Zitate von Publilius Syrus

Publilius Syrus Foto
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Publilius Syrus

Geburtstag: 100
Andere Namen:Pubilius Syrus

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Publilius Syrus war ein römischer Mimen-Autor im 1. Jahrhundert v. Chr.

Nach Plinius dem Älteren stammte Publilius Syrus aus Antiochia und kam als Sklave nach Rom. Sein eigentlicher Name ist unbekannt, Syrus ist der Sklavenname, der auf seine Herkunft hindeutet. Den Namen Publilius erhielt er nach seinem letzten Herrn, der ihn freiließ. Nach seiner Freilassung hatte er mit seinen literarischen Mimen, in denen er auch selbst als Schauspieler auftrat, großen Erfolg in den Städten Italiens. Im Jahre 46 v. Chr. siegte er bei einem Improvisationswettbewerb anlässlich der Spiele, die von Julius Caesar ausgerichtet worden waren, gegen seinen literarischen Konkurrenten, den römischen Ritter Decimus Laberius. Dieser war von Caesar zur Teilnahme an dem Wettstreit gezwungen worden.

Die Mimen des Publilius Syrus sind allesamt verloren. Seine Nachwirkung geht zurück auf eine Sammlung seiner Sprüche, die Sententiae. Diese wurden bald Schullektüre und waren entsprechend bis in die Spätantike weit verbreitet. Es handelt sich um etwa 700 jambische oder trochäische Einzeiler, alphabetisch geordnet, mit moralischen Lebensweisheiten . Man geht davon aus, dass die Sammlung im Mittelalter erheblich erweitert wurde, sodass nur ein Teil der Sprüche als authentisch gelten kann. Vor allem im Humanismus waren die Sententiae beliebte Lektüre; das belegen zahlreiche Ausgaben zu dieser Zeit.

Die Sentenzen sind uns in verschiedenen Manuskripten erhalten: Die Collectio Palatina, die Collectio Senecae , die Caecilii Balbi collectio minor und maior , die Collectio Turicensis , die Collectio Frisingensis und die Collectio Veronensis .

Zitate Publilius Syrus

„Wer die Schlechten schont, schadet den Guten.“

— Publilius Syrus
Sententiae falso receptae [Wölfflin] S. 120, Übersetzung [Binder T] S. 38

„Einige Heilmittel sind gefährlicher als das Übel.“

— Publilius Syrus
Sententiae falso receptae 152; in Wahrheit von Seneca d. Ä.

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„Die Furcht, nicht Güte bändigt einen Bösen.“

— Publilius Syrus
Sententiae M49, Übersetzung [Lautenbach] S. 349

„Das Weinen des Erben ist unter der Maske ein Lachen.“

— Publilius Syrus
Sententiae H19, Übersetzung [Pohlke] S. 54

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„Wen viele fürchten, der muss viele fürchten.“

— Publilius Syrus
Sententiae M30, Übersetzung von A. Otto, Reinhard Häussler, in: Die Sprichwörter und sprichwörtlichen Redensarten der Römer, B. G. Teubner, 1890, S. 349

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„Nichtsnutzigkeit wird am meisten durch sich selbst bestraft.“

— Publilius Syrus
Sententiae falso receptae [Wölfflin] S. 127, [Friedrich] S. 107, Übersetzung Wikiquote

„Groß ist die Macht der Gewohnheit.“

— Publilius Syrus
Sententiae G8, Übersetzung [Arthaber], S. 3

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