Zitate über Bescheidenheit

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema bescheidenheit, liebe, menschen, art.

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„Falsche Bescheidenheit ist die schicklichste aller Lügen.“

—  Nicolas Chamfort französischer Schriftsteller 1741 - 1794

frz. «La fausse modestie est le plus décent de tous les mensonges.»
Aus Maximes et Pensées, Caractères et Anecdotes (dt. Maximen und Gedanken), Der Weg des Lebens

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„Denn die Bescheidenheit ist eine Art des Ehrgeizes.“

—  Baruch Spinoza niederländischer Philosoph des Rationalismus 1632 - 1677

Ethik, Buch III, "Über den Ursprung und die Natur der Affekte", Lehrsatz 48
Original lat.: "Nam modestia species est ambitionis."
Ethik, Buch III, Über den Ursprung und die Natur der Affekte

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„Es giebt eine Bescheidenheit, die nur der Mantel des Hochmuths ist.“

—  Carmen Sylva deutsche Adlige, Königin von Rumänien und Schriftstellerin 1843 - 1916

Vom Amboß, 2. Auflage, Verlag von Emil Strauß, Bonn 1890, S. 72 http://commons.wikimedia.org/w/index.php?title=Image:Vom_Amboss.djvu&page=77

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„Bescheidenheit ist eine Eigenschaft, die die Frauen an einem Liebhaber mehr loben als lieben.“

—  Richard Brinsley Sheridan irischer Dramatiker und Politiker 1751 - 1816

Die Nebenbuhler, II, 2

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„Ich glaube, nichts lehrt einen besser Bescheidenheit, als wenn man einen wertvollen Menschen liebt.“

—  André Gide französischer Schriftsteller; Literaturnobelpreisträger 1947 1869 - 1951

Die Schule der Frauen

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„Ihr könnt Euch darauf verlassen, die Bescheidenheit der Leute hat immer ihre guten Gründe.“

—  Heinrich Heine deutscher Dichter und Publizist 1797 - 1856

Vorrede zu Salon I
Briefe, Gedichte, Sonstige

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„Menschenhaß! Ein Haß über ein ganzes Menschengeschlecht! O Gott! Ist es möglich, daß ein Menschenherz weit genug für so viel Haß ist!
Und gibt es denn nichts Liebenswürdiges unter den Menschen mehr? Und gibt es keine Tugenden mehr unter ihnen, keine Gerechtigkeit, keine Wohltätigkeit, keine Bescheidenheit im Glücke, keine Größe und Standhaftigkeit im Unglück?“

—  Heinrich Von Kleist Deutscher Dramatiker, Erzähler, Lyriker und Publizist 1777 - 1811

Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden, und ungestört, auch unter den größten Drangsalen des Lebens, ihn zu genießen! An Rühle. Entstanden um 1799. Werke und Briefe in vier Bänden. Band 3, Berlin und Weimar 1978, S. 433-449. zeno.org http://www.zeno.org/nid/20005169496
Sonstige

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„Wer steigen will, wenn auch durch wahre Verdienste, der lasse die Bescheidenheit fahren. Auch darin gleicht die Welt den Weibern: mit Scham und Zurückhaltung erreicht man nichts bei ihr.“

—  Giacomo Leopardi italienischer Dichter und Philologe 1798 - 1837

aus Pensieri XXIV.
(Original ital.: " Chi vuole innalzarsi, quantunque per virtù vera, dia bando alla modestia. Ancora in questa parte il mondo è simile alle donne: con verecondia e con riserbo da lui non si ottiene nulla."

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„Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.“

—  Elizabeth von Arnim britische Schriftstellerin 1866 - 1941

Einfälle und Schlagsätze

„Wo die Soziologie - in der Art der Naturwissenschaft des späteren 19. Jahrhunderts - Weltanschauung sein will und Methapysik-Ersatz, da gebricht es ihr an der aller Wissenschaft gebührenden Bescheidenheit.“

—  Alfred von Martin deutscher Soziologe 1882 - 1979

Geist und Gesellschaft. Soziologische Skizzen zur europäischen Kulturgeschichte, Frankfurt am Main: Verlag Josef Knecht, 1948, S. 11.

Ludwig Anzengruber Foto

„Bescheidenheit ist der Anfang aller Vernunft.“

—  Ludwig Anzengruber österreichischer Dramatiker, Erzähler und Lyriker 1839 - 1889

Einfälle und Schlagsätze. In: Gesammelte Werke in 10 Bänden, Band 5: Kalendergeschichten, Gedichte und Aphorismen. 3. Auflage. Stuttgart: Cotta, 1897. S. 345.

Adolph Freiherr Knigge Foto
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„Sobald man sich seiner Bescheidenheit bewusst ist, verliert man sie.“

—  Sully Prudhomme französischer Dichter 1839 - 1907

Gedanken

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„Du bist immer allzu bescheiden gewesen, Vergil, doch kein Mann falscher Bescheidenheit; es ist mir klar, daß du deine Gaben absichtlich schlecht machen willst, um sie uns schließlich hinterrücks zu entziehen.'

Nun war es ausgespochen, ach, nun war es ausgesprochen – unbeirrbar und hart ging der Cäsar auf sein Ziel los, un nichts wird ihn hindern, die Manuskripte zu rauben: 'Octavian, laß mir das Gedicht!'

'Sehr richtig, Vergil, das ist es… Lucius Varius und Plotius Tucca haben mir von deinem erschreckenden Vorhaben berichtet, und gleich ihnen wollte ich es nicht glauben… gedenkst du tatsächlich deine Werke zu vernichten?'

Schweigen breitete sich im Raume aus, ein strenges Schweigen, das fahl und dünnstrichig konturiert in dem nachdenklich strengen Gesicht des Cäsars seinen Mittelpunkt hatte. Im Nirgendwo klagte etwas sehr leise und auch dies so dünn und geradlinig wie die Falte zwischen des Augustus Augen, dessen Blick auf ihn ruhte.

'Du schweigst', sagte der Cäsar, 'und dies heißt wohl, daß du dein Geschenk tatsächlich zurückziehen willst… bedenke, Vergil, es ist die Äneis! deine Freunde sind sehr betrübt, und ich, du weißt es, ich rechne mich zu ihnen.'

Plotias leises Klagen wurde vernehmlicher; dünn aneinandergereiht, betonungslos kamen die Worte: 'Vernichte die Dichtung, gib mir dein Schicksal; wir müssen uns lieben.'

Das Gedicht vernichten, Plotia lieben, Freund dem Freunde sein, seltsam überzeugend fügte sich Verlockung an Verlokkung, und doch war es nicht Plotia, die daran teilnehmen durfte: 'Oh, Augustus, es geschieht um unserer Freundschaft willen; dringe nicht in mich.'

'Freundschaft?… du sprichst, als ob wir, deine Freunde, unwert wären, dein Geschenk zu behalten.“

—  Hermann Broch, buch Der Tod des Vergil

The Death of Virgil

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„Perfekte Demut verzichtet mit Bescheidenheit.“

—  Clive Staples Lewis irischer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler 1898 - 1963

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