„Wem Recht schaffende Bosheit aus den Augen strahlt, qualifiziert sich für bestimmte Jobs sicherer als jemand, der lediglich mit offenem Blick naiv dreinschaut.“Christa Schyboll
„Man kann etwas wollen, was man nicht kann. Man kann auch etwas nicht wollen, weil man es eh nicht kann. Der Unterschied liegt dabei zumeist nicht im Wollen, sondern im Können und dem Alibi vor sich selbst, es mangels Können auch nicht zu wollen.“Christa Schyboll
„Sind Entscheidungen im Stress so schnell zu treffen, dass nicht einmal einen Augenblick für eine mögliche Reue bleibt, setzt man sich der Gefahr aus, sich selbst auf dem Zeitaltar als Opfer zu bringen.“Christa Schyboll
„Wer auf eine Oder-Frage mit »Ja« antwortet, verneint damit das Nein als mögliche Zustimmung.“Christa Schyboll
„Wenn das Wort, schärfer ist als ein Schwert, ist ein Satz dann potenter als ein Heer? Und sind Seiten weiser Sätze dann gefahrvoller als entfesseltes Atom? / Wenn das Wort aber nur ein Schatten ist vom wahren Gefühl, ist das wahre Gefühl, dann nur ein Schatten einer ersten Idee? / Fühlte sich die Idee ins Sein oder dachte sich das Sein ins Gefühl und schuf dabei das Wort, das schärfer ist als ein Schwert?“Christa Schyboll
„Hinter den Augen eines Menschen mag so manches lauern. Tragisch ist es aber, wenn es eine Art von verzweifelter Boshaftigkeit ist, die sich als kluges Argument kaschiert.“Christa Schyboll
„Auf dem Humus des unheilvollen Zorns eines Abgeordneten wuchert manchmal der Samen einer unangenehmen politischen Wahrheit.“Christa Schyboll
„Die freiwillige Isolationshaft der schreibenden Zunft hat oft einen Level von Einsamkeit erreicht, der vergleichbar ist mit einem lang andauernden Inselsyndrom.“Christa Schyboll