Zitate von Epiktet

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Epiktet

Geburtstag: 50 n.Chr.
Todesdatum: 138
Andere Namen: Epiktétos z Hierápole

Epiktet war ein antiker Philosoph. Er zählt zu den einflussreichsten Vertretern der späten Stoa.

Als Sklave gelangte Epiktet nach Rom, wo er in Kontakt mit stoischen Lehren kam und auch selbst zu unterrichten begann. Aus Rom vertrieben begründete er in Nikopolis eine Philosophenschule, an der er bis zu seinem Tod lehrte. Da Epiktet selbst keine Werke verfasste, ist seine Philosophie nur in den Schriften seines Schülers Arrian überliefert, der seine Vorlesungen aufzeichnete.

Seine Lehre behandelt vor allem ethische Fragen und stellt die praktische Umsetzung philosophischer Überlegungen in den Vordergrund. Im Zentrum seiner Ethik stehen die innere Freiheit und moralische Autonomie eines jeden Menschen. Epiktet trennt strikt zwischen Dingen und Zuständen, die sich außerhalb der menschlichen Macht befinden und daher als gegeben angenommen werden müssen, und solchen, die das Innerste des Menschen betreffen und daher ausschließlich Gegenstand seines Einflusses sind. Außerdem entwickelt Epiktet ein Konzept der sittlichen Persönlichkeit, die nach seiner Ansicht das Wesen des Menschen darstellt. Menschliches Handeln wird für ihn aber stets auch von Gott bestimmt und gelenkt, der in jedem einzelnen Menschen, der Welt und dem eine Einheit bildenden Kosmos direkt anwesend ist. Da dieser göttliche Kern allen Menschen gleichermaßen innewohnt, muss die Menschenliebe unterschiedslos allen gelten.

Die Rezeptionsgeschichte der Lehre Epiktets ist vielschichtig. Nach einer ersten kurzen Blüte im 2. Jahrhundert geriet er während des Mittelalters im Westen weitgehend in Vergessenheit. Auf indirektem Weg – über späteres Schrifttum und christianisierte Umformungen der ältesten Überlieferung – beeinflussten Konzepte Epiktets jedoch christliche Autoren von der Spätantike bis in die Neuzeit maßgeblich, auch wenn diese Schriften nur noch in loser Verbindung mit dem Namen Epiktets standen. Die Aufzeichnungen seines Unterrichts wurden in der Renaissance erneut bekannt und wirkmächtig. Wikipedia

„Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen und die Urteile über die Dinge.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (5)
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Bleibe deinen Vorsätzen wie gewöhnlichen Gesetzen treu - in der Überzeugung, dass du eine gottlose Tat begehst, wenn du sie missachtest.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (50)
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Der erste und notwendigste Bereich der Philosophie umfaßt die Anwendung ihrer Lehren.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (52)
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Wenn dir jemand mitteilt, dir sage jemand Böses nach, dann rechtfertige dich nicht, sondern antworte: Er kannte wohl meine anderen Fehler nicht; denn sonst würde er nicht nur diese hier erwähnen.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (33)
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Wer dem unausweichlichen Schicksal sich in rechter Weise fügt, der gilt als weise uns und kennt der Götter Walten.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (53) Kernsätze
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Wie du beim Gehen darauf achtest, daß du nicht in einen Nagel trittst oder dir den Fuß verstauchst, so nimm dich auch davor in acht, daß das leitende Prinzip in dir keinen Schaden nimmt. Und wenn wir diese Regel bei jeder Handlung einhalten, dann werden wir mit größerer Sicherheit an die Sache herangehen.“

—  Epiktet

Handbuch der Moral (38)
Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

„Ertrage und entsage.“
Sustine et abstine!

—  Epiktet

Handbuch der Moral (ἐγχειρίδιον encheirídion) Übersetzung Rainer Nickel, uni-saarland.de http://www.philo.uni-saarland.de/people/analytic/strobach/alteseite/veranst/therapy/epiktet.html

Citát „Nur wer sein Ziel kennt, findet seinen Weg.“

„Gleich wie die Sonne, damit sie aufgehe, nicht auf Gebet oder Beschwörung harrt, sondern einfach scheinet und von den Menschen mit Freuden empfangen wird; also sollst auch du nicht auf Beifall, Anklopfen und Lob warten, damit du Wohltaten erzeigest. Tue sie freiwillig, so wirst du auch wie die Sonne geliebt.“

—  Epiktet

Fragment 22 möglicherweise aus dem Handbuch der Moral
Zugeschrieben
Quelle: Johann Georg Schulthess: Bibliothek der Griechischen Philosophen, Band 2, S.553 https://books.google.at/books?id=_7k-AAAAcAAJ&pg=PA553. Verlag Orell, Geßner und Füsslin, Zürich, 1778.

„What prison?—Where he is already: for he is there against his will; and wherever a man is against his will, that to him is a prison.“

—  Epictetus

Golden Sayings of Epictetus
Kontext: You are impatient and hard to please. If alone, you call it solitude: if in the company of men, you dub them conspirators and thieves, and find fault with your very parents, children, brothers and neighbours. Whereas when by yourself you should have called it Tranquillity and Freedom: and herein deemed yourself like unto the Gods. And when in the company of the many, you should not have called it a wearisome crowd and tumult, but an assembly and a tribunal; and thus accepted all with contentment. What then is the chastisement of those who accept it not? To be as they are. Is any discontented with being alone? let him be in solitude. Is any discontented with his parents? let him be a bad son, and lament. Is any discontented with his children? let him be a bad father.—"Throw him into prison!"—What prison?—Where he is already: for he is there against his will; and wherever a man is against his will, that to him is a prison. Thus Socrates was not in prison since he was there with his own consent. (31 & 32).

„First say to yourself what you would be; and then do what you have to do.“

—  Epictetus

Book III, ch. 23.
Discourses
Original: (el) Τίς εἶναι θέλεις, σαυτῷ πρῶτον εἰπέ: εἶθ' οὕτως ποίει ἃ ποιεῖς.

„Let silence be your general rule; or say only what is necessary and in few words.“

—  Epictetus

Golden Sayings of Epictetus
Kontext: Let silence be your general rule; or say only what is necessary and in few words. We shall, however, when occasion demands, enter into discourse sparingly, avoiding such common topics as gladiators, horse-races, athletes; and the perpetual talk about food and drink. Above all avoid speaking of persons, either in the way of praise or blame, or comparison. If you can, win over the conversation of your company to what it should be by your own. But if you should find yourself cut off without escape among strangers and aliens, be silent. (164).

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