Zitate von Martin Heidegger

Martin Heidegger Foto
22   29

Martin Heidegger

Geburtstag: 26. September 1889
Todesdatum: 26. Mai 1976

Werbung

Martin Heidegger war ein deutscher Philosoph. Er stand in der Tradition der Phänomenologie , der Lebensphilosophie sowie der Existenzdeutung Søren Kierkegaards, die er in einer neuen Ontologie überwinden wollte. Die wichtigsten Ziele Heideggers waren die Kritik der abendländischen Philosophie und die denkerische Grundlegung für ein neues Weltverständnis.

1926 entstand sein erstes Hauptwerk Sein und Zeit, das die philosophische Richtung der Fundamentalontologie begründete .

Ab Mitte 1930 begann Heidegger mit einer Gesamtinterpretation der abendländischen Philosophiegeschichte. Dazu untersuchte er die Werke bedeutender Philosophen unter phänomenologischen, hermeneutischen und ontologischen Gesichtspunkten und versuchte so, deren „unbedachte“ Voraussetzungen und Vorurteile freizulegen. Alle bisherigen philosophischen Entwürfe vertraten laut Heidegger eine einseitige Auffassung der Welt – eine Einseitigkeit, die er als Merkmal jeder Metaphysik ansah.

Diese metaphysische Weltauffassung gipfelte aus Heideggers Sicht in der modernen Technik. Mit diesem Begriff verband er nicht allein, wie sonst üblich, ein neutrales Mittel zum Erreichen von Zwecken. Vielmehr versuchte er zu zeigen, dass mit der Technik auch eine veränderte Auffassung der Welt einhergehe. So wird nach Heidegger durch die Technik die Erde vornehmlich unter dem Gesichtspunkt der Nutzbarmachung in den Blick gebracht. Wegen ihrer globalen Verbreitung und der damit verbundenen schonungslosen „Vernutzung“ natürlicher Ressourcen sah Heidegger in der Technik eine unabweisbare Gefahr.

Der Technik stellte er die Kunst gegenüber und erarbeitete ab Ende der 1930er Jahre u. a. anhand von Hölderlins Dichtungen Alternativen zu einem rein technischen Weltbezug. In späten Texten ab 1950 widmete er sich verstärkt Fragen der Sprache. Deren geschichtlich gewachsener Beziehungsreichtum soll metaphysische Einseitigkeiten vermeiden. Heidegger versuchte, den Menschen nicht mehr als Zentrum der Welt zu denken, sondern im Gesamtzusammenhang einer Welt, die er „Geviert“ nannte. Anstatt über die Erde zu herrschen, soll der Mensch in ihr als sterblicher Gast wohnen und sie schonen.

Eine breite Rezeption machte Heidegger zu einem der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts. Gleichwohl ist sein Werk inhaltlich umstritten. Auch sein nationalsozialistisches Engagement ist bis heute Gegenstand kontroverser Debatten.

Ähnliche Autoren

Max Stirner Foto
Max Stirner30
deutscher Philosoph
Andreas Weber Foto
Andreas Weber6
deutscher Biologe, Philosoph, Publizist
Robert Spaemann Foto
Robert Spaemann10
deutscher Philosoph
 Novalis Foto
Novalis92
deutscher Dichter der Frühromantik
Herbert Marcuse Foto
Herbert Marcuse13
deutsch-amerikanischer Philosoph und Soziologe
Kurt Huber Foto
Kurt Huber9
deutscher Volksliedforscher, Professor an der Ludwig-Maximi…
Ernst Bloch Foto
Ernst Bloch17
deutscher marxistischer Philosoph
August Julius Langbehn Foto
August Julius Langbehn8
deutscher Schriftsteller und Kulturkritiker
Hans-Georg Gadamer Foto
Hans-Georg Gadamer9
deutscher Philosoph

Zitate Martin Heidegger

„Die Frage nach dem Sinn von Sein soll gestellt werden.“

—  Martin Heidegger, Sein und Zeit
Sein und Zeit, 1927, in: Gesamtausgabe, Band 2, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1977, § 2, erster Satz

Werbung

„Aus dem Spiegel-Spiel des Gerings des Ringes ereignet sich das Dingen des Dinges.“

—  Martin Heidegger
Das Ding, zit. nach Hans Joachim Störig: Kleine Weltgeschichte der Philosophie, Stuttgart: Kohlhammer 1970, S. 442

„Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? Das ist die Frage.“

—  Martin Heidegger, Introduction to Metaphysics
Einführung in die Metaphysik, 1935, in: Gesamtausgabe, Band 40, Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1983, § 1, erster Satz

„Der Mensch ist nicht der Herr des Seienden. Der Mensch ist der Hirt des Seins.“

—  Martin Heidegger, Wegmarken
Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.342

Help us translate English quotes

Discover interesting quotes and translate them.

Start translating

„Sprache ist lichtend-verbergende Ankunft des Seins selbst.“

—  Martin Heidegger, Wegmarken
Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.326

„Der Mensch ist der Nachbar des Seins.“

—  Martin Heidegger, Wegmarken
Brief über den "Humanismus", 1946, in: Gesamtausgabe, Band 9 "Wegmarken", 1. Aufl., Verlag Vittorio Klostermann, Frankfurt/M 1976, S.342

„Die Sprache ist das Haus des Seins.“

—  Martin Heidegger
Über den Humanismus. Frankfurt a.M.: Klostermann, 1949. S. 5.

„Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit. Etiam egestas wisi a erat. Morbi imperdiet, mauris ac auctor dictum.“

Die heutige Jubiläen
Antonio Gramsci Foto
Antonio Gramsci11
italienischer Schriftsteller, Politiker und Philosoph sowie… 1891 - 1937
Gotthold Ephraim Lessing Foto
Gotthold Ephraim Lessing104
deutscher Dichter der Aufklärung 1729 - 1781
Bill Mauldin Foto
Bill Mauldin
US-amerikanischer Cartoonist 1921 - 2003
Else Lasker-Schüler Foto
Else Lasker-Schüler8
deutsche Lyrikerin 1869 - 1945
Weitere 70 heutige Jubiläen
Ähnliche Autoren
Max Stirner Foto
Max Stirner30
deutscher Philosoph
Andreas Weber Foto
Andreas Weber6
deutscher Biologe, Philosoph, Publizist
Robert Spaemann Foto
Robert Spaemann10
deutscher Philosoph
 Novalis Foto
Novalis92
deutscher Dichter der Frühromantik