„War der Graben zwischen ihnen tatsächlich bodenlos tief und entfesselte deshalb so heftige Turbulenzen? Und verlief er zwischen Schwarz und Weiß? Oder zwischen Arm und Reich? Oder zwischen Fremd und Freund? Oder zwischen denen, deren Väter nicht mehr am Leben waren, und denen, deren Väter noch lebten? Oder zwischen denen mit den geringelten Haaren und denen mit glatten? Oder zwischen denen, die ihr Essennannten, und denen, diedazu sagten? Oder zwischen denen, die gerne gelbe und rote und grüne T-Shirts anzogen, und denen, die sich lieber einen Schlips umbanden? Oder zwischen denen, die gern Wasser tranken, und jenen, die Bier lieber mochten? Oder zwischen der einen Sprache und der anderen? Wieviele Grenzen gab es überhaupt in einem einzigen Universum? Anders gefragt, was war die wirkliche, eine, entscheidende Grenze? Vielleicht die zwischen tot und lebendig?“

—  Jenny Erpenbeck, Gehen, ging, gegangen
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Jenny Erpenbeck16
deutsche Regisseurin und Schriftstellerin 1967
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Ähnliche Zitate

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„Leihe denen, die arm sind, und verlange etwas von denen, die reich sind, so werden sie nicht mehr zu dir kommen.“

—  Saadí persischer Dichter und Mystiker 1184 - 1291
Der Rosengarten (Gulistan), 2, Vom Wesen der Derwische

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„Von denen, die Lust am Leben haben, will niemand Deutscher sein.“

—  Jean-Luc Mélenchon französischer Politiker 1951
in einer Radiosendung auf France Inter am 9. Juni 2013, Zeit Online

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„Denn die Summe unseres Lebens // Sind die Stunden, in denen wir liebten.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908
Summa summarum, S. 750

Citát „Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.“
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„Die Zukunft wird nicht gemeistert von denen, die am Vergangenen kleben.“

—  Willy Brandt 1913 - 1992
Rede auf dem außerordentlichen Parteitag der SPD am 18. November 1971. "Reden und Interviews: Herbst 1971 bis Frühjahr 1973", Hoffmann und Campe, 1973, S. 25

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„Nichtwissen// tut niemand weh // mit Ausnahme derer // denen wehgetan werden kann // weil niemand es weiß“

—  Erich Fried österreichischer Lyriker, Übersetzer und Essayist 1921 - 1988
Vorteile der Unwissenheit (in allen Ländern der Hochsicherheit), in: Lebensschatten, Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1981. S. 35 ISBN 3-0831-0111-5

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„Drei Pfade hat der Mensch in sich, in denen sich sein Leben tätigt: die Seele, den Leib und die Sinne.“

—  Hildegard von Bingen deutsche Mystikerin; Verfasserin theologischer und medizinischer Werke; Komponistin geistlicher Lieder 1098 - 1179
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„Das große Los des Lebens fällt nur denen zu, die es auf gut Glück kaufen.“

—  Fernando Pessoa portugiesischer Dichter und Schriftsteller 1888 - 1935
Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares (361)

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„Liebe hat ihre eigene Sphäre, ihre eigene Zwecke, ihre eigene Pflichten, die von denen der Ehe himmelweit unterschieden sind.“

—  Jakob Michael Reinhold Lenz deutscher Schriftsteller 1751 - 1792
Zerbin oder die neuere Philosophie, eine Erzählung von Jakob Michael Reinhold Lenz, in: Deutsches Museum. Erster Band. Jänner bis Junius. 1776. Leipzig in der Weygandschen Buchhandlung. [Stücktitel:] Deutsches Museum. Drittes Stück. März. 1776. S. 193-207, hier S. 197 Digitalisat Bielefeld; auch in: Sturm und Drang. Dichtungen und theoretische Texte in zwei Bänden. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Heinz Nicolai, München: Winkler, 1971, S. 635 zeno. org

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