Zitate von Christian Dietrich Grabbe

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Christian Dietrich Grabbe

Geburtstag: 11. Dezember 1801
Todesdatum: 12. September 1836

Christian Dietrich Grabbe war ein Dramatiker des Vormärz.

Grabbe war neben Georg Büchner der bedeutendste Erneuerer des deutschsprachigen Dramas seiner Zeit. Er war beeinflusst von Shakespeare und dem Sturm und Drang. In seinen ambitionierten Dramen, die mit ihren Massenszenen und schnellen Szenenwechseln die damalige Theater- und Bühnentechnik überforderten, löste er die strenge Form des klassischen Dramas in eine Folge locker verbundener Szenen auf und wurde zum Wegbereiter des Realismus auf der Bühne. In seinen Stücken entwarf er eine desillusionierende bis pessimistische Weltsicht mit teilweise schrillen Szenen.

Nach seinem Tod zunächst vergessen, wurde Grabbes Werk in Teilen erst von den Dramatikern des Naturalismus und Expressionismus wiederentdeckt. Verehrung fand er als nationaler Dichter unter dem Nationalsozialismus, wobei die von ihm überlieferten antisemitischen Aussagen, vereinzelte judenfeindliche Passagen in seinen Stücken und die nationale Tendenz seiner Stoffe zu ideologischen Anknüpfungspunkten wurden. Vor allem in den 1930er Jahren wurden mehrere Straßen nach Grabbe benannt.

Die Stadt Detmold vergibt seit 1994 in unregelmäßigen Abständen zusammen mit der Grabbe-Gesellschaft und dem Landesverband Lippe den Christian-Dietrich-Grabbe-Preis für neue dramatische Literatur.

Werk

Don Juan und Faust
Don Juan und Faust
Christian Dietrich Grabbe

Zitate Christian Dietrich Grabbe

„Mit den Wölfen heulen, // Und bei den Weibern frömmeln, tanzen, lügen!“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust, II, 1 / Don Juan, S. 37,
Don Juan und Faust (1828)

„Der Mittelweg ist oft doppeltgefährlich.“

—  Christian Dietrich Grabbe

Napoleon oder die hundert Tage, I, 3 / Blacas d'Aulps, S. 58,
Napoleon oder die hundert Tage (1831)

„Reu um Geschehnes ist // Verlorne Arbeit!“

—  Christian Dietrich Grabbe

Herzog Theodor von Gothland III, 1 / Gothland. In: Werke und Briefe, Band 1, Emsdetten 1960, S. 77,
Andere Werke

„Und nur Abwechslung gibt dem Leben Reiz // Und läßt uns seine Unerträglichkeit // Vergessen.“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust, I, 1 / Don Juan, S. 13,
Don Juan und Faust (1828)

„[…] wer verliebt ist, seufzt und hofft und glaubt // Und jauchzt!“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust I, 2 / Der Ritter, S. 28,
Don Juan und Faust (1828)

„Das Weib // Sieht tief, der Mann sieht weit. Euch ist die Welt // Das Herz, uns ist das Herz die Welt.“

—  Christian Dietrich Grabbe

Kaiser Heinrich der Sechste III, 1 / Agnes. In: Kaiser Heinrich der Sechste. Eine Tragödie in fünf Akten. Joh. Christ. Hermann'sche Buchhandlung, Frankfurt am Main 1830, S. 152,
Andere Werke

„Wenn die Religion von dem vielen Dampf, den sie machen muß, nur nicht bald selbst verdampft!“

—  Christian Dietrich Grabbe

Napoleon oder die hundert Tage, IV, 1 / Jouve, S. 179,
Napoleon oder die hundert Tage (1831)

„Mit Gebeten und Jesuiten zwingt man nicht mehr die Welt“

—  Christian Dietrich Grabbe

Napoleon oder die hundert Tage, III, 3 / Napoleon, S. 156,
Napoleon oder die hundert Tage (1831)

„Wozu Mensch, // Wenn du nach Uebermenschlichem nicht strebst?“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust III, 3 / Faust, S. 73,
Don Juan und Faust (1828)

„Nur was Ihr in Worte // Könnt' fassen, könnt' Ihr denken.“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust, II, 1 / Der Ritter, S. 41,
Don Juan und Faust (1828)

„Doch lieber will ich unter Qualen bluten, // Als glücklich sein aus Dummheit!“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust, I, 2 / Faust, S. 19,
Don Juan und Faust (1828)

„Beim Essen ist Musik ein guter Prüfstein - // Denn ist das Essen gut, so hört man die // Musik nicht!“

—  Christian Dietrich Grabbe, buch Don Juan und Faust

Don Juan und Faust, IV, 4 / Don Juan, S. 96,
Don Juan und Faust (1828)

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