Zitate über Verletzung

Eine Sammlung von Zitaten zum Thema verletzung.

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Uta Ranke-Heinemann Foto

„Es ist unerträglich, dass die Kirche bestimmt, ab welchem Grad der Lähmung eine Frau einen Mann nicht mehr lieben darf, ab welchem Grad der Verletzung ein Mann sein Leben einsam zu Ende zu leben gezwungen wird.“

— Uta Ranke-Heinemann deutsche katholische Theologin und Autorin 1927
Die katholische Kirche und der 'Penis-Test'. Zur Weigerung eines Bischofs, einen querschnittsgelähmten Mann kirchlich zu trauen, Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) 11. Juni 2008

Hans-Dietrich Genscher Foto
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„Der unbewusste Zwang, verdrängte Verletzungen zu rächen, ist stärker als jede Vernunft.“

— Alice Miller schweizerische Autorin und Kindheitsforscherin 1923 - 2010
Abbruch der Schweigemauer. Die Wahrheit der Fakten. Hamburg, Hoffmann und Campe, 1990. Seite 96

Francesco Mario Pagano Foto
Jiddu Krishnamurti Foto
Sergej Lukianenko Foto

„Denn jeder Schritt der Menschheit ins Morgen stellt eine Verletzung der Gesetze von heute dar.“

— Sergej Lukianenko russischer Science-Fiction- und Fantasyautor 1968
Sergej Lukianenko, Sternenspiel, Heyne Verlag : München 2009, ISBN 978-3-453-52411-8, S. 202.

Murray Rothbard Foto

„Inflation, als eine betrügerische Verletzung des Eigentumsrechts, könnte in einem freien Markt nicht stattfinden.“

— Murray Rothbard US-amerikanischer Ökonom und politischer Philosoph 1926 - 1995
What Has Government Done To Our Money, Mises Institute, Auburn 1991, ISBN 978-1-61016-142-8, S. 48, books. google. de  [WQ]

Patrick Rothfuss Foto

„Die großartigste Fähigkeit des menschlichen Geistes ist vielleicht die, mit Schmerzen fertig zu werden. Die klassische Philosophie spricht hier von den vier Pforten des Geistes, die man durchschreiten kann.
Die erste Pforte ist die des Schlafs. Der Schlaf beitet uns Zuflucht vor der Welt und all ihrem Leid. Im Schlaf vergeht die Zeit, und das verschafft uns Abstand zu den Dingen, die uns Schmerz zugefügt haben. Wenn Menschen Verletzungen erleiden, werden sie oft bewusstlos, und jemand, der eine furchtbare Nachricht erhält, fällt vielleicht in Ohnmacht. Der Geist schützt sich also vor dem Schmerz, indem er diese erste Pforte durchschreitet.
Die zweite Pforte ist die des Vergessens. Manche Wunden sind zu tief, um wieder verheilen zu können, oder zumindest zu tief für eine schnelle Heilung. Hinzu kommt, dass manche Erinnerungen ausschließlich schmerzlich sind und sich da nicht heilen lässt. Das Sprichwort "Die Zeit heilt alle Wunden" entspricht nicht der Wahrheit. Die Zeit heilt die meisten Wunden. Die übrigen sind hinter dieser Pforte verborgen.
Die dritte Pforte ist die des Wahnsinns. Manchmal erhält der Geist einen so verheerenden Schlag, dass er sich in den Wahnsinn flüchtet. Das ist nützlicher, als es zunächst scheint. Manchmal besteht die Wirklichkeit nur noch aus Schmerz, und um diesem Schmerz zu entrinnen, muss der Geist die Wirklichkeit hinter sich lassen.
Die vierte und letzte Pforte ist die des Todes. Der letzte Ausweg. Wenn wir erst einmal tot wären, könne uns nichts mehr etwas anhaben - heißt es jedenfalls.“

— Patrick Rothfuss US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller 1973
The Name of the Wind

Émile Michel Cioran Foto