Zitate über Paradies

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema paradies, leben, hölle, eigen.

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„Uthman Ibn `Affan sagte, als die Leute über ihn sprachen, als er die Moschee des Propheten wiederaufbaute: Ihr habt viel gesprochen, und ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen:
Wer eine Moschee errichtet, dem errichtet Allah ein gleiches (Haus) im Paradies.“

—  Mohammed Religionsstifter des Islam 570 - 632

Sahih Muslim, Nr. 828; hadith.al-islam.com http://hadith.al-islam.com/bayan/Display.asp?Lang=ger&ID=281
Bukhari: "Wer eine Moschee errichtet und damit nur das Wohlwollen Allahs zum Ziel hat, dem errichtet Allah ein gleiches (Haus) im Paradies.") - ( hadith.al-islam.com http://hadith.al-islam.com/bayan/Display.asp?Lang=ger&ID=281
(Alternative Übersetzung: "Wer eine Moschee erbaut, dem erbaut Allah ein gleiches [Haus] im Paradiesgarten.") - in: Vielfach überlieferte Prophetenworte, Nr. 28, ISBN 3-89263-995-7, München 2000
englisch: "He who builds a mosque in the way of Allah, God will build a house for him in the paradise.") - (http://muslim-canada.org/sayingsabubakr.html

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„Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt.“

—  Jorge Luis Borges argentinischer Schriftsteller 1899 - 1986

Blindheit, in: Die letzte Reise des Odysseus, Fischer-TB, 2. Aufl. 2001, Übers. Gisbert Haefs, S. 188
"Siempre imaginé que el Paraíso sería algún tipo de biblioteca."

„Zeile für Zeile // Meine eigene Wüste // Zeile für Zeile // Mein Paradies.“

—  Marie Luise Kaschnitz deutsche Lyrikerin und Schriftstellerin 1901 - 1974

Ein Gedicht. Aus: Dein Schweigen - meine Stimme. Hamburg: Claassen, 1962. S. 82

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Citát „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können.“
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„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus welchem wir nicht getrieben werden können.“

—  Jean Paul deutscher Schriftsteller 1763 - 1825

Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (Cotta'sches Taschenbuch für Damen, 1812), 29.
Weitere Werke

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„Das Paradies der Erde // liegt auf dem Rücken der Pferde, // in der Gesundheit des Leibes // und am Herzen des Weibes.“

—  Friedrich Von Bodenstedt deutscher Schriftsteller 1819 - 1892

Vermischte Gedichte und Sprüche 34
meist zitiert als: "Das größte Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde."
Sonstige

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„Nun fahre ich hin ins Paradies!“

—  Jakob Böhme Schuhmacher, Mystiker, Naturphilosoph 1575 - 1624

Letzte Worte, 17. November 1624. Überliefert von Abraham von Frankenberg, zitiert in: Jakob Böhme, Ein biographischer Versuch, Pirna 1801, S. 132 ; ebenso Julius Hamberger in der ADB, Band 3 (1876), Seite 67

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„Um Kinder herum ist Paradies und Märchen und darum war mir Braunschweig, wo ich geboren und aufgewachsen bin, eine Märchenstadt.“

—  Ricarda Huch deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin 1864 - 1947

Jugenderinnerung an Braunschweig

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„Aus dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben können.“

—  David Hilbert, Über das Unendliche

Über das Unendliche, 4. Juni 1925 in Münster/W. zum Gedenken an Karl Weierstraß. In: Mathematische Annalen, 95. Band, Verlag von Julius Springer, Berlin 1926, S. 170 http://gdz.sub.uni-goettingen.de/dms/load/img/?PPN=PPN235181684_0095&DMDID=DMDLOG_0015&LOGID=LOG_0015&PHYSID=PHYS_0174, siehe auch Wikipedia:Cantors Paradies
Variante: Aus dem Paradies, das Cantor uns geschaffen, soll uns niemand vertreiben können

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„Das Paradies kann sich rar machen, das ist so seine Art.“

—  Christa Wolf deutsche Schriftstellerin 1929 - 2011

Nachdenken über Christa T. Sammlung Luchterhand 1971. S. 67 (am Ende des 5. Kapitels)

„Während wir alle von einer Insel in der Südsee träumen, von der Rückkehr ins Paradies, sieht die Wirklichkeit ganz anders aus.“

