Zitate von Ludwig Anzengruber

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Ludwig Anzengruber

Geburtstag: 29. November 1839
Todesdatum: 10. Dezember 1889

Ludwig Anzengruber war ein österreichischer Schriftsteller. Er gilt als bedeutender Dramatiker des österreichischen Volksstücks in der Tradition Johann Nestroys und Ferdinand Raimunds.

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„Es gibt weibliche Naturen von einer Güte und Reinheit des Wesens, die sich auch ihrer Umgebung mitteilt, ferne von ihnen entfährt uns kein leichtfertig Wort, befällt uns kein arger Gedanke und in ihrer Nähe glauben wir uns selbst reiner und besser. Ich weiß es nicht, ob jeder im Leben eine solche Erfahrung gemacht, aber das weiß ich, daß ich jeden beklage, dem sie fehlt.“

„Auf Erden kann es kein lieberes Anschauen geben,
als neben einem rechten Mann ein rechtes Weib.“


„Verderbet nicht den einen
Der Freuden frohen Schein.
Und seht ihr andre weinen,
Verschärfet nicht die Pein.“

„Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben – ihn glauben heißt, ihn lästern.“

„Die Tugend trägt nie zur Unterhaltung bei,
das Laster zuweilen, die Dummheit immer.“

„Es ist recht nutzbringend auf dieser Welt, daß der Mensch aus allem, was man weiß und wissen kann, seinen Vorteil zieht und daher seinen Beruf nimmt…“

„Gott und Liebe, die beiden mißbrauchtesten Ideen.“

„Lustige Leute lachen machen, ist kein Verdienst; aber die Falten ernster Stirnen glätten, halte ich für eines.“


„Der Schlaf räumt den Sinnen - durch die aller Reiz und alle Regung, all Lust und Leid ihren Einzug halten - schmeichelnd die Wirklichkeit hinweg, wie eine Mutter spielmüden Kindern das Spielzeug, und während wir oft, wenn wir über die arme Frist unseres Daseins erbangen, ihn kindisch anklagen, als ob er sie unterbräche und uns davon wegnähme, teilt er von Tag auf Tag die Last des Lebens; trage sie einer, sei Schmerz oder Wonne ihr Druck, in einem Stücke, wie gar zu bald erläge er.“

„Wer den Mut hat, mit dem Schicksal zu ringen, der ist ein geborener König unter den Menschen.“

„Fehler parlamentarischer Regierungen erklären sich leicht. Die Liberalen nehmen das Volk für klüger, die Reaktionären für dümmer, als es ist.“

„Wenn man alt wird, da hält man sich an das Gegebene und respektiert die Tatsachen.“


„Wenn ich meine Werke überdenke und betrachte, so merke ich erst, wie jung ich war und wie jung ich leider noch bin; wenn ich aber meine Zeitgenossen betrachte, so merke ich zu meinem Leidwesen, daß die Herren jünger sind.“

„Es gibt in unserer Seele ein kleines, von keiner Leidenschaft beschmutztes Fleckchen, wo die Wehmut, die Sehnsucht und die Ahnung wohnen, dort lebt, was uns starb! Von da heraus unsere Verblichenen an das Tageslicht zerren wollen und uns für sie, die ihrer nimmer bedürfen, unsere lebenswarmen Gefühle abfordern, das ist mißratene Pietät und historische Empfindelei.“

„Echte Kunst hat immer Moral, nur die Zuhörer
und Beschauer haben oft keine.“

„Die Menge, immer in der Not feige, im Glücke übermütig. Dir aber gehören alle anderen, allen anderen gehörst du zu dieser Menge, jeder für jeden gehört dazu und so ist das Urteil über uns alle gefällt.“

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