Zitate über wesentlich

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema wesentlich, mensch, menschen, zeit.

Insgesamt 88 Zitate, Filter:

Citát „Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
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„Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

—  Antoine de Saint-Exupéry, buch Der kleine Prinz

Der kleine Prinz
Original franz.: "Adieu, dit le renard. Voici mon secret. Il est très simple: On ne voit bien qu'avec le cœur. L'essentiel est invisible pour les yeux." - Le Petit Prince, chap. XXI
Der kleine Prinz, Le petit prince (1943)
Variante: Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

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„Der wesentliche Unterschied zwischen einer Katze und einer Lüge besteht darin, dass eine Katze nur neun Leben hat.“

—  Mark Twain, buch Following the Equator

Following the Equator, chapter LXIII und The Tragedy of Pudd'nhead Wilson, chapter 7
Original engl.: "The principal difference between a cat and a lie is that the cat has only nine lives." (Following the Equator)
Original engl.: "One of the most striking differences between a cat and a lie is that a cat has only nine lives" (Pudd'nhead Wilson)
Following the Equator

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„Diejenigen, die bereit sind, wesentliche Freiheiten aufzugeben, um zeitweilig Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“

—  Thomas Jefferson dritter amerikanische Präsident 1743 - 1826

Benjamin Franklin, in: William Temple Franklin (Hrsg.), Memoirs of the life and writings of Benjamin Franklin, Vol. 1, Printed by T.S. Manning, Philadelphia, 1818. S. 333-334. Die Forschung vermutet inzwischen den britischen Kolonialagenten Richard Jackson als Miturheber des Zitats.
Fälschlich zugeschrieben

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„Wer wesentliche Freiheit aufgeben kann, um eine geringfügige bloß jeweilige [= einstweilige] Sicherheit zu bewirken [= erlangen], verdient weder Freiheit, noch Sicherheit.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

Bemerkungen über die Vorschläge. In: Dr. Benjamin Franklin's nachgelassene Schriften und Correspondenz, nebst seinem Leben. Band 3. Franklin's Leben ersten Theil enthaltend. Weimar 1818 S. 442 books.google http://books.google.de/books?id=yeJOAAAAcAAJ&pg=PA442 (zum "Entwurf, wie eine dauernde Vereinigung zwischen England und seinen Pflanzungen [= Kolonien] bewirkt werden könnte", Januar 1775, a.a.O. S. 434 books.google http://books.google.de/books?id=yeJOAAAAcAAJ&pg=PA434)
(Original engl.: "They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety." (1775) - Remarks on the Propositions (A Plan which it is believed would produce a permanent union between Great Britain and her Colonies), in: William Temple Franklin (Hrsg.), Memoirs of the life and writings of Benjamin Franklin, Vol. 1, Printed by T.S. Manning, Philadelphia, 1818. S. 333-334. , London, 1818. p. 270 books.google http://books.google.de/books?id=W2MFAAAAQAAJ&pg=PA270.
In der Forschung wird eine Anlehnung an ein früheres Zitat von Franklin im Poor Richard's Almanack (1738) angenommen: "Sell not virtue to purchase wealth, nor liberty to purchase power." franklinpapers.org http://franklinpapers.org/franklin/yale?vol=2&page=190f&rqs=625&rqs=629&rqs=630 ("Verkaufe nicht Tugend, um Wohlstand zu erlangen, und auch nicht Freiheit für Macht.")
Als "Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety" bereits im Schreiben Franklins vom 11. November 1755 im Namen der Versammlung von Pennsylvania an den Gouverneur, founders.archives.gov https://founders.archives.gov/documents/Franklin/01-06-02-0107#BNFN-01-06-02-0107-fn-0005 (auch in: An Historical Review of the Constitution and Government of Pennsylvania, Printed for R. Griffiths, London, 1759. Titelseite https://books.google.de/books?id=uTAmAAAAMAAJ&printsec=frontcover u. S. 289 http://books.google.de/books?id=uTAmAAAAMAAJ&pg=PA289&dq=temporary books.google)
Oft paraphrasiert, z.B. als: "Wer Freiheit für Sicherheit aufgibt, wird beides verlieren."
Fälschlich Thomas Jefferson zugeschrieben.
Autobiographie

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„DAS GRUNDSÄTZLICHE AUSWEICHEN VOR DEM WESENTLICHEN ist das Problem des Menschen.“

—  Wilhelm Reich österreichisch-US-amerikanischer Psychiater, Psychoanalytiker, Sexualforscher und Soziologe 1897 - 1957

