten, sind irgendwann dem Säbelzahntiger zum Opfer gefallen.“

—  Matthias Horx deutscher Publizist 1955

im Interview mit t-online.de, Interviewer: Christian Kreutzer, nachrichten.t-online.de http://nachrichten.t-online.de/c/18/53/26/76/18532676.html#

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„Auch die jungen Klammermütter sind zum großen Teil Opfer. Sie sind Gefangene des Systems, Geiseln eines ideologischen Trends, Verführte im falschen Sirenengesang des Scheidungsrechts. Sie sind eingebettet in eine florierende Beratungsindustrie von Frauenbüros und Frauenbeauftragten.“

—  Matthias Matussek deutscher Journalist und Publizist 1954

„Der entsorgte Vater“, in: DER SPIEGEL, Heft 47/1997, vom 17. November 1997 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8822898.html

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„Kommunisten und Nationalsozialisten stellten die mörderischsten Regime. Bei den Opfern des Kommunismus machen die Hungertoten nach stalinistischer oder maoistischer Zwangskollektivierung einen grossen Teil der Opfer aus.“

—  Erich Weede deutscher Politikwissenschaftler, Psychologe und Soziologe 1942

»Wie auf kapitalistischem Boden soziale Menschenrechte gedeihen«, Neue Zürcher Zeitung, 15./16. März 2008, Seite 33, nzz.ch http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/wie_auf_kapitalistischem_boden_soziale_menschenrechte_gedeihen_1.689417.html

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„Eckermann zu ertragen, ist für Goethe sicher ein Opfer gewesen. Seien wir ihm dankbar dafür.“

—  Oswald Bumke deutscher Psychiater und Neurologe 1877 - 1950

Brief an den Sohn an der Front, Weihnachten 1943

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„Frauen und Männer sind Opfer ihrer Rollen – aber Frauen sind noch die Opfer der Opfer.“

—  Alice Schwarzer deutsche Publizistin und Frauenrechtlerin 1942

„Der kleine Unterschied“, Fischer, 1975, ISBN 3-596-21805-5, Seite 180

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„Das Opfer vergisst nicht so schnell wie der Täter.“

—  Gert von Paczensky deutscher Journalist und Restaurantkritiker 1925 - 2014

„Weiße Herrschaft. Eine Geschichte des Kolonialismus.“, ISBN 3-596-23418-2, 1979, S. 240

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„Drei Dinge sind nicht zu ermüden: ein Knabe auf der Gasse, ein Mägdlein am Tanz, ein Priester im Opfer.“

—  Johann Geiler von Kaysersberg deutscher Prediger und Theologe 1445 - 1510

Überliefert bei Julius Wilhelm Zincgref (Apophthegmata)

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„Manchmal spricht man über die Abtreibung, als ob keine Opfer da wären oder als ob nur die Frauen die Opfer einer verneinten Abtreibung werden könnten. Aber es gibt immer ein Kind. Dieses Leben wird im Falle einer Abtreibung aufgeopfert.“

—  Rocco Buttiglione italienischer Politiker, MdEP 1948

im Streitgespräch mit Wolfgang Thierse, in der Zeit http://www.zeit.de/2005/34/Thierse_2fButiglione?page=all Nr. 34 vom 18. August 2005

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„Die meisten Opfer islamistischen Terrors sind Moslems“

—  Jürgen Becker deutscher Kabarettist, Autor und Fernsehmoderator 1959

in der ARD-Sendung „Sabine Christiansen“ am 1. Oktober 2006

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„Das mit Blut, Schweiß und Opfern Erworbene ist einem lieb und teuer; deshalb haben wir das arme und gepeinigte Albanien der Vergangenheit verschönert und gefestigt, haben es zum Herrn gemacht, den die ganze Welt achtet, zur unbezwingbaren Festung des Sozialismus und des Kommunismus an den Küsten der Adria.“

—  Enver Hoxha albanischer kommunistischer Politiker und von 1944 bis 1985 der stalinistische Diktator Albaniens 1908 - 1985

Anglo-amerikanische Machenschaften in Albanien. Erinnerungen aus dem Nationalen Befreiungskampf, Tirana 1982, S. 490

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„In Den Haag kann man jetzt sehen, dass der Grundsatz, nachdem [sic! ] heute Recht sein muss, was früher Unrecht war, in unserer Zeit eben nicht mehr gilt. Die Täter wurden besser behandelt als die Opfer. Das muss aufhören.“

—  Freya Klier deutsche Autorin und Regisseurin 1950

zum Umgang mit der Stasi. Zitiert in Mariam Lau: »Schluß mit lustig«, Die Welt, 22. März 2006, welt.de http://www.welt.de/print-welt/article205515/Schluss_mit_lustig.html

