Zitate über Schuld

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema schuld, leben, menschen, mensch.

Insgesamt 87 Zitate, Filter:

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„Der Staatshaushalt muß ausgeglichen werden. Der Staatsschatz sollte wieder aufgefüllt werden. Die öffentlichen Schulden müssen verringert werden. Die Arroganz der Behörden muß gemäßigt und kontrolliert werden. Die Zahlungen an ausländische Regierungen müssen reduziert werden, wenn der Staat nicht bankrott gehen soll. Die Leute müssen wieder lernen zu arbeiten, statt auf öffentliche Rechnung zu leben.“

—  Cícero römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph -106 - -43 v.Chr

Nach snopes.com https://www.snopes.com/fact-check/taylor-made/, quoteinvestigator.com https://quoteinvestigator.com/2013/05/15/cicero-budget/ und tulliana.eu https://www.tulliana.eu/documenti/Gazette%20IV%20Curiosa%20ENG.pdf zuerst
englisch: "Antonius heartily agreed with him that the budget should be balanced, that the Treasury [etc.]"
in dem Cicero-Roman von Taylor Caldwell: A Pillar of Iron, Doubleday, 1965, ch. 51, p. 483 https://books.google.de/books?id=JqMQW69QwgsC&q=%22the+budget+should+be+balanced,+%22 [deutsch: Eine Säule aus Erz, 1965]. Politische Verwendung seit mindestens 1968, z.B. am 25. April 1968 im House of Representatives des US Congress von dem Abgeordneten der Demokratischen Partei Otto Passman, Congressional Record - House p. 10635 govinfo.gov pdf https://www.govinfo.gov/content/pkg/GPO-CRECB-1968-pt8/pdf/GPO-CRECB-1968-pt8-9-1.pdf. Nachweis des falschen Zitats durch John H. Collins: False Quotations, in: Chicago Tribune, 20. April 1971. In ähnlicher Form mehrmals von deutschen Politikern u.a. im Deutschen Bundestag (Albert Leicht, 21. März 1975, dipbt.bundestag.de https://dipbt.bundestag.de/doc/btp/07/07160.pdf) und vom damaligen Bundesminister für Verkehr Matthias Wissmann (auf der Internationalen Automobil-Ausstellung Nutzfahrzeuge am 21. September 1996 in Hannover, bundesregierung.de https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/bulletin/der-ausbau-der-verkehrswege-bleibt-ein-schwerpunkt-der-verkehrspolitik-rede-von-bundesminister-wissmann-in-hannover-805418)
Fälschlich zugeschrieben

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„An der miserablen Qualität unserer Theater ist nicht das Publikum schuld.“

—  Anton Tschechow russischer Schriftsteller, Novellist und Dramatiker 1860 - 1904

Briefe, 7. November 1888

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„Euere Schuld, Deichgraf!" schrie eine Stimme aus dem Haufen.“

—  Theodor Storm, buch Der Schimmelreiter

Der Schimmelreiter

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„Ich bin nicht einer von denen, die das Volk fürchten. Beim Volke und nicht bei den Reichen liegt die Sicherheit für dauernde Freiheit. Um seine Unabhängigkeit zu wahren, dürfen wir es nicht dulden, daß unsere Herrscher uns mit einer ewigen Schuld belasten. Wir müssen wählen zwischen Einfachheit und Freiheit, oder Verschwendung und Knechtschaft.“

—  Thomas Jefferson dritter amerikanische Präsident 1743 - 1826

zitiert in: Gustav Adolf Rein, Die drei Grossen Amerikaner - Hamilton, Jefferson, Washington: Auszüge aus ihren Werken, (Klassiker der Politik, Band 7), R. Hobbing, Berlin 1923. S. 134
Original engl.: "I am not among those who fear the people. They, and not the rich, are our dependence of our continued freedom. And to preserve their independence, we must not let our rulers load us with perpetual debt. We must make our election between liberty and economy, or profusion and servitude." - Brief an Samuel Kerchuval, 12. Juli 1816. In: Memoirs, Correspondence and Private Papers of Thomas Jefferson, Vol. II, hrsg. v. Thomas Jefferson Randolph, London 1829. S. 297

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„Denken Sie an den betrübenden Kontrast zwischen der strahlenden Intelligenz eines gesunden Kindes und der Denkschwäche des durchschnittlichen Erwachsenen. Wäre es so ganz unmöglich, dass gerade die religiöse Erziehung ein großes Teil Schuld an dieser relativen Verkümmerung trägt?“

—  Sigmund Freud Begründer der Psychoanalyse 1856 - 1939

Die Zukunft einer Illusion - Leipzig IPV 1927. Kapitel IX bei textlog.de http://www.textlog.de/freud-psychoanalyse-frage-illusion-vernunft.html

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„Ist mir egal, ob ich schuld am Zustrom der Flüchtlinge bin, nun sind sie halt da.“

—  Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin 1954

Welt: https://www.welt.de/politik/deutschland/article146898053/Die-Union-verweigert-Merkel-die-Gefolgschaft.html Merkel auf Sitzung der CDU/CSU Bundestagsfraktion am 22. September 2015
2015

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„Und wenn mich einer fragt, wie denn das mit den Schulden ist, dann sag ich ihm das, was ich immer wieder sage: Dass mir ein paar Milliarden mehr Schulden weniger schlaflose Nächte bereiten als ein paar hunderttausend Arbeitslose mehr bereiten würden.“

—  Bruno Kreisky österreichischer Politiker, Bundeskanzler 1911 - 1990

Video: Kreisky: Die moralische Antwort, youtube.com http://www.youtube.com/watch?v=kT7p3EEtcCg. Zitiert in "Die Presse", Print-Ausgabe, 22. Januar 2011 http://diepresse.com/home/meinung/kommentare/leitartikel/627369/Bruno-Kreisky-der-Vater-des-suendigen-Gedankens

Citát „Ist das Nein am Ja oder das Ja am Nein schuld?“
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„Ist das Nein am Ja oder das Ja am Nein schuld?“

—  Georg Büchner Deutscher Schriftsteller, Naturwissenschaftler und Revolutionär 1813 - 1837

Woyzeck

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„Keine Schuld ist dringender, als die, Dank zu sagen." google. de“

—  Cícero römischer Politiker, Anwalt, Schriftsteller und Philosoph -106 - -43 v.Chr

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„Das Christentum gehört einer übernatürlichen Ordnung an, und sein Fundament ist die höchste Autorität Gottes, der uns Geheimnisse mitteilt, nicht damit wir sie begreifen, sondern damit wir sie in alle Demut glauben, die wir dem unendlichen Wesen schulden, das weder täuschen noch getäuscht werden kann.“

—  Pierre Bayle französischer Philosoph und Schriftsteller 1647 - 1706

Historisches und kritisches Wörterbuch : eine Auswahl / Pierre Bayle ; übers. und hrsg. von Günter Gawlick und Lothar Kreimendahl. - Lizenzausg. - [Darmstadt] : Wiss. Buchges., 2003; Dritte Klarstellung, S.623.

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„Wer Schulden hat, muss auch notwendig lügen.“

—  Herodot antiker griechischer Geschichtsschreiber, Geograph und Völkerkundler -484 - -425 v.Chr

Historien 1,138.1; vgl. Schöll S.134 books.google https://books.google.de/books?id=BFwMAAAAYAAJ&pg=PA134
Original altgriech.: "ἀναγκαίην φασὶ εἶναι τὸν ὀφείλοντα καί τι ψεῦδος λέγειν." - :el:s:Ιστορίαι (Ηροδότου)/Κλειώ#v138.1

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„Blut ist doch was ganz Merkwürdiges. Man mag es ungern fließen sehen, und dabei ist es schuld an allen Dummheiten auf der Welt.“

—  Martin Andersen Nexø dänischer Schriftsteller 1869 - 1954

Erinnerungen. Gesammelte Werke in Einzelbänden. Aus dem Dänischen übersetzt von Ernst Harthern (1884-1969). 1. Auflage. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag, 1966. S. 411

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„Das Leben ist der Güter höchstes nicht, // Der Übel größtes aber ist die Schuld.“

—  Friedrich Schiller, Die Braut von Messina

Quelle: Die Braut von Messina (1803) / Chor (die letzten Verse des Trauerspiels)

https://books.google.de/books?hl=de&id=zQI7AAAAcAAJ&pg=PA162&dq=%22die%20schuld%22 S. 162

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„Kriton, wir schulden dem Asklepios einen Hahn. Opfert ihm den und versäume es nicht.“

—  Sókratés griechischer Philosoph -470 - -399 v.Chr

Letzte Worte, 399 v.Chr., zu Freund Kriton, nachdem er den Schierlingsbecher getrunken hatte, gemäß Platon, Phaidon 118a
Original griech.: "Ὦ Κρίτων […] τῷ Ἀσκληπιῷ ὀφείλομεν ἀλεκτρυόνα. ἀλλὰ ἀπόδοτε καὶ μὴ ἀμελήσητε."

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„Schicksalsschläge lassen sich ertragen - sie kommen von außen, sind zufällig. Aber durch eigene Schuld leiden - darin liegt der Schmerz des Lebens.“

—  Oscar Wilde, Lady Windermeres Fächer

Lady Windermeres Fächer, 1. Akt, Lord Windermere
Original engl.: "Misfortunes one can endure - they come from outside, they are accidents. But to suffer for one's own faults - ah! - there is the sting of life."
Lady Windermeres Fächer - Lady Windermere's Fan (1892)

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„Gar manches ist vorherbestimmt; // Das Schicksal führt ihn in Bedrängnis; // Doch wie er sich dabei benimmt, // Ist seine Schuld und nicht Verhängnis.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

S. 646
Hans Huckebein der Unglücksrabe

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„Was hülf mir Kron' und Land und Gold und Ehre? // Die könnten mich nicht freun! // 's ist leider Krieg - und ich begehre // Nicht schuld daran zu seyn.“

—  Matthias Claudius deutscher Dichter und Journalist, Lyriker mit volksliedhafter, aber durchaus eigentümlicher Verskunst 1740 - 1815

Kriegslied, Verse 21-24.In: ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, Vierter Theil, beym Verfasser, Wandsbeck 1774, S. 89

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„Mißklänge giebt es überall, und nur unser ist die Schuld, wenn wir sie übermäßig empfinden.“

—  Gustav Freytag deutscher Schriftsteller 1816 - 1895

Die verlorene Handschrift [1864]. Roman in fünf Büchern. 2. Theil. 16. Auflage. Leipzig: Hirzel, 1886. S. 329f.

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„Der Grundsatz, nach dem ich entscheide, ist: Die Schuld ist immer zweifellos.“

—  Franz Kafka, buch In der Strafkolonie

In der Strafkolonie, Kurt Wolff Verlag, Leipzig 1919, S. 18
Andere Werke

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„Stolz will nicht schulden, Eigennutz nicht zahlen.“

—  François de La Rochefoucauld französischer Schriftsteller 1613 - 1680

Reflexionen, Maxime 228
Original franz.: "L'orgueil ne veut pas devoir, et l'amour-propre ne veut pas payer."

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„Alle Verbrechen sind auch vor dem Erfolg der Tat, soweit genug Schuld besteht, ausgeführt.“

—  Seneca d.J., buch De constantia sapientis

Über die Standhaftigkeit des Weisen (De constantia sapientis), VII, 4
Original lat.: "Omnia scelera etiam ante effectum operis, quantum culpae satis est, perfecta sunt."
Über die Standhaftigkeit des Weisen - De constantia sapientis

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„Tausend Jahre werden vergehen und diese Schuld von Deutschland nicht wegnehmen.“

—  Hans Frank deutscher Politiker, MdR und Kriegsverbrecher 1900 - 1946

über die Judenvernichtung; später relativierte Frank diese Aussage; Nürnberger Prozesse, Donnerstag, 18. April 1946, www.zeno.org, Vormittagssitzung http://www.zeno.org/Geschichte/M/Der+N%C3%BCrnberger+Proze%C3%9F/Hauptverhandlungen/Einhundertelfter+Tag.+Donnerstag,+18.+April+1946/Vormittagssitzung.

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„Versprechen machet Schuld.“

—  Friedrich von Hagedorn deutscher Dichter 1708 - 1754

Fabeln. 1. Buch: Bruder Fritz. Aus: Sämmtliche Poetische Werke. Zweyter Theil. Carlsruhe: Schmieder, 1775. S. 173.

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„Ich begreife den Antisemitismus. Wir Juden haben uns, wenn auch nicht durch unsere Schuld, als Fremdkörper inmitten verschiedener Nationen erhalten. Wir haben im Ghetto eine Anzahl gesellschaftswidriger Eigenschaften angenommen. Unser Charakter ist durch den Druck verdorben, und das muß durch einen anderen Druck wieder hergestellt werden.“

—  Theodor Herzl Ein österreichisch-ungarischer jüdischer Schriftsteller 1860 - 1904

Tagebucheintrag, S. 10 alo http://www.literature.at/viewer.alo?objid=12794&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=17
Tagebuch

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„Als ich das Haus kaufte, hatte ich 50.000 Dollar Schulden; jetzt, dreißig Jahre später, sind es immer noch 50.000. Was sagt Ihnen das über meine Karriere?“

—  John Cassavetes US-amerikanischer Schauspieler und Regisseur 1929 - 1989

Ray Carney (Hrsg.): "Cassavetes über Cassavetes", Frankfurt am Main 2003, Seite 659. Übersetzer: Marion Kagerer. ISBN 3-88661-256-2

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„Wenn ich dir etwas gebe, bettelst du umso mehr. Der Erste, der seine Hand auftut, ist schuld an deiner Gemeinheit, weil er dich zum Faulenzer machte.“

—  Plutarch griechischer Schriftsteller 46 - 127

Königs- und Feldherrnsprüche / ein Spartaner zu einem Bettler

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„Ich rede vor Ihnen als einer, der in der Nazizeit nicht in Schuld geraten konnte, weil er die Gnade der späten Geburt und das Glück eines besonderen Elternhauses gehabt hat.“

—  Helmut Kohl Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1930 - 2017

Am 24. Januar 1984 in einer Rede vor der Knesset in Israel, Deutschlandradio Kalenderblatt http://www.dradio.de/dlr/sendungen/kalender/227514/. Ursprünglich stammt die Formulierung von der "Gnade der späten Geburt" von Günter Gaus: Wo Deutschland liegt - Eine Ortsbestimmung. Hoffmann und Campe, Hamburg 1983, Seite 275 http://books.google.de/books?ei=C7sYTerBL4vusgbnttTBDQ&ct=result&id=QSJoAAAAMAAJ&dq=G%C3%BCnter+Gaus%3A+%22Wo+Deutschland+liegt.+Eine+Ortsbestimmung%22.&q=gnade. Siehe auch DER SPIEGEL 15. September 1986 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13519977.html

„Niemand von uns ist ohne Schuld und ohne Bosheit. Sonst wären wir ja Engel.«“

—  Marie Louise Fischer deutsche Schriftstellerin 1922 - 2005

Undine: das geheimnisvolle Mädchen. Zürich: Schweizer Verlagshaus, 1972. S. 63. ISBN 3-7263-6113-8

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„Entweder wird Griechenland die Schulden verschwinden lassen oder die Schulden werden Griechenland verschwinden lassen.“

—  Giorgos Andrea Papandreou griechischer Politiker und Premierminister 1952

zur Schuldenkrise in Griechenland, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 7. Januar 2010, FAZ online http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~E9F65A3D3A44240A796640CE5572E93A3~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlenews

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„Schuld am Zuwachs der NPD ist Schröders Politik der faulen Hand.“

—  Markus Söder deutscher Politiker (CSU) und Bayerischer Staatsminister der Finanzen 1967

Spiegel http://www.spiegel.de/politik/deutschland/streit-ueber-npd-umgang-regierung-und-opposition-liefern-sich-schlagabtausch-a-340465.html am 5. Februar 2005

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„Ich finde keine Schuld an ihm.“

—  Pontius Pilatus römischer Präfekt von Judäa zur Zeit von Jesus Christus -12 - 38 v.Chr

[Bibel Johannes, 18, 38, Luther]
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„Dass Menschen in Schuld geraten, ist schlimm; aber sich schuldig zu fühlen und nicht an Vergebung glauben zu können, - das ist die Hölle.“

—  Eugen Drewermann katholischer Theologe und Psychotherapeut 1940

Ich steige hinab in die Barke der Sonne. Olten, 1993. ISBN 3-530-16901-3

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„Ich muss die Schuld bei mir suchen. Die desaströsen militärischen Niederlagen auf dem Festland lagen nicht an der überwältigenden Stärke der Kommunisten, sondern am organisatorischen Kollaps, lascher Disziplin und niedriger Disziplin der [nationalistischen] Parteimitlgieder.“

—  Chiang Kai-shek chinesischer Politiker, Präsident der Republik China 1887 - 1975

Bemerkung zur Niederlage der Nationalisten auf Festlandchina; New York Times: The Life of Chiang Kai-shek: A Leader Who Was Thrust Aside by Revolution, 6. April 1957, abgerufen am 19. April 2010; Übersetzung: Wikiquote

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„Doch es gibt Augenblicke im Leben, in denen Schweigen zur Schuld und Sprechen zur Notwendigkeit wird. Eine Bürgerpflicht, eine moralische Herausforderung, ein kategorischer Imperativ, dem man sich nicht entziehen kann.“

—  Oriana Fallaci italienische Journalistin, Schriftstellerin und Widerstandskämpferin 1929 - 2006

Die Wut und der Stolz. München, 2004. Übersetzer: Paula Cobrace. ISBN 3-548-60379-3
Original italienisch: "Ma vi sono momenti, nella vita, in cui tacere diventa una colpa e parlare diventa un obbligo. Un dovere civile, una sfida morale, un imperativo categorico al quale non ci si può sottrarre." - La rabbia e l'orgoglio. Rizzoli, 2001. p. 13.

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„Wenn ich schaue, wie tief unser Vaterland verwüstet ist, denke ich nur an die Tiefe meiner Schuld [gegenüber Japan].“

—  Doihara Kenji japanischer Spion 1883 - 1948

Abschiedsvers vor der Hinrichtung am 21. Dezember 1948. Ursula Heukenkamp (Hrsg.): Schuld und Sühne? Kriegserlebnis und Kriegsdeutung in deutschen Medien der Nachkriegszeit (1945–1961). Rodopi-Verlag Amsterdam Atlanta, ISBN 90-420-1445-8, S. 447 books.google https://books.google.de/books?id=sq4uxTq8PqsC&pg=PA447&dq=vaterland

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„Aufklärung heißt nichts anderes, als die Unschuld messen mit dem Maaße der Schuld!“

—  Rainer Maria Rilke österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier 1875 - 1926

Anita Forrer Briefwechsel

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„Das stimmt, solche Menschen gibt es", antwortete Herr Dimmesdale. "Doch ohne an naheliegendere Gründe zu denken, wäre es doch möglich, daß sie Schweigen bewahren aus der Veranlagerung ihres Wesens. Oder daß sie - dürfen wir es nicht annehmen?-, schuldig wie sie vielleicht sind, trotzdem am Eifer zu Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen festhalten und deshalb zurückschrecken, sich schwarz und dreckig vor den Augen der Menschen zu zeigen, weil sie danach nichts Gutes bewirken, nichts Schlechtes aus der Vergangenheit durch besseren Dienst auslöschen können. So wandeln sie zur eigenen unaussprechlichen Qual unter ihren Mitgeschöpfen und sehen dabei rein aus wie frisch gefallener Schnee, auch wenn ihre Herzen durch Unrecht befleckt und besudelt sind, von dem sie sich selbst nicht befreien können."
"Diese Menschen betrügen sich selbst", sagte Roger Chillingworth mit etwas größerem Nachdruck als gewöhnlich und machte eine kleine Geste mit dem Zeigefinger. "sie fürchten, die Schande auf sich zu nehmen, die ihnen von Rechts wegen zusteht. Ihre Liebe zu den Menschen, ihr Eifer für den Gottesdienst - diese heiligen Triebe mögen oder mögen nicht in ihren Herzen gemeinsam mit den bösen Insassen existieren, denen eigene Schuld die Tür entriegelt hat, so daß sie ihre Höllenbrut fortpflanzen müssen. Doch wenn sie Gott verehren wollen, dann sollen sie ihre unreinen Hände nicht gen Himmel heben! Wenn sie ihren Mitmenschen dienen wollen, dann sollen sie es, indem sie Kraft und Wirklichkeit des Gewissens zeigen und sich zur reuevollen Selbsterniedrigung zwingen! Möchten Sie, daß ich denke, o mein weiser, frommer Freund, ein falscher Schein könne mehr tun, könne besseres tun zur Ehre Gottes und zum Wohle der Menschen, als Gottes eigene Wahrheit? Glauben Sie mir, diese Menschen betrügen sich selbst!“

—  Nathaniel Hawthorne, buch Der scharlachrote Buchstabe

The Scarlet Letter

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„Mann kann Kantorek natürlich nicht damit in Zusamenhang bringen; - wo bliebe die Welt sonst, wenn man das schon Schuld nennen wollte. Es gab ja Tausende von Kantoreks, die alle überzeugt waren, auf eine für sie bequeme Weise das Beste zu tun.

Darin liegt aber gerade für uns ihr Bankerott.

Sie sollten uns Achtzehnjährigen Vermittler und Führer zur Welt des Erwachsenseins werden, zur Welt der Arbeit, der Pflicht, der Kultur und des Fortschritts, zur Zukunft. Wir verspotteten sie manchmal und spielten ihnen kleine Streiche, aber im Grunde glaubten wir ihnen. Mit dem Begriff der Autorität, dessen Träger sie waren, verband sich in unseren Gedanken größere Einsicht und menschlicheres Wissen. Doch der erste Tote, den wir sahen, zertrümmerte diese Überzeugung. Wir mußten erkennen, daß unser Alter ehrlicher war als das ihre; sie hatten vor uns nur die Phrase und die Geschicklichkeit voraus. Das erste Trommelfeuer zeigte uns unseren Irrtum, und unter ihm stürzte die Weltanschauung zusammen, die sie uns gelehrt hatten.

Während sie noch schrieben und redeten, sahen wir Lazarette und Sterbende; - während sie den Dienst am Staate als das Größte bezeichneten, wußten wir bereits, daß die Todesangst stärker ist. Wir wurden darum keine Meuterer, keine Deserteure, keine Feiglinge – alle diese Ausdrücke waren ihnen ja so leicht zur Hand -, wir liebten unsere Heimat genau so wie sie, und wir gingen bei jedem Angriff mutig vor; - aber wir unterschieden jetzt, wir hatten mit einem Male sehen gelernt. Und wir sahen, daß nichts von ihrer Welt übrigblieb. Wir waren plötzlich auf furchtbare Weise allein; - und wir mußten allein damit fertig werden.“

—  Erich Maria Remarque deutscher Autor 1898 - 1970

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„[A]m Ende ist man immer selber schuld, wenn man Schnaps trinkt.“

—  Sven Regener, buch Herr Lehmann

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„Irgendwer muss ja schuld sein.“

—  Kai Meyer Deutscher Schriftsteller, Journalist, Drehbuchautor 1969

Die Seiten der Welt

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„Dass soviel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld.“

—  Marie von Ebner-Eschenbach österreichische Schriftstellerin 1830 - 1916

Aphorisms (1880/1893)

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„[…] und wo es keine Absicht gegeben habe, da gebe es auch keine Schuld.“

—  Titus Livius, buch Ab urbe condita

Römische Geschichte, Buch I-III, 4. Auflage, Hrsg. Hans Jürgen Hillen, Patmos Verlag, 2007, ISBN 978-3760815510, S. 153, books.google.de https://books.google.de/books?id=1E3nBQAAQBAJ&pg=PA153&dq=%22und+wo+es+keine+Absicht+gegeben+habe,+da+gebe+es+auch+keine+Schuld.%22
Original lat.: "[...] et unde consilium afuerit culpam abesse." - Liv. 1, 58, 9. An Lucretia gerichtet in indirekter Rede
Ab urbe condita

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„Ungeduld hat häufig Schuld.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

Dummheit, die man bei den anderen sieht, S. 872
Spricker - Aphorismen und Reime

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„Aber man gewöhnt sich an die Schulden… und… dass das ganze Leben in Schulden vergeht, auch daran habe ich mich gewöhnt…“

—  Micho Mossulischwili, Weihnachtsgans mit Quitten

Weihnachtsgans mit Quitten. Berlin: Verlag Theater der Zeit, 2015. S. 232 / Michael Hanser
Original georgisch: "ისე კი, შეჩვევა სცოდნია ვალებს... და... მთელი ცხოვრება რომ ვალებში გადის, უკვე ამასაც მივეჩვიე...." - „თითქმის პიკასო და ცოტა ბოსხი მარჯვნიდან“, 2010, ISBN 978-99940-60-87-0
Weihnachtsgans mit Quitten

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„Ich war einst in eine schöne Blondine verliebt, meine Liebe. Durch sie kam ich zum Trinken. Das ist die eine Sache, für die ich ihr soviel schulde.“

—  W. C. Fields US-amerikanischer Schauspieler 1880 - 1946

"I was in love with a beautiful blonde once, dear. She drove me to drink. That's the one thing I'm so indebted to her for."
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„Darum stehen wir alle mit in der Schuld. Wir verleugnen nicht, daß auch die Nazis unsere Brüder sind. Wir schämen uns ihres Tuns, aber wir schämen uns nicht, sie Brüder zu heißen. Können wir zu Hitlers Taten und Ende anders sagen als: 'Wehe, daß solches geschehen konnte in meinem Volke?“

—  Gustav Heinemann ehemaliger Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland 1899 - 1976

zum Stuttgarter Schuldbekenntnis vom 19. Oktober 1945, zitiert in Diether Koch: Heinemann und die Deutschlandfrage. Chr. Kaiser Verlag München, 1972, Seite 59 books.google https://books.google.de/books?id=6XrWAAAAIAAJ&q=wehe

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