Zitate von Klabund

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Klabund

Geburtstag: 4. November 1890
Todesdatum: 14. August 1928

Klabund war ein deutscher Schriftsteller.

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„Man kann beinah von nichts anderem mehr sprechen als von seiner defekten Gesundheit, mir scheint, auch eine Krankheit kann zum Beruf werden, wo man unter Umständen sehr schnell avanciert und alle Vordermänner überspringt.“

„Die Entwicklung des Menschengeschlechtes geht in Wellenbewegungen vor sich, wobei Wellenberg und Wellental einander folgen, und der Scheitelpunkt des Wellenberges sich nur langsam erhöht.“


„... du sollst die Ermordeten nicht, und nicht die Mörder vergessen.“

„Die Jugend wird gegenüber einem konservativen oder stagnierenden Alter immer revolutionär gesinnt sein.“

„Niemand hat eine Heimat. Nur der Tod. Er ist überall zu Hause.“

„Wohnungsinschrift

Wer über diese Schwelle tritt,
Der bringe Güte und Frohsinn mit!
Kommt einer sorgenbeschwert herfür:
Der Staubabtreter steht vor der Tür!“

„Gott hat uns leicht und schwer gemacht.
Du hast geweint. Ich hab gelacht.
du hast gelacht. Ich hab geweint.
So Sonn und Mond am Himmel scheint.“

„Blüten vom Baum der deutschen Dichtung mögen vom Winde da und dorthin getragen werden. Zu Früchten reifen werden nur die, die am Baum bleiben. Sie werden im Herbst geerntet werden, und im Schatten des Baumes wird ein ganzes Volk sich an ihnen erquicken.“


„Ich höre mich gern reden - es ist so unterhaltend, sich zuzuhören.“

„Tod ist nur ein Wort, damit man sich vergißt.“

„Und wenn Millionen vor Hunger krepieren:
Wir woll'n uns mal wieder amüsieren.“

„Goethe ist ohne das deutsche Volkslied, Volksmärchen, Volksepos nicht zu denken. Er steht auf den Schultern von tausend anonymen Autoren, die kommen mußten, damit er kommen konnte. […] Diese Dichter ohne Namen tragen den Himmel in ihren Händen, aber sie stehen mit beiden Beinen fest auf der Erde.“


„Die reiche deutsche Literatur des Mittelalters ist ohne den Einfluß der französischen Troubadoure (die heutige ohne Flaubert und Dostojewski), die englische Literatur ohne die Italiener, die italienische ohne den Einbruch des deutschen Blutes in Italien (Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen: der auch der erste Dichter in italienischer Sprache und vielleicht der Erfinder des Sonetts war), Goethe ohne die Antike nicht vorstellbar.“ Klabund - Geschichte der Weltliteratur in einer Stunde. Leipzig, 1922, Dürr & Weber, Seite 6

„Ach, besser wär's, ihr alten Knaben, ein Rückgrat überhaupt zu haben im Leben und daheim im Laden und nicht bei völkischen Paraden.“ Regenschirmparaden. Aus: Die Harfenjule. Berlin: Verlag die Schmiede,. S. 31

„In der Dichtung schlägt das Herz eines Volkes und sein Gewissen.“ Klabund - Geschichte der Weltliteratur in einer Stunde. Leipzig, 1922, Dürr & Weber, Seite 5

„Die heutige Dichtung der Expressionisten ist nicht unverständlicher oder absonderlicher als irgendein hymnisches oder ekstatisches Gedicht von Goethe, mit dessen Grundformen sie sich berührt.“ Deutsche, lest Eure Dichter. Aus: Klabunds Literaturgeschichte. Hrsg. von Ludwig Goldscheider. Wien: Phaidon, 1929. S. 197

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