Zitate über Drang

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema drang, mensch, menschen, ganze.

Insgesamt 50 Zitate, Filter:

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„Folgte man aber dem Drängen, es zöge einen immer weiter in die Ferne.“

—  Leo Tolstoi, buch Auferstehung

Tagebücher, 1857
Auferstehung, Tagebücher (1852-1910)

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„Wir haben eine multikulturelle Gesellschaft in Deutschland, ob es einem gefällt oder nicht […] Die Grünen werden sich in der Einwanderungspolitik nicht in die Defensive drängen lassen nach dem Motto: Der Traum von Multi-Kulti ist vorbei.“

—  Claudia Roth deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), MdB, MdEP 1955

FAZ.net http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E0AAF41904F0348998FAC5D83BD04F158~ATpl~Ecommon~Scontent.html, 20. November 2004

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„Der bunte Drang nach Expression entstammt der grauen Angst vor Regression.“

—  Stefan Hölscher Philosoph, Psychologe, Managementberater, Trainer und Coach 1965

Quelle: Hölscher, Prinzipien oder keine. Der schwarze Uhu weise schwätzt, Gedichte und Aphorismen, Geest-Verlag, 2018

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„Es genügt nicht, dass der Gedanke zur Verwirklichung drängt, die Wirklichkeit muss sich selbst zum Gedanken drängen.“

—  Karl Marx, buch Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie

Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung. MEW 1, S. 386 http://www.mlwerke.de/me/me01/me01_378.htm#S386, 1844
Deutsch-Französische Jahrbücher (1844), Zur Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. Einleitung (1844)

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„Grausam ists, den Fallenden zu drängen.“

—  William Shakespeare englischer Dramatiker, Lyriker und Schauspieler 1564 - 1616

5. Akt, 2. Szene / Cromwell
Original engl. "'its a cruelty to load a falling man."
Heinrich VIII. - The Famous History of the Life of King Henry the Eighth

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„Fatal waren die Juden; ihre frechen, unschönen Gaunergesichter (denn in Gaunerei liegt ihre ganze Größe) drängen sich einem überall auf. Wer in Rawicz oder Meseritz ein Jahr lang Menschen betrogen oder wenn nicht betrogen, eklige Geschäfte besorgt hat, hat keinen Anspruch darauf, sich in Norderney unter Prinzessinnen und Comtessen mit herumzuzieren.“

—  Theodor Fontane Deutscher Schriftsteller 1819 - 1898

Brief an Emilie Fontane, 17. August 1882; in: Werke, Schriften und Briefe, 4. Abteilung, Band III – herausgegeben von Helmuth Nürnberger, Otto Drude, Manfred Hellge unter Mitwirkung von Christian Andree, Hanser 1980 S. 200 books.google.de http://books.google.de/books?id=jGBBzRxDUOoC&pg=PA200
Briefe

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„Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange // Ist sich des rechten Weges wohl bewusst.“

—  Johann Wolfgang von Goethe, buch Faust. Eine Tragödie.

Faust I, Vers 328 f. / Der Herr → Zitat im Textumfeld
Dramen, Faust. Eine Tragödie (1808)

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„Den Drang ins Weite und Grenzenlose, wir tragen ihn als unser germanisches Erbteil im Blut, und wir hoffen, dass es sich dereinst zu einem Imperialismus gestalten wird, der sich nicht wie jener kümmerliche von gestern auf einige Vorrechte, Grenzprovinzen und Südseeinseln richtet, sondern der wirklich aufs Ganze geht.“

—  Ernst Jünger, buch Feuer und Blut

Feuer und Blut (1925), zitiert nach: Wolfram Wette: Ideologien, Propaganda und Innenpolitik als Voraussetzungen der Kriegspolitik des Dritten Reiches. in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd. 1, Stuttgart 1989, S. 44f.

