Zitate über Zwang

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema zwang, freiheit, leben, mensch.

Insgesamt 56 Zitate, Filter:

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„Durch nichts entziehen wir uns so sehr dem Zwange von außen wie durch Selbstzwang.“

—  Arthur Schopenhauer, buch Parerga und Paralipomena

Aphorismen zur Lebensweisheit (Zitat nach Seneca)
Parerga und Paralipomena, Aphorismen zur Lebensweisheit

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„Der Staatsapparat ist ein Zwangs- und Unterdrückungsapparat. Das Wesen der Staatstätigkeit ist, Menschen durch Gewaltanwendung oder Gewaltandrohung zu zwingen, sich anders zu verhalten, als sie sich aus freiem Antriebe verhalten würden.“

—  Ludwig von Mises österreichischer Wirtschaftswissenschaftler 1881 - 1973

Ludwig von Mises: Im Namen des Staates oder die Gefahren des Kollektivismus. Verlag Bonn aktuell, München 1982, ISBN 3-87959-091-5, S. 68, books.google http://books.google.de/books?id=oQYKAQAAIAAJ&q=Unterdr%C3%BCckungsapparat

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„Nichts ist fürchterlicher, als alle Tage von morgens bis abends etwas tun zu müssen, was einem widerstrebt. Und je menschlicher der Arbeiter fühlt, desto mehr muss ihm seine Arbeit verhasst sein, weil er den Zwang, die Zwecklosigkeit für sich selbst fühlt, die in ihr liegen.“

—  Friedrich Engels deutscher Politiker, Unternehmer, Philosoph und Militärhistoriker 1820 - 1895

Die Lage der arbeitenden Klasse in England. MEW 2, S. 346, 1845
Marx-Engels-Werke

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„Islam erlaubt weder Zwang zum Zwecke der Verbreitung seiner eigenen Botschaft, noch gibt sie anderen Religionen freie Hand, das zu tun. In Terrorismus zu schwelgen, und sei es auch im Namen der edelsten Ziele, ist vollkommen unvereinbar mit den Lehren des Islam.“

—  Mirza Tahir Ahmad 4. Khalifat ul-Massih (spirituelles Oberhaupt) der Ahmadiyya Muslim Jamaat 1928 - 2003

„ Botschaft zur Hundertjahrfeier http://web.archive.org/web/20070809183720/http://www.ahmadiyya.de/library/botschaft_100_jahrfeier.html“ am 23. März 1989

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„Jeder Zwang ist Gift für die Seele.“

—  Ludwig Börne deutscher Journalist, Literatur- und Theaterkritiker 1786 - 1837

Briefe aus Paris. 21. Brief, Paris, Sonntag, den 26. Dezember 1830. Aus: Sämtliche Schriften. Neu bearbeitet und hg. von Inge und Peter Rippmann, Bd. 1-3, Düsseldorf: Melzer-Verlag, 1964. Band 3, S. 103 http://www.zeno.org/Literatur/M/B%C3%B6rne,+Ludwig/Schriften/Briefe+aus+Paris/Einundzwanzigster+Brief

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„Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

—  Ayn Rand, buch Atlas wirft die Welt ab

Kap. ENTWEDER - ODER, II. Die Aristokratie der Beziehungen, S. 464
Original englisch: "Money is the barometer of a society's virtue. When you see that trading is done, not by consent, but by compulsion- When you see that in order to produce, you need to obtain permission from men who produce nothing- when you see that money is flowing to those who deal, not in goods, but in favors- when you see that men get richer by graft and by pull than by work, and your laws don’t protect you against them, but protect them against you- when you see corruption being rewarded and honesty becoming a self-sacrifice - you may know that your society is doomed."
Atlas Shrugged

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„Staat = politische Gesellschaft und Zivilgesellschaft, das heißt Hegemonie, gepanzert mit Zwang.“

—  Antonio Gramsci, Gefängnishefte

Gefängnishefte, H. 4, § 88, 783
Original ital.:"Stato = società politica + società civile, cioè egemonia corazzata di coercizione."

„Der unbewusste Zwang, verdrängte Verletzungen zu rächen, ist stärker als jede Vernunft.“

—  Alice Miller schweizerische Autorin und Kindheitsforscherin 1923 - 2010

Abbruch der Schweigemauer. Die Wahrheit der Fakten. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1990. Seite 96
Abbruch der Schweigemauer. Die Wahrheit der Fakten. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1990

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„Wer Weisheit übt, legt Andern keinen Zwang auf“

—  Friedrich Von Bodenstedt deutscher Schriftsteller 1819 - 1892

Tausend und Ein Tag im Orient. Zweiter Band. Berlin 1865. Seite 50.
Mirza Schaffy

Epikur Foto

„Schlimm ist der Zwang, doch es gibt keinen Zwang, unter Zwang zu leben.“

—  Epikur Philosoph der Antike -341 - -269 v.Chr

Sprüche in: Briefe, Sprüche, Werkfragmente

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„Es liegt etwas Knechtisches in Zwang und Strenge.“

