Zitate über Stadt

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema stadt, mensch, größe, großer.

Insgesamt 170 Zitate, Filter:

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„Mir sind die Städte Feind, mir Freund die Wälder.“

—  Francesco Petrarca italienischer Dichter und Geschichtsschreiber 1304 - 1374

Der Canzoniere

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„Sie kommen jeden Tag und verunstalten unsere Städte. Sie hinterlassen überall ihre idiotischen Schriftzüge. Sie machen aus der Welt einen hässlichen Ort. Wir nennen sie Werbeagenturen und Stadtplaner.“

—  Banksy britischer Street Artist

Aufstand der Zeichen, Greenpeace Magazin Nr. 6/2005, http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=2888&no_cache=1&sword_list[]=Banksy

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„In der Stadt lebt man zu seiner Unterhaltung, auf dem Land zur Unterhaltung der anderen.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Ernst muß man sein, 1. Akt / Jack
Original engl.: "When one is in town one amuses oneself. When one is in the country one amuses other people."
Bunbury oder Ernst muß man sein - Bunbury or The Importance of Being Earnest

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„Alle Städte sind gleich, nur Venedig ist ein bissl anders.“

—  Friedrich Torberg österreichischer Schriftsteller und Journalist 1908 - 1979

Die Tante Jolesch, 27. Aufl., München 2004

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„Ich reite in die Stadt
alles andere ergibt sich!“

—  Clint Eastwood US-amerikanischer Filmschauspieler, -regisseur, -produzent, -komponist und Politiker 1930

„Nürnberg ist unter allen Städten/ die ich jemals in Teutschland gesehen habe/ die allerschönste;“

—  Edward Browne 1644 - 1708

Durch Niederland, Teutschland, Hungarn, Serbien, Bulgarien [...] gethane gantz sonderbare Rejser [...] anfangs in Englischer, nachgehends in Holländischer Sprach beschrieben/ nunmehr aber aus der letztern in die Hoch-Teutsche übersetzet. Nürnberg/ Verlegts Johann Zieger/ Buchhändler. 1686. XI. Capitel, p. 65 books.google http://books.google.de/books?id=T7lOAAAAcAAJ&pg=RA1-PA63
("Nurenberg is the fairest city that I saw in Germany;" - A brief account of some travels in divers parts of Europe, London 1686 p. 124 (2nd edition 1687 -archive.org) https://archive.org/stream/briefaccountofso00brow#page/n74/mode/1up

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„Wenn wir jeden Fernzug in jeder Stadt halten lassen, können wir gleich Straßenbahn fahren.“

—  Hartmut Mehdorn deutscher Industriemanager und Maschinenbauingenieur 1942

Der Bahn-Chef sagt: Kein Zug weniger wird in Mannheim fahren? in: Mannheimer Morgen, Nr. 71, 25. März 2000, S. 10.

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„Baut aus euren Vorstellungen eine Laube in der Wildnis, ehe ihr in den Mauern der Stadt ein Haus errichtet.“

—  Khalil Gibran, buch Der Prophet

Der Prophet, Neuübersetzung, Februar 2002, dtv München, ISBN 3-423-36261-8
Original engl.: "Build of your imaginings a bower in the wilderness ere you build a house within the city walls." - The Prophet. p. 14 books.google http://books.google.de/books?id=UI_1yXftqsAC&pg=PA14

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„Lebenspendende Sonne, du kannst wohl nichts Größeres erblicken als die Stadt Rom.“

—  Horaz römischer Dichter -65 - -8 v.Chr

Carmen saeculare 9 u. 11f.
Original lat.: "Alme sol […] possis nihil urbe Roma visere maius."

