Zitate von Erich Mühsam

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Erich Mühsam

Geburtstag: 6. April 1878
Todesdatum: 10. Juli 1934

Erich Kurt Mühsam war ein anarchistischer deutscher Schriftsteller, Publizist und Antimilitarist. Als politischer Aktivist war er maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde, aus der er nach fünf Jahren im Rahmen einer Amnestie freikam. In der Weimarer Republik setzte er sich in der Roten Hilfe für die Freilassung politischer Gefangener ein.

In der Nacht des Reichstagsbrandes wurde er von den Nationalsozialisten verhaftet und am 10. Juli 1934 von der SS-Wachmannschaft des KZ Oranienburg ermordet.

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„Der Knabe stiehlt am Baume fleissig, // Schon hat er eine Pflaume bei sich.“ Schüttelreim, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83

„Die Liebe und das Leben ehren – // Das möchten wir Euch eben lehren.“ Schüttelreim, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83


„Kunst ist immer und durchaus Ausdruck der Persönlichkeit.“ Kollektivität in der Kunst. Aus: Ausgewählte Werke. Band 2. Berlin: Volk und Welt, 1978. Seite 472

„Sich fügen heißt lügen.“ Der Gefangene. Aus: Brennende Erde, Verse eines Kämpfers, München: Kurt Wolff. 1920. S. 82-83

„Da Pferde oft aus dem Zügel flüchten, // Will ich doch lieber Geflügel züchten. - Schüttelreim, Fröhliche Kunst, 1 (2), Juli 1902, S. 180“

„Wer dichten will, der täte gut, // er macht' es so, wie Goethe tut!“ Schüttelreime. Aus: Zur Psychologie der Erbtante. Berlin: Eulenspiegel-Verlag, 1984. S. 20

„Da wieder mal der Bundesrat // das Volk um etwas Rundes bat, // so hoff ich, dass die Hundesteuer // der Magistrat mir stunde heuer.“ Schüttelreim. Aus: Marginalien. Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag. 120. Heft (1991/92), S. 30

„Der Sänger singt am Weiher leise, // doch singt er etwas leierweise.“ Schüttelreim, Fröhliche Kunst, 1 (1), Juni 1902, S. 83


„Der ist ein großer Schweinehund, // dem je der Sinn für Heine schwund.“ Schüttelreime. Aus: Zur Psychologie der Erbtante. Berlin: Eulenspiegel-Verlag, 1984. S. 20

„Wehe dem Menschen, der verstockt auf einem Standpunkt steht! Er wächst darauf fest, und seinem Geiste knicken die Schwingen ab.“ Brevier für Menschen. In: Sammlung 1898-1928. Berlin: J. M. Spaeth Verlag, 1928. S. 232

„Niemand kann frei sein, solange es nicht alle sind.“ Befreiung der Gesellschaft vom Staat. Was ist kommunistischer Anarchismus? 1932. Aus: Prosaschriften II. Hg. Günther Emig. Berlin: Verlag europäische ideen, 1978. S. 256. ISBN 3-921572-40-1

„Die Seife schmolz dahin zu Schaum; // jetzt wäscht man sich mit Speichel // und raucht das Laub vom Lindenbaum // mit kleingeriebener Eichel.“ Die Pfeife. Aus: Brennende Erde, Verse eines Kämpfers, München: Kurt Wolff. 1920. S. 63-64


„Drum will ich Mensch sein, um zu dichten, // will wecken, die voll Sehnsucht sind, // dass ich im Grab den Frieden find // des Schlafes nach erfüllten Plichten.“ Dichter und Kämpfer. Aus: Brennende Erde, Verse eines Kämpfers, München: Kurt Wolff. 1920. S. 28

„Ich sah der Menschen Angstgehetz; // ich hört der Sklaven Frongekeuch. // Da rief ich laut: Brecht das Gesetz! // Zersprengt den Staat! Habt Mut zu euch!“ Freiheit in Ketten. Aus: Ausgewählte Werke. Band 1. Berlin: Volk und Welt, 1978. Seite 145

„Mutter Germania gebar in legitimer Ehe mit dem Geist der Zeit drei Söhne, den Konfektionsreisenden, den Oberlehrer und den Radfahrer.“ Deutsche im Ausland. Aus: Ausgewählte Werke. Band 2. Berlin: Volk und Welt, 1978. Seite 31

„Und er schrie: »Ich revolüzze!« // Und die Revoluzzermütze // schob er auf das linke Ohr, // kam sich höchst gefährlich vor.“ Der Revoluzzer. Aus: Jürgen Serke: Die verbrannten Dichter. Weinheim/Basel 1977; S. 136

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