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„Nach der Liebe ist die Eitelkeit die schönste Leidenschaft des Menschen […] Sie zwingt uns, gut zu sein, aus dem Drang heraus, so zu scheinen.“

—  George Sand französische Schriftstellerin 1804 - 1876

Lelia, Frankfurt am Main, 5. Auflage, 2002, ISBN 3458324372

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„Ich habe diesen Drang zur Naturbildung im Blute gehabt und habe ihn gesteigert, bis sie und ihre Mitteilung an andere zum Beruf wurde.“

—  Raoul Heinrich Francé österreich-ungarischer Botaniker, Mikrobiologe, Natur- und Kulturphilosoph 1874 - 1943

So musst Du leben! Eine Anleitung zum richtigen Leben, 1924, S. 159

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„Es gibt drei Gemeinsamkeiten zwischen einem Storch und einem Preußen: großer Schnabel, kleines Hirn und der Drang nach Süden.“

—  Günther Beckstein deutscher Politiker, MdL, MdB 1943

DIE ZEIT Nr. 31, 25. Juli 1997 http://www.zeit.de/1997/31/wowos.txt.19970725.xml

Leo Tolstoi Foto

„Der Mensch braucht Drang, Spannung – ja.“

—  Leo Tolstoi, buch Auferstehung

Tagebücher, 1860
Auferstehung, Tagebücher (1852-1910)

„Folter ist triebhaft und hat den Drang zur Ausdehnung.“

—  Uwe Wesel deutscher emer. Jura-Professor 1933

Das Fiasko des Strafrechts, Die Zeit 49/2005

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„Lass dich die Macht der Gewohnheit auf falsche Wege nicht drängen. / Trau nicht dem irrenden Blick und dem töneversammelnden Ohre. / Auch nicht der Zunge: allein der Verstand sei Prüfer und Richter.“

—  Parmenides von Elea vorsokratischer Philosoph -501 - -470 v.Chr

gemäß Diogenes Laertius: Leben und Meinungen berühmter Philosophen IX, 22; übers. von Otto Apelt, Hamburg 2008.
Original griech.: "μηδέ σ' ἔθος πολύπειρον ὁδὸν κατὰ τήνδε βιάσθω // νωμᾶν ἄσκοπον ὄμμα καὶ ἠχήεσσαν ἀκουὴν // καὶ γλῶσσαν, κρῖναι δὲ λόγῳ πολύδηριν ἔλεγχον·"
Lehrgedicht: Über die Natur

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„Eine heilige katholische und ebenso apostolische Kirche zu glauben und festzuhalten, werden wir auf Drängen des Glaubens gezwungen, und diese glauben wir fest und bekennen wir aufrichtig, außerhalb derer weder Heil noch Vergebung der Sünden ist.“

—  Bonifatius VIII., Unam Sanctam

Bulle "Unam Sanctam", 1302
"Unam sanctam ecclesiam catholicam et ipsam apostolicam urgente fide credere cogimur et tenere, nosque hanc firmiter credimus et simpliciter confitemur, extra quam nec salus est, nec remissio peccatorum," - :la:s:Unam sanctam

