„Diese Gesellschaft ist insofern obszön, als sie einen erstickenden Überfluss an Waren produziert und schamlos zur Schau stellt, während sie draußen ihre Opfer der Lebenschancen beraubt; obszön, weil sie sich und ihre Mülleimer vollstopft, während sie die kärglichen Lebensmittel in den Gebieten ihrer Aggression vergiftet und niederbrennt; obszön in den Worten und dem Lächeln der Politiker und Unterhalter; in ihren Gebeten, ihrer Ignoranz und in der Weisheit ihrer gehüteten Intellektuellen.“

—  Herbert Marcuse, Versuch über die Befreiung, Suhrkamp Verlag, S. 21 f.
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deutsch-amerikanischer Philosoph und Soziologe 1898 - 1979
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Ähnliche Zitate

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„Alle Menschen sind Intellektuelle, […] aber nicht alle Menschen haben in der Gesellschaft die Funktion von Intellektuellen.“

—  Antonio Gramsci italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph sowie ein Theoretiker des Kommunismus 1891 - 1937
Gefängnishefte, H. 12, §1, 1500

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„Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Illusion von Intellektuellen.“

—  Helmut Schmidt Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1918 - 2015
Die Zeit, Nr. 18/2004, 22. April 2004

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„Der Langweiler ist ein Mensch, der dich deiner Einsamkeit beraubt, ohne dir Gesellschaft zu bieten.“

—  Gian Vincenzo Gravina italienischer Schriftsteller und Jurist und Mitbegründer der Accademia dell'Arcadia 1664 - 1718

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„Vor allen Dingen soll man nie vergessen, daß die Gesellschaft lieber unterhalten, als unterrichtet sein will [... ].“

—  Adolph Freiherr Knigge deutscher Schriftsteller und Aufklärer 1752 - 1796
Erstes Buch, 1. Kapitel, Allgemeine Bemerkungen. hg. von Karl Goedeke. 16. Ausgabe. Hannover: Hahn, 1878. Seite 26

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„Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort;“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

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„Wenn die Bosheit die Vernunft auf ihrer Seite hat, wird sie stolz und stellt die Vernunft in ihrem ganzen Glanz zur Schau.“

—  Blaise Pascal französischer Mathematiker, Physiker und Literat (* 19. Juni 1623; † 19. August 1662) 1623 - 1662

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„Kommunisten und Nationalsozialisten stellten die mörderischsten Regime. Bei den Opfern des Kommunismus machen die Hungertoten nach stalinistischer oder maoistischer Zwangskollektivierung einen grossen Teil der Opfer aus.“

—  Erich Weede deutscher Politikwissenschaftler, Psychologe und Soziologe 1942
»Wie auf kapitalistischem Boden soziale Menschenrechte gedeihen«, Neue Zürcher Zeitung, 15./16. März 2008, Seite 33, nzz. ch

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„Denn eben wo Begriffe fehlen, // Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832
Faust I, Vers 1995 f. / Mephistopheles

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