„Die schwere Verwundung Gregors, an der er über einen Monat litt -- der
Apfel blieb, da ihn niemand zu entfernen wagte, als sichtbares Andenken
im Fleische sitzen --, schien selbst den Vater daran erinnert zu haben,
daß Gregor trotz seiner gegenwärtigen traurigen und ekelhaften Gestalt
ein Familienglied war, das man nicht wie einen Feind behandeln durfte,
sondern dem gegenüber es das Gebot der Familienpflicht war, den
Widerwillen hinunterzuschlucken und zu dulden, nichts als dulden.“

The Metamorphosis

Letzte Aktualisierung 7. Dezember 2021. Geschichte
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Franz Kafka132
österreichisch-tschechischer Schriftsteller 1883 - 1924

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„Niemand erinnert sich daran wer Zweiter wurde und das werde ich niemals sein.“

—  Enzo Ferrari italienischer Rennfahrer und Gründer des Rennwagenherstellers Ferrari 1898 - 1988

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„Der Pöbel ist ekelhaft, scheußlich«, dachte er. »Sie sind wie die Wölfe, die man nur mit Fleisch beruhigen kann.«“

—  Leo Tolstoi, buch Auferstehung

Krieg und Frieden, übersetzt von Werner Bergengruen
Auferstehung, Krieg und Frieden

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„Die Agenda 2010 sind nicht die zehn Gebote, und niemand, der daran mitgearbeitet hat, sollte sich als Moses begreifen.“

—  Gerhard Schröder Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland 1944

am 15. Oktober 2007 in Berlin zu Bestrebungen, einzelne Punkte der Agenda wieder zu ändern. www.shz.de http://www.shz.de/listen/uebersicht-zitat-des-jahres-2007/artikelansicht-zitat-des-jahres-2007/article/1142/der-altkanzl.html

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„Die Welt stand auf, als Rosa Parks sitzen blieb.“

—  Rosa Parks US-amerikanische Bürgerrechtlerin 1913 - 2005

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„Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr.“

—  Wilhelm Busch deutscher Verfasser von satirischen in Verse gefassten Bildergeschichten 1832 - 1908

Vorbemerk, S. 270
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„Sitze nicht zu Gericht, sonst wirst du dem Verurteilten ein Feind sein.“

—  Solón Philosoph der Antike -638 - -558 v.Chr

Original griech.: "Κριτὴς μὴ κάθησο•εἰ δὲ μή, τῷ ληφθέντι ἐχθρὸς ἔσῃ."
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„Da er seinem Vater bei der Zeugung nun einmal so mißlungen war, wagte auch später kein Kupferstecher sein Glück an ihm.“

—  Georg Christoph Lichtenberg, buch Sudelbücher

Sudelbücher, Heft B (217). Aus: Schriften und Briefe. hg. von Wolfgang Promies, Bd. 1-3, München: Hanser, 1967 ff. Band 1, S. 105 http://www.zeno.org/Literatur/M/Lichtenberg,+Georg+Christoph/Aufzeichnungen+und+Aphorismen/%5BAus+den+%C2%BBSudelb%C3%BCchern%C2%AB%5D/%5BAus+%C2%BBSudelbuch%C2%AB+B%5D
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„Die Dankbarkeit gegenüber den Vätern geht auf das Kind über.“

—  Claudian spätantiker Dichter 370 - 404

De consulatu Stilichonis II, 51
Original lat.: "in prolem transcurrit gratia patrum."

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„Ein Feind, den man zu Grabe trägt, ist nicht schwer.“

—  Victor Hugo, Der König amüsiert sich

Der König amüsiert sich. V.II.
Original französisch: "Un ennemi qu'on porte en terre n'est pas lourd." - Le roi s'amuse
Der König amüsiert sich

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„Ihr sollt niemanden unter euch Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“

—  Jesus von Nazareth Figur aus dem Neuen Testament -7 - 30 v.Chr

Matthäus 23,9 Luther

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„Die Lebensregungen des strebsamen Jüngers waren von Kind an darauf gerichtet, ein »Großer« zu werden. Seine Gleichgültigkeit in der Schule, die miserablen Zeugnisse, die Indolenz gegenüber den praktischen Dingen des Lebens durften niemanden täuschen.“

—  Klaus Harpprecht deutscher Journalist und Autor 1927 - 2016

über Thomas Mann, Thomas Mann, eine Biographie. Rowohlt, 1995, S. 22 books.google http://books.google.de/books?id=zVhJAAAAYAAJ&q=indolenz, ISBN 3498028731

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„Streifen Sie, meine Herren, den Gedanken ab, daß Sie etwas können; je mehr Sie sich von diesem Gedanken entfernen, desto empfänglicher werden Sie für das sein, was Ihnen hier geboten wird. Die Photographie, die wir hier pflegen wollen, ist eine andere als diejenige, aus der Sie alle kommen.“

—  Georg Heinrich Emmerich deutscher Fotograf 1870 - 1923

Ansprache zur Eröffnung der "Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie" (in Anspielung auf den damals revolutionären Anspruch der Schule, Fotografie als Instrument der Kunst zu vermitteln, siehe Pictorialismus), 1900; Ulrich Pohlmann / Rudolf Scheutle: "Lehrjahre - Lichtjahre, Die Münchner Fotoschule 1900-2000", Schirmer/Mosel München, 2000, Seite 19

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