Christusmord, Übers. aus dem Englischen von Bernd A. Laska. Olten und Freiburg/Br.: Walter-Verlag 1978 (Engl. Orig.: The Murder of Christ, Orgone Institute Press, Rangeley ME/USA 1953)
"It is the BASIC EVASION OF THE ESSENTIAL which is the problem of man." - The Murder of Christ - The Emotional Plague of Mankind. Noonday Press, 1966. p. 4 books.google http://books.google.de/books?id=SebYAAAAMAAJ&q=essential

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„Der moderne Staat, was auch seine Form, ist eine wesentlich kapitalistische Maschine, Staat der Kapitalisten, der ideelle Gesamtkapitalist.“

—  Friedrich Engels, buch Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft

Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft. MEW 19, S.222, 1880
Marx-Engels-Werke

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„Alle Befreiung, oder was man gemeinhin Glück nennt, ist eigentlich und wesentlich immer nur negativ und durchaus nie positiv.“

—  Arthur Schopenhauer, buch Die Welt als Wille und Vorstellung

Die Welt als Wille und Vorstellung, Viertes Buch, § 58
Die Welt als Wille und Vorstellung

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„Das neunzehnte Jahrhundert, wie wir es kennen, ist im Wesentlichen eine Erfindung von Balzac.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Der Verfall der Lüge / Vivian
Original engl.: "The nineteenth century, as we know it, is largely an invention of Balzac."
Der Verfall der Lüge - The Decay Of Lying

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„Klatsch ist etwas Reizendes. Geschichte zum Beispiel ist im Wesentlichen nicht anderes als Klatsch. Skandalgeschichten hingegen sind ein durch Moralität verdorbener Klatsch.“

—  Oscar Wilde, Lady Windermeres Fächer

Lady Windermeres Fächer, 3. Akt / Cecil Graham
Original engl.: "Gossip is charming! History is merely gossip. But scandal is gossip made tedious by morality."
Lady Windermeres Fächer - Lady Windermere's Fan (1892)

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„Die griechische Kleidung war im Wesentlichen unkünstlerisch. Einzig der Körper soll den Körper offenbaren.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend
Original engl.: "Greek dress was in its essence inartistic. Nothing should reveal the body but the body."
Sätze und Lehren zum Gebrauch für die Jugend - Phrases and Philosophies for the Use of the Young

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„Kein Künstler ist während der ganzen vierundzwanzig Stunden seines täglichen Tages ununterbrochen Künstler; alles Wesentliche, alles Dauernde, das ihm gelingt, geschieht immer nur in den wenigen und seltenen Augenblicken der Inspiration.“

—  Stefan Zweig, buch Sternstunden der Menschheit

Sternstunden der Menschheit: zwölf historische Miniaturen. 2. Auflage. Frankfurt/M.: Fischer, 1982. S. 7, ISBN 3-10-097051-9. Erster Satz des „Vorworts“ gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/sternstunden-der-menschheit-6863/1

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„Tatsachen, Tatsachen, Tatsachen gaben sich in jedem wesentlichen Anblick der Stadt kund; und Tatsachen, Tatsachen, Tatsachen in jedem nicht wesentlichen. […] Was man also nicht mit Zahlen beweisen und dartun konnte, daß es auf dem billigsten Markte zu kaufen und auf dem teuersten zu verkaufen war, das hatte keine Existenzberechtigung, das sollte niemals sein, bis zu aller Welt Ende, Amen.“

—  Charles Dickens englischer Schriftsteller 1812 - 1870

Schwere Zeiten, Fünftes Kapitel. gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&xid=4014&kapitel=6&cHash=31c32fc3c12#gb_found
Original engl.: "Fact, fact, fact, everywhere in the material aspect of the town; fact, fact, fact, everywhere in the immaterial. [...] what you couldn't state in figures, or show to be purchaseable in the cheapest market and saleable in the dearest, was not, and never should be, world without end, Amen."
Schwere Zeiten (Hard Times)

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„Geschichte ist nur das, was in der Entwicklung des Geistes eine wesentliche Epoche ausmacht.“

—  Georg Wilhelm Friedrich Hegel deutscher Philosoph 1770 - 1831

Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte
Vorlesungen über die Philosophie der Geschichte

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„Es ist unmöglich, Künstler zu sein und dabei der Schranken und Gesetze nicht zu achten. Die Kunst ist Begrenzung; zum Wesentlichen eines Bildes gehört der Rahmen.“

—  Gilbert Keith Chesterton, buch Orthodoxy

Aphorismen und Paradoxa
"it is impossible to be an artist and not care for laws and limits. Art is limitation ; the essence of every picture is the frame." - Orthodoxy. Lane 1941, chapter III: The Suicide of Thought, p. 69 books.google https://books.google.de/books?id=AZYLAAAAIAAJ&dq=frame
Aphorismen und Paradoxa

