Zitate von Thomas von Aquin

Thomas von Aquin Foto
32  0

Thomas von Aquin

Geburtstag: 28. Januar 1225
Todesdatum: 7. März 1274
Andere Namen:Sv. Tomáš Akvinský,San Tommaso d'Aquino

Werbung

Thomas von Aquin war Dominikaner und einer der einflussreichsten Philosophen und Theologen der Geschichte. Er gehört zu den bedeutendsten Kirchenlehrern der römisch-katholischen Kirche und ist als solcher unter verschiedenen Beinamen wie etwa Doctor Angelicus bekannt. Seiner Wirkungsgeschichte in der Philosophie des hohen Mittelalters nach zählt er zu den Hauptvertretern der Scholastik. Er hinterließ ein sehr umfangreiches Werk, das etwa im Neuthomismus und der Neuscholastik bis in die heutige Zeit nachwirkt. In der römisch-katholischen Kirche wird er als Heiliger verehrt.

Zitate Thomas von Aquin

„Jedes Wesen liebt von Natur auf seine Weise Gott mehr als sich selbst.“

— Thomas von Aquin
Summa theologica II-II, q. 25, art. 3 (Original lat.: "non solum homo […] diligit Deum et plus quam seipsum, sed etiam quaelibet creatura suo modo.")

„Im Menschen ist nicht allein Gedächtnis, sondern Erinnerung.“

— Thomas von Aquin
Quaestio disputata de anima (Untersuchung über die Seele) art. 13, conclusio (Original lat.: "in hominibus non solum est memoria, sed reminiscentia.")

Werbung

„Mag auch das Auge des Nachtvogels die Sonne nicht sehen, es schaut sie dennoch das Auge des Adlers.“

— Thomas von Aquin
Sententia Metaphysicae (Kommentar zur Metaphysik des Aristoteles) II, l. 1, n. 14 (Original lat.: "sicut solem etsi non videat oculus nycticoracis, videt tamen eum oculus aquilae.")

„Gott hat weder Anfang noch Ende, er besitzt sein ganzes Sein auf einmal - worin der Begriff der Ewigkeit beruht.“

— Thomas von Aquin
Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) I, cap. 15, n. 3 (Original lat.: "[Deus] Est igitur carens principio et fine, totum esse suum simul habens. In quo ratio aeternitatis consistit.")

„Unser erkennender Geist spannt sich, indem er etwas erkennt, ins Unendliche aus.“

— Thomas von Aquin
Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) I, cap. 43, n. 10 (Original lat.: "Intellectus noster ad infinitum in intelligendo extenditur")

„Dunkel ist die Kreatur, sofern sie aus dem Nichts stammt. Sofern sie aber von Gott ihren Ursprung hat, ist sie teilhaftig seines Bildes.“

— Thomas von Aquin
Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 18, art. 2, ad 5 (Original lat.: "creatura est tenebra in quantum est ex nihilo; in quantum vero est a Deo, similitudinem aliquam eius participat.")

„Jegliche Bewegung setzt ein Unbewegliches voraus.“

— Thomas von Aquin
Summa theologica I, q. 84, art. 1 (Original lat.: "omnis motus supponit aliquid immobile.")

Werbung

„Die höchste Vollendung des menschlichen Lebens liegt darin, dass des Menschen Sinn ledig sei für Gott.“

— Thomas von Aquin
Summa contra Gentiles (Summe gegen die Heiden) III, cap. 130, n. 3 (Original lat.: "summa perfectio humanae vitae in hoc consistit quod mens hominis Deo vacet")

„Nicht jeder, der von einem Engel erleuchtet wird, erkennt, dass er von einem Engel erleuchtet wird.“

— Thomas von Aquin
Summa theologica I, q. 111, art. 1 ad 3 (Original lat.: "non quicumque illuminatur ab Angelo, cognoscit se ab Angelo illuminari.")

„Das ist das Äußerste menschlichen Gotterkennens: zu wissen, dass wir Gott nicht wissen.“

— Thomas von Aquin
De potentia Dei (Über die Macht Gottes) q. 7, art. 5, ad 14 (Original lat.: "illud est ultimum cognitionis humanae de Deo quod sciat se Deum nescire")

„Wohl können wir Gott unser Herz öffnen, aber nicht ohne göttliche Hilfe.“

— Thomas von Aquin
"Quaestiones disputatae de veritate (Untersuchungen über die Wahrheit) q. 24, art. 15, ad 2

Werbung

„Es ist unmöglich, dass ein Mensch gut sei, außer er stehe im rechten Bezug zum gemeinen Wohl.“

— Thomas von Aquin
Summa theologiae I-II, q. 92 a. 1 ad 3, zitiert nach Störig, Hans-Joachim: Kleine Weltgeschichte der Philosophie. Erw. Neuausgabe. Fischer, Frankfurt a. M. 1997, S. 260

„Alles, was gegen den Glauben oder das Gewissen geschieht, ist Sünde.“

— Thomas von Aquin
Super epistolam B. Pauli ad Romanos (Kommentar zum Römerbrief), cap. 14, l. 3 (Original lat.: "omne quod est contra fidem vel contra conscientiam, peccatum est")

„Die Ordnung der Glieder des Alls zueinander besteht kraft der Ordnung des ganzen Alls auf Gott hin.“

— Thomas von Aquin
De potentia Dei (Über die Macht Gottes) q. 7, art. 9, conclusio (Original lat.: "ordo qui est partium universi ad invicem, est per ordinem qui est totius universi ad Deum.")

Nächster
Die heutige Jubiläen
Alexander Issajewitsch Solschenizyn Foto
Alexander Issajewitsch Solschenizyn12
russischer Schriftsteller, Dramatiker, Historiker und Lit... 1918 - 2008
Michael Richter5
deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker 1952
Omar Khayyam Foto
Omar Khayyam9
1048 - 1131
Alma Mahler-Werfel Foto
Alma Mahler-Werfel3
österreichische Komponistin 1879 - 1964
Weitere 12 heute Jubiläen
Ähnliche Autoren
Albert Schweitzer Foto
Albert Schweitzer13
elsässischer Arzt, Theologe, Musiker und Philosoph
Manfred Lütz Foto
Manfred Lütz4
deutscher Arzt, katholischer Theologe und Schriftsteller
Karl Rahner Foto
Karl Rahner6
deutscher katholischer Theologe
Max Stirner Foto
Max Stirner32
deutscher Philosoph
Henrich Steffens Foto
Henrich Steffens7
norwegisch-deutscher Philosoph, Naturforscher und Dichter
Khalil Gibran Foto
Khalil Gibran14
libanesischer Künstler und Dichter
Henry David Thoreau Foto
Henry David Thoreau53
US-amerikanischer Schriftsteller und Philosoph (1817-1862)
Herbert Marcuse Foto
Herbert Marcuse10
deutsch-amerikanischer Philosoph und Soziologe
Johann Kaspar Lavater Foto
Johann Kaspar Lavater2
Schweizer Pfarrer, Philosoph und Schriftsteller