„Eifersucht war - das hatte Tsukuru durch diesen Traum begriffen - das trostloseste Gefängnis, das es auf der Welt gab. Denn es war ein Gefängnis, in das der Gefangene sich gewissermaßen selbst einsperrte. Niemand zwang ihn dazu. Er ging aus freien Stücken hinein, schloss von innen ab und warf den Schlüssel durch das Gitter nach außen. Und niemand auf der ganzen Welt wusste, dass er dort eingekerkert war. Nur wenn er sich selbst dazu entschloss, konnte er es verlassen. Denn das Gefängnis befand sich in seinem Inneren. Doch er war außerstande, diesen Entschluss zu fassen. Sein Herz war von einer unüberwindlichen Mauer umgeben. Das war die wahre Natur der Eifersucht.“

Letzte Aktualisierung 18. Januar 2019. Geschichte

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„Die Welt ist ein Gefängnis.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, Götz von Berlichingen

Götz von Berlichingen, Fünfter Akt – Gärtchen am Turn / Elisabeth
Dramen, Götz von Berlichingen (1773)

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„In einem Staat, der seine Bürger willkürlich einsperrt, ist es eine Ehre für einen Mann, im Gefängnis zu sitzen.“

—  Henry David Thoreau, buch Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat
engl.: "Under a government which imprisons any unjustly, the true place for a just man is also a prison"
Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat

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„Die Welt ist nur ein großes Gefängnis, aus dem täglich einige zur Exekution geführt werden.“

—  Walter Raleigh englischer Seefahrer, Entdecker und Schriftsteller 1554 - 1618

Ausspruch im Gefängnis vor seiner Hinrichtung, 1618
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„Das schimmste aber, wenn man ein Gefängnis aus unsichtbaren Mauern bewohnt, ist, dass man sich der Schranken nicht bewusst wird, die den Horizont versperren.“

—  Simone de Beauvoir französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin des 20. Jahrhunderts 1908 - 1986

Memoirs of a Dutiful Daughter

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„Der Schlüssel ist die innere Entwicklung eines jeden und nicht das Äußere.“

—  José Luis Sampedro spanischer Wirtschaftswissenschaftler, Humanist und Schriftsteller 1917 - 2013

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„Als ich aufhörte, war es, als wäre ich aus dem Gefängnis entlassen worden. Ich konnte wirklich gar nichts außer Radfahren, noch nicht mal eine Waschmaschine bedienen.“

—  Brian Holm dänischer Radsportler und Sportdirektor 1962

Spiegel Nr. 30/2007 vom 23. Juli 2007, S. 108

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„Im Gefängnis gewesen sein, das ist ein großes Erlebnis, das kein politischer Mensch aus seinem Dasein streichen kann.“

—  Carl von Ossietzky, buch Rückkehr

Rückkehr. In: Die Weltbühne, 28. Jahrgang, Nummer 52, 27. Dezember 1932, 2. Band, Verlag der Weltbühne, Charlottenburg, S. 925,
Beiträge in "Die Weltbühne"

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„Nimm des innern Menschen wahr; daran liegt äußeres und inneres Leben.“

—  Heinrich Seuse mittelalterlicher Mystiker, wirkte in Konstanz und Ulm, 1831 seliggesprochen 1295 - 1366

Das Leben Heinrich Suso's, LIII. Kapitel, zitiert nach: Heinrich Suso's Leben und Schriften, Hrsg. Melchior Diepenbrock, Dritte Auflage, Verlag der Karl Kollmann'schen Buchhandlung, Augsburg 1854, S. 131,
Originalzitat: "Nim dez ineren menschen war, dar an lit usser leben und inr leben."- Leben Seuses, Kap. IL., in: Heinrich Seuse, Hrsg. K. Bihlmeyer, Stuttgart 1907, S. 165, Zeile 10, archive.org https://archive.org/details/deutscheschrift01seusgoog

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„Warum sollte ich sie auf Jahre hinweg im Gefängnis halten und füttern? – das sagen die Leute.“

—  Tayyip Erdoğan türkischer Politiker, Ministerpräsident der Türkei 1954

im CNN Interview zum Umgang mit Gegener nach dem Putschversuch und der möglichen Wiedereinführung der Todesstrafe in der Türkei. zitiert nach freiepresse.at http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/WELT/UN-warnen-Tuerkei-vor-Wiedereinfuehrung-der-Todesstrafe-artikel9580020.php

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„Missliebige Menschen können einseitig zu Terroristen erklärt und ohne Gerichtsverfahren ins Gefängnis geworfen werden.“

—  Amartya Sen indischer Wirtschaftswissenschaftler und Philosoph 1933

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/friedenspreis-fuer-amartya-sen-anschreiben-gegen-die-ungerechtigkeiten-dieser-welt-17007679.html

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„Wenn ein Mann Vater wird, dann heißt das, dass er sozusagen die Eintrittskarte für das lebenslängliche Gefängnis schon bekommen hat, in der Tasche hat.“

—  Esther Vilar argentinisch-deutsche Schriftstellerin 1935

im Fernsehduell mit Alice Schwarzer, aufgezeichnet am 14. Januar 1975, gesendet am 6. Februar 1975, WDR 16.20 Uhr. youtube https://www.youtube.com/watch?v=py2b1g73bt4 Min. 34:00, siehe auch DER SPIEGEL 7/1975 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41559127.html
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