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„Bildung ist die Fähigkeit Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, und jenes ernst zu nehmen.“

—  Paul de Lagarde deutscher Kulturphilosoph und Orientalist 1827 - 1891

Die graue Internationale, in: Deutsche Schriften. Zweiter Band. Göttingen 1881. S. 95 ff., 102 archive.org http://archive.org/stream/deutscheschrift02lagagoog#page/n109/mode/2up

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„der Himmel ist das umfangende, spendende, wesentlich feurige, männliche Prinzip, die Erde aber das umarmte, empfangende, dunkle, feuchte, weibliche Prinzip; aus der Verknüpfung beider sind alle Dinge hervorgegangen.“

—  Joseph Görres deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist 1776 - 1848

Mythengeschichte der asiatischen Welt, Erster Band, Mohr und Zimmer, Heidelberg 1810, S. 24,

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„Es ist wahr: Europa ist kein Christenklub. Aber wahr ist auch: Europa ist ein Grundwerteklub. Hier bei uns gelten Menschen- und Bürgerrechte. Diese Menschen- und Bürgerrechte beruhen bei uns ganz wesentlich auf dem Menschenbild des Christentums.“

—  Angela Merkel deutsche Bundeskanzlerin 1954

Rede auf dem 20. Bundesparteitag der CDU am 27. November 2006 in der Dresdner Frauenkirche, dresden2006.cdu.de http://www.dresden2006.cdu.de/download/061127_parteitag_rede_merkel.pdf
2006

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„Marketing ist im wesentlichen die Entdeckung, daß Kunden auch Menschen sind, denen man nicht jeden Dreck zu jedem Preis einreden kann.“

—  Helmut A. Gansterer österreichischer Journalist und Autor 1946

Quelle: Das Lernen. Der Geist. Die Siege. 63 Essays über Erfolg im Zeitalter der Kopfarbeit. VaBene Verlag Klosterneuburg-Wien 2001, ISBN 3-85167-090-6, S. 205; siehe vabene.at http://www.vabene.at/collect/erfolg/090_6l.htm

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„Was ist Raum und Zeit? Darum geht es bei dem Problem der Quantengravitation. Mit der allgemeinen Relativitätstheorie gab Einstein uns nicht nur eineTheorie der Gravitation, sondern auch eine Theorie über dasWesen von Raum und Zeit, welche die vorausgegangene Konzeption Newtons erledigte. Die Schwierigkeit bei der Quantengravitation besteht darin, die aus der Relativitätstheorie gewonnenen Erkenntnisse über Raum und Zeit mit der Quantentheorie zu vereinbaren, die ebenfalls wesentliche, tiefgreifende Erklärungen über die Natur abgibt.“

—  Lee Smolin US-amerikanischer Physiker 1955

"Eine Theorie des ganzen Universums" in John Brockman: Die dritte Kultur - Das Weltbild der modernen Naturwissenschaft; aus dem Amerikanischen übertragen von Sebastian Vogel, Goldmann Verlag, München 1996, ISBN 3-442-72035-4, Seite 400
Original engl.: "What is space and what is time? This is what the problem of quantum gravity is about. In general relativity, Einstein gave us not only a theory of gravity but a theory of what space and time are--a theory that overthrew the previous Newtonian conception of space and time. The problem of quantum gravity is how to combine the understanding of space and time we have from relativity theory with the quantum theory, which also tells us something essential and deep about nature." - "A Theory of the Whole Universe" in John Brockman: The third culture - Simon & Schuster, New York 1995., ISBN 0-684-80359-3, Page 287 Chapter 17 http://www.edge.org/documents/ThirdCulture/z-Ch.17.html; zitiert in Lee Smolin CV http://www.edge.org/3rd_culture/bios/smolin.html und Antigravity? http://www.holoscience.com/news/antigravity.html

Eugen Drewermann Foto

„Das Maß unserer Menschlichkeit bestimmt sich wesentlich danach, inwieweit wir über Worte verfügen, die das Erleben und die Gefühlswelt von Menschen auszudrücken vermögen.“

—  Eugen Drewermann katholischer Theologe und Psychotherapeut 1940

An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Olten 1988, ISBN 3-530-16857-2

Dieter Nuhr Foto

„Wenn ich kurz vor dem Ertrinken oder Erfrieren stehe, dann würde ich schwimmen oder was Geheiztes aufsuchen. Das hilft mir wesentlich mehr als beten.“

