Zitate über Forschung

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema forschung.

Ähnliche Themen

Insgesamt 16 Zitate, Filter:


Heinrich Heine Foto
Werbung
Friedrich Nietzsche Foto

„Wir sind im Wesentlichen noch dieselben Menschen, wie die des Zeitalters der Reformation: wie sollte es auch anders sein? Aber dass wir uns einige Mittel nicht mehr erlauben, um mit ihnen unsrer Meinung zum Siege zu verhelfen, das hebt uns gegen jene Zeit ab und beweist, dass wir einer höhern Cultur angehören. Wer jetzt noch, in der Art der Reformations-Menschen, Meinungen mit Verdächtigungen, mit Wuthausbrüchen bekämpft und niederwirft, verräth deutlich, dass er seine Gegner verbrannt haben würde, falls er in anderen Zeiten gelebt hätte, und dass er zu allen Mitteln der Inquisition seine Zuflucht genommen haben würde, wenn er als Gegner der Reformation gelebt hätte. Diese Inquisition war damals vernünftig, denn sie bedeutete nichts Anderes, als den allgemeinen Belagerungszustand, welcher über den ganzen Bereich der Kirche verhängt werden musste, und der, wie jeder Belagerungszustand, zu den äussersten Mitteln berechtigte, unter der Voraussetzung nämlich (welche wir jetzt nicht mehr mit jenen Menschen theilen), dass man die Wahrheit, in der Kirche, habe, und um jeden Preis mit jedem Opfer zum Heile der Menschheit bewahren müsse. Jetzt aber giebt man Niemandem so leicht mehr zu, dass er die Wahrheit habe: die strengen Methoden der Forschung haben genug Misstrauen und Vorsicht verbreitet, so dass Jeder, welcher gewaltthätig in Wort und Werk Meinungen vertritt, als ein Feind unserer jetzigen Cultur, mindestens als ein zurückgebliebener empfunden wird. In der That: das Pathos, dass man die Wahrheit habe, gilt jetzt sehr wenig im Verhältniss zu jenem freilich milderen und klanglosen Pathos des Wahrheit-Suchens, welches nicht müde wird, umzulernen und neu zu prüfen.“

—  Friedrich Nietzsche deutscher Philosoph und klassischer Philologe 1844 - 1900

Arthur Schopenhauer Foto
Terry Pratchett Foto
Hermann Weyl Foto
Gerhard Kaiser Foto
Werbung

„Eine Forschung, die nichts anderes als Bücher hervorbringt, genügt nicht.“

—  Kurt Lewin deutsch-amerikanischer Psychologe 1890 - 1947
zitiert in: Fritz Gairing, Organisationsentwicklung als Lernprozess von Menschen und Systemen, 4. Auflage, Beltz Verlag, Weinheim/Basel 2008. S. 53 Google Books

Snježana Kordić Foto
Konrad Lorenz Foto

„Die modische Neigung, die Forschung auf niedrigeren Integrationsebenen für die »wissenschaftlichere« zu halten, führt dann allzuleicht zum Atomismus, d. h. zu Teiluntersuchungen untergeordneter Systeme ohne die obligate Berücksichtigung der Art und Weise, in der diese dem Aufbau der Ganzheit eingefügt sind.“

—  Konrad Lorenz österreichischer Biologe (Verhaltensforscher) und Nobelpreisträger für Medizin 1903 - 1989
Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit (1973), zitiert nach 29. Aufl., München 2002, ISBN 3-492-20050-8, S. 102

Werbung
Konrad Lorenz Foto

„Die Naturwissenschaft kann nicht nur, sondern muß schlechterdings alles, was es in der Welt gibt, zum Gegenstand ihrer Forschung machen.“

—  Konrad Lorenz österreichischer Biologe (Verhaltensforscher) und Nobelpreisträger für Medizin 1903 - 1989
Der Abbau des Menschlichen. München 1983, S. 99

Jürgen Todenhöfer Foto
Johannes Paul II. Foto
Bettina Schmidt-Czaia Foto

„Es ist ein Super-GAU für die Forschung und eine Katastrophe für die Kulturgeschichte.“

—  Bettina Schmidt-Czaia deutsche Historikerin, Leiterin des Kölner Stadtarchivs 1960
zum Verlust der Archivbestände des Historischen Archivs der Stadt Köln, „Trümmer, Tränen, Zorn“. Köln verliert sein historisches Gedächtnis, west. art, 15. März 2009, mit Fritz Bilz, Christian Gudehus, Hiltrud Kier, Michael Knoche, Bettina Schmidt-Czaia und Robert Claus Wiezorek