—  Michel De Montaigne, buch Essays

Essais

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„Ich hätte gern eine Welt, in der das Ziel der Erziehung geistige Freiheit wäre und nicht darin bestünde, den Geist der Jugend in eine Rüstung zu zwängen, die ihn das ganze Leben lang vor den Pfeilen objektiver Beweise schützen soll. Die Welt braucht offene Herzen und geistige Aufgeschlossenheit, und das erreichen wir nicht durch starre Systeme, mögen sie nun alt oder neu sein.“

—  Bertrand Russell britischer Mathematiker und Philosoph 1872 - 1970

„Warum ich kein Christ bin“, Szcesny Verlag 1963, S. 15
("I should wish to see a world in which education aimed at mental freedom rather than at imprisoning the minds of the young in a rigid armour of dogma calculated to protect them through life against the shafts of impartial evidence. The world needs open hearts and open minds, and it is not through rigid systems, whether old or new, that these can be derived." - Vorwort zu: Why I am not a Christian. Last philosophical testament: 1943-68, S. 567

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„Die Armut hat ihre Freiheiten, der Reichtum seine Zwänge.“

—  Denis Diderot Französischer Schriftsteller und Philosoph des 18. Jahrhunderts 1713 - 1784

Gründe, meinem alten Hausrock nachzutrauern
Zitate mit unvollständiger Quellenangabe

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„Verstellung ist für edle Seelen unerträglicher Zwang; ihr Element, worin sie leben, ist Wahrheit.“

—  Johann Jakob Engel deutscher Schriftsteller und Literaturtheoretiker 1741 - 1802

Offenheit. Aus: Schriften, Dritter Band: Der Fürstenspiegel. Berlin: Myliussisch, 1802. S. 121.

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„Eine Seele ohne Zwang ist auch ohne Laster.“

—  Peter Hille deutscher Schriftsteller 1854 - 1904

Des Platonikers Sohn. In: Dramatische Dichtungen, Gesammelte Werke, Dritter Band, Schuster & Loeffler, Berlin und Leipzig 1904, S. 70,

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„Der Freiheit zu denken ist erstlich der bürgerliche Zwang entgegengesetzt.“

—  Immanuel Kant deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung 1724 - 1804

Was heißt sich im Denken zu orientieren?, A 326
Was heißt sich im Denken zu orientieren? (1786)

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„Weh aber dem Gesetzgeber, der eine auf ethische Zwecke gerichtete Verfassung durch Zwang bewirken wollte! Denn er würde dadurch nicht allein gerade das Gegenteil der ethischen bewirken, sodnern auch seine politische untergraben und unsicher machen.“

—  Immanuel Kant, buch Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft

Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, drittes Stück, erste Abteilung, I, A 125, B 133
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793)

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„Ich mag keinen Broccoli. Und ich mochte ihn nicht seit ich klein war und meine Mutter mich zwang, ihn zu essen. Und ich bin Präsident der Vereinigten Staaten und ich werde keinen weiteren Broccoli essen.“

—  George H. W. Bush Republikanischer Politiker und 41. Präsident der USA 1924 - 2018

Pressekonferenz des Präsidenten am 22. März 1990, www. presidency. ucsb. edu

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„Es ist, darf man sagen, der andauernde Zwang, dem unaufhörlichen Dasseinsschmerz nicht das letzte Wort zu lassen.“

—  Martin Walser deutscher Schriftsteller 1927

Stuttgarter Zeitung Nr. 160/2008 vom 11. Juli 2008, S. 31

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„Wenn die Menschheit wartet, bis die Belastungen und Zwänge offen zutage treten, hat sie zu lange gewartet.“

—  Dennis L. Meadows, buch Die Grenzen des Wachstums

Die Grenzen des Wachstums. Übersetzer: Hans-Dieter Heck. Stuttgart 1972. ISBN 3-421-02633-5

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„Zwang ist die Grundbedingung für das Schüler-Lehrer-Verhältnis.“

—  Kai Hensel deutscher Schriftsteller 1965

in "Dresdner Neue Nachrichten", 27. November 2003

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„Wenn dieser Paragraph, der ein werdendes Leben seiner eigenen Mutter gegenüber schützen soll, fällt, erst dann, wenn jeder Zwang behoben ist, wenn jede Schwangerschafts-Unterbrechung in Freiheit und unter eigener Verantwortlichkeit geschieht, erst dann kann sich das mütterliche Verantwortlichkeitsgefühl ganz entwickeln.“

—  Helene Stöcker deutsche Frauenrechtlerin und Publizistin 1869 - 1943

Quelle: Fort mit der Abtreibungsstrafe! (1924) - wiedergegeben in: Frauen und Sexualmoral. Marielouise Janssen-Jurreit [Hrsg.], Fischer-Taschenbuch-Verl. Frankfurt/M. 1986, S. 239-247. Fort mit der Abtreibungsstrafe http://www.frauenmediaturm.de/stoecker_abtreibungsstrafe.html zit. in Robert Jütte: Geschichte der Abtreibung, Verlag C.H.Beck München 1993, ISBN 3-406-37408-5, S. 162

