„Und als ich schrie aus dem Bauch der Hölle, einfach so vor mich hin, weil ich niemand wußte, zu dem zu schreien, da hörte auch niemand meine Stimme. Und als ich selbst in den Rachen des Walfisches sprang, da saß darin ein Polizeipräsident und verwies mir den Aufenthalt. Und nun erst ist es, als wäre ich von Fremden verstoßen worden, die ich gar nicht sehen kann, und der Herr, den ich nicht kenne, hat mir bewiesen, daß auch er mich nicht kennt. Und so bin ich nicht einmal wie Jonas, der vor dem Herrn floh, und ich kann seine heiligen Tempel weder sehen noch einen Sinn sehen fur die Existenz heiliger Tempel. Und mit all meinem Geld kann ich keine eigenen Tempel bauen, für eine eigene Heiligkeit. Und ob die große Stadt, in die ich mich aufgemacht habe, auch Ninive heißen mag, da ist niemand, der nach der Predigt verlangt, die nicht gepredigt werden kann, und nicht einmal jemand, der nach einem Schuldigen verlangt. Keine Stimme und kein Ohr.“

Die Geschichte Eines Mordes Roman

Letzte Aktualisierung 2. Juli 2022. Geschichte

Ähnliche Zitate

Diese Übersetzung wartet auf eine Überprüfung. Ist es korrekt?
Benjamin Franklin Foto

„Lass alle Menschen dich kennen, aber niemand kennt dich gründlich. Männer, die die Untiefen sehen, sind frei.“

—  Benjamin Franklin amerikanischer Drucker, Verleger, Schriftsteller, Naturwissenschaftler, Erfinder und Staatsmann 1706 - 1790

Sunzi Foto
Arthur Schopenhauer Foto
Rainer Maria Rilke Foto

„Sein Sinn ist Zwiespalt. An der Kreuzung zweier
Herzwege steht kein Tempel für Apoll.“

—  Rainer Maria Rilke österreichischer Lyriker, Erzähler, Übersetzer und Romancier 1875 - 1926

Ayn Rand Foto

„Im Tempel seines Geistes ist jeder Mensch allein.“

—  Ayn Rand US-amerikanische Schriftstellerin und Philosophin russischer Herkunft 1905 - 1982

Khalil Gibran Foto

„Euer tägliches Leben ist euer Tempel und eure Religion.“

—  Khalil Gibran libanesischer Künstler und Dichter 1883 - 1931

Konfuzius Foto
Charles Spurgeon Foto

„Überall herrscht Gleichgültigkeit. Niemanden interessiert es, ob das Gepredigte wahr oder falsch ist. Eine Predigt ist eine Predigt, einerlei von was sie handelt; nur, je kürzer um so besser.“

—  Charles Spurgeon englischer Baptistenpastor und Prediger 1834 - 1892

Original engl.: "Everywhere there is apathy. Nobody cares whether that which is preached is true or false. A sermon is a sermon whatever the subject; only, the shorter the better.") - Preface, "The Sword and the Trowel" (1888

Alfred Hitchcock Foto
Stephen Hawking Foto
Gotthold Ephraim Lessing Foto

„Niemand, sagen die Verfasser der Bibliothek, wird leugnen, daß die deutsche Schaubühne einen großen Teil ihrer ersten Verbesserung dem Herrn Professor Gottsched zu danken habe.« Ich bin dieser Niemand; ich leugne es gerade zu. Es wäre zu wünschen, daß sich Herr Gottsched niemals mit dem Theater vermengt hätte.“

—  Gotthold Ephraim Lessing, buch Laokoon

Briefe, die neueste Literatur betreffend. Erster Teil. VII. Den 16. Februar 1759. Siebzehnter Brief zeno.org http://www.zeno.org/nid/20005265487
Briefe, Fabeln, Laokoon, Philotas, Theologische Streitschriften, Sonstige

Jacques de Molay Foto

„Wir wollten den Tempel nicht in einen Dienst stellen, für den er nicht geeignet ist.“

—  Jacques de Molay Großmeister des Templerordens 1243 - 1314

Sommer 1306, Brief an Papst Clemens V.
Original franz.: "Quar nous navons volu ne volons le Temple mettre en aucune servitute se non tant come il hy affiert."

Charles Darwin Foto
Paul Celan Foto

„Also // stehen noch Tempel. Ein // Stern // hat wohl noch Licht. // Nichts, // nichts ist verloren.“

—  Paul Celan, buch Sprachgitter

aus dem Gedicht "Engführung", dem letzten der Sammlung "Sprachgitter". Suhrkamp 1959. S. 64

Seneca d.J. Foto

„Die Philosophie ist ein guter Rat: Einen guten Rat gibt niemand mit lauter Stimme.“

—  Seneca d.J., buch Epistulae morales

Moralische Briefe an Lucilius - Epistulae morales ad Lucilium
Original: (lat) Philosophia bonum consilium est: consilium nemo clare dat.
Quelle: Moralische Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), IV, XXXVIII, 1

Matthias Claudius Foto

„Niemand ist frey, der nicht über sich selbst Herr ist.“

—  Matthias Claudius deutscher Dichter und Journalist, Lyriker mit volksliedhafter, aber durchaus eigentümlicher Verskunst 1740 - 1815

Sprüche des Pythagoräers Demophilus. In: ASMUS omnia sua SECUM portans, oder Sämmtliche Werke des Wandsbecker Bothen, Achter Theil, beym Verfasser, Wandsbeck 1812, S. 121

Abraham Lincoln Foto
Ian McEwan Foto
Arno Gruen Foto

„Ehrgeizig zu sein verlangt die Trennung von eigenem Schmerz und Leid. Diese Trennung ist Bestandteil jenes Vorgangs, durch den das Eigene, fremd geworden, an andere Opfer weiter gegeben wird.“

—  Arno Gruen deutsch-schweizerischer Schriftsteller, Psychologe und Psychoanalytiker 1923 - 2015

Der Fremde in uns

Ähnliche Themen