—  Dieter Nuhr deutscher Kabarettist, Autor und Moderator 1960

TV-Beileger zum Stern Nr. 25/2007 vom 14. Juni 2007, S. 3

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„Die Wehrpflicht ist ein Zwangssystem, und beraubt die Wehrpflichtigen wesentlicher Freiheitsrechte. Man braucht gute Argumente, um Menschen ihre Freiheit zu rauben. Das kann man nicht einfach nur machen, um Geld zu sparen.“

—  Sven Regener deutscher Musiker und Schriftsteller 1961

Interview bei tagesschau.de http://www.tagesschau.de/inland/meldung133628.html, 14. Februar 2006

Jürgen Tietz Foto

„Unser Alltag wird zu einem wesentlichen Teil durch die Architektur bestimmt, die uns Tag für Tag umgibt.“

—  Jürgen Tietz deutscher Architekturkritiker 1964

1998 in: Geschichte der Architektur des 20. Jahrhunderts, ISBN 3829005121

„Alle wesentlichen Dinge sind einfach, wenn man sie erst einmal begriffen hat. Schwierig ist nur der Weg, den man bis dahin gehen muss.“

—  Hans Bemmann österreichischer Schriftsteller 1922 - 2003

Stein und Flöte. Und das ist noch nicht alles

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„Ich stelle, um nicht aus meiner Art zu fallen, die jasagend ist und mit Widerspruch und Kritik nur mittelbar, nur unfreiwillig zu thun hat, sofort die drei Aufgaben hin, derentwegen man Erzieher braucht. Man hat sehen zu lernen, man hat denken zu lernen, man hat sprechen und schreiben zu lernen: das Ziel in allen Dreien ist eine vornehme Cultur. – Sehen lernen – dem Auge die Ruhe, die Geduld, das An-sich-herankommen-lassen angewöhnen; das Urtheil hinausschieben, den Einzelfall von allen Seiten umgehn und umfassen lernen. Das ist die erste Vorschulung zur Geistigkeit: auf einen Reiz nicht sofort reagiren, sondern die hemmenden, die abschließenden Instinkte in die Hand bekommen. Sehen lernen, so wie ich es verstehe, ist beinahe Das, was die unphilosophische Sprechweise den starken Willen nennt: das Wesentliche daran ist gerade, nicht »wollen«, die Entscheidung aussetzen können. Alle Ungeistigkeit, alle Gemeinheit beruht auf dem Unvermögen, einem Reize Widerstand zu leisten: – man muß reagiren, man folgt jedem Impulse. In vielen Fällen ist ein solches Müssen bereits Krankhaftigkeit, Niedergang, Symptom der Erschöpfung, – fast Alles, was die unphilosophische Roheit mit dem Namen »Laster« bezeichnet, ist bloß jenes physiologische Unvermögen, nicht zu reagiren. – Eine Nutzanwendung vom Sehen-gelernt-haben: man wird als Lernender überhaupt langsam, mißtrauisch, widerstrebend geworden sein. Man wird Fremdes, Neues jeder Art zunächst mit feindseliger Ruhe herankommen lassen, – man wird seine Hand davor zurückziehn. Das Offenstehn mit allen Thüren, das unterthänige Auf-dem-Bauch-Liegen vor jeder kleinen Thatsache, das allzeit sprungbereite Sich-Hinein-Setzen, Sich-Hinein- Stürzen in Andere und Anderes, kurz die berühmte moderne »Objektivität« ist schlechter Geschmack, ist unvornehm par excellence.“

—  Friedrich Nietzsche deutscher Philosoph und klassischer Philologe 1844 - 1900

Der Fall Wagner/Götzen-Dämmerung/Der Antichrist/Ecce Homo/Dionysos-Dithyramben/Nietzsche contra Wagner

