„Hinzu kommt der Ton, in dem die Medien des Establishments über Fehlverhalten der Regierung berichten. Die journalistische Kultur in den USA gebietet es, dass Reporter jegliche eindeutige oder konkrete Aussage vermeiden und auch noch so fragwürdige Behauptungen der Regierung in ihrer Berichterstattung berücksichtigen. Stattdessen benutzen sie eine Sprache, die der eigene Kolumnist der, Erik Wemple, als "politisch schwer gemäßigt" verspottet: niemals etwas Eindeutiges sagen, sondern sowohl die Rechtfertigungen der Regierung als auch die konkreten Tatsachen in der gleichen Glaubwürdigkeit darstellen, was insgesamt den Effekt hat, dass Enthüllungen verwässert und zu einem häufig ebenso zusammenhang- wie belanglosen Brei verquirlt werden. Vor allem messen sie Behauptungen von offizieller Seite stets großes Gewicht bei, selbst wenn diese schlicht unwahr oder absichtlich falsch sind.
Ebendieser ängstliche, servile Journalismus war es, der die, dieund viele andere Medien veranlasste, in ihren Berichten über die Verhörmethoden während der Regierung Bush das Wort "Folter" tunlichst zu vermeiden, obwohl sie nicht das geringste Problem damit hatten, wenn die Regierung eines anderen Staates auf der Welt exakt die gleichen Methoden einsetzte.“

No Place to Hide: Edward Snowden, the NSA, and the U.S. Surveillance State

Letzte Aktualisierung 25. Februar 2022. Geschichte

Ähnliche Zitate

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„Ich mache keine Witze. Ich beobachte nur die Regierung und berichte Tatsachen.“

—  Will Rogers US-amerikanischer Komiker und Entertainer 1879 - 1935

Saturday Review, 25. August 1962
Original engl.: "I don't make jokes. I just watch the government and report the facts."

Citát „Die Regierung besteht aus uns; wir sind die Regierung, du und ich.“
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„Die Regierung besteht aus uns; wir sind die Regierung, du und ich.“

—  Theodore Roosevelt US Amerikanischer Politiker, 26. Präsident der USA 1858 - 1919

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„Die Regierung ist nicht die Lösung unseres Problems. Sie ist das Problem.“

—  Ronald Reagan Präsident der Vereinigten Staaten 1911 - 2004

Antrittsrede als 40. Präsident der Vereinigten Staaten am 20. Januar 1981, zitiert in DER SPIEGEL 41/1988 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13530876.html. Häufiger und wohl auch treffender zitiert als: "Der Staat ist nicht die Lösung, er ist das Problem", z.B. in Süddeutsche Zeitung 6. Februar 2011 http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ronald-reagan-geburtstag-zu-einfach-gedacht-1.1055631. "Government" bezeichnet im amerikanischen Sprachgebrauch nicht nur den Präsidenten und sein Kabinett, sondern den gesamten Staatsapparat im Gegensatz zur Privatwirtschaft. Von dieser erwartet Reagan sich die Lösung bestehender wirtschaftlicher Probleme, die durch staatliche Eingriffe eher erschwert werde.
Original engl.: "In this present crisis, government is not the solution to our problem, government is the problem." - :en:s:Ronald Reagan's First Inaugural Address, youtube http://www.youtube.com/watch?v=IleiqUDYpFQ ab min. 6:12

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„Von den dreien: Staat, Regierung und Ich, bin Ich der Stärkste. Das merkt Euch!“

—  Bruno Traven deutscher Schriftsteller 1890 - 1969

Der Ziegelbrenner. 3. Dezember 1919, S. 25 /books.google https://books.google.de/books?id=wd3lAAAAMAAJ&q=dreien

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„Kein Staat soll sich in die Verfassung und Regierung eines andern Staats gewalttätig einmischen.“

—  Immanuel Kant, buch Zum ewigen Frieden

Zum ewigen Frieden, erster Abschnitt, BA 11
Zum ewigen Frieden (1795)

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„Ich bin überzeugt, dass es leichter ist, eine absolute und despotische Regierung in einem Volk zu errichten, in dem die gesellschaftlichen Bedingungen gleich sind, als in einem anderen.“

—  Alexis De Tocqueville französischer Publizist und Politiker 1805 - 1859

Über die Demokratie in Amerika, Bd. 2, S. 210, (Fischer TB, 1956)
Über die die Demokratie in Amerika, Bd. 2

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„Dass die Regierung das Volk vertrete, ist eine Fiktion, eine Lüge.“

—  Leo Tolstoi, buch Auferstehung

Tagebücher, 1898
Auferstehung, Tagebücher (1852-1910)