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„Der Kern unserer alten Städte mit ihren Domen und Münstern muß zerschlagen und durch Wolkenkratzer ersetzt werden.“

—  Le Corbusier schweizerisch-französischer Architekt, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner 1887 - 1965

Zitiert nach Hans Sedlmayr: Verlust der Mitte, Die bildende Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts als Symptom und Symbol der Zeit, Otto Müller Verlag, Salzburg 1948, S. 109 books.google https://books.google.de/books?hl=de&id=L01NAAAAYAAJ&dq=%22ersetzt+werden%22
Original franz.: "Le centre de nos vieilles villes avec leurs cathédrales et leurs monastères doit être rasé et faire place à des groupes de gratte-ciel." - Zitiert nach Raymond Lemaire: La restauration des monuments anciens, De Sikkel, Anvers 1938, S. 44 books.google https://books.google.de/books?id=iR_qAAAAMAAJ&dq=%22Le+centre+de+nos%22

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„Die Krankheit unserer heutigen Städte und Siedlungen ist das traurige Resultat unseres Versagens, menschliche Grundbedürfnisse über wirtschaftliche und industrielle Forderungen zu stellen.“

—  Walter Gropius deutscher Architekt und der Gründer des Bauhauses 1883 - 1969

Totale Architektur. In: Walter Gropius: Architektur - Wege zu einer optischen Kultur. Fischer Bücherei Frankfurt/Main 1956. S. 129 f.

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„Die Bürgerbewegung gegen Stadt, Land, Bund und Bahn - das ist David gegen Goliath, und David hat gewonnen.“

—  Winfried Kretschmann Deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), MdL, Ministerpräsident des Bundeslandes Baden-Württemberg, Deutschland 1948

DIE ZEIT: https://www.zeit.de/2010/49/Stuttgart-Bahnhof-Kretschmann Winfried Kretschmann zum Schlichterspruch zu Stuttgart21 am 2. Dezember 2010

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„Ich wußte, warum ich die Beamtin im Arbeitsamt Dutzende von Karteikarten aus dem Karteikasten herausnehmen hatte lassen, ich wollte in die entgegengesetzte Richtung, diesen Begriff in die entgegengesetzte Richtung hatte ich mir auf dem Weg in das Arbeitsamt immer wieder vorgesagt, immer wieder in die entgegengesetzte Richtung, die Beamtin verstand nicht, wenn ich sagte, in die entgegengesetzte Richtung, denn ich hatte ihr einmal gesagt, ich will in die entgegengesetzte Richtung, sie betrachtete mich wahrscheinlich als verrückt, denn ich hatte tatsächlich mehrere Male zu ihr in die entgegengesetzte Richtung gesagt, wie, dachte ich, kann sie mich auch verstehen, wo sie doch überhaupt nichts und nicht das geringste von mir weiß. Sie hatte mir, schon ganz verzweifelt über mich und über ihren Karteikasten, eine Reihe von Lehrstellen angeboten, aber diese Lehrstellen waren alle nicht in der entgegengesetzten Richtung gewesen, und ich mußte ihre Lehrstellenangebote ablehnen, ich wollte nicht nur in eine andere Richtung, ich wollte in die entgegengesetzte Richtung, ein Kompromiß war unmöglich geworden, so hatte die Beamtin immer wieder eine Karteikarte aus dem Karteikasten herauszuziehen gehabt, und ich hatte diese Karteikartenadresse abzulehnen gehabt, weil ich kompromißlos in die entgegengesetzte Richtung wollte, nicht nur in eine andere Richtung, nur in die entgegengesetzte. Die Beamtin hatte es so gut wie ihr möglich mit mir gemeint, und wahrscheinlich war sie von den ihr besten Adressen ausgegangen, sie betrachtete zum Beispiel eine Lehrstellenadresse in der Stadtmitte, also die Adresse eines der größten angesehensten Kleidergeschäfte mitten in der Stadt, als die allerbeste, und sie verstand ganz einfach nicht, daß mich nicht die allerbeste Adresse interessierte, sondern nur die entgegengesetzte, sie, die Beamtin, hatte mich ganz einfach gut unterbringen wollen, aber ich wollte ja gar nicht gut untergebracht sein, im Gegenteil, ich wollte in die entgegengesetzte Richtung, immer wieder hatte ich vorgebracht, in die entgegengesetzte Richtung, aber sie ließ sich dadurch nicht beirren, mir ihrerseits immer wieder eine sogenannte gute Adresse aus dem Karteikasten herauszuziehen, heute höre ich noch ihre Stimme Adressen sagen, die jeder in der Stadt kennt, die stadtbekanntesten und stadtberühmtesten Adressen, aber diese Adressen interessierten mich nicht, daß es sich um ein Geschäft handeln müsse, in das Menschen eintreten, sehr viele Menschen, hatte ich ihr sofort nach meinem Eintreten gesagt gehabt, aber ihr doch nicht erklären können, was ich meinte, wenn ich sagte, in die entgegengesetzte Richtung, ich hatte ihr erklärt, daß ich so viele Jahre durch die Reichenhaller Straße in die Stadt in das Gymnasium gegangen sei, jetzt wollte ich in die entgegengesetzte Richtung, gutmütig, wie sie gewesen war, entschlossen, wie ich, hatten wir über eine halbe Stunde das Karteikartenspiel gespielt, indem sie eine Karteikarte aus dem Karteikasten herauszog und eine Adresse nannte und ich die Adresse ablehnte; ich lehnte jede Adresse ab, weil keine dieser von ihr aus dem Karteikasten herausgezogenen Adressen jene gewesen war, die ich suchte, alle diese von mir abgelehnten Adressen, und damals hatte es, zum Unterschied von heute, Hunderte von offenen Handelslehrstellen in Salzburg gegeben, waren keine Adressen in der entgegengesetzten Richtung gewesen, die ich wünschte, die besten Adressen, die sich denken lassen, aber keine in der entgegengesetzten Richtung, bis die Adresse des Karl Podlaha in der Scherzhauserfeldsiedlung an der Reihe gewesen war.“

