Immanuel Kant: Aktuelle Zitate

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„Unsere Erkenntniß ist gegen die eines Engels lauter Unsinn.“

Recension von [Johann Heinrich] Schulz's Versuch einer Anleitung zur Sittenlehre … (1783). Akademieausgabe Band VIII, S. 11 http://www.korpora.org/kant/aa08/011.html
Sonstige

„Was tadelt Gott denn also die Sünder wegen der Handlungen, da doch schon vom ersten Ursprung der Welt an vorgesehen war, daß sie sie ausführen müßten?“

(lat. Original: "Quidam igitur Deus peccatores increpat de actionibus, quas ut perpetrent, iam inde usque a mundi satu atque ortu cautum est?") - Principiorum primorum cognitionis metaphysicae nova dilucidatio, Prop. IX
Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels (1755)

„Sapere Aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!“

Eingangsmotto der Schrift "Was ist Aufklärung" (1784)
Sonstige
Variante: Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.

„Alles, was in sich selbst widersprechen ist, ist innerlich unmöglich.“

Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes, erste Abteilung, zweite Betrachtung, A 17
Der einzig mögliche Beweisgrund zu einer Demonstration des Daseins Gottes (1763)

„Die Negers von Afrika kennen von der Natur kein Gefühl, welches über das Läppische stiege.“

Über das Gefühl des Schönen und Erhabenen,vierter Abschnitt, A 102
Über das Gefühl des Schönen und Erhabenen (1764)

„Alles Erkenntnis setzt Verstand voraus.“

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, erstes Buch, § 7, BA 26
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

„Das Weib wird durch die Ehe frei; der Mann verliert dagegen seine Freiheit.“

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, zweites Buch, A 295/B 293
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)

„Es gibt keine besondere Pflichten gegen Gott in einer allgemeinen Religion; denn Gott kann von uns nichts empfangen; wir können auf und für ihn nicht wirken.“

Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft, viertes Stück, erster Teil, A 218, B 232
Die Religion innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft (1793)

„Der Mensch ist von Natur böse. Er tut das Gute nicht aus Neigung, sondern aus Sympathie und Ehre.“

Reflexionen zur Anthropologie, 1425. AA XV, Seite 622, 9f
Reflexionen zur Anthropologie (1798)

„Ich nehme die Materie aller Welt in einer allgemeinen Zerstreuung an und mache aus derselben ein vollkommenes Chaos.“

Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels, A XXII
Allgemeine Naturgeschichte und Theorie des Himmels (1755)

„Das Recht muß nie der Politik, wohl aber die Politik jederzeit dem Recht angepaßt werden.“

Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu Lügen, A 313
Über ein vermeintes Recht aus Menschenliebe zu Lügen (1797)

„Der Mensch war nicht bestimmt, wie das Hausvieh, zu einer Herde, sondern, wie die Biene, zu einem Stock zu gehören.“

Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, zweites Buch, A 330/B 328
Anthropologie in pragmatischer Hinsicht (1798)