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„Wir sind im Wesentlichen noch dieselben Menschen, wie die des Zeitalters der Reformation: wie sollte es auch anders sein? Aber dass wir uns einige Mittel nicht mehr erlauben, um mit ihnen unsrer Meinung zum Siege zu verhelfen, das hebt uns gegen jene Zeit ab und beweist, dass wir einer höhern Cultur angehören. Wer jetzt noch, in der Art der Reformations-Menschen, Meinungen mit Verdächtigungen, mit Wuthausbrüchen bekämpft und niederwirft, verräth deutlich, dass er seine Gegner verbrannt haben würde, falls er in anderen Zeiten gelebt hätte, und dass er zu allen Mitteln der Inquisition seine Zuflucht genommen haben würde, wenn er als Gegner der Reformation gelebt hätte. Diese Inquisition war damals vernünftig, denn sie bedeutete nichts Anderes, als den allgemeinen Belagerungszustand, welcher über den ganzen Bereich der Kirche verhängt werden musste, und der, wie jeder Belagerungszustand, zu den äussersten Mitteln berechtigte, unter der Voraussetzung nämlich (welche wir jetzt nicht mehr mit jenen Menschen theilen), dass man die Wahrheit, in der Kirche, habe, und um jeden Preis mit jedem Opfer zum Heile der Menschheit bewahren müsse. Jetzt aber giebt man Niemandem so leicht mehr zu, dass er die Wahrheit habe: die strengen Methoden der Forschung haben genug Misstrauen und Vorsicht verbreitet, so dass Jeder, welcher gewaltthätig in Wort und Werk Meinungen vertritt, als ein Feind unserer jetzigen Cultur, mindestens als ein zurückgebliebener empfunden wird. In der That: das Pathos, dass man die Wahrheit habe, gilt jetzt sehr wenig im Verhältniss zu jenem freilich milderen und klanglosen Pathos des Wahrheit-Suchens, welches nicht müde wird, umzulernen und neu zu prüfen.“

—  Friedrich Nietzsche, buch Menschliches, Allzumenschliches

Human, All Too Human (1878), Helen Zimmern translation

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„Erst die Dinge werden wesentlich, die einander vollkommen ausschließen.“

—  Hans Arndt österreichischer Architekt, Zivilingenieur und Konsulent für Hochbau 1904 - 1971

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„Und er [der König von Brobdingnag] gab seine Meinung dahin ab, wer es fertig brächte, zwei Kornähren oder zwei Grashalme auf einem Fleck Bodens zu ziehn, wo zuvor nur einer wuchs, der mache sich mehr um die Menschheit verdient und tue seinem Lande einen wesentlicheren Dienst als das ganze Geschlecht der Politiker zusammengenommen.“

—  Jonathan Swift, buch Gullivers Reisen

Gullivers Reisen. Teil 2: Reise nach Brobdingnag, Kapitel 7, gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/gullivers-reisen-7565/17
And he gave it for his opinion, "that whoever could make two ears of corn, or two blades of grass, to grow upon a spot of ground where only one grew before, would deserve better of mankind, and do more essential service to his country, than the whole race of politicians put together." - Gulliver's Travels. Part II: Voyage to Brobdingnag. Chapter VII en.wikisource https://en.wikisource.org/wiki/Gulliver%27s_Travels/Part_II/Chapter_VII

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„Es gibt eine Unzahl an Büchern, und die Zeit drängt. Das Geheimnis aller Erkenntnis ist deshalb, das Wesentliche herauszugreifen.“

—  Swami Vivekananda, buch Raja Yoga

Raja Yoga, Der Pfad der Konzentration Phänomen-Verlag, Konzentration – Ihre Übung, 2007, Seite 104.

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„Märkte können sich wesentlich länger irrational verhalten, als Sie liquide bleiben.“

—  John Maynard Keynes britischer Ökonom, Politiker und Mathematiker 1883 - 1946

Jason Zweig: Keynes: He Didn’t Say Half of What He Said. Or Did He? http://blogs.wsj.com/marketbeat/2011/02/11/keynes-he-didnt-say-half-of-what-he-said-or-did-he/
Fälschlich zugeschrieben

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„Ich denke, es ist gerade ein guter Zeitpunkt, sich auf das Wesentliche und das Ruhige zu konzentrieren. Mode, Kunst, Fotografie, Film – es gab zu viel davon! Wir brauchen nicht so viele Filme! Und auch nicht so viel Mode! Ich wünsche mir einen Fokus auf die Schönheit dieser Welt!“

—  Thierry Mugler französischer Modeschöpfer 1948

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/thierry-mugler-im-interview-konventionen-habe-ich-nie-verstanden-17005247.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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„Ohne Sprache hätten wir keine Vernunft, ohne Vernunft keine Religion, und ohne diese drei wesentliche Bestandteile unserer Natur weder Geist noch Band der Gesellschaft.“

—  Johann Georg Hamann deutscher Philosoph und Schriftsteller 1730 - 1788

Zwei Scherflein zur neuesten deutschen Literatur. I. In: Johann Georg Hamann's Schriften und Briefe, Dritter Theil, Hrsg. Moritz Petri, Carl Meyer Verlage, Hannover 1873, S. 392, books.google.de https://books.google.de/books?id=iB8uAAAAYAAJ&pg=PA392&dq=Ohne+Sprache+h%C3%A4tten+wir+keine+Vernunft,+ohne+Vernunft+keine+Religion