—  Thomas Bernhard österreichischer Schriftsteller 1931 - 1989

Der Keller: Eine Entziehung

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„Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, daß ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt! Es gibt nur eine Möglichkeit für uns alle: gemeinsam so lange zusammenzustehen, bis dieser Kampf gewonnen, bis dieser Kampf endlich durch den Sieg über die Feinde, durch den Sieg über die Macht der Finsternis besiegelt ist.“

—  Ernst Reuter deutscher Politiker (SPD), MdR, MdA und Kommunalwissenschaftler 1889 - 1953

Aus der Rede "Völker der Welt" am 9. September 1948 in Berlin, zitiert von Barack Obama bei seiner Rede im Tiergarten am 24. Juli 2008, epilog.de http://www.epilog.de/PersData/R/Reuter_Ernst_1889_1953/Rede_Voelker_der_Welt.htm

Citát „Das schwerste Wort heißt nicht Popocatépetl wie der Berg in Mexiko und nicht Chichicastenango wie der Ort in Guatemala und nicht Ouagadougou wie die Stadt in Afrika. Das schwerste Wort heißt für viele: „Danke“.“

„Das schwerste Wort heißt nicht Popocatépetl wie der Berg in Mexiko und nicht Chichicastenango wie der Ort in Guatemala und nicht Ouagadougou wie die Stadt in Afrika. Das schwerste Wort heißt für viele: „Danke“.“

—  Josef Reding deutscher Schriftsteller 1929 - 2020

abgedruckt in: Edmund Wild: 66-mal selber dichten. Bergedorfer Unterrichtsideen. Persen Verlag, 2005. ISBN 9783834436399. Seite 44.

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„Die Stadt, die wir noch wenige Minuten zuvor so klar im Sonnenlicht gesehen hatten, war nun ein hässlicher Schmutzfleck.“

—  Paul Tibbets US-amerikanischer Pilot und Soldat 1915 - 2007

zitiert von der Sächsischen Zeitung vom 3./4. November 2007, S. 27. sz-online http://www.sz-online.de/nachrichten/artikel.asp?id=1651811
Original englisch: "The city we had seen so clearly in the sunlight a few minutes before was now an ugly smudge. [It had completely disappeared under this awful blanket of smoke and fire.]" - Zitiert im Nachruf der Daily Mail 2. November 2007 http://www.dailymail.co.uk/news/article-491170/Pilot-dropped-atomic-bomb-Hiroshima-dies-regrets.html
Zugeschrieben

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„Ob eine Stadt zivilisiert ist, hängt nicht von der Zahl ihrer Autobahnen und Schnellstraßen ab, sondern davon, ob ein Kind auf dem Dreirad unbeschwert und sicher überall hinkommt.“

—  Enrique Peñalosa kolumbianischer Ökonom, Politiker, ehemaliger Bürgermeister von Bogotá 1954

