Zitate von Oswald Spengler

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Oswald Spengler

Geburtstag: 29. Mai 1880
Todesdatum: 8. Mai 1936

Oswald Arnold Gottfried Spengler war ein deutscher Geschichtsphilosoph, Kulturhistoriker und antidemokratischer politischer Schriftsteller.

In seinem Hauptwerk Der Untergang des Abendlandes richtet sich Spengler gegen eine lineare Geschichtsschreibung, welche die Geschichte „der Menschheit“ als Geschichte des Fortschritts erzählt. Stattdessen vertritt er die Zyklentheorie, dass Kulturen immer wieder neu entstehen, eine Blütezeit erleben und nach dieser Vollendung untergehen. Er begreift Kulturen als eindeutig abgrenzbare, quasi-organische Gebilde mit einer Lebensdauer von etwa 1.000 Jahren und mit jeweils ganz charakteristischen, das Denken und Handeln der Individuen prägenden Eigenschaften. Der Titel des Werkes behauptet, dass die „Kultur des Abendlandes“ im Untergang begriffen sei.

Spengler wird zur nationalistischen und antidemokratischen „Konservativen Revolution“ gerechnet, lehnte aber den Nationalsozialismus und namentlich dessen Rassenideologie scharf ab. Sein Ideal sah er eher in Benito Mussolini, dem Diktator des faschistischen Italien verwirklicht.

Spengler hat zwar im Urteil einiger Zeitgenossen Entwicklungen seiner Zeit richtig vorausgesagt und andere Geschichtswissenschaftler stark beeinflusst, darunter Franz Borkenau und vor allem Arnold J. Toynbee, aber sein Werk ist für die heutige Geschichtswissenschaft nicht grundlegend.

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„.. an der Wirklichkeit der Geschichte, scheitert jede Ideologie.“ Jahre der Entscheidung 1: Deutschland und die Weltgeschichtliche Entwicklung

„Hätte ich Freunde gehabt, denen ich mich mitteilen konnte, ich wäre heute anders. Ich hätte meine wichtigsten Dinge längst gesagt. Sie hätten mich nicht so fürchterlich niedergedrückt. Ich werde an den Folgen meiner Einsamkeit sterben.“ Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 99 (S. 65)


„Starker Intellekt lässt den Instinkt verkümmern.“ Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

„Der Geist denkt, das Geld lenkt.“ Untergang des Abendlandes. Erster Band

„Ich vertrage den geistigen Umgang mit Frauen nur in kleinen Dosen. Die Klugen sind zu dumm, nur die dummen sind klug. Ein kluges Weib spricht nicht über gelehrte Dinge, ein dummes spricht nur davon.“ Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 96 (S. 63)

„Das Weib als Mutter ist, der Mann als Krieger und Politiker macht Geschichte.“ Der Untergang des Abendlandes. Erster Band.

„Was anzieht, will erobert, was abstößt, vernichtet sein.“ Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

„Die privaten Mächte der Wirtschaft wollen freie Bahn für ihre Eroberung großer Vermögen. Keine Gesetzgebung soll ihnen im Wege stehen. Sie wollen die Gesetze machen, in ihrem Interesse, und sie bedienen sich dazu eines selbstgeschaffenen Werkzeugs, der Demokratie, der bezahlten Partei.“ Untergang des Abendlandes, Seite 1193


„Menschen, die sich zu Herren geboren und berufen fühlen. Was kommt auf die Zahl an? Sie hat nur das vorige Jahrhundert tyrannisiert, das vor Quantitäten auf den Knien lag. Ein Mann bedeutet viel gegenüber einer Masse von Sklavenseelen, von Pazifisten und Weltverbesserern, die Ruhe um jeden Preis ersehnen, selbst um den der ‚Freiheit’.“ Jahre der Entscheidung

„Immer wieder das niederschmetternde Gefühl, minderwertig zu sein. Angst vor jeder Art von Bindung.“ Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 5 (S. 14)

„Was ich geworden bin, meinen Scharfblick etc., verdanke ich jener niederdrückenden falschen Erziehung meines Vaters, und also meine Schüchternheit, die meine Jugend zu einer Qual machte.“ Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 60 (S. 43)

„Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen.“ Der Untergang des Abendlandes. Erster Band.


„Optimismus ist Feigheit.“ Der Mensch und die Technik

„Wenn ich mein Leben betrachte, ist es ein Gefühl das alles, alles beherrscht hat: Angst. Angst vor der Zukunft, Angst vor Verwandten, Angst vor Menschen, vor Schlaf, vor Behörden, v. Gewitter, v. Krieg, Angst, Angst.“ Ich beneide jeden der lebt, Abschnitt 78 (S. 51)

„Genau gesagt, baut nicht diese Schwalbe ihr Nest, sondern die Art tut es in ihr. Das Einzelwesen ist nur Organ des Gesamtwesens.“ Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

„Methode ist List.“ Urfragen. Fragmente aus dem Nachlass

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