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„[D]ie Freiheit zu opfern, um jegliche Gefahr zu vermeiden, ist ein Vorbote der Diktatur und immer ein schlechter Tausch.“

—  Julian Fellowes britischer Schauspieler und Drehbuchautor 1949

Past Imperfect

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„Wir sind im Wesentlichen noch dieselben Menschen, wie die des Zeitalters der Reformation: wie sollte es auch anders sein? Aber dass wir uns einige Mittel nicht mehr erlauben, um mit ihnen unsrer Meinung zum Siege zu verhelfen, das hebt uns gegen jene Zeit ab und beweist, dass wir einer höhern Cultur angehören. Wer jetzt noch, in der Art der Reformations-Menschen, Meinungen mit Verdächtigungen, mit Wuthausbrüchen bekämpft und niederwirft, verräth deutlich, dass er seine Gegner verbrannt haben würde, falls er in anderen Zeiten gelebt hätte, und dass er zu allen Mitteln der Inquisition seine Zuflucht genommen haben würde, wenn er als Gegner der Reformation gelebt hätte. Diese Inquisition war damals vernünftig, denn sie bedeutete nichts Anderes, als den allgemeinen Belagerungszustand, welcher über den ganzen Bereich der Kirche verhängt werden musste, und der, wie jeder Belagerungszustand, zu den äussersten Mitteln berechtigte, unter der Voraussetzung nämlich (welche wir jetzt nicht mehr mit jenen Menschen theilen), dass man die Wahrheit, in der Kirche, habe, und um jeden Preis mit jedem Opfer zum Heile der Menschheit bewahren müsse. Jetzt aber giebt man Niemandem so leicht mehr zu, dass er die Wahrheit habe: die strengen Methoden der Forschung haben genug Misstrauen und Vorsicht verbreitet, so dass Jeder, welcher gewaltthätig in Wort und Werk Meinungen vertritt, als ein Feind unserer jetzigen Cultur, mindestens als ein zurückgebliebener empfunden wird. In der That: das Pathos, dass man die Wahrheit habe, gilt jetzt sehr wenig im Verhältniss zu jenem freilich milderen und klanglosen Pathos des Wahrheit-Suchens, welches nicht müde wird, umzulernen und neu zu prüfen.“

—  Friedrich Nietzsche, buch Menschliches, Allzumenschliches

Human, All Too Human (1878), Helen Zimmern translation

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„Das Zentrum der geistigen Selbstdisziplin als solcher ist in Zersetzung begriffen. Die Tabus, die den geistigen Rang eines Menschen ausmachen, oftmals sedimentierte Erfahrungen und unartikulierte Erkenntnisse, richten sich stets gegen eigene Regungen, die er verdammen lernte, die aber so stark sind, daß nur eine fraglose und unbefragte Instanz ihnen Einhalt gebieten kann. Was fürs Triebleben gilt, gilt fürs geistige nicht minder: der Maler und Komponist, der diese und jene Farbenzusammenstellung oder Akkordverbindung als kitschig sich untersagt, der Schriftsteller, dem sprachliche Konfigurationen als banal oder pedantisch auf die Nerven gehen, reagiert so heftig gegen sie, weil in ihm selber Schichten sind, die es dorthin lockt. Die Absage ans herrschende Unwesen der Kultur setzt voraus, daß man an diesem selber genug teilhat, um es gleichsam in den eigenen Fingern zucken zu fühlen, daß man aber zugleich aus dieser Teilhabe Kräfte zog, sie zu kündigen. Diese Kräfte, die als solche des individuellen Widerstands in Erscheinung treten, sind darum doch keineswegs selber bloß individueller Art. Das intellektuelle Gewissen, in dem sie sich zusammenfassen, hat ein gesellschaftliches Moment so gut wie das moralische Überich. Es bildet sich an einer Vorstellung von der richtigen Gesellschaft und deren Bürgern. Läßt einmal diese Vorstellung nach—und wer könnte noch blind vertrauend ihr sich überlassen—, so verliert der intellektuelle Drang nach unten seine Hemmung, und aller Unrat, den die barbarische Kultur im Individuum zurückgelassen hat, Halbbildung, sich Gehenlassen, plumpe Vertraulichkeit, Ungeschliffenheit, kommt zum Vorschein. Meist rationalisiert es sich auch noch als Humanität, als den Willen, anderen Menschen sich verständlich zu machen, als welterfahrene Verantwortlichkeit. Aber das Opfer der intellektuellen Selbstdisziplin fällt dem, der es auf sich nimmt, viel zu leicht, als daß man ihm glauben dürfte, daß es eines ist.“

—  Theodor W. Adorno, buch Minima Moralia

Minima Moralia (1951)