—  Ernest Dichter österreichisch-amerikanischer Psychologe und Marktforscher 1907 - 1991

Überzeugen, nicht verführen

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„Nach der Einheit waren wir wieder Lehrlinge. Viele fühlten sich fremd im eigenen Land. […] Sie hatten vom Paradies geträumt und wachten in Nordrhein-Westfalen auf.“

—  Joachim Gauck Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland 1940

Rede in der Feierstunde des Deutschen Bundestags zum "10. Jahrestag des Falls der Mauer" am 9. November 1999, bundestag.de http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/gorbatschow/gauck/247418

Ludwig Christoph Heinrich Hölty Foto

„Ein Leben wie im Paradies // Gewährt uns Vater Rhein; // Ich geb es zu, ein Kuss ist süß, // Doch süßer ist der Wein.“

—  Ludwig Christoph Heinrich Hölty deutscher Dichter im Umfeld des Hainbunds 1748 - 1776

Trinklied, 1. Strophe bei zeno.org http://www.zeno.org/nid/20005107520

„Eine Ewigkeit rein zerebraler Existenz – das mag Intellektuellen als Paradies erscheinen, anderen Menschen als Hölle.“

—  Hans Moravec austro-kanadischer Wissenschaftler 1948

Mind Children: der Wettlauf zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz. Hamburg 2001. ISBN 3-4550-8373-0. S. 260. Übersetzer: Hainer Kober, Hans Moravec

Giorgio Baffo Foto

„Herr, wenn der heilige Antonius in der Wüste // ein so anmutiges Gesicht, // mit diesem lächelnden halb geöffneten Mündchen gesehen hätte, // wäre er entweder auf der Stelle tot umgefallen // oder hätte mit all seinen Organen durcheinander // bestimmt auf das Paradies gepfiffen!“

—  Giorgio Baffo 1694 - 1768

aus Poesie, Seite 114, Übersetzung:Nino Barbieri
Original venez.: "Signor, se Sant’Antonio nel deserto // avesse visto un sì leggiadro viso, // e quel bochin che ride mezzo averto, // o che lu saria morto all’improvviso // o, messi tutti li organi in sconcerto // sul culo el se pettava el Paradiso!"

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„Das Paradies, das wären ein französischer Koch, ein britischer Polizist, ein deutscher Manager und ein italienischer Liebhaber. Die Hölle, das sind ein britischer Koch, ein deutscher Polizist, ein italienischer Manager und ein französischer Liebhaber.“

—  Carla Bruni italienische Musikerin und Fotomodell 1967

bei Stefanie Rosenkranz: Carla Bruni - Madame Pompadour. Stern Nr. 30/2008 vom 27. Juli 2008, S. 148, stern.de https://www.stern.de/lifestyle/leute/carla-bruni-madame-pompadour-3753340.html
(Original französisch: "Le paradis, ce serait un cuisinier français, un policier anglais, un manager allemand et un amant italien. L’enfer, ce serait un cuisinier anglais, un policier allemand, un manager italien et un amant français." - im supplément du "Monde", 2003,; zitiert nach Emmanuel Ratier: Portrait de Carla Bruni libertesinternets.wordpress.com 15. Januar 2008 http://libertesinternets.wordpress.com/2008/01/15/portrait-de-carla-bruni-par-emmanuel-ratier/

„Zu meiner Vorstellung von Paradies gehört auch die Möglichkeit, es wieder verlassen zu können.“

—  Markus M. Ronner Schweizer Theologe, Publizist und Journalist 1938

Der treffende Geistesblitz
Der treffende Geistesblitz

„O Gott, ich habe nichts für das Paradies getan und bin nicht stark genug, die Hölle zu erdulden - alles ist Deiner Gnade anheimgestellt!“

—  Yahya ibn Mu'adh ar-Razi persischer Sufi 830 - 871

Zitiert von Annemarie Schimmel in "Mystische Dimensionen des Islam", Qualandar Verlag 1979, ISBN 978-3-92212-107-7, S. 58
Zugeschrieben

