Zitate über Dichtung

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema dichtung, kunst, wahrheit, leben.

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„Schillers Dichtungen sind für die Musik äußerst schwierig. Der Tonsetzer muß sich weit über den Dichter zu erheben wissen. Wer kann das bey Schiller? Da ist Göthe viel leichter!“

—  Ludwig Van Beethoven deutscher Komponist 1770 - 1827

Carl Czerny: Anekdoten und Notizen über Beethoven [Manuskript, 1852]. In: Über den richtigen Vortrag der sämtlichen Beethoven'schen Klavierwerke, Hrsg. Paul Badura-Skoda, Universal-Edition, Wien 1963, S. 19 books.google https://books.google.de/books?hl=de&id=Cl8YAQAAIAAJ&dq=%22schillers+dichtungen%22
Zugeschrieben

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„Der Ursprung der Dichtung ist die Angst vor Sprachverlorenheit.“

—  Stefan Hölscher Philosoph, Psychologe, Managementberater, Trainer und Coach 1965

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„Bezeichnest du die Malerei als stumme Dichtung, so kann der Maler erst recht die Dichtung als blinde Malerei bezeichnen.“

—  Leonardo Da Vinci italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph 1452 - 1519

Tagebücher und Aufzeichnungen, Traktat über die Malerei
Fälschlich zugeschrieben

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„Lügen und Dichtung sind Künste.“

—  Oscar Wilde irischer Schriftsteller 1854 - 1900

Der Verfall der Lüge / Vivian
Original engl.: "Lying and poetry are arts."
Der Verfall der Lüge - The Decay Of Lying

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„Alle wahrhaft große Dichtungen sind Variationen zum Schicksalsliede, seien es Maestosi, Allegri oder Scherzi.“

—  Christian Morgenstern deutscher Dichter und Schriftsteller 1871 - 1914

Kunst 1894. In: Stufen (1922), S. 56
Stufen

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„Jede gute Erzählung, so wie gute Dichtung, umgibt sich von selber mit Lehren.“

—  Jean Paul deutscher Schriftsteller 1763 - 1825

Levana, § 125, gutenberg.spiegel.de http://gutenberg.spiegel.de/buch/3195/55
Levana

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„Die Wirklichkeit ist seltsamer als die Dichtung, aber das liegt daran, daß die Dichtung sich an Wahrscheinlichkeiten halten muss, die Wirklichkeit nicht.“

—  Mark Twain, buch Following the Equator

Unterwegs: Aus Querkopf Wilsons Neuem Kalender, EulenSpiegelVerlag, S. 116
"Truth is stranger than fiction, but it is because Fiction is obliged to stick to possibilities; Truth isn't.” Pudd'nhead Wilson's New Calendar
Following the Equator

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„Das Reich der Dichtung ist das Reich der Wahrheit, // Schließt auf das Heiligthum, es werde Licht!“

—  Adelbert Von Chamisso deutscher Naturforscher und Dichter 1781 - 1838

Nachhall. Aus: Gedichte. 3. Auflage. Stuttgart: Hausmann, 1835. S. 462

Johann Wolfgang von Goethe Foto
Johann Wolfgang von Goethe Foto
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Peter Hille Foto

„Dichtung ist eine besondere Ekstase.“

—  Peter Hille deutscher Schriftsteller 1854 - 1904

Aus der Völkermuse

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„Dichtung ist Erinnerung und Ahnen von Dingen; was sie besingt, ist nicht gestorben, was sie berührt, lebt schon.“

—  Alphonse De Lamartine französischer Dichter, Schriftsteller und Politiker 1790 - 1869

Geschichte der Girondisten

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„Aus dem Werke manches Dichters spüren wir wohl heraus, dass er irgendwie und irgendwo ein Genie ist, nur leider gerade nicht in seiner Dichtung.“

—  Arthur Schnitzler österreichischer Erzähler und Dramatiker 1862 - 1931

Buch der Sprüche und Bedenken
Buch der Sprüche und Bedenken

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„Den wert der dichtung entscheidet nicht der sinn […] sondern die form.“

—  Stefan George deutscher Lyriker des Symbolismus und reinen Ästhetizismus (1868–1933) 1868 - 1933

Über Dichtung. In: Blätter für die Kunst, Hrsg. Carl August Klein, Folge 2, Band 4, Berlin Oktober 1894, S. 122, uni-due.de pdf http://www.uni-due.de/lyriktheorie/scans/1894_george.pdf, auch bei zeno.org http://www.zeno.org/nid/20004822374

Paul Gerhardt Foto
Paul Gerhardt Foto
Jacob Grimm Foto

„Das Erste, was ein aufrichtiges Gemüth aus der Betrachtung alter Fabel und Sage lernen kann, ist, daß hinter ihnen kein eitler Grund, keine Erdichtung, sondern wahrhafte Dichtung liegt; […] objective Begeisterung“

—  Jacob Grimm deutscher Sprach- und Literaturwissenschaftler sowie Jurist, Begründer der deutschen Philologie und Altertumswissenscha… 1785 - 1863

Gedanken über Mythos, Epos und Geschichte, in: Deutsches Museum, Band 3. Wien 1813, S. 53

Horaz Foto

„Dichtungen gleichen Gemälden.“

—  Horaz, Ars Poetica

Ars poetica, 361
Original lat.: "Ut pictura poesis."

