„Frage ich mich heute nach den Gründen für meine relative Vereinzelung auch und gerade unter Fachkollegen (nicht im weiteren Rahmen der Gesamtuniversität), so drängt sich mir auf, daß ich stets, obwohl kommunikativ, in meinen Forschungen ein Einzelgänger war, schwer subsumierbar, dem Spezialistenwesen und der Kartellbildung fern, thematisch und methodisch immer wieder neu ansetzend. Ich war ein wenig missionarisch in meinem Verständnis der Literaturwissenschaft, indem ich sie als Erschließungswissenschaft für eine zentrale Möglichkeit menschlichen Selbstausdrucks und menschlicher Selbst- und Weltdeutung auffaßte, und damit unzeitgemäß unter coolen Fachleuten wie unter ideologisierten Ideologiekritikern.“

—  Gerhard Kaiser, Rede, dass ich dich sehe. Ein Germanist als Zeitzeuge, Deutsche Verlags-Anstalt Stuttgart München 2000, ISBN 3-421-05414-2, S. 250
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„Irren ist menschlich, aber immer irren ist sozialdemokratisch.“

—  Franz-Josef Strauß deutscher Politiker (CSU), MdL, MdB, MdEP 1915 - 1988
Bundestagswahl 1965 im Stimmkreis Kitzingen

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„Der heutigen Physik liegt die Frage nicht mehr ferne, ob nicht etwa alles, was ist, aus dem Äther geschaffen sei.“

—  Heinrich Rudolf Hertz deutscher Physiker 1857 - 1894
Über die Beziehung zwischen Licht und Elektrizität - Rede vor der 62. Versammlung deutscher Naturforscher und Ärzte in Heidelberg, 20. September 1889. - abgedruckt in: Heinrich Hertz: Über sehr schnelle elektrische Schwingungen : vier Arbeiten (1887-1889) / von  ; hrsg. von Hans Wussing ; Einleitung und Anmerkungen von Gustav Hertz. - [2. Aufl. ] - Thun : Deutsch, 1996. (Ostwald's Klassiker der exakten Wissenschaften ; Band 251 Ed.2), S. 113 Google Books

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„Hier darf jeder machen, was er will - im Rahmen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, versteht sich.“

—  Franz Josef Degenhardt deutscher Liedermacher, Schriftsteller und Rechtsanwalt 1931 - 2011
Refrain des Liedes "Befragung eines Kriegsdienstverweigerers". Veröffentlicht 1972 als Single-Schallplatte mit der A-Seite "Sacco und Vanzetti". Polydor 2041 252. franz-josef-degenhardt. de

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„Es wird geschummelt - in dem Sinn nämlich, dass zentralen Fragen ausgewichen wird. Das nenne ich die ‚interreligiöse Schummelei’, von der ich glaube, dass sie nach dem 11. September nicht mehr möglich ist.“

—  Wolfgang Huber deutscher evangelischer Theologe und Altbischof 1942
zum interreligiösen Dialog zwischen Christen und Muslimen; Interview mit der "ZEIT" und dem DeutschlandRadio vom 23. Mai 2003, auch veröffentlicht bei EKD. de

„Von der Kleinwelt des Süßwassers aus eröffnet sich das beste Verständnis für alle großen Fragen der Biologie.“

—  Raoul Heinrich Francé österreich-ungarischer Botaniker, Mikrobiologe, Natur- und Kulturphilosoph 1874 - 1943
Die Kleinwelt des Süßwassers, 1910, S. 14

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„Ich hatte Angst zu fragen, ob es einen Grund gab, Angst zu haben.“

—  John Green US-amerikanischer Schriftsteller und Videoblogger 1977

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„Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äußersten Vorgebirge der Möglichkeit ins Meer der Unmöglichkeit hinein erstrecken?“

—  Johann Nepomuk Nestroy österreichischer Dramatiker, Schauspieler und Opernsänger 1801 - 1862
Der Unbedeutende 1. Akt, 16. Szene (Posse, 1846 )

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„Interkulturelle Kompetenz heißt nicht, Verständnis für alles und jeden zu haben.“

—  Kristina Schröder deutsche Politikerin (CDU), MdB, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 1977
Kristina Schröder, zitiert im FOCUS 42/2010 vom 18. Oktober 2010, Focus Magazin Verlag GmbH, München, Seite 41.

Citát „Alles, was uns an anderen irritiert, kann uns zu einem tieferen Verständnis von uns selbst führen.“
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„Die Ameisen oder Emsen // sind so weit jetzt, dass sie Gemsen // sich als Sklaven halten (aus // Gründen ihres Körperbaus).“

—  Christian Morgenstern deutscher Dichter und Schriftsteller 1871 - 1914
Im Jahre 19000. In: Alle Galgenlieder. Zürich: Diogenes, 1981. S. 78

„Der Grund, warum es so schwer ist, ein großes Werk zu vollbringen, ist das Geschrei der Menge.“

—  Lü Bu We chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph -291
Frühling und Herbst des Lü Bu We, S. 252

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