Zitate über schmerzlich

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema schmerzlich, schön, menschen, mensch.

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„Die großartigste Fähigkeit des menschlichen Geistes ist vielleicht die, mit Schmerzen fertig zu werden. Die klassische Philosophie spricht hier von den vier Pforten des Geistes, die man durchschreiten kann.
Die erste Pforte ist die des Schlafs. Der Schlaf beitet uns Zuflucht vor der Welt und all ihrem Leid. Im Schlaf vergeht die Zeit, und das verschafft uns Abstand zu den Dingen, die uns Schmerz zugefügt haben. Wenn Menschen Verletzungen erleiden, werden sie oft bewusstlos, und jemand, der eine furchtbare Nachricht erhält, fällt vielleicht in Ohnmacht. Der Geist schützt sich also vor dem Schmerz, indem er diese erste Pforte durchschreitet.
Die zweite Pforte ist die des Vergessens. Manche Wunden sind zu tief, um wieder verheilen zu können, oder zumindest zu tief für eine schnelle Heilung. Hinzu kommt, dass manche Erinnerungen ausschließlich schmerzlich sind und sich da nicht heilen lässt. Das Sprichwort "Die Zeit heilt alle Wunden" entspricht nicht der Wahrheit. Die Zeit heilt die meisten Wunden. Die übrigen sind hinter dieser Pforte verborgen.
Die dritte Pforte ist die des Wahnsinns. Manchmal erhält der Geist einen so verheerenden Schlag, dass er sich in den Wahnsinn flüchtet. Das ist nützlicher, als es zunächst scheint. Manchmal besteht die Wirklichkeit nur noch aus Schmerz, und um diesem Schmerz zu entrinnen, muss der Geist die Wirklichkeit hinter sich lassen.
Die vierte und letzte Pforte ist die des Todes. Der letzte Ausweg. Wenn wir erst einmal tot wären, könne uns nichts mehr etwas anhaben - heißt es jedenfalls.“

—  Patrick Rothfuss, buch Der Name des Windes

The Name of the Wind

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„Am schmerzlichsten sind jene Qualen, die man frei sich selbst erschuf.“

—  Sophokles, Ajax

König Ödipus, 1230f / Der Diener
Original altgriech.: "τῶν δὲ πημονῶν // μάλιστα λυποῦς´ αἳ φανῶς´ αὐθαίρετοι."
Aias (455–450 v. Chr.), Antigone (442 v. Chr.), König Ödipus (429–425 v. Chr)

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„Die Existenz des Soldaten ist, nächst der Todesstrafe, das schmerzlichste Überbleibsel der Barbarei, das es unter den Menschen gibt.“

—  Alfred De Vigny französischer Schriftsteller 1797 - 1863

Knechtschaft und Größe des Militärs
Original franz.: "[...] l'existence du Soldat est (après la peine de mort) la trace la plus douloureuse de barbarie qui subsiste parmi les hommes [...]." - Servitude et Grandeur Militaires, Victor Magen (Hrsg.), 2. Aufl., Imprimerie de A. Pinard, Paris 1836. Erstes Buch, Kap. II, S. 31

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„O Dichtkunst! welch ein schmerzliches Geschenk des Himmels bist Du!“

—  Heinrich Laube deutscher Schriftsteller, Dramatiker und Theaterleiter 1806 - 1884

Die Karlsschüler, V, 2 (Schiller). Leipzig: Weber, 1847. S. 229f.

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„Abschiednehmen ist immer schmerzlich, selbst wenn es nur für kurze Zeit ist.“

—  Anne Morrow Lindbergh US-amerikanische Ehefrau, Co-Pilotin und Navigatorin von Charles Lindbergh 1906 - 2001

Muscheln in meiner Hand, PT20 books.google https://books.google.de/books?id=mqEVAwAAQBAJ&pg=PT20&dq=abschiednehmen
Original englisch: "Parting is inevitably painful, even for a short time." - Gift from the Sea. 1991. p. 42
Muscheln in meiner Hand (Gift from the Sea)

„Krisen sind notwendig im Leben für das Wachstum. Das ist ihre schöne Seite. Sie sind nicht nur schmerzlich und anstregend.“

—  Jürg Willi Schweizer Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Psychoanalytiker 1934 - 2019

Stuttgarter Zeitung Nr. 92/2007 vom 21. April 2007, S. 47

„Wenn man älter wird, werden die falschen Erfüllungen schmerzlicher, als die unerfüllt bleibende Träume.“

—  Ernst Bertram deutscher Schriftsteller 1884 - 1957

Das innere Reich. Zeitschrift für Dichtung, Kunst und deutsches Leben. München: Langen, 1934. S. 1121

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„Nur in der Bewegung, so schmerzlich sie sei, ist Leben.“

—  Jacob Burckhardt Schweizer Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Kunstgeschichtlichem 1818 - 1897

Weltgeschichtliche Betrachtungen

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„Das Einzige, wonach wir mit Leidenschaft trachten, ist das Anknüpfen menschlicher Beziehungen, nichts ist uns umgekehrt so schmerzlich als das Auflösen derselben. Unser Glück und Unglück hängt von unseren menschlichen Beziehungen ab.“

—  Ricarda Huch deutsche Schriftstellerin, Dichterin und Erzählerin 1864 - 1947

Quellen des Lebens. Umrisse einer Weltanschauung. Insel (1935) 1946, S. 62 books.google https://books.google.de/books?id=amA_AAAAIAAJ&q=ankn%C3%BCpfen

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„Die Wahrheit ist oftmals schmerzlicher als die Lüge, in dem Moment wünscht man sich, es sei eine Lüge.“

—  Tarik Özbay

Quelle: https://zitatezumnachdenken.com/tarik-ozbay/9960