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„In der Dichtung schlägt das Herz eines Volkes und sein Gewissen.“

—  Klabund deutscher Schriftsteller 1890 - 1928

Klabund - Geschichte der Weltliteratur in einer Stunde. Leipzig, 1922, Dürr & Weber, Seite 5

Klabund Foto

„Die heutige Dichtung der Expressionisten ist nicht unverständlicher oder absonderlicher als irgendein hymnisches oder ekstatisches Gedicht von Goethe, mit dessen Grundformen sie sich berührt.“

—  Klabund deutscher Schriftsteller 1890 - 1928

Deutsche, lest Eure Dichter. Aus: Klabunds Literaturgeschichte. Hrsg. von Ludwig Goldscheider. Wien: Phaidon, 1929. S. 197

Hermann Broch Foto

„Du bist immer allzu bescheiden gewesen, Vergil, doch kein Mann falscher Bescheidenheit; es ist mir klar, daß du deine Gaben absichtlich schlecht machen willst, um sie uns schließlich hinterrücks zu entziehen.'

Nun war es ausgespochen, ach, nun war es ausgesprochen – unbeirrbar und hart ging der Cäsar auf sein Ziel los, un nichts wird ihn hindern, die Manuskripte zu rauben: 'Octavian, laß mir das Gedicht!'

'Sehr richtig, Vergil, das ist es… Lucius Varius und Plotius Tucca haben mir von deinem erschreckenden Vorhaben berichtet, und gleich ihnen wollte ich es nicht glauben… gedenkst du tatsächlich deine Werke zu vernichten?'

Schweigen breitete sich im Raume aus, ein strenges Schweigen, das fahl und dünnstrichig konturiert in dem nachdenklich strengen Gesicht des Cäsars seinen Mittelpunkt hatte. Im Nirgendwo klagte etwas sehr leise und auch dies so dünn und geradlinig wie die Falte zwischen des Augustus Augen, dessen Blick auf ihn ruhte.

'Du schweigst', sagte der Cäsar, 'und dies heißt wohl, daß du dein Geschenk tatsächlich zurückziehen willst… bedenke, Vergil, es ist die Äneis! deine Freunde sind sehr betrübt, und ich, du weißt es, ich rechne mich zu ihnen.'

Plotias leises Klagen wurde vernehmlicher; dünn aneinandergereiht, betonungslos kamen die Worte: 'Vernichte die Dichtung, gib mir dein Schicksal; wir müssen uns lieben.'

Das Gedicht vernichten, Plotia lieben, Freund dem Freunde sein, seltsam überzeugend fügte sich Verlockung an Verlokkung, und doch war es nicht Plotia, die daran teilnehmen durfte: 'Oh, Augustus, es geschieht um unserer Freundschaft willen; dringe nicht in mich.'

'Freundschaft?… du sprichst, als ob wir, deine Freunde, unwert wären, dein Geschenk zu behalten.“

—  Hermann Broch, buch Der Tod des Vergil

The Death of Virgil

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„Dichtung ist Ungeduld nach Erkenntnis.“

—  Hermann Broch österreichischer Schriftsteller 1886 - 1951

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„Nein. Dichtung ist Verdichtung, eine Essenz. Literatur ist dagegen Auflösung, ein Genußmittel, das das unbewußte Leben erleichtert, ein Narkotikum. […] Dichtung ist das gerade Gegenteil. Dichtung erweckt.“

—  Franz Kafka österreichisch-tschechischer Schriftsteller 1883 - 1924

S. 74 f. books.google https://books.google.de/books?id=lEBcAAAAMAAJ&q=narkotikum
Zugeschrieben, Kafkas Gespräche mit Janouch

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„Elisabeth, die Realistin, siegt in der Geschichte, Maria Stuart, die Romantikerin, in Dichtung und Legende.“

—  Stefan Zweig österreichischer Schriftsteller 1881 - 1942

Maria Stuart. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch, 1996, S. 109. gutenberg.spiegel.de, Kapitel 7, Großer politischer Heiratsmarkt http://gutenberg.spiegel.de/buch/maria-stuart-6862/7
Maria Stuart (1935)

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„Die Dichtung hat nicht die Aufgabe das zu schildern, was ist, sondern das was sein soll; oder das, was sein könnte, als Teillösung dessen, was sein soll“

—  Robert Musil, buch Drei Frauen

Drei Frauen, Rowohlt Taschenbuch, 1975, ISBN 3499100649, S. 120, books.google.de https://books.google.de/books?id=CuWzAAAAIAAJ&q=%22Die+Dichtung+hat+nicht+die+Aufgabe+das+zu%22
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