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„Ich sehe die Szene schon vor mir, wie ich oben ankomme, mit dem Typ, der meinen Namen auf der Liste sucht und nicht findet.
"Wie heißen Sie nochmal?"
"Novecento."
"Nosjinskij, Notarbartolo, Novalis, Nozza…"
"Es ist nämlich so, daß ich auf einem Schiff geboren bin."
"Wie bitte?"
"Ich bin aif einem Schiff geboren und da auch gestorben, ich weiß nicht, ob das da aus der Liste hervorgeht…"
"Schiffbruch?"
"Nein. Explodiert. Dreizehn Zentner Dynamit. Bum."
"Aha. Ist soweit alles in Ordnung?"
"Ja, ja, bestens… das heißt… da ist noch die Sache mit dem Arm… ein Arm ist weg… aber man hat mir versichert…"
"Ein Arm fehlt ihnen?"
"Ja. Wissen Sie, bei de Explosion…"
"Da müßte noch ein Paar liegen… welcher fehlt Ihnen denn?"
"Der linke."
"Ach herrje."
"Was soll das heißen?"
"Ich fürchte, es sind zwei rechte, wissen Sie."
"Zwei rechte Arme?"
"Tja. Unter Umständen können Sie Schwierigkeiten haben,…"
"Ja?"
"Ich meine, wenn Sie einen rechten Arm nehmen würden…"
"Einen rechten Arm anstelle des linken?"
"Ja."
"Aber… nein, oder doch,… lieber einen rechten als gar keinen…"
"Das meine ich auch. Warten Sie einen Moment, ich hole ihn."
"Ich komme am besten in ein paar Tagen wieder vorbei, dann haben Sie vielleicht einen linken da…"
"Also, ich habe hier einen weißen und einen schwarzen…"
"Nein, nein, einfarbig… nichts gegen Schwarze, hm, es ist nur eine Frage der…"
Pech gehabt. Eine ganze Ewigkeit im Paradies mit zwei rechten Armen. (Näselnd gesprochen.) Und jetzt schlagen wir ein schönes Kreuz! (Er setzt zu dieser Geste an, hält aber inne. Er betrachtet seine Hände.) Nie weiß man, welche man nehmen soll. (Er zögert einen Augenblick, dann bekreuzigt er sich schnell mit beiden Händen.) Sich eine ganze ewigkeit, Millionen Jahre, zum Affen machen. (Wieder schlägt er mit beiden Händen ein Kreuz.) Die Hölle. Da gibt's nichts zu lachen.

(Er dreht sich um, geht auf die Kulissen zu, bliebt einen Schritt vor dem Abgang stehen, dreht sich erneut zum Publikum, und seine Augen leuchten.)

Andererseits… du weißt ja, daß Musik… mit diesen Händen, mit zwei rechten… wenn da nur ein Klavier ist…“

—  Alessandro Baricco italienischer Schriftsteller 1958

Novecento. Un monologo

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Citát „Eine intelligente Hölle wäre besser als ein dummes Paradies.“
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„Die Erde ist ein Irrenhaus. Dabei könnte das bis heute erreichte Wissen der Menschheit aus ihr ein Paradies machen.“

—  Joseph Weizenbaum deutsch-amerikanischer Informatiker und Computerkritiker 1923 - 2008

Sein letzter Artikel in der Sueddeutschen Zeitung, sueddeutsche.de http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/664/151286/, 8. Januar 2008

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„Jeder Tag kann das Paradies bringen, jede Nacht die Sintflut.“

—  Ernst Toller, Hinkemann

Hinkemann, Hrsg. Artur Müller und Hellmut Schlien, Dramen der Zeit, Band 12, Verlag Lechte, Emsdetten 1954, S. 96, books.google.de https://books.google.de/books?hl=de&id=aFw5AAAAIAAJ&dq=%22+das+Paradies+bringen%2C+jede+Nacht+die+Sintflut%22

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„Die Früchte vom Baume der Erkenntnis sind es immer Wert, daß man um ihretwillen das Paradies verliert! Also nur immer fortgefahren und mit äußerster Konsequenz in die letzte Pforte der Erkenntnis vorgedrungen.“

—  Ernst Haeckel deutscher Zoologe und Philosoph 1834 - 1919

"Haeckel", Dargestellt von Johannes Hemleben, Haeckel an Anna Sethe am 29.Mai 1859, S.83; Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Reinbek bei Hamburg, 1964

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„Wenn das, was im Paradies zerstört worden sein soll, zerstörbar war, dann war es nicht entscheidend; war es aber unzerstörbar, dann leben wir in einem falschen Glauben.“

—  Franz Kafka österreichisch-tschechischer Schriftsteller 1883 - 1924

Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg, 74, S. 239