„Alle Menschen gehören als Gattung zu den gruppenhaft lebenden Geschöpfen, was lebensgefährdende innerartliche Aggression von vornherein ausschließt. Mit anderen Worten: Hätten schon in der Vergangenheit unserer Spezies solch schwere Konflikte […] geherrscht wie während der letzten rund viereinhalb Jahrtausende und noch gegenwärtig, dann wären wir niemals zu Menschen geworden, sondern längst vorher ausgestorben. Denn Wesen, die als einzelne Individuen im Vergleich zu den vielen Raubtieren, die ihnen nachstellen, derart schwach und hilflos sind wie wir, brauchen Deckung und Rückhalt von anderen der gleichen Art, um überleben zu können. Wir haben weder Klauen noch Reißzähne, noch genug Muskelkraft, um allein unseren großen Freßfeinden erfolgreich Widerstand zu leisten, doch in der Gruppe gelingt es, wenn auch nie ohne selbstlose Opfer und Mut. In jener fernen Frühzeit, als unsere vormenschlichen Ahnen anfingen, in Trupps zu leben, um sich bei Gefahr zusammenzuschließen und einander beizustehen, haben sie ein Verhalten entwickelt, das man 'soziale Intelligenz' nennt: Die Fähigkeit, mit Angehörigen der eigenen Gattung zusammenzuwirken, um das Gedeihen aller zu gewährleisten. Dies Potential haben wir auch jetzt noch, aber es erweist sich als nachhaltig gestört.

[…]

Es muß sich um eine friedliche Welt gehandelt haben, weil die frühen Siedlungen zumeist nicht gegen menschliche Feinde gesichert sind. Für ein, zwei Jahrtausende [nach der letzten Eiszeit] haben Menschen in solchen Lebensverhältnissen offenbar ein glückliches Dasein verbracht.“

—  Gisela Bleibtreu-Ehrenberg deutsche Soziologin 1929

Vom Schmetterling zur Doppelaxt (1990)

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„Jede wirkliche Führung bezieht sich auf diese Wahrheit: sie weiß den Menschen an einen Punkt zu bringen, an dem er die Wirklichkeit erkennt. Das wird vor allem deutlich, wenn Lehre und Beispiel sich vereinen - wenn der Bezwinger der Furcht das Todesreich betritt, wie man es an Christus als höchstem Stifter sieht. Das Weizenkorn, indem es starb, hat nicht nur tausendfältig, es hat unendlich Frucht gebracht. Hier wurde der Überfluß der Welt berührt, auf den sich jede Zeugung als zugleich zeitliches und zeitbezwingendes Symbol bezieht. Dem folgten nicht nur die Märtyrer, die stärker waren als die Stoa, stärker als die Cäsaren, stärker als jene Hunderttausend, die sie in die Arena einschlossen. Dem folgten auch die Ungezählten, die in der Zuversicht gestorben sind. Das wirkt noch heute weit zwingender, als es der erste Blick erkennt. Auch wenn die Dome stürzen, bleibt ein Wissen, ein Erbteil in den Herzen und unterhöhlt wie Katakomben die Paläste der Zwingherrschaft. Aus diesem Grunde schon darf man gewiß sein, daß die reine und nach antiken Vorbildern geübte Gewalt nicht auf die Dauer triumphieren kann. Es wurde mit diesem Blute Substanz in die Geschichte eingeführt, und daher zählen wir immer noch mit Recht von diesem Datum ab als von der Zeitwende. Hier herrscht die volle Fruchtbarkeit der Theogonien, mythische Zeugungskraft. Das Opfer wird auf zahllosen Altären wiederholt.“

—  Ernst Jünger deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

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„Wir sehen kein Opfer, aber wir zahlen einen Zoll.“

—  Ernst Jünger deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

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„Ein Deserteur, egal in welcher Armee, ist kein Opfer, sondern ein Täter… und sie haben Unschuldige am Gewissen.“

—  Heinz-Christian Strache österreichischer Politiker (FPÖ) 1969

Interview, 25. März 2005, falter.at https://www.falter.at/falter/2005/03/22/deserteure-sind-taeter/, parlament.gv.at http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/BR/J-BR/J-BR_02307/fnameorig_038816.html

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„Wenn wir den Stand gewählt, in dem wir am meisten für die Menschheit wirken können, dann können uns Lasten nicht niederbeugen, weil sie nur Opfer für alle sind; dann genießen wir keine arme, eingeschränkte, egoistische Freude, sondern unser Glück gehört Millionen, unsere Taten leben still, aber ewig wirkend fort, und unsere Asche wird benetzt von der glühenden Träne edler Menschen.“

—  Karl Marx deutscher Philosoph, Ökonom und Journalist 1818 - 1883

Betrachtungen eines Jünglings bei der Wahl seines Berufes. (Abiturientenarbeit) MEW 40, S. 594 zeno.org http://www.zeno.org/nid/20009222154
Schule und Studium, Betrachtungen eines Jünglings bei der Wahl seines Berufes (1835)