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„Zwang tötet alle edle, freiwillige Hingebung.“

—  Adolph Freiherr Knigge, buch Über den Umgang mit Menschen

Zweites Buch, 2. Kapitel, Eltern, Kinder, Blutsfreunde. hg. von Karl Goedeke. 16. Ausgabe. Hannover: Hahn, 1878. Seite 126 http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image%3A%C3%9Cber_den_Umgang_mit_Menschen.djvu&page=142
Über den Umgang mit Menschen

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„Die Revolutionen künden sich in den Sternen an. Das war längst so, ehe Menschen die Erde bewohnt haben. Dort sind die Maßstäbe zur Einteilung der Weltzeit, vom flüchtigen Augenblick bis zu den Lichtjahren. Daher deuten sich die tiefsten Veränderungen der menschlichen Ordnung in der Sternkunde an. Der Blick auf den gestirnten Himmel wirft die erste, die unsichtbare Bahn. Dem folgen die Erscheinungen. Die Moderne beginnt und endet mit der kopernikanischen Revolution. Jeder neue Blick auf das All hat einen metaphysischen Hintergrund. Das All und das Auge verändern sich gleichzeitig. Das gilt auch nach der Erfindung der Fernrohre und innerhalb komplizierter Berechnungen. In die Erfassung großer Zeitalter teilen sich heute Geschichte und Naturgeschichte, ohne uns zu befriedigen, obwohl ihnen nicht nur eine Fülle neuen Materials, sondern auch neuer Meßgeräte und Uhren zur Verfügung steht. Die Einteilung läßt sich auf eine Gerade oder auf einen Kreis abtragen, je nachdem, ob ein lineares oder ein zyklisches System angenommen wird. Eine Verbindung von beiden gibt die Spirale, in der die Entwicklung sich sowohl fortbewegt als auch wiederkehrt, wenngleich auf verschiedenen Ebenen. Es scheint, daß zyklische Systeme dem Geist gemäßer sind. Wir bauen auch die Uhren rund, obwohl kein logischer Zwang dazu besteht. Auch Katastrophen werden als wiederkehrend angenommen, so Fluten und Verwüstung, Feuer und Eiszeiten. Das periodische Wachsen und Schwinden der weißen Kappen hat etwas Pulsierendes. Man hat den Eindruck, daß es noch einer kleinen Änderung bedürfte, und ein indisches Philosophem würde konzipiert.“

—  Ernst Jünger deutscher Schriftsteller und Publizist 1895 - 1998

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„Letzten Endes wird der zivilisierte Mensch feststellen, dass er Frieden nur durch Unterwerfung seines barbarischen Nachbarn halten kann; denn der Barbar wird nur dem Zwang gehorchen, mit Ausnahme von ganz außergewöhnlichen Fällen, die man vernachlässigen kann.“

—  Theodore Roosevelt US Amerikanischer Politiker, 26. Präsident der USA 1858 - 1919

Original engl.: "In the long run civilized man finds he can keep the peace only by subduing his barbarian neighbor; for the barbarian will yield only to force, save in instances so exceptional that they may be disregarded." - Expansion and Peace http://www.bartleby.com/58/2.html, Independent, 21. Dezember 1899.

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„Der Zwang des Gesezes und des Schiksaals betastet es nicht; im Kind’ ist Freiheit allein.“

—  Friedrich Hölderlin, buch Hyperion

Erstes Buch, Hyperion an Bellarmin III, S. 13
Hyperion, I. Band

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„Wo die Nothwehr aufhört, fängt der Mord an; ich sehe keinen Grund, der uns länger zum Tödten zwänge.“

—  Georg Büchner, Dantons Tod

Danton's Tod II, 1 / Danton, S. 44, [buechner_danton_1835/48]
Dantons Tod (1835)

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„Jeder Tag weiter bestehenden exponentiellen Wachstums treibt das Weltsystem näher an die Grenzen des Wachstums. Wenn man sich entscheidet, nichts zu tun, entscheidet man sich in Wirklichkeit, die Gefahren des Zusammenbruchs zu vergrößern. […] Wenn die Menschheit wartet, bis die Belastungen und Zwänge offen zutage treten, hat sie zu lange gewartet.“

—  Dennis L. Meadows, buch Die Grenzen des Wachstums

Die Grenzen des Wachstums. Übersetzer: Hans-Dieter Heck. Stuttgart 1972. ISBN 3-421-02633-5, S. 164 https://books.google.de/books?id=BeuQAAAAIAAJ&q=zusammenbruchs books.google https://books.google.de/books?id=BeuQAAAAIAAJ&q=zwänge
"Every day of continued exponetial growth brings the world system closer to the ultimate limits to that growth. A decision to do nothing is a decision to increase the risk of collapse. [...] if the global society waits until those constraints are unmistakebly apparent, it will have waited to long." - The Limits to Growth. New York 1972 donellameadows.org pdf http://www.donellameadows.org/wp-content/userfiles/Limits-to-Growth-digital-scan-version.pdf p. 183

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