Olaf Krohn: "Mobilität. Wege aus dem Chaos", zitiert in: "mobil. Das Magazin der Deutschen Bahn AG", Nr. 08, 2008, ISSN 0949-586X, S. 66-74
(Englisch: "[In fact, in urban terms] a city is more civilized not when it has highways, but when a child in a TRICYCLE be able to move about everywhere with ease and safety." - Background paper: Urban Transport and Urban Development - A Different Model, zu einem Vortrag an der Universität Berkeley am 8. April 2002 http://webold.iitd.ac.in/~tripp/delhibrts/brts/hcbs/penalosa.htm
Spanisch: "En términos urbanísticos, la visión que propongo de una ciudad civilizada no es la que tiene autopistas, sino aquella en que un niño en un triciclo puede movilizarse con seguridad." - La ciudad y la igualdad. El Malpensante (Bogotá) No. 45 März/April 2003 http://www.elmalpensante.com/index.php?doc=display_contenido&id=1804&pag=9&size=n)

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„Armut ist in der Stadt groß, aber die Faulheit viel größer.“

—  Martin Luther Reformator, Theologe, Bibelübersetzer 1483 - 1546

Tischreden
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„Ich muß über die Stadt ein vernichtendes Urteil abgeben: Wien bleibt Wien.“

—  Alfred Polgar österreichischer Schriftsteller 1873 - 1955

Die Zeitschrift DER MONAT Jahrgang 6 (1953), Seite 445 https://books.google.de/books?id=mQFaAAAAYAAJ&q=schilderungen books.google https://books.google.de/books?id=mQFaAAAAYAAJ&q=wien, publizierte dieses Zitat in der Rubrik "Die Autoren des Monats" wie folgt:
An den Schluß eines "Wiener Briefes" in der Süddeutschen Zeitung, der in vielen Punkten die Schilderungen Hans Weigels in unserem Heft bekräftigt, stellt Friedrich Torberg folgende Anekdote:
Alfred Polgar, Doyen der österreichischen Literatur und Großmeister ihrer "kleinen Form", vielleicht ein wenig nachsichtiger geworden mit den Jahren, aber darum nicht weniger scharfsichtig, ist wieder einmal in der alten Heimatstadt zu Besuch und wurde wieder einmal befragt, wie es ihm hier gefiele. "Ich muß", sagte er, "über diese Stadt ein vernichtendes Urteil abgeben: Wien bleibt Wien."
Manchmal zitiert als: "Wien bleibt Wien - und das ist wohl das schlimmste, was man über diese Stadt sagen kann."

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„Freude dieser Stadt bedeute, // Friede sey ihr erst Geläute.“

—  Friedrich Schiller, Das Lied von der Glocke

Das Lied von der Glocke, Vers 429f. (letzte Verse), S. 272
Gedichte und Balladen, An die Freude (1785), Das Lied von der Glocke (1799)

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„Berlin ist eben keine Stadt, sondern ein trauriger Notbehelf, Berlin ist ein Conglomerat von Kalamitäten.“

—  Frank Wedekind deutscher Schriftsteller und Schauspieler 1864 - 1918

Brief an Arthur Holitscher, 1908
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„Mein Leben! Immer wieder komme ich in eine unbekannte Stadt und bin fremd. Auch im Jenseits werde ich nur ein Zugereister oder Refugie sein!“

—  Franz Werfel österreichischer Schriftsteller 1890 - 1945

Theologumena. In: Zwischen Oben und Unten : Prosa, Tagebücher, Aphorismen, literarische Nachträge. München [u.a.]: Langen-Müller, 1975, S. 165 ISBN 3-7844-1562-8

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„Tatsachen, Tatsachen, Tatsachen gaben sich in jedem wesentlichen Anblick der Stadt kund; und Tatsachen, Tatsachen, Tatsachen in jedem nicht wesentlichen. […] Was man also nicht mit Zahlen beweisen und dartun konnte, daß es auf dem billigsten Markte zu kaufen und auf dem teuersten zu verkaufen war, das hatte keine Existenzberechtigung, das sollte niemals sein, bis zu aller Welt Ende, Amen.“