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„Das Zentrum der geistigen Selbstdisziplin als solcher ist in Zersetzung begriffen. Die Tabus, die den geistigen Rang eines Menschen ausmachen, oftmals sedimentierte Erfahrungen und unartikulierte Erkenntnisse, richten sich stets gegen eigene Regungen, die er verdammen lernte, die aber so stark sind, daß nur eine fraglose und unbefragte Instanz ihnen Einhalt gebieten kann. Was fürs Triebleben gilt, gilt fürs geistige nicht minder: der Maler und Komponist, der diese und jene Farbenzusammenstellung oder Akkordverbindung als kitschig sich untersagt, der Schriftsteller, dem sprachliche Konfigurationen als banal oder pedantisch auf die Nerven gehen, reagiert so heftig gegen sie, weil in ihm selber Schichten sind, die es dorthin lockt. Die Absage ans herrschende Unwesen der Kultur setzt voraus, daß man an diesem selber genug teilhat, um es gleichsam in den eigenen Fingern zucken zu fühlen, daß man aber zugleich aus dieser Teilhabe Kräfte zog, sie zu kündigen. Diese Kräfte, die als solche des individuellen Widerstands in Erscheinung treten, sind darum doch keineswegs selber bloß individueller Art. Das intellektuelle Gewissen, in dem sie sich zusammenfassen, hat ein gesellschaftliches Moment so gut wie das moralische Überich. Es bildet sich an einer Vorstellung von der richtigen Gesellschaft und deren Bürgern. Läßt einmal diese Vorstellung nach—und wer könnte noch blind vertrauend ihr sich überlassen—, so verliert der intellektuelle Drang nach unten seine Hemmung, und aller Unrat, den die barbarische Kultur im Individuum zurückgelassen hat, Halbbildung, sich Gehenlassen, plumpe Vertraulichkeit, Ungeschliffenheit, kommt zum Vorschein. Meist rationalisiert es sich auch noch als Humanität, als den Willen, anderen Menschen sich verständlich zu machen, als welterfahrene Verantwortlichkeit. Aber das Opfer der intellektuellen Selbstdisziplin fällt dem, der es auf sich nimmt, viel zu leicht, als daß man ihm glauben dürfte, daß es eines ist.“

—  Theodor W. Adorno, buch Minima Moralia

Minima Moralia (1951)

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„Kein Klang der aufgeregten Zeit // Drang noch in diese Einsamkeit.“

—  Theodor Storm deutscher Schriftsteller und Jurist 1817 - 1888

Abseits. In: Gedichte, Schwers'sche Buchhandlung, Kiel 1852, S. 4, DTA http://www.deutschestextarchiv.de/storm_gedichte_1852/14

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„Ein pauschales Verbot von Ehen von Minderjährigen ist zwar vielleicht gut gemeint, kann aber im Einzelfall junge Frauen ins soziale Abseits drängen.“

—  Aydan Özoguz deutsche Politikerin, MdB 1967

Interview am 03.11.2016 Spiegel: Integrationsbeauftragte lehnt pauschales Verbot von Kinderehen ab http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/kinderehen-in-deutschland-integrationsbeauftragte-aydan-oezoguz-gegen-pauschales-verbot-a-1119480.html

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„Der Muth wächst mit der Gefahr; Die Kraft erhebt sich im Drang.“

—  Friedrich Schiller, Die Räuber

Die Räuber I, 2 / Spiegelberg, S. 25
Die Räuber (1781)

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„Kriege werden oft aus dem Drang nach Gerechtigkeit heraus begonnen, das ist sogar fast immer die offizielle Begründung. Aber selbst wenn sie gerechtfertigt sein mögen und in bester Absicht geführt werden, enden sie in der Regel nicht so, wie ihre Urheber sich das vorstellen.“

—  Jean Baudrillard französischer Philosoph und Soziologe 1929 - 2007

www.spiegel.de http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,177013,00.html, "Das ist der vierte Weltkrieg", 15. Januar 2002

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„Die Haupt- und Grundtriebfeder im Menschen, wie im Thiere, ist der Egoismus, d. h. der Drang zum Daseyn und Wohlseyn.“

—  Arthur Schopenhauer deutscher Philosoph 1788 - 1860

Die beiden Grundprobleme der Ethik, behandelt in zwei akademischen Preisschriften. [...] II. Ueber das Fundament der Moral, nicht gekrönt von der K. Dänischen Societät der Wissenschaften, zu Kopenhagen, den 30. Januar 1840. Hermann, Frankfurt am Main 1841, S. 199 books.google https://books.google.de/books?pg=PA199&id=2pkCAAAAcAAJ, § 14
Die beiden Grundprobleme der Ethik, Grundlagen der Moral