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„Hinter dem, was wir für die Regierung halten, thront im Verborgenen eine Regierung ohne jede Bindung an und ohne jede Verantwortung für das Volk. Die Vernichtung dieser unsichtbaren Regierung und Zerschlagung der unheiligen Allianz von korrupter Wirtschaft und korrupter Politik ist die entscheidende politische Herausforderung dieser Zeit.“

—  Theodore Roosevelt US Amerikanischer Politiker, 26. Präsident der USA 1858 - 1919

Zitiert in Al Gore: Angriff auf die Vernunft (The Assault on Reason). Aus dem Englischen von Enrico Heinemann und Friedrich Pflüger. Goldmann, München 2007, S. 120, ISBN: 978-3-442-15543-9
(Original englisch: "Behind the ostensible government sits enthroned an invisible government owing no allegiance and acknowledging no responsibility to the people. To destroy this invisible government, to dissolve the unholy alliance between corrupt business and corrupt politics is the first task of the statesmanship of the day." - In: "The Progressive Party Platform" 1912, In: The Social and Political Thought of American Progressivism. Ed. Eldon J. Eisenach, p. 274. Hackett Publishing Company, Inc., Indianapolis 2006, ISBN: 0-87220-784-6; s. auch teachingamericanhistory.org http://teachingamericanhistory.org/library/index.asp?document=607. Tonaufnahme August 1912 https://www.loc.gov/collections/theodore-roosevelt-films/?q=trrs%201146 ab 0:23 min. Theodore Roosevelt war Kandidat der Progressive Party für die Präsidentschaftswahl 1912.

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„Die Regierung, welche durch eine Revolution vernichtet wird, ist fast stets besser als ihre unmittelbare Vorgängerin. Die Erfahrung lehrt, dass der gefährlichste Augenblick für eine schlechte Regierung gewöhnlich derjenige ist, in dem sie sich zu reformieren beginnt.“

—  Alexis De Tocqueville französischer Publizist und Politiker 1805 - 1859

Das Ancien Régime und die Revolution, zitiert nach J.P.Mayer: "Alexis de Tocqueville, Analytiker des Massenzeitalters", München 1972, S. 85

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„Das Volk hat das Vertrauen der Regierung verscherzt. Wäre es da nicht doch einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein anderes?“

—  Bertolt Brecht, Die Lösung

nach dem Gedicht: Die Lösung. In: Buckower Elegien, 1953. In: Ausgewählte Werke in sechs Bänden. Dritter Band: Gedichte 1. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag, 1997. S. 404
(Original: Nach dem Aufstand des 17. Juni // Ließ der Sekretär des Schriftstellerverbands // In der Stalinallee Flugblätter verteilen // Auf denen zu lesen war, daß das Volk // Das Vertrauen der Regierung verscherzt habe // Und es nur durch verdoppelte Arbeit // Zurückerobern könne. Wäre es da // Nicht doch einfacher, die Regierung // Löste das Volk auf und // Wählte ein anderes?)

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„Die zehn furchterregendsten Wörter der englischen Sprache sind: 'Hi, ich bin von der Regierung und komme, um Ihnen zu helfen!'“

—  Ronald Reagan Präsident der Vereinigten Staaten 1911 - 2004

Rede vor den Future Farmers of America, 28. Juli 1988

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„Es ist gefährlich, recht zu haben, wenn die Regierung Unrecht hat.“

—  Voltaire, Le Siècle de Louis XIV

"Catalogue pour la plupart des écrivains français qui ont paru dans Le Siècle de Louis XIV, pour servir à l'histoire littéraire de ce temps," "Le Siècle de Louis XIV" (1752)
Original franz.: Il est dangereux d’avoir raison dans des choses où des hommes accrédités ont tort. Wörtlich übersetzt: Es ist gefährlich, in Dingen recht zu haben, in denen die etablierten Autoritäten unrecht haben.
Andere

„Die Gründe (der Regierung) kenne ich nicht, aber ich muss sie missbilligen.“

—  Julius Kell deutscher Pädagoge, MdL 1813 - 1849

In der Sitzung der Sächsischen Zweiten Kammer am 12. Februar 1849 (Mittheilungen über die Verhandlungen des Ordentlichen Landtags im Königreiche Sachsen 1849, 2. Kammer, Dresden, S. 297, zitiert nach Georg Büchmann: Geflügelte Worte, 32. Auflage, Berlin 1972, S. 720) sagte Kell: "Das halte ich eben für ein Unheil, daß die Staatsregierung solche Erklärungen allein abgibt, und vielleicht eben weil sie keinen Hinterhalt an der Volksvertretung hat, sich nicht entschließen kann, bindende und definitive Erklärungen abzugeben. Die Gründe kenne ich nicht, aber ich muß sie mißbilligen."

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„Regierung kann nur von der höchsten Gewalt ausgehen.“

—  Heinrich Friedrich Karl vom Stein preußischer und deutscher Politiker 1757 - 1831

Politisches Testament, 1808

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