—  Charles Dickens englischer Schriftsteller 1812 - 1870

Schwere Zeiten, Fünftes Kapitel. gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=4014&kapitel=6&cHash=31c32fc3c12#gb_found
Original engl.: "Fact, fact, fact, everywhere in the material aspect of the town; fact, fact, fact, everywhere in the immaterial. [...] what you couldn't state in figures, or show to be purchaseable in the cheapest market and saleable in the dearest, was not, and never should be, world without end, Amen."
Schwere Zeiten (Hard Times)

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„In einer Stadt wie Frankfurt befindet man sich in einer wunderlichen Lage, immer sich kreuzende Fremde deuten nach allen Weltgegenden hin und erwecken Reiselust.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Dichtung und Wahrheit IV, 18
Selbstzeugnisse, Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit (1811–1833)

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„Die Stadt selbst ist unangenehm, dagegen rings umher eine unaussprechliche Schönheit der Natur.“

—  Johann Wolfgang von Goethe deutscher Dichter und Dramatiker 1749 - 1832

Die Leiden des jungen Werther – Am 4. Mai 1771 (über Wetzlar)
Erzählungen, Die Leiden des jungen Werthers (1774)

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„Ich kann diese vergriechte Stadt nicht ertragen, Quiriten.“

—  Juvenal römischer Satirendichter 50

Satiren III, 60f
Original lat.: "non possum ferre, Quirites,/Graeciam urbem."

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„Prag läßt nicht los. Uns beide nicht. Dieses Mütterchen hat Krallen. Da muß man sich fügen oder -. An zwei Seiten müßten wir es anzünden, am Vyšehrad und am Hradschin, dann wäre es möglich, daß wir loskommen. Vielleicht überlegst Du es Dir bis zum Karneval.“

—  Franz Kafka österreichisch-tschechischer Schriftsteller 1883 - 1924

An Oskar Pollak, Prag, 20. Dezember 1902. In: Briefe 1902-1924, Hrsg. Max Brod, S. Fischer, Frankfurt/Main 1966, S. 14 books.google.de https://books.google.de/books?id=R1YoAQAAMAAJ&q=%22Prag+l%C3%A4%C3%9Ft+nicht+los.+Uns+beide+nicht.%22
Briefe

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„Alle freien Menschen, wo immer sie leben mögen, sind Bürger dieser Stadt Berlin, und deshalb bin ich als freier Mann stolz darauf, sagen zu können: Ich bin ein Berliner.“

—  John Fitzgerald Kennedy, buch Ich bin ein Berliner

Rede vor dem Schöneberger Rathaus in Berlin, 26. Juni 1963. Quelle: John F. Kennedy: Ich bin ein Berliner (1963) von Englisch Lernen Online http://www.englisch-lernen-online.de/fertigkeiten/hoeren--hoerverstehen/reden/john-f-kennedy-ich-bin-ein-berliner--mit-uebersetzung-john-f-kennedy-ich-bin-ein-berliner/
Original engl.: "All free men, wherever they may live, are citizens of Berlin. And therefore as a free man, I take pride in the words: »Ich bin ein Berliner«." - Quelle: John F. Kennedy Presidential Library & Museum - Remarks at the Rudolph Wilde Platz, Berlin http://www.jfklibrary.org/Asset-Viewer/oEX2uqSQGEGIdTYgd_JL_Q.aspx
Ich bin ein Berliner (1963)

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„Oft schon musste eine ganze Stadt für die Übeltaten eines einzigen Mannes büßen.“

—  Hesiod, buch Werke und Tage

Werke und Tage, 240
Original griech.: "πολλάκι καὶ ξύμπασα πόλις κακοῦ ἀνδρὸς ἀπηύρα."

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„Die Stadt, sie schwingt.“

—  Ronald Reng deutscher Buchautor 1970

über London, in: Gebrauchsanweisungen für London, München, 4. Auflage, 2007, S. 7. ISBN 3492275346

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„Bamberg ist eine ziemlich grosse, sehr schöne und lebhafte Stadt.“

—  Johann Kaspar Riesbeck deutscher Jurist, Schriftsteller, Schauspieler und Illuminat 1754 - 1786

Briefe eines Reisenden Franzosen über Deutschland an seinen Bruder zu Paris. 61. Brief. Uebersezt von K. R. 2. Band. 2. Auflage. o. O., o. V., 1784. S. 256. Google Books

„Da ich jetzt von weitem die Türme und den blauen Rauch von Nürnberg sah, meinte ich fast, nicht etwa eine einzige Stadt, sondern eine ganze Welt zu sehen.“

—  Johannes Butzbach deutscher Benediktiner und Schriftsteller, Prior des Klosters Laach 1477 - 1516

Johannes Butzbach: Wanderbüchlein des Johannes Butzbach, genannt Piemontanus, 1506, auf Grundlage der Übersetzung von D.J. Becker (1869), Union Verlag Berlin (keine Jahresangabe), S. 38

„Denken wir uns eine Stadt, die von lauter Bäckern bewohnt wäre; was würde dies für eine Stadt sein?“

—  Friedrich Buchholz deutscher Schriftsteller 1768 - 1843

Hermes oder Über die Natur der Gesellschaft mit Blicken in die Zukunft

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„Den politischen Wechsel in Hamburg zu schaffen und unsere Stadt so sicher zu machen, wie München oder Stuttgart, schöner ist Hamburg schon jetzt.“

—  Ronald Schill deutscher Jurist und Politiker (Partei Rechtsstaatlicher Offensive), MdHB 1958

auf die Frage, welches Ziel ihm persönlich am Herzen liege, Wahlkampfveranstaltung, 2001, Hamburger Abendblatt, Lokales, 31. August 2001

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„Die große Armut in der Stadt kommt von der großen Powerteh her!“

—  Fritz Reuter plattdeutscher Schriftsteller 1810 - 1874

Ut mine Stromtid III, Kap. 38

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„Zu jedem Zeitpunkt der Geschichte hat es eine oder zwei Städte der monströsen Art gegeben - z. B. Babel oder Babylon, Ur-Lhasa, Ninive, Syrakus, Rom, Samarkand, Tenochtitlan, Peking - aber wir leben heute im megapolitanischen (oder nekropolitanischen) Zeitalter, wo solche Desaster sich vervielfältigt haben und die Gefahr besteht, daß sie zusammenwachsen und die Welt unter totem, aber multipotentem Großstadtmüll begraben.“

—  Fritz Leiber US-amerikanischer Autor 1910 - 1992

Fritz Leiber: Herrin der Dunkelheit (orig.: Our Lady Of Darkness, 1976), ins Deutsche übersetzt von Hans Maeter, München 1980, ISBN 3-453-30676-7, S. 67
"At any particular time in history there have always been one or two cities of the monstrous sort - viz., Babel oder Babylon, Ur-Lhassa, Niniveh, Syracuse, Rome, Samarkand, Tenochtitlan, Peking - but we live in the Megapolitan (or Necropolitan) Age, when such disastrous blights are manifold and threaten to conjoin and enshroud the world with funebral yet multipotent city-stuff." - '

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„Von der großen Stadt Berlin // kannst du viel erwarten. // Solltest nur kein Weichei sein: // Berlin ist mit den Harten.“

—  Robert Gernhardt deutscher Schriftsteller, Comiczeichner und Maler 1937 - 2006

Berliner Zehner. Juli 2000. In: Berliner Zehner Hauptstadtgedichte. Frankfurt, 2002, S. 56. ISBN 3-596-15850-8

Michael Naumann Foto
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„Die vordergründigen Tugenden dieser Stadt, ja die bürgerlichen Tugenden sind wahrhaftig. Hier gelten noch Handschläge, das schätze ich.“

—  Michael Naumann deutscher Journalist 1941

Über Hamburg, Der Tagesspiegel, 8. März 2007, tagespiegel.de http://www.tagesspiegel.de/politik/archiv/08.03.2007/3127306.asp

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„Mit dieser Stadt bin ich bis heute nicht warm geworden. Ich wusste nach ein paar Stunden, dass ich da nicht hingehöre.“

—  Joachim Król deutscher Schauspieler 1957

über München, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 98/2008 vom 26./27. April 2008, S. C3

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„Ja, herrlich hast du dich bewährt, mein altes Köln, mein treffliches Rheinland, als eine Stadt, als ein Land der Treue, der Loyalität und Niemand wird hinfort mehr von Euch sagen können, daß ihr der Heerd des Aufruhrs wärt, der Revolution und der Anarchie.“

—  Georg Weerth deutscher Schriftsteller, Satiriker, Journalist und Kaufmann 1822 - 1856

Leben und Thaten des berühmten Ritters Schnapphahnski, XXII. Der Gürzenich, S. 254 f.
Leben und Thaten des berühmten Ritters Schnapphahnski (1849)

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„Hat sie bei der großzügigen und sozial höchst verdienstvollen Planung der Gemeindebauten auf das Gesicht der Stadt auch nur die mindeste Rücksicht genommen? Nein, und darum verliert Wien sein Gesicht vorläufig nicht — Wien bleibt Wien —, diese Feststellung ist halb Verheißung, halb gefährliche Drohung. […] Man baut weiter scheußlich, aber Wien bleibt trotzdem schön.“

—  Hans Weigel österreichischer Schriftsteller und Theaterkritiker 1908 - 1991

Das tausendjährige Kind. Kritische Versuche eines heimlichen Patrioten zur Beantwortung der Frage nach Österreich. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1965, S. 37.

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„Ohne Berlin mag ich nicht mehr sein. Könnte sein, dass mich die Stadt nie wieder los wird.“

—  Nico Hofmann deutscher Filmproduzent und -regisseur 1959

in einem Interview in der Berliner Morgenpost http://www.morgenpost.de/content/2007/01/14/politik/876819.html vom 14. Januar 2007

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„Z'Friburg in de Stadt, // sufer isch's un glatt, // richi Herre, Geld un Guet, // Jumpfere wie Milch un Bluet, // z'Friburg in de Stadt!“

—  Johann Peter Hebel, Der Schwarzwälder im Breisgau

Der Schwarzwälder im Breisgau

hochdt.: "Zu Freiburg in der Stadt, // sauber ist's und glatt // reiche Herren, Geld und Gut, // Jungfrauen wie Milch und Blut // Zu Freiburg in der Stadt!"

Der Verliebte Hauensteiner. In: Allgemeines Intelligenz- oder Wochen-Blatt für das Land Breisgau und die Ortenau [Freiburger Zeitung], 11. Juli 1807 (Tagesausgabe),

S. 550 /fz.ub.uni-freiburg.de https://fz.ub.uni-freiburg.de/show/fz.cgi?cmd=showpic&ausgabe=02&day=11&year=1807&month=07&project=3&anzahl=8 "Z’Friberg in der Stadt, // sufer ischs und glatt, // riche Here, Geld un Guet, // Jumpfere wie Milch und Bluet, // z’Friberg in der Stadt. - Der Schwarzwälder im Breisgau.

In: J. P. Hebels sämmtliche Werke: Band 2, 1834 (postum), S. 109, de.wikisource

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„Wien ist eine Stadt der Offenheit und des gegenseitigen Respekts. Alle Menschen sollen ihre Lebens- und Liebesmodelle frei wählen können“

—  Sandra Frauenberger österreichische Politikerin 1966

zitiert in Rathauskorrespondenz vom 10.03.2011 http://www.wien.gv.at/rk/msg/2011/03/10008.html und Stadtgespräche, auf dieStandard.at vom 10. 3. 2011 http://diestandard.at/1297820005842/Wien-Queere-Stadtgespraeche

„Stuttgart ist eine schöne Stadt, nicht nur Wirtschaftsstandort. Das wird aber oft nicht wahrgenommen. Porsche wird nie von Stuttgart weggehen. Das ist undenkbar.“

—  Wendelin Wiedeking deutscher Manager, Vorstandsvorsitzender des Automobilbauers Porsche 1952

Stern, 17/2004

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„Berlin ist die Stadt, in der ich groß geworden bin. Sie repräsentiert das lebendige gegenwärtige Deutschland. Sie ist bei Londonern sehr beliebt, auch bei Leuten aus Paris oder Rom. Für die, die hierher kommen, besonders für die Ausländer, ist Berlin wirklich eine Metropole.“

—  Ralf Dahrendorf deutsch-britischer Soziologe, Hochschullehrer, Politiker (FDP), MdL, MdB und Publizist 1929 - 2009

im Interview mit Gunter Hofmann und Jan Ross: "Deutsche Illusionen", www.zeit.de 27.01.2005 http://www.zeit.de/2005/05/Interv_Dahrendorf

„Stuttgart ist unverstellt, ganz anders als beispielsweise München. München ist eine tolle Stadt, aber du begegnest dort viel mehr Menschen, die nur ihre Fassade zeigen. In Stuttgart hast du Porsche und Bosch, hier wird gearbeitet, und es geht bodenständig und nicht versnobt zu.“

—  Eric Gauthier kanadischer Tänzer und Choreograph 1977

Stuttgarter Zeitung Nr. 304/2008 vom 31. Dezember 2008, S. 20, stuttgarter-zeitung.de http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1910157_0_2147_eric-gauthier-schwanensee-nicht-cool-genug-.html

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„Es gibt kleine und mittlere Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen.“

—  Uwe-Karsten Heye deutscher Journalist, Diplomat und Autor 1940

Deutschlandradio Kultur, 17. Mai 2006

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„Ich bin doch kein Nero, der die Stadt abfackelt.“

—  Dieter Salomon deutscher Politiker, MdL 1960

Interview mit der STUTTGARTER ZEITUNG Nr. 267/2006 vom 18. November 2006

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„Ich suche allerlanden eine Stadt, // Die einen Engel vor der Pforte hat.“

—  Else Lasker-Schüler, Gebet

Gebet. Aus: Die Kuppel. Der Gedichte zweiter Teil. Berlin: Cassirer, 1920. S. 112.

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„Hamburg ist die erste Stadt, in der ich herumlaufe und mich auskenne. Wo ich Menschen treffe, die mich kennen und die ich nicht bald wieder verlassen muss. Deshalb komme ich aus der Stadt wahrscheinlich nie mehr raus.“

—  Cosma Shiva Hagen deutsche Schauspielerin und Synchronsprecherin 1981

Brigitte Nr. 18/2008 vom 13. August 2008, S. 75; Anmerkung: Bis zu ihrem zwölften Lebensjahr lebte Cosma Shiva Hagen zusammen mit ihrer Mutter Nina Hagen fast ausschließlich in Hotels auf der ganzen Welt. Dann zog sie ohne ihre Mutter zu ihrer Großmutter Eva Maria Hagen nach Hamburg

Baldur von Schirach Foto
Adolph Freiherr Knigge Foto

„In großen Städten gehört es leider zum guten Tone, nicht einmal zu wissen, wer mit uns in demselben Hause wohne.“

—  Adolph Freiherr Knigge, buch Über den Umgang mit Menschen

Zweites Buch, 8. Kapitel, Haus, Hausgenossen, Nachbarn, Wirt und Gast. hg. von Karl Goedeke. 16. Ausgabe. Hannover: Hahn, 1878. Seite 203 http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image%3A%C3%9Cber_den_Umgang_mit_Menschen.djvu&page=219
Über den Umgang mit Menschen
Variante: In Städten glaubt man, es gehöre zum guten Tone, nicht einmal zu wissen, wer in demselben Hause wohnt.

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„Als ich nach Berlin zurückkam und durch die Stadt fuhr, hat mich überrascht, wie die deutsche Sprache mit Anglizismen verhunzt wird. Warum machen die das? Coffee to go! Zeitung to go! Shoppen ohne zu stoppen! So ein Quatsch! Wollen die, dass wir alle verblöden?“

—  Angelika Schrobsdorff deutsche Schriftstellerin 1927 - 2016

Stern Nr. 39/2008 vom 18. September 2008, S. 152; Anmerkung: von 1970 bis 2006 hat Schrobsdorff nicht in Deutschland gelebt

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„Es ist vom Übel, wenn der Mensch nicht da ist, wohin er gehört. Und ich gehöre nicht in die Stadt.“

—  Paula Modersohn-Becker deutsche Malerin des Expressionismus 1876 - 1907

Briefe, 5. Dezember 1900

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„Das vereinte Land ist natürlich immer eine Stadt Berlin mit angeschlossener landwirtschaftlicher Fläche.“

—  Thilo Sarrazin deutscher Volkswirt, ehemaliger Finanzsenator in Berlin 1945

über eine mögliche Länderehe zwischen Berlin und Brandenburg (Januar 2005). Zitiert bei spiegel.de http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,538574-7,00.html, 29. Februar 2008
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„Die Alarmsirenen waren die neuen Stimmen der Stadt.“

—  Kai Meyer Deutscher Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor 1969

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