„Der Mensch fragt, wie er der Vernichtung entrinnen kann. Wenn man in diesen Jahren an jedem beliebigen Punkt Europas mit Bekannten oder Unbekannten im Gespräch zusammensitzt, so wird die Unterhaltung sich bald dem Allgemeinen zuwenden, und das ganze Elend wird auftauchen. Man wird erkennen, daß fast alle diese Männer und Frauen von einer Panik erfaßt sind, wie sie seit dem frühen Mittelalter bei uns unbekannt geworden war. Man wird beobachten, daß sie sich mit einer Art Besessenheit in ihre Furcht hineinstürzen, deren Symptome offen und schamlos hervortreiben. Man wohnt da einem Wettbewerb von Geistern bei, die darüber streiten, ob es besser sei, zu fliehen, sich zu verbergen oder Selbstmord zu verüben, und die bei voller Freiheit schon darauf sinnen, durch welche Mittel und Listen sie sich die Gunst des Niederen erwerben können, wenn es zur Herrschaft kommt. Und mit Entsetzen ahnt man, daß es keine Gemeinheit gibt, der sie nicht zustimmen werden, wenn es gefordert wird. Darunter sieht man kräftige, gesunde Männer, die wie die Wettkämpfer gewachsen sind. Man fragt sich, wozu sie Sport treiben.“

Bearbeitet von Monnystr. Letzte Aktualisierung 23. Juni 2021. Geschichte

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„Es gibt bekanntes Bekanntes; es gibt Dinge, von denen wir wissen, dass wir sie wissen. Wir wissen auch, dass es bekannte Unbekannte gibt: Das heißt, wir wissen, es gibt Dinge, die wir nicht wissen. Aber es gibt auch unbekannte Unbekannte - Dinge also, von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.“

—  Donald Rumsfeld US-amerikanischer Politiker 1932

News Briefing des US-Verteidigungsministeriums, 12. Februar 2002, Übers.: Arno Widmann, Berliner Zeitung, 19.03.2011, Online Archiv der Berliner Zeitung http://www.berliner-zeitung.de/archiv/die--german-angst--ist-wieder-da--sie-mag-ein-laecherliches-gefuehl-sein--doch-selten-war-sie-nuetzlicher-als-heute-fuerchtet-euch-,10810590,10777410.html

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„Das Unbekannte ist eine Ausnahme, das Bekannte eine Enttäuschung.“

—  Francis Picabia kubanischer Schriftsteller, Maler, Grafiker 1879 - 1953

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„Das Schönste an den meisten Männern ist die Frau an ihrer Seite.“

—  Henry Kissinger US-amerikanischer Diplomat, Politiker (Republikaner) und Friedensnobelpreisträger 1923

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„Bei meinem Eintritt sprang ein baumlanger SS-Mann auf mich zu und fragte: «Haben Sie Waffen?» «Wieso?» fragte ich. «Braucht man hier welche?»“

—  Werner Finck deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Kabarettist 1902 - 1978

"Alter Narr - was nun?", dtv. München. 1975. S. 63

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„Fragt die Bäume wie sie erzogen sein wollen, sie werden Euch besser darüber belehren als es die Bücher thun.“

—  Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil deutscher Forstwissenschaftler; einer der „forstlichen Klassiker“ 1783 - 1859

auch in abgewandelter Form ("Fraget die Bäume, wie sie wachsen. Sie werden euch besser belehren als Bücher es tun.") häufig zitierter Ausspruch Pfeils, in seinen Werken zwar laut Karl Hasel ("Studien über Wilhelm Pfeil", 1982, S. 176) nicht belegbar. Pfeil schrieb den Satz jedoch eigenhändig unter sein um 1850 entstandenes Altersbildnis (siehe Bild)

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„Dieser Mann ist die Folge des Versailler Diktats, und ich fürchte, man wird noch mit Entsetzen von ihm hören.“

—  Hjalmar Schacht deutscher Politiker, Bankier, Minister und Reichsbankpräsident 1877 - 1970

Anfang der 1920er Jahre über Adolf Hitler, zitiert nach Hans-Otto Meissner: Junge Jahre im Reichspräsidentenpalais, 1988, S. 139 books. google.

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„Gott will den Mann als Mann und die Frau als Frau und will, dass jeder von ihnen Mensch sei.“

—  Paracelsus Arzt, Alchemist, Astrologe, Naturforscher, Mystiker, Laientheologe und Philosoph 1493 - 1541

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„Im Streit zwischen Mann und Frau erscheint der Mann immer roh, die Frau immer gemein.“

—  Frank Wedekind, Franziska

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„Alle Jahre wieder // Kommt das Christuskind // Auf die Erde nieder, // Wo wir Menschen sind;“

—  Wilhelm Hey deutscher Fabel- und Liederdichter 1789 - 1854

Noch funfzig Fabeln für Kinder, Gotha, Perthes 1852, S. 29, MDZ https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb11260440_00135.html, siehe auch Wikipedia: Alle Jahre wieder

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