Zitate von Friedrich Kellner

Friedrich Kellner Foto

5   0

Friedrich Kellner

Geburtstag: 1. Februar 1885
Todesdatum: 4. November 1970

August Friedrich Kellner war ein deutscher Sozialdemokrat, Justizinspektor und Autor dokumentarischer Aufzeichnungen in der Zeit des Naziregimes in Deutschland. Im Geheimen hatte er während der Zeit des Nationalsozialismus Tagebücher geführt. Er sagte später dazu:

„Ich konnte die Nazis damals nicht in der Gegenwart bekämpfen. Also entschloss ich mich, sie in der Zukunft zu bekämpfen. Ich wollte kommenden Generationen eine Waffe gegen jedes Wiederaufleben solchen Unrechts geben. Meine Augenzeugenberichte sollten die barbarischen Akte aufzeichnen und auch zeigen, wie man sie beenden konnte.“

↑ Magers, Phil: German's war diary goes public. The Washington Times, 28. März 2005

Bestellen Sie Zitate:


„Wir wollen alles ertragen, wenn wir nur die Gewißheit haben, daß das Ungeheuer Hitler mit seiner unersättlichen Blüt - und Plünderungsgier bald seine letzten Schandtaten begangen haben wird.“ Tagebucheintrag, 28. März 1945

„Es gibt keine Strafe, die hart genug wäre, bei diesen Nazi-bestien angewendet zu werden. Natürlich müssen bei der Vergeltung auch wieder die Unschuldigen mitleiden. 99% der deutschen Bevölkerung tragen mittelbar oder unmittelbar die Schuld an den heutigen Zuständen. Deshalb kann es nur heißen: ‘Mitgegangen - mitgehangen’.“ Tagebucheintrag, 28. Oktober 1941


„Die Demokratie mit den Füßen zu treten und einem einzigen Menschen die Gewalt über nahezu 80 Millionen Menschen zu geben, ist so furchtbar, daß man ob der Dinge, die da kommen werden, sehr wohl zittern kann.“ Tagebucheintrag, 17. September 1939

„Der Sieg der Amerikaner, Engländer und Russen war erforderlich, den Nationalsozialistischen Irrwahn und die Welteroberungspläne zu zerstören.“ Tagebucheintrag, 1. Mai 1945

„Warum nur Haß? Wo bleibt die Liebe? Oder wenigstens ein bisschen Anständigkeit anderen Völkern gegenüber. Genau wie wir uns den Juden gegenüber benommen haben, genau so wollen wir alle anderen Völker die uns irgendwie im Wege sind zerschlagen, zertrampeln – ja sogar ausrotten.“ Tagebucheintrag, 30 